Schweiz
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SRF Arena zu Rassismus

«Jetzt sitzen wir an einen runden Tisch»: Im Studio sassen erstmals wieder Publikumsgäste – aber auch die Diskussionsteilnehmerinnen. Bild: SRF

Analyse

Brotz hat geliefert: So konstruktiv war die zweite SRF-«Arena» zum Thema Rassismus

Die Erwartungen an das Team von Sandro Brotz waren gross – und er lieferte: Nach der verpatzten Rassismus-«Arena» bewies das SRF, dass vor laufender Kamera eine konstruktive Debatte entstehen kann.



Die SRF-«Arena» zum Rassismus von vergangener Woche war ein Debakel. Eine Farce. Ein Chaos. Die Sendung versprach als Thema «Jetzt reden wir Schwarzen» – gesprochen haben aber die Kritikerinnen und Kritiker: Bei der Ombudsstelle gingen über 130 Beschwerden ein, der watson-Artikel wurde über 500 mal kommentiert. Und der Posteingang von Moderator Sandro Brotz war rappelvoll.

Voller Selbstkritik und nach schlaflosen Nächten, kündigte sein Team eine zweite Sendung zum Thema an. Das Setting war bekannt: «Jetzt sitzen wir an einen runden Tisch» und zwar mit vier schwarzen Frauen in der inneren Runde und vier schwarzen Personen auf der Loge.

Was das Publikum zu sehen bekam, war die Debatte, die das Thema verdiente: Es wurde darüber geredet, was Rassismus in der Schweiz bedeutet, wie die Betroffenen das selbst erleben und warum Zuhören und Verstehen mehr hilft als ein provokationsreiches Streitgespräch. Und es wurden kritische Stimmen angehört, die zum Rassismus eine Sicht haben, sich aber nicht aktivistisch in der «Black Lives Matter»-Diskussion engagieren.

Gäste der zweiten SRF-«Arena» zum Thema Rassismus

Was lief in der ersten Sendung schief?

Das hatte vor allem einen Grund: Die Fehler der ersten «Arena»-Ausgabe dazu wurden zu Beginn der Sendung aufgearbeitet. Das hörte nicht mit der Selbstkritik von Sandro Brotz auf, sondern beinhaltete auch die Frage, wie über Rassismus diskutiert werden soll. Auslöser waren harsche Statements der letzten «Arena», unter anderem die des Republikaners James Foley: «Sie haben nicht das Recht, nicht beleidigt zu werden. C'est la vie, et la vie continue.»

Video: srf

Foley ist kein Unbekannter. 2016 stellte er im watson-Interview die amerikanische Staatsbürgerschaft des ehemaligen Präsidenten Barack Obama in Frage, und steht laut Brotz nach wie vor hinter der «C'est la vie»-Aussage. In der inneren Runde waren sich die vier Frauen einig, dass Foley provozieren wollte. Muss mit solchen Meinungen auch diskutiert werden?

«Es ist viel zu spät, dass wir so über das Thema reden und immer wieder klären müssen, ob es Rassismus gibt.»

Fatima Moumouni

Die Künstlerin Fatima Moumouni machte klar, dass sie auch mit gegenteiligen Meinungen reden wolle. Es tue ihr aber weh, wenn Menschen eingeladen werden, die zum Thema nichts sagen wollten. «Ich will über Rassismus reden – ich habe aber keine Zeit. Es ist viel zu spät, dass wir so über das Thema reden und immer wieder klären müssen, ob es Rassismus gibt. Ich will einen Schritt weiter gehen.»

Video: srf

Was Rassismus in der Schweiz bedeutet

Einen Schritt weiter: Das wurde dann auch im Studio getan, im Wissen darüber, wie man es nicht machen sollte. Im zweiten Teil der Sendung erzählten die Teilnehmerinnen, was für sie Rassismus heisst und wie sie ihn erleben. Die Voten zeigten, dass es unterschiedliche Auffassungen zu diesen Fragen geben kann und der Rassismus unterschiedliche Gefühle auslöst.

Moumouni brachte dazu selbst eine Rassismus-Definition in die Debatte: Es gehe darum, dass und wie die widerlegte Rassentheorie bis heute wirke. Die physische und verbale Gewalt sei nur ein Teil der Nachwirkung, auch die fehlende «Frau mit Kopftuch» im Schulbuch hänge etwa damit zusammen.

Video: srf

Jovita dos Santos Pinto, die als Kulturwissenschaftlerin zu den Auswirkungen des Kolonialismus forscht, brachte dazu die alltägliche Frage «Woher kommst du?» als Beispiel auf, die häufiger schwarzen Personen gestellt werde. Diese Neugierde würde kolonialisierte Vorurteile, wonach in Afrika nur Schwarze und in Europa nur Weisse leben würden, wieder aufnehmen – obwohl dies heute nicht mehr so ist.

«Das körperliche Merkmal wird aufgenommen, um eine Person an einen bestimmten Ort zu platzieren.»

Jovita dos Santos Pinto

Dies sei so, weil Rassismus in jeder Kultur verankert sei. Der Sozialwissenschaftler Ganga Jey Aratnam blickte dazu als Vergleich auf die Frauenfeindlichkeit der Schweiz: Diese habe lange bestanden und habe sich etwa in der späten Garantie des Frauenstimmrechts gezeigt. Eine solche Entwicklung habe es beim Rassismus nicht gegeben. Aratnam, der die Schweiz als eine seiner «Heimaten» bezeichnete, nahm auch sich selbst in die Verantwortung: «Es geht um die Bereitschaft wahrzunehmen, dass wir als Menschen diskriminieren können.»

Auch der FDP-Gemeinderat Nirosh Manoranjithan aus Vilters-Wangs SG konnte von einem rassistischen Angriff berichten. An der letzten Fasnacht wurde er als «Neger» auf einem Umzugswagen bezeichnet. Die Schweiz habe ein «massives Problem» mit dem Rassismus, sagte der Jungpolitiker. Dieses sieht er aber in der Art und Weise, wie über den Rassismus diskutiert werde, weil es in den Vereinigten Staaten gerade «gehyped» werde.

Blick in die Zukunft: Was hilft gegen Rassismus?

In der Sendung wurden auch mögliche Massnahmen diskutiert, mit welchen eine Gesellschaft dem strukturellen Rassismus begegnen könne. Die «Black Lives Matter»-Aktivistin und Juso-Mitglied Angela Addo war in er ersten Sendung bereits mit dabei und kritisierte die fehlende Aufarbeitung des Kolonialismus und der Diskriminierung in den Schulbüchern.

Video: srf

SVP-Politikerin Gabriella Binkert, die ebenfalls an der letzten Sendung teilnahm, bezeichnete das als «sehr gute» Idee. Sie forderte, dass man dann aber «alles aufarbeiten» müsse – auch die jüngere Geschichte. Zudem wünschte sie sich einen schulischen Fokus auf den «gegenseitigen Respekt». Schliesslich seien Kinder ja keine Rassisten.

Der Sozialwissenschaftler Aratnam appellierte daran, dass es eine «kontinuierliche Auseinandersetzung» brauche und man sich den Tatsachen bewusst sein müsste. «Wir schauen nicht nur nicht ins Ausland, sondern auch nicht nach oben», sagte er. Er erwähnt den hohen Migrationsanteil in der Führungsetage der grössten Schweizer Unternehmen und verweist auf Deutschland, das sich seit 2000 als «Einwanderungsland» bezeichnet. «Deutschland stand zur Vielfalt und gewährleistet seither den Neugeborenen den deutschen Pass. Und hier diskutiert man über die erleichterte Einbürgerung für die dritte Generation.»

Video: srf

Gegen den Schluss kam dann auch das Thema Racial Profiling auf. Darunter versteht man das Verdächtigen von Personen allein wegen äusserlicher Merkmale, wie etwa der Hautfarbe. Der Vorwurf richtete sich hauptsächlich gegen die Polizei, von der Brotz gleich mehrere Absagen für eine Sendungsteilnahme erhielt. Die Kulturwissenschaftlerin Claudia Wilopo erzählte stattdessen von ihrer Forschung zu diesem Thema, sagte aber auch, dass Daten dazu fehlten.

Diese bräuchte es aber, forderte Kulturwissenschaftlerin Pinto. Wenn es angeblich kein Problem mit Racial Profiling gebe – so wie es der Berner Polizeikommandant Stefan Blättler in einem eingeblendeten Zitat sagt – dann müsste es auch kein Problem sein, ein Monitoring und eine unabhängige Meldestelle einzuführen.

Video: srf

Nach der Problemanalyse und Lösungsdiskussion, stellte Brotz zum Schluss die Frage, was man von der Sendung mitnehme. Die letzte und jüngste in der Runde, Angela Addo, lieferte ohne Zögern und mit einem Lächeln ihre Antwort. Ja, es habe sich einiges geändert. Letztes Mal sei sie mit einem «durchsichtigen Panzeranzug» ins Studio gekommen und musste Niederschläge einstecken. «Hier war es ein Safe Space. Man konnte miteinander diskutieren, man musste nicht kämpfen und ich musste nicht in die Defensive.»

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386Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Tom Scherrer (1) 21.06.2020 15:55
    Highlight Highlight die Frage: "wo kommst du ursprünglich her" kann sehr wohl rassistisch sein und du solltest die Frage nicht stellen, falls "Sozialschmarotzer" zu deinem gern genommenen Vokabular gehört.

    Als Beispiel: Du kannst das Wort "ja" in hunderten von Versionen sagen und nur wenige bedeuten wirklich ja.

    Dh. man merkt es anhand deiner Aussprache/Gestik/Blick und dem Zeitpunkt der Frage, ob nun eine Verurteilung folgt - und das ist sehr wohl rassistisch.

    Also gilt: Die Frage ist persönlich und gehört nicht forciert. Auch will nicht jeder an die Flucht (auch die der Eltern) erinnert werden.

    meine M.
  • LURCH 21.06.2020 13:35
    Highlight Highlight Für was braucht es in der Arena noch die Geissbühler wenn man doch eine Binkert hat?
    Also ich glaube bei den Mitgliedern dieser Sünneli-Sekte stellt sich nicht einmal die Frage der Hautfarbe, denn alles was aus deren Mündern kommt ist einfach nur braun.
    Wenn ich von so einer Person als Sozialtourist diffamiert würde, würde ich auch leichters rabiat, denn ob Laienrichterin oder nicht, gibt es ihr noch lange nicht das Recht Menschen auf diese Art zu beleidigen.
    C’est le ton qui fait la musique!
    http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/infoline_nt/brennpunkte_nt/article123842563/Sozialtourismus-zum-Unwort-des-Jahres-2013-gewaehlt.html
  • Mirio007 21.06.2020 10:00
    Highlight Highlight Falls die Herkunftsfrage jemanden auf die Palme bringt, ist mein Interesse an diese Person schon erledigt.

    Da bin ich nicht rassist sondern nicht an einen emotionellen Eiertanz interessiert.
  • Rabbi Jussuf 21.06.2020 00:03
    Highlight Highlight Gut, die meisten haben keine Medienerfahrung, das hindert sie aber nicht Behauptungen (z.B. Racial-Profiling) rauszuhauen und auf den darauf folgenden Widerspruch Beweise und Studien zu verlangen! So geht das nicht Frau Moumouni!
    Dann wieder halbseidene Studien wegen Wohnungs- und Arbeitssuche...
  • la vérité 20.06.2020 23:39
    Highlight Highlight Brotz kam mir vor wie ein geschlagener Hund der vor seinem Meister kriecht! Souverän ist andern. Sorry, meine Empfindung!
  • dodo, dodo? 20.06.2020 19:56
    Highlight Highlight auch wenn ich schon immer mühe habe mit der sendung, der ganzen polemik. denke, arena-team ging in der zweiten sendung, besser mit der thematik um. immerhin ein schritt in die richtige richtung. mich stört es aber, dass kein mann am tisch sass! denke, gerade männer mit dunkler hautfarbe werden in der ch noch mehr (von uns allen) anders behandelt. und menschen aus äthiopien od eritrea zb fehlten...
    und die frage „vorher kommst du“ rassistisch? verstehe pintos argumente. aber ist es nicht auch subjektiv und situations- und beziehungs abhängig ob diese frage rassistisch ist?
    • dodo, dodo? 21.06.2020 02:40
      Highlight Highlight hallo blitzer, warum?
  • Fairness 20.06.2020 18:14
    Highlight Highlight Senegalese (mit Schweizerin verheiratet) in der Nachbarschaft ist gerne in der Schweiz, erlebt kaum Rassismus und das aktuelle Theater (seine Worte) findet er einfach nur peinlich.
    • Kruk 21.06.2020 00:34
      Highlight Highlight Schön für ihn und gut dass nicht alle negative Erfahrungen machen.
  • KBL SLT 20.06.2020 18:11
    Highlight Highlight Die Frage woher man kommt an jemand mit sichtlich nicht dem bis dato geltendem CH Bevölkerungs- Aussehen gerichtet, kann DURCHAUS rassistisch motiviert sein! Man beobachtet immernoch ältere Mitbürger od. Bünzlis die diese Frage auf klar abwertende Weise stellen. Das ist bedenklich jedoch für die ist es ehh zu späht sich noch akkurat umpolen zu lassen. Andererseits muss man als Mensch auch etwas aushalten können. Dieser zeit wird immer öfter gefordert dass jeder jedwedem sensiblen Gefühlchen aller art acht gibt. Jööö. Wie sehens 2/3 der Menscheit die mit ihrer Grundversorgung beschäftigt sind?
    • dodo, dodo? 20.06.2020 22:40
      Highlight Highlight arena hat es versucht...
      durch ver. nationen und herkünften wurde die ch gebildet und bildet sich weiter. willensnation. egal was ältere generationen meinen. persönlich mag ich frage, woher ich komme und stelle sie selbst (fühle mich nicht diskriminiert) die frage steht für mich für geschichte der herkunft, leben, interesse am gegenüber=respekt.
      du denkst, das wären „gefühlchen“? und das muss man als mensch aushalten? eine sehr abwertende haltung! glaub so ne ähnliche aussage war in der 1. sendung inakzeptabel 🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️🤦🏽‍♀️
  • Kasar 20.06.2020 17:56
    Highlight Highlight Niemand hat das Recht nicht beleidigt zu werden, aber alle haben das Recht beleidigt zu sein.
    Beleidigt zu sein ist eine subjektive Empfindungen und mit dem müssen in einer Demokratie alle leben können solange die Beleidigung gegen kein Recht verstösst. Und ja, rassistisch beleidigt zu werden, verstösst gegen Recht, nach der Herkunft von jemandem zu fragen aber nicht.
    Ich kenn das selber, dass ich dauernd gefragt werde woher ich komme. Nervig? Manchmal. Rassistisch? Never ever
    • Rabbi Jussuf 21.06.2020 00:26
      Highlight Highlight Echte Rassisten meinten ja schon zu wissen, woher du kommst. Die würden gar nicht erst fragen.
    • Kasar 21.06.2020 13:32
      Highlight Highlight Was sind denn echte und unechte rassisten?
  • Barracuda 20.06.2020 17:46
    Highlight Highlight Ich habe einige Freunde mit Migrationshintergrund, die nur noch den Kopf schütteln. Viele stören sich immer mehr daran, dass sich einige Schweizer selbst zum Anwalt und Sprachrohr der Migranten machen und so tun, als würden sie die Meinung aller Migranten vertreten. Dabei geht es nicht um die allgemeine Richtung der Diskussion, sondern um die lächerlichen Nebenschauplätze und die Überempfindlichkeit, die teilweise absurde Züge annimmt (z.B. die künstliche Empörung, wenn man nach der Herkunft fragt).
  • Peter R. 20.06.2020 16:44
    Highlight Highlight Ja was hat denn Protz geliefert? Eine Platform für eine flache Diskussion. Man sollte niemand fragen, woher er kommt!
    • Pisti 20.06.2020 17:15
      Highlight Highlight Hauptsache er hat keine schlaflosen Nächte mehr. 😉
    • äti 20.06.2020 17:29
      Highlight Highlight Warum denn nicht? Was heisst flach?
  • Kolo 20.06.2020 16:28
    Highlight Highlight Vielleicht sollte es mal einen Versuch geben und nicht-PoC das Problem mit der „herkunftsfrage“ nochmals zu erklären. Weil offenbar, soll sich der Fragende hier ändern. Und ich denke, dass das einfacher ist, wenn man das wirklich nachvollziehen kann.

    Oder an die PoC die sich daran stossen: wie gross ist der Leidensdruck wirklich durch die Frage? Es geht mir ja auch so, dass ich durch Fragen und Kommentare von anderen getriggert werde. Da sehe ich mich aber meist mehr in der bringschuld zu differenzieren und allenfalls nachzufragen. Geht das hier nicht auch?
    • FrauKauz 20.06.2020 17:33
      Highlight Highlight Ich finde, sie erklärt das ziemlich nachvollziehbar!
      Play Icon
    • dodo, dodo? 21.06.2020 21:50
      Highlight Highlight @frau kauz
      merci, für das video von n.
      mir ist klar, die diskussion ist komplex. mich selbst, stört es nicht wenn ich gefragt werde, woher ich komme.
      verstehe schon: herkunft ist vielschichtig und „aufklärung ist die einzige lösung gegen unwissenheit“ können wir aber mit der frage der wurzeln nicht gerade das aufklären? gemeinsames entdecken? soll ich in zukunft mit arbeitskollegen*innen nur noch über das wetter sprechen?
  • landre 20.06.2020 16:09
    Highlight Highlight «Brotz» (für diejenigen die es persönlich wahr/ nehmen wollen) hat geliefert.
    Über den Atlantik springen, BLM abholen und durch TV in der SRG platzieren, mag durchaus interessant sein. Bezüglich Rassismus bleibt es trotzdem fast nur gar exklusiv epidermaler Pigmentation bedingt(?)
    • äti 20.06.2020 17:31
      Highlight Highlight Was willst du genau sagen? Möglichst einfach für mich.
  • murrayB 20.06.2020 16:05
    Highlight Highlight @Dos Santos: Die Schweiz hatte nie eine Kolonie so ist es durchwegs berechtigt die Frage nach dem Hintergrund.
  • Grötzu 20.06.2020 16:04
    Highlight Highlight Rassimus in der Schweiz. Ja, auch unter "Weissen". Frag einen Zürcher und einen Genfer was sie voneinader halten. Oder was ein Berner und ein St. Galler voneinander halten. Dieser Unterschied zwischen welsch und deutsch gibt es seit einigen Jahren nicht mehr in Biel/Bienne. Warum?
  • lina910 20.06.2020 14:43
    Highlight Highlight Ich habe soeben eine Folge der Sternstunde Philosophie (16.2.20) entdeckt, die meiner Meinung nach zum Arena-Format, aber auch zum ganzen gesellschaftlichen Diskurs momentan recht gut passt. Wer interessiert ist am Thema, soll sich das reinziehen, ist wirklich sehenswert (wäre insbesondere auch was für Brotz 😉!): https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/reden-nicht-bruellen-?id=91022bb7-142d-4119-94f7-46452be60ceb
  • Zeit_Genosse 20.06.2020 14:22
    Highlight Highlight Man müsste man sich mal überlegen, ob unsere Sprache geeignet ist das Thema zu bearbeiten. Unter biologischen Gesichtspunkten ist der Mensch nicht in Rassen teilbar, selbst der Homo Sapiens kann nichtmal als eine Art unter Arten verstanden werden. Menschen sind Menschen. Wobei wir es beim „Rassissmus“ zu tun haben ist eigentlich „Andersartigkeit“ aufgrund Unterscheidungsmerkmalen und eine Zuschreibung oder Abwertung diesbezüglich. Es ist Diskriminierung von Gruppen bezüglich willkürlichen Merkmalen. Das rassistische Wort „Rassissmus“ muss man umdeuten, weil wir alle der selben Rasse angehören.
    • Jean-Jules de Bove 20.06.2020 14:40
      Highlight Highlight Wurde in der Sendung aber auch ganz klar gemacht.
    • Rabbi Jussuf 21.06.2020 00:38
      Highlight Highlight Nein. Das war Fake News von der einen, die behauptet hat, es sei wissenschaftlich bewiesen, dass es beim Menschen keine Rasse gäbe. Das kann nicht sein, da der Begriff Rasse nur teilweise biologisch definiert wird.
      Rasse ist eine Unterscheidung bei Züchtungen, die je nach Art und Rasse ganz unterschiedlichen Bedingungen gerecht werden muss. Es ist schlussendlich eine Definitionsfrage, die nicht wissenschaftlich beantwortet werden kann.
      Wir in Europa haben uns entschlossen, dass wir keine Rassen haben. Kann man machen. Der Rest der Welt sieht das anders. kann man auch machen.
    • Jean-Jules de Bove 21.06.2020 18:26
      Highlight Highlight Klar, was eine 'Rasse' ist, ist Definitionsfrage. Aber wenn man den Begriff Rasse einmal in einer bestimmten Weise definiert hat, wie es die Rassentheoretiker bis in die Hälfte des 20 Jahrhunderts hinein getan haben (man könne bestimmte Populationen zu einer Gruppe zusammenfassen, weil sie identische Erbmerkmale haben), kann man dies ja durchaus wissenschaftlich überprüfen. Das sind keine Fake News.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 20.06.2020 14:11
    Highlight Highlight Konstruktive Debatte? Ich meine, da kam nicht gerade viel Konstruktives.
    • äti 20.06.2020 17:33
      Highlight Highlight Hättest dich eben melden müssen.
    • Fairness 20.06.2020 18:10
      Highlight Highlight Bin schon gebräunt, äti. Aber nicht schwarz.
  • banda69 20.06.2020 13:42
    Highlight Highlight Die Rechtspopulisten von der SVP und ihre rechten Freunde werden dankbar sein, dass sich die Rassismus-Debatte nun auf die Frage "Wohär chunnsch?" relativiert. So ist das Problem in einer fast schon nichtssagenden Ecke platziert.
    • Rabbi Jussuf 21.06.2020 00:39
      Highlight Highlight banda
      Dafür kannst du dich bei der unsäglichen Dos Santos bedanken.
  • ueberfluessig 20.06.2020 13:15
    Highlight Highlight schade: das einzige was hängengeblieben ist scheint die frage nach dem „woherkommstdu“ zu sein.

    eigentlich geht es darum, dass fehleinschätzungen passieren: die frauen am tisch kommen ganz offensichtlich nicht „irgendwoandersher“.
    vielleicht ihre väter/ mütter/ grossväter ...

    und dass das gesehen, gehört und verstanden wird, finde wichtig und gut.
  • karima 20.06.2020 13:12
    Highlight Highlight Schade, dass Frau Angela Addo immer wieder die Augen verdrehte und Blicke in die Runde warf, sobald Frau Gabriella Binkert
    • banda69 20.06.2020 13:46
      Highlight Highlight Die SVPlerin Binkert hat brav das Gedankengut ihrer Partei vertreten. Logisch dass man da die Augen verdreht.
    • karima 20.06.2020 14:42
      Highlight Highlight @banda69, danke für deinen Kommentar. Du beweist damit , dass die Aussage von Frau Gabriella Binkert genau richtig ist und es genauso wie rechten auch linken Extremismus gibt und beides nichts an einer konstruktiven Debatte verloren hat.
    • äti 20.06.2020 17:35
      Highlight Highlight Verstehen dauert etwas länger.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toni.Stark 20.06.2020 13:05
    Highlight Highlight Ich interessiere mich bei jedem Menschen für seinen ethnischen Hintergrund, ob er aus Timbuktu oder Kleinhüningen kommt. Es ist spannend und ich freue mich, dass er oder sie in der Schweiz eine Heimat gefunden hat. Was zum Henker ist daran rassistisch?
    • Jean-Jules de Bove 20.06.2020 14:47
      Highlight Highlight Naja, viele sind halt auch in der Schweiz geboren, da ist es schon irgendwie unpassend zu sagen, es sei schön, dass sie hier ihre Heimat gefunden haben. Ich glaube einfach nicht, dass man das so auch zu einer hellheutigen Schweizer Person (die genauso familiäre Wurzeln im Ausland haben kann) sagen würde.
    • Kruk 20.06.2020 16:57
      Highlight Highlight Die Antwort ich bin aus der Schweiz mein Grossvater kam aus Somalia, ich war selber noch nie dort sollte nicht viel schwerer sein als ich bin im Bündnerland aufgewachsen deshalb der Dialekt, wohne jetzt aber seit 10 Jahren in Basel.

      Danke ihr Damen mit euren möxtegern Beispielen von Rassismus in eurem Intellektuellenmilieu, aber wir haben hier richtigen Rassismus und Menschen die darunter leiden, ihr zieht das ins lächerliche...

      Die Frage ist und bleibt nicht rassistisch. Und sonst unterstellt man den fragenden Rassismus, ein Vorwurf der auch verletzend sein kann.

    • Enzasa 21.06.2020 00:24
      Highlight Highlight Für jemanden, dessen Bezug zur Schweiz nie in Frage gestellt wurde, eine steile These.
      Wie immer entscheiden die, die nicht betroffen sind, darüber was Rassismus ist.
      Unbeteiligte entscheiden darüber was verletzt und was nicht
  • Mad Heidi 20.06.2020 12:31
    Highlight Highlight Eine kleine Geschichte meinerseits - ohne Wertung und ohne Kalkül. Sondern einfach nur, was passiert ist:

    Als ich meine Teamkollegin kennenlernte, und sich beim Feierabend-Drink die ersten Gespräche neben der Arbeit ergaben, frage ich sie ebenfalls, woher sie komme. Ihre Miene verfinsterte sich. Ich meinerseits stutzte, denn ich wusste in dem Moment nicht, was an meiner Frage falsch war. Schliesslich antwortete sie: "Aus dem Jura." Perfekte Antwort. Sowohl für sie, als auch für mich. Denn ich hatte sie nicht wegen ihrer dunklen Hautfarbe gefragt, sondern wegen ihres französischen Akzents.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 21.06.2020 04:26
      Highlight Highlight Genau das ist das Tollwütige am Rassismus: Eine harmlose Frage verwandelt sich in ein Mittel, um den anderen auszugrenzen. Und plötzlich können wir nicht mehr miteinander reden, weil alles voller Tretminenfelder ist. Das betrifft den Fragenden und den Gefragten. Also redet man besser nicht mehr miteinander, wenn alles so kompliziert wird - dann hat der Rassismus erreicht, was er immer will: Gruppen von Leuten, die sich nicht trauen, miteinander zu sprechen, weil sie glauben, dass einer anders und der andere schuld ist.
  • Theia 20.06.2020 12:26
    Highlight Highlight Sie können sich nicht vorstellen was man sich alles als teilzeitarbeitender und Künstler anhören muss. Wir starren alle in Zimmerdecken und zupfen etwas an der Gitarre rum o.ä. In jungen jahren war das ziemlich demütigend und frustrierend. Aber in einer Demokratie mussman auch aushalten können.
  • banda69 20.06.2020 12:10
    Highlight Highlight Die SVPlerin, die für Anstand und konstruktive Kommunikation plädiert und sich dann darüber wundert, dass niemand mit Leuten aus ihrer rechtsgerichteten Partei am selben Tisch sein möchte...in was fürneiner Blase lebt diese Dame? Im nächsten Satz hat sie dann den anderen Teilnehmerinnen das rechte Schimpfwort "Ihr seid alles Gutmenschen" an den Kopf geworfen.

    Auf Foleys Aussage, dass Schwarze nicht das Recht haben nicht beleidigt zu werden, ist sie nicht eingegangen und bestätigt so indirekt dessen himmeltraurige Aussage.
    • Lasmiranda 20.06.2020 14:08
      Highlight Highlight Tolles Beispiel für die Probleme, der rechten und linken Extremen. 1. Nicht richtig zuhören! Die SVPlerin sprach von rechten Hardlinern und linken Gutmenschen. 2. Etwas hineininterpretieren, dass so nicht gesagt wurde. Nein sie bestätigt die Aussage nicht, weil sie nicht darauf eingeht.
    • banda69 20.06.2020 14:43
      Highlight Highlight @lasmiranda

      Rechte und Rechtsextreme verwenden das Wort Gutmensch als Beleidigung und Verhöhnung von politischen Gegnern. Man sagt, dass Nazis das Wort Gutmensch erfunden haben.

      Natürlich bestätigt die SVPlerin Foleys Aussage. Ansonsten würde sie sich ganz klar davon distanzieten. Die SVPlerin hat aber in gewohnter rechter Manier das Thema gewechselt und ist zum Angriff übergegangen.
    • Für bessere Tage 20.06.2020 16:34
      Highlight Highlight @banda und Whistleblower: hört ihr euch selber zu? Wie verstrickt seit ihr und wie kann man so viel falsch interpretieren? Katastrophe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • paule 20.06.2020 11:59
    Highlight Highlight Auch in Zukunft werde ich fragen, woher eine Familie stammt, das frage ich auch Menschen die Weiss sind mit Akzent.
    Warum: ganz einfach weil ich es nicht rassistisch mache, sondern weil mich die Menschen und ihre Herkunft interessieren. Ich habe so schon viele Interessante Gespräche führen können und auch ganz Interessante teils auch dunkelhäutige Menschen kennen gelernt.
    Diese merken dann rasch, dass mich ihre Hautfarbe nicht stört.
    Meine Meinung ist die, es gibt in jedem Land etwa gleich viele gute und schlechte Menschen, mit etwas Glück lernt man viele gute Kennen.
  • AdiB 20.06.2020 11:54
    Highlight Highlight Echt? Ist das ihr ernst? Diejenigen die rassismus am härtesten spüren, die am meisten opfer von racial profiling werden hatten in dieser arena nichts zu sagen? Nicht mal eingeladen. Wieso wurde kein afrikanischer dunkelhäutiger mann an den runden tisch eingeladen? Sind seine geschichten vielleicht zu hart?
    Auch diese arena war ein schuss in den offen. Viele freunde mit afrikanischen wurzeln fühlen sich verarscht.
    • Uranos 20.06.2020 18:40
      Highlight Highlight guter Punkt. Gebildete Frauen werden tendenziell als kommunikativer und sozial verträglicher betrachtet. Das macht sie fürs Fernsehen attraktiver. Klar war es wohl auch als Statement gedacht "jetzt reden mal nur Frauen". Es ist nicht diskriminierend, aber es wäre einfach etwas schöner gewesen, wenn man auch Menschen mit verschiedenen Hintergründen eingeladen hätte, nicht nur mit verschiedenen politischen Ansichten.
    • Maracuja 20.06.2020 22:30
      Highlight Highlight @AdiB: Wieso wurde kein afrikanischer dunkelhäutiger mann an den runden tisch eingeladen

      Wurde keiner eingeladen oder hat keiner zugesagt? Bei mir hinterliess die Sendung den Eindruck, dass schwarze Frauen aus dem universitären Milieu dank ihres Umfelds weniger Probleme haben sich zu exponieren. Universitäre Diskurse sind zwar spannend, aber haben oft wenig mit dem Rassismus zu tun, den ausländische Nichtakademiker erleben.
  • Bran_don 20.06.2020 11:49
    Highlight Highlight Die Aussage „Die Frage: ‹Woher kommst du?› ist rassistisch.“ das ist mehr Hetze Und Hass Verbreitung als Rassismus zu bekämpfen.
  • Blitz 20.06.2020 11:49
    Highlight Highlight Rassismus geht nicht!! Aber sind wir nicht auf dem besten Weg, eine Parallelgesellschaft zu entwickeln?? Mit solchen Diskussionen, die mit dem „ richtigen Leben „ nichts zu tun haben!! Wenn der Mensch einfach nur noch nickt, aber die Gedanken ganz anders sind!!
  • Satan 20.06.2020 11:29
    Highlight Highlight Ich frage mich ja warum man immer wissen muss woher jemand komme. Was macht es für einen Unterschied, ob ich als Schweizer aus Luzern, Zürich, Aargau oder Genf komme?

    Das Problem ist schon in unserem Kantönligeist verankert. Wir leben in einer globalisierten Welt, was auch die Grenzen zwischen den Gemeinden und Kantonen verschwimmen lässt.

    Mich interessiert, wenn ich jemanden kennen lerne, z. B. nicht aus welcher Region er kommt. Die Frage kommt erst auf, wenn es vielleicht was interessantes zu diesem Thema aufkommt.

    Aber wir reduzieren uns Schweizer selbst gerne auf die Region.
    • Bündn0r 20.06.2020 11:43
      Highlight Highlight Warst du mal ausserhalb der Schweiz?
      Falls ja, weisst du, dass sie dir dort die genau gleiche Frage stellen.
      Neugier ist wohl doch menschlich, und die Herkunft für viele von Bedeutung.
    • Knety 20.06.2020 11:45
      Highlight Highlight 🥺
    • Jessesgott! 20.06.2020 12:36
      Highlight Highlight Warum denn nicht? Es zeigt doch schlicht das Interesse an einer Person. Es ist doch spannend, wenn jemand aus einer Region erzählt, die man vielleicht noch nicht kennt. Was hat das mit Diskriminierung zu tun?
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  • neutrino 20.06.2020 11:27
    Highlight Highlight Das Ganze war versöhnlich gestern - aber ich glaube kaum, dass uns dies so weiterbringt. Mit Ausnahme von Frau Binkert, repräsentierten die Teilnehmerinnen am Tisch ein rein urban-intellektuelles Umfeld, welche sich (leider) zT. sehr kompliziert und theoretisch geäussert haben (v.a Pinto). Die Schweiz ist jedoch vielschichtiger - man hätte diese ins Boot nehmen sollen, zB. mit dem FDP-Politiker. Wie er in einem sehr konservativen Umfeld (Sargans) lebt und mit Rassismus umgeht, wäre sehr spannend und realitätsnah gewesen. Es war zuviel Kulturwissenschaft, Soziologie, Sensibilisierung, Poetry...
    • Bran_don 20.06.2020 11:40
      Highlight Highlight Also alleine die Aussage von Frau Jovita Dos Santos Pinto: „Die Frage: ‹Woher kommst du?› ist rassistisch.“ bezeichnet, zeigt wie tief BLR Aktion gefallen ist. Dazu kommt, dass das Thematitel „Rassismus“ ausgewählt wurde aber nur eine Rasse vertreten war, zeigt auch das dies das Thema verfehlt hat.
    • DrBill 20.06.2020 12:03
      Highlight Highlight Sehe das auch so, ich fand Moumouni und Pinto gar richtig schwach! Von mir aus hätte man diese beiden gerne durch Frau Binggeli und den FDP Politiler ersetzen können. Hingegen hat mir Frau Addo gut gefallen, auch wenn ich mitihrer restlichen Politagenda nicht viel anfangen kann.
    • Mephista87 20.06.2020 19:54
      Highlight Highlight @Bran_don
      Es gibt keine Rassen.
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  • Sven O 20.06.2020 11:13
    Highlight Highlight Wenn ich einen Schwarzen interessehalber nicht fragen darf von wo er ürsprünglich kommt weil er sich dann diskriminiert fühlt, dann hat er ein Problem und nein, deshalb bin ich noch lange kein Rassist. Werde selbst im Ausland dauernd als erstes nach meiner Herkunft gefragt und das zeigt das Interesse an einer Person. Ja, die Schweiz ist ein 'weisses' Land und Schweizer sind in der Regel weiss. Das sind einfach Tatsachen und hat in meinen Augen nix mit Rassismus zu tun. Die Schweiz gehört weltweit zu den ausländerfreundlichsten Ländern überhaupt. Die Sendung schaute ich nicht fertig
  • HundBasil 20.06.2020 11:00
    Highlight Highlight Ich finde, nach längerem überlegen, dass die Frage, woher man komme, schwierig sein kann. Gerade dann, wenn jemand Mundart spricht, ist so eine Frage nicht angebracht. Aber nach den Wurzeln der Familie zu Fragen ist meiner Meinung nach okay, man darf sich für sein Gegenüber interessieren.
    • Jean-Jules de Bove 21.06.2020 03:37
      Highlight Highlight Hand aufs Herz: Würdest Du bei einer hellhäutigen Person, die Mundart spricht, auch auf die Idee kommen, das zu fragen?
    • HundBasil 21.06.2020 13:25
      Highlight Highlight Wenn es mich interessieren würde: auf jedenfalls.
  • GianniR 20.06.2020 10:58
    Highlight Highlight Zu Thema "Ausgewogenheit" und "Gleichbehandlung", die zur Zeit ja ebenfalls hoch im Kurs stehen - auch wenn sie nicht Hauptgegenstand des Abends waren -, ist mir aufgefallen: Alle Diskussionsteilnehmerinnen am "Runden Tisch" waren Frauen, und die "Rand-Männer" durften auch ein paarmal was sagen. Ist das die neue Ausgewogenheit der heutigen Zeit?
    • Bchij 20.06.2020 11:55
      Highlight Highlight Das Umgekehrte kommt ja kaum vor, oder irre ich mich?
    • Kolo 20.06.2020 12:11
      Highlight Highlight Bei wievielen Arenen hat dich das umgekehrte Bild dich denn so gestört? Einmal nur Frauen am inneren Tisch und schon schreit einer (ah nein es war ja nur eine Frage) Männerdiskriminierung. Melde dich doch wieder wenn das bei ei er Mehrheit der Sendungen über eine gewisse Zeit der Fall ist. Sonst meint man noch, dass du eine dünnhäutige mimose sein könntest...
    • SusiBlue 20.06.2020 15:29
      Highlight Highlight An Alle, die Giannis Kommentar kritisieren:
      Gleichberechtigung stellt man nicht her, indem man nun die nächsten Jahrzehnte das Gegenteil macht, nämlich Frauen bevorzugt!

      Ich sehe mich selbst als fortschrittliche, emanzipierte, selbständige Frau und wünsche mir gemischte Begegnungen auf Augenhöhe.

      Je diverser (Alter, Geschlecht, Herkunft, Lebensweg,...) desto interessanter mit Potenzial, selber etwas Neues zu lernen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hofer Ernst 20.06.2020 10:52
    Highlight Highlight Ich fand die Sendung besser als vor einer Woche. Danke an Arena, dass sie diese Thematik nochmals aufgegriffen haben.
  • dorfne 20.06.2020 10:47
    Highlight Highlight Dass es auch in der CH Herkunftsdiskriminierung gibt ist unbestritten. Fragen Sie mal ein paar Leute aus Ex-Yugoslawien. Die sind weiss und werden nur schon aufgrund ihres Namens diskriminiert. Unerträglich ist mir aber folgender Gedanke: gestern wurde angedeutet, dass minderjährige schutzbedürftige Migranten hier in der Schweiz aufgenommen wurden und sich dann gleich über rassistische Übergriffe aufgrund von Fragen und Ausweiskontrollen beklagten.
  • banda69 20.06.2020 10:41
    Highlight Highlight Für mich war die Sendung mehrheitlich wirr, sehr theoretisch, viele Worte ohne auf den Punkt zu kommen. Verschwurbelt. Habe keinen roten Faden erkannt. Ich fand weder Herz, Leidenschaft und Biss. Schon gar nicht konstruktive Wut. Kein Nachhaken. Keine wirklichen Lösungsvorschläge.

    Schade. Jähnu.
  • Ana64 20.06.2020 10:36
    Highlight Highlight Fazit: ich werde nie mehr eine anders als ich pigmentierte Person fragen woher sie kommt. Es ergaben sich zwar immer interessante Gespräche dabei weil ich reise sehr viel, auch in ferne Länder aber wenn diese Personen das jetzt nicht mehr wünschen dann halt nicht. Ich erstelle mir jetzt Fragen und Themen– Katalog worüber ich überhaupt mich noch gefahrlos unterhalten kann.
    • Uranos 20.06.2020 18:50
      Highlight Highlight Ja, das war eine etwas undifferenzierte Aussage. Denn es kommt da sehr stark auf den Kontext an. Ich kann ganz natürlich, interessiert, fragen "aus welchem Land stammst du denn ursprünglich? Ah, interessant!". Oder man kann auf eine auffordernde Art fragen "und du? Wo-her kommst DU? Bist du aus Af-ri-ka? Ver-stehst du deutsch?"
    • Kruk 21.06.2020 00:59
      Highlight Highlight "aber wenn diese Personen das jetzt nicht mehr wünschen..."

      Gut, wenn du auf Frau Dos Satos Pinto triffst, dann lass es.
      Bei allen anderen wird es wohl nicht so dramatisch gesehen, sie ist halt sehr verwöhnt und empfindlich.
  • Chosler 20.06.2020 10:27
    Highlight Highlight Ich frag schon lange nicht mehr dannach, oder erst wenn ich die Person besser kenne und weiss, dass sie es nicht stören würde. Aber meist rate ich schon im Kopf woher sie nun kommt, tja, zum Glück sind die Gedanken noch frei 😂
  • Toni.Stark 20.06.2020 10:23
    Highlight Highlight Vor allem Jusos sind nicht dafür bekannt Safe Spaces zu schaffen, sondern alles kurz und klein zu schlagen, was nicht in ihrem Gedankengut passt.
  • Chris69 20.06.2020 10:19
    Highlight Highlight und jetzt im Ernst. Wie soll ich eine schwarze Person (die schweizerdeutsch spricht) fragen, von welchem Teil der Schweiz sie kommt?
    mit „woher chunnsch?“ ist sie rassistisch beleidigt..mit „vo wo i dä Schwyz chunnsch“, wirkt das so gekünstelt, dass dies auch auffällig ist.
    Ich habe hier immer wieder von Taktgefühl beim Fragen gelesen, aber es gäbe da ja auch das Taktgefühl, nicht alles immer rassistisch auszulegen, wenn jemand harmlos fragt
    • Barracuda 20.06.2020 10:50
      Highlight Highlight Genau das Gleiche, wenn "People of Colour" auf hochdeutsch oder englisch angesprochen werden... Eigentlich ist das immer ein Ausdruck von Entgegenkommen. Aber da bist du auch gleich ein Rassist, genauso wie wenn du einfach auf schweizerdeutsch losplauderst und nicht auf Verständigungsschwierigkeiten Rücksicht nimmst. Wer Rassismus sucht, der findet immer, auch wenn es noch so konstruiert ist. Ich sage es nochmals... Mit vielen Aussagen haben die Beteiligten das Gegenteil bewirkt und es fehlte genauso an Fingerspitzengefühl, das sie selbst immer fordern!
    • Ohniznachtisbett 20.06.2020 10:58
      Highlight Highlight Nein, das geht nicht. Wo wäre dann die Empörung?
    • Citizen321 20.06.2020 11:35
      Highlight Highlight Frag doch einfach "wo wohnsch?".
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  • dorfne 20.06.2020 10:11
    Highlight Highlight Es braucht offenbar trotzdem Bodycams. Zum Schutz beider Seiten. Die Polizisten sagen, weshalb die Ausweise aller hier Anwesenden kontrolliert werden. Sie bleiben höflich. Renitente werden gefilmt. Eine der Teilnehmerinnen von gestern hat ein "Monitoring" über racial profiling verlangt. Das bedeutet aber erst recht, dass
    Personalien aufgenommen und registriert werden. Es muss Schluss sein mit pauschalen Rassismusvorwürfen.
    • rodolofo 20.06.2020 12:01
      Highlight Highlight Wie das Beispioel des Polizisten, der Floyd vor laufender Kamera grausam erwürgt hat, zeigt, nützen solche technische Hilfsmittel nur, wenn auch das gesellschaftlich-instutionelle Umfeld sich so weit verändert hat, dieses Beweismittel auch entsprechend zu werten!
      Der Polizist in den USA ging offenbar davon aus, dass ihm gar nichts passieren kann.
      Und DAS ist ja NOCH gruseliger, als der Mord an sich!
      Also müssen wir weiter forschen:
      Wer sind die Richter, die Anwälte, die Politiker, die als Hetzer und Scharfmacher für einen Hintergrund sorgen, der Rassisten dazu motiviert, zuzuschlagen?
    • Kolo 20.06.2020 12:14
      Highlight Highlight Racial profiling ist rassistisch. Wie konstruiert du daraus einen "pauschalen Rassismusvorwürfen"? Der vorwurf ist sehr spezifisch und wieso sollte damit Schluss sein? Schon müde vom kritischen selbstbetrachten?
  • Barracuda 20.06.2020 10:09
    Highlight Highlight Die Frage nach der Herkunft ist auch so eine Sache... Es wird eben alles, was man unterschiedlich interpretieren könnte, als Rassismus eingestuft, auch wenn es einfach Neugier oder Interesse ist. Wenn ich im Ausland bin und man ins Gespräch kommt, dann kommt es halt irgendwann zu dieser Frage. Da muss man nicht mal fremd aussehen. Das kommt mir vor wie wenn die Frau fragt "habe ich zugenommen?" Da gibt es keine richtige Antwort, du machst immer Zweiter ;) Die ganze Sendung kam mir so vor.
    • Statler 20.06.2020 13:39
      Highlight Highlight Es ist aber etwas Anderes, ob Du im Ausland nach Deiner Herkunft gefragt wirst, oder im eigenen Land.
      Dass viele diesen Unterschied nicht erkennen, ist eines der Grundprobleme dieser Debatte.
    • SusiBlue 20.06.2020 15:43
      Highlight Highlight Ich hab Migrationshintergrund und es hat mich selten gestört, wenn ich danach gefragt wurde.

      Schweizer können so zB erfahren, wie es als Ausländer war in den 80/90er.
      Das ist neuste Geschichte live von Direktbetroffenen und bietet dem Nicht-Betroffenen gleichzeitig die Möglichkeit, sich besser mit einem Thema auseinanderzusetzen, als wenn man nen anonymen Artikel dazu liest.

      Ich kann verstehen, dass man nicht täglich mehrfach Lust hat, darüber zu reden... aber ich bleibe dabei:
      Neugier an der Andersartigkeit ist genau das Gegenteil von Rassismus.
    • Barracuda 20.06.2020 16:48
      Highlight Highlight Ja klar, vor allem kann man auch immer unterscheiden, ob jetzt jemand hier wohnt oder als Tourist hier ist. Eigentlich könnte man ja davon ausgehen, dass jemand, der schon Jahre in der Schweiz wohnt, sich integriert hat und die Sprache beherrscht. Dann könnte man das vielleicht unterscheiden. Leider ist das oftmals nicht der Fall. Ihr verzettelt euch in gesuchten Wortklaubereien. Die meisten Ausländer stört die Frage nach der Herkunft genauso wenig wie Schweizer. Also macht nicht noch ein Problem, das keines ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ironiker 20.06.2020 10:05
    Highlight Highlight Ich finde die Frage "Woher kommst Du" auch nicht rassistisch. Aber vielleicht müsste man das nächste mal fragen "Woher kommen deine Vorfahren?".

    Dann kann mir jedenfalls keine/r mehr sagen, dass ich ihnen mit dieser Frage unterschwellig unterstelle, dass sie nicht in die Schweiz gehören.
    • esqs 20.06.2020 10:46
      Highlight Highlight Ich finde die Frage "Woher kommst Du" auch nicht rassistisch. Aber wenn auf meine Antwort nach der wirklichen Herkunft gefragt wird, dann doch.
    • Ueli der Knecht 20.06.2020 11:56
      Highlight Highlight Besser frägst du: "Wo wohnst du?"

      Und apropos: Woher kommen deine Vorfahren, Ironiker? Und in welcher Generation seid ihr schon hier (und offenbar immer noch nicht integriert)?
    • ikbcse 20.06.2020 13:29
      Highlight Highlight Zum Glück ist Dein Name Ironiker.
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  • dorfne 20.06.2020 10:04
    Highlight Highlight Bei mir blieb nach dieser Sendung ein Unbehagen. In den USA werden Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe auf offener Strasse erschossen und hier beklagt man sich über Ausweiskontrollen, denn mehr ist das "racial profiling" nicht, vorausgesetzt die Polizei bleibt höflich. Es wird gesagt, Weisse müssten im ÖV den Fahrausweis weniger oft zeigen als poc, was barer Unsinn ist. Ich brings nicht richtig zusammen. Sorry. Die Frage nach dem "woher kommst Du" einfach pauschal als rassistisch zu bezeichnen...! Ich weiss nicht.





    • Volande 20.06.2020 10:46
      Highlight Highlight Auch hier gabs schon Tote durch die Polizei, aber das kriegste nicht mit deinem rosa Schweizbild überein, oder? Die anderen Dinge kannst du auch nicht „wissen“, aber hättest die Chance gehabt, dazuzulernen.
    • rodolofo 20.06.2020 12:07
      Highlight Highlight Aber Du hast doch immerhin verstanden, dass sich Einige dieser modern-schweizerisch aussehenden Mitmenschen über diese Frage nerven, oder?
      Wenn Du ein sozialverträglicher Mensch bist, wirst Du dieses "Genervt sein über diese Frage nach dem eigentlichen Ursprung" also im Hinterkopf behalten und vielleicht in Zukunft eher darauf verzichten.
      Frag mal einen Schweizer, woher er ganz ursprünglich kommt! Die Antwort müsste eigentlich lauten: "Aus Namibia, und/oder aus dem Kaukasus."
      Ich fühle mich übrigens eher geschmeichelt, wenn bei mir jemand eine südländische Herkunft vermutet... ;)
    • Gubbe 20.06.2020 13:07
      Highlight Highlight Habe es mal geschrieben, wurde aber nicht veröffentlicht.
      Von der Polizei erschossene 2017 in den USA:
      Whites : 457
      Blacks : 233
      Hispanics : 179
      Others : 44
      Haltet euch an Gesetze, so lebt ihr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dong 20.06.2020 10:01
    Highlight Highlight Auf jeden Fall konnte man schön die Tendenz sehen, wie die Rechten die Idee hassen, Opfer zu sein, während die Linken davon nicht genug bekommen können.

    Und sorry, aber als (altlinker) m Ü40 bin ich in der Frage inzwischen näher bei ersteren (Motto "Wenn Du mich beleidigst, dann sagt das etwas über Dich aus, nicht über mich") als am aus den USA importierten Opferkult Motto "Wenn Du mich beleidigst, dann müssen alle schwachen zusammenkommen und Dich gemeinsam fertig machen").
  • sowhat 20.06.2020 09:54
    Highlight Highlight Die Frage ob das Format Arena noch zeitgemäss ist, ist hiermit gestellt.

    Brauchen wir eine Plattform für Schreihälse und Provokateuere, die eh immer das Gleiche raushauen?

    Oder haben wir mehr von einem Austausch, in dem es um die Themen selbst geht und das Gespräch sich auch darum dreht ohne Profilneurosen der Beteiligten zu befriedigen.
    • dorfne 20.06.2020 10:14
      Highlight Highlight Mehr denn je. Weniger Politiker, die einander das Parteiprogramm um die Ohren hauen, mehr Leute aus dem Volk. Die poc haben mich neugierig gemacht: jetzt will ich z.B. genau wissen, wie rassistisch die Schweiz gegenwärtig ist.
    • elipant 20.06.2020 10:38
      Highlight Highlight Dann schau doch die Arena einfach nicht wenn dir das Format nicht passt. Ich für meinen Teil mag kontroverse Diskussionen! Hauptsächlich um mir aus verschiedenen Ansichten meine eigene Meinung bilden zu können. Da gehört es halt auch dazu mal etwas zu hören was nicht dem eigenen Ideal entspricht.
    • Pafeld 20.06.2020 12:47
      Highlight Highlight Ich sehe sowieso nicht ein, warum man in der Arena nur noch Politdarstellern eine Bühne bietet. Und Politdarsteller trifft es ziemlich genau, was ich als Zuschauer in der Arena mal live sehen konnte. Vor und hinter der Kamera wie Tag und Nacht. Die Leute sollten sich bewusst sein, dass Politiker, gerade vom nationalen Parkett, genauso Kunstfiguren sind, wie Figuren auf einer Theaterbühne.
      Die Arena sollte sich daher langsam mal entscheiden, ob sie eine Theaterbühne oder ein Forum sein will. Und ihre Gäste auch dementsprechend auswählen.
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  • Gianini92 20.06.2020 09:54
    Highlight Highlight Ich möchte nur ungern unsensibel klingen, aber es ist meines Erachtens schon wichtig darüber zu sprechen ob etwas rassistisch ist oder nicht. Einfach einer Gruppe (aufgrund äusserlicher Merkmale?) die Deutungshoheit darüber zu geben finde ich problematisch. Ich habe einen Italienischen Namen und werde seit jeher darauf angesprochen. Ich habe das nie als Ausgrenzung verstanden und erzähle jedem gerne von meiner „Herkunft“, obwohl ich durch und durch Schweizer bin. Andererseits sind meine Grosseltern freiwillig in die Schweiz migriert.
    • Volande 20.06.2020 10:53
      Highlight Highlight Vor 50 Jahren war hier der Rassismus gegen Italiener brutal. Aktuell sind andere Gruppen mehr betroffen. Eigentlich ein gutes Beispiel, dass man solche Dinge auch ändern kann!
    • Ueli der Knecht 20.06.2020 12:03
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um dich und deine Gefühle, oder wie du eine Frage verstehst, sondern um die Gefühle anderer, die du offenbar nicht nachvollziehen kannst.

      Aber von dir auf alle anderen zu schliessen, ist auch irgendwie ziemlich überheblich, oder findest du nicht?

      Andere Menschen haben andere Gefühle. Und es liegt an dir, diese zu respektieren, selbst wenn dir das Mitefühl offensichtlich schwer fällt. Versuch es mal!
    • Gianini92 20.06.2020 15:15
      Highlight Highlight @ Whistleblower ist mir vollkommen bewusst. Ich war auch an der BML Demo, weil ich gerade wegen meines familiären Hintergrunds grosse Empathie habe für alle die von Rassismus/Fremdenfeindlichkeit betroffen sind. Nur bin ich jetzt ziemlich erstaunt, dass für viele Betroffene in der Schweiz, anscheinend am meisten unter der Frage leiden woher sie kämen. Ich habe ehrlichgesagt gedacht, das Problem wäre das selbe wie für die Italiener in den 60er.
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  • xTuri 20.06.2020 09:52
    Highlight Highlight Zu Jovita dos Santos Pinto und „woher kommst du und das sei rassistisch:
    Ich bin hier geboren, ursprünglich Teils Chinese/Vietnamese. Habe die RS und WK‘s gemacht und das Militär besteht aus 50% Secondos. Da gibt es, viele Latinos, Asiaten und auch Dunkelhäutige. Die Frage, woher kommst du ist dort untereinander in den Wartezeiten völlig normal. Im echten Leben werde ich auch von Dunkelhäutigen nach meiner Herkunft gefragt. Auch von anderen hier lebenden Asiaten. Ist das Rassismus? Nein!
    Scheint, als ob nur Weisse Schwarze nicht nach der Herkunft fragen dürfen.
    Liebe Frau, DAS ist Rassismus!
    • Volande 20.06.2020 11:02
      Highlight Highlight Bullshit. Es geht um die Situation, wenn die Frage harmlos gemeint ist, aber faktisch sagen will „nicht von hier“. DAS ist unterschwellig rassistisch, nicht die Frage an sich.
    • Emma Jones 20.06.2020 11:55
      Highlight Highlight Was du beschreibst ist ein völlig alltägliches Phänomen. Leute, die ein bestimmtes Merkmal teilen wie hier das nicht typisch europäische Aussehen, können viel einfacher darüber sprechen, ohne dass es negativ aufgefasst wird oder sich jemand ausgegrenzt fühlt. Das gilt auch für Themen, die nichts mit Rassismus oder Hautfarbe zu tun haben.
    • Ueli der Knecht 20.06.2020 12:07
      Highlight Highlight "Scheint, als ob nur Weisse Schwarze nicht nach der Herkunft fragen dürfen.
      Liebe Frau, DAS ist Rassismus!"

      Die hier zutreffende Redewendung sagt: "Der Schein trügt".

      Wenn es dir so scheint, dann hast du vielleicht eine rassistisch geprägte Brille. Aber dann zu schreien, dass sei Rasssimus ist doch schon etwas weit hergeholt. Das ist nicht Rassismus, sondern nur deine Illusion. Dir erscheint eine Fatamorgana als Rassismus.

      Richtig wäre, dass die Frage nach der Herkunft immer problematisch ist, egal welche Hautfarbe der Fragende hat. Da hast du offensichtlich was falsch verstanden.
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  • neutrino 20.06.2020 09:48
    Highlight Highlight Ich fand die Arena schön und harmonisch - allerdings nicht konstruktiv. Mit Ausnahme von Frau Binkert und dem Soziologen (und dem FDP-Politiker, der mit einer Ausnahme jedoch gar nie zu Wort kam) waren es sehr theoretische Ausführungen (Pinto, Wilopo, etc.) - teilweise auch unverständlich, da sehr intellektuell. Ich hätte eigentlich gerne gewusst (konkret) wie sich der strukturelle Rassismus im Alltag zeigt und was man konkret dagegen tun kann. Ausserdem dem Beispiel mit dem Schulbuch (ist das heute wirklich noch so?) kam da nicht viel.
    • Barracuda 20.06.2020 11:23
      Highlight Highlight Ja, harmonisch war sie definitiv. Widersprüchliche Aussagen blieben unkommentiert. Eine Szene war für mich verstörend und gleichzeitig stellvertretend für die Sendung: Brotz hat praktisch auf Knien und in einer fast schon unterwürfigen Weise sein Bedauern ausgedrückt und sich entschuldigt. Aber einer Dame war das nicht genug. Sie hat dann in einer angriffig-aggressiven Weise noch regelrecht nachgetreten und Brotz als inkompetent bezeichnet und ihm durch die Blume rassistische Züge angedichtet. Dieser WTF-Moment kam wohl nicht nur bei mir alles andere alt gut an.
  • Werren 20.06.2020 09:41
    Highlight Highlight Konstruktiv? Logisch, dass sich alle einig waren bei dieser Gäste-Zusammenstellung. Nein, nicht konstruktiv. So wie da einseitig argumentiert, gefordert und beschuldigt wurde, verhärten sich die Fronten eher als dass sie sich vermischen. Schade. Und fahrlässig.
    • dorfne 20.06.2020 12:14
      Highlight Highlight Und Brotz wirkte auf mich eingeschüchtert. Ja kein Wort, das den Anwesenden in den falschen Hals hätte rutschen können. Auch die Bündner SVP-Frau legte jedes Wort auf die Goldwaage und erntete trotzdem zorniges Stirnerunzeln. Erst wenn alle sich offen, aber respektvoll äussern dürfen, werden sich die Fronten aufweichen.Es geht nicht an, uns hier auf die Anklagebank zu setzen. Zu einseitig.

  • Alice36 20.06.2020 09:36
    Highlight Highlight Woher kommst du ist rassistisch. Egal ob in Europa oder Übersee dies ist tatsächlich eine der ersten Fragen die mir gestellt werden wenn ich unterwegs bin. Wenn das jetzt rassistisch ist kann ich gleich aufhören mich mit Fremden zu unterhalten worauf diese sich gleich wieder ausgegrenzt oder rassistisch behandelt fühlt. Ein wenig gesunder Menschenverstand scheint mir angezeigt betr. der Rassen und auch der Gender Problematik.
    • satyros 20.06.2020 11:13
      Highlight Highlight Du bringst es ja gerade auf den Punkt: Man fragt Fremde, woher sie kommen. Nicht Einheimische. Und wenn du als Einheimische ständig nach deiner Herkunft gefragt wirst, verstehst du das irgendwann so, dass du eben doch nicht ganz dazu gehörst.
    • Ueli der Knecht 20.06.2020 12:10
      Highlight Highlight "Egal ob in Europa oder Übersee dies ist tatsächlich eine der ersten Fragen die mir gestellt werden wenn ich unterwegs bin."

      Die gefragte Leute sind aber nicht unterwegs wie du, wenn du das in Europa oder Übersee gefragt wirst, sondern sie wohnen, leben und arbeiten hier. Ich hoffe, du bemerkst den kleinen, aber gewichtigen Unterschied, Alice36.
    • dorfne 20.06.2020 12:18
      Highlight Highlight @satyros. Das stimmt einfach nicht. Allein die Frage ist nicht rassistisch. Wenn ich aber die Antwort nicht akzeptiere und nachbohre ist das respektlos und bei einer poc-Person tatsächlich microrassistisch. Aber die poc können sich ja auch wehren.
      Wer aber auf offener Strasse einfach erschossen wird, kann das nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wartschnell 20.06.2020 09:32
    Highlight Highlight Aus meiner Sicht eine gute Sendung. PoC die Rassismus erleben, äussern ihre Perspektive. Punkt.

    Warum jetzt hier aber so viele gleich wieder abgehen in der Komentarspalte und dermassen in die Offensive gehen, irritiert mich sehr.

    Versuchts Mal mit etwas mehr Einfühlungsvermögen und einem Perspektivwechsel. Das wäre schön!
    • Volande 20.06.2020 11:03
      Highlight Highlight Word!
    • Bündn0r 20.06.2020 11:51
      Highlight Highlight Gute Sendung, ok. Für mich hat es schlicht das Ziel der Arena verfehlt. Wer sich im save space austauschen will, muss nicht in eine politische Diskussionssendung. Wer seine persönlichen Erfahrungen mit Rassismus teilen will, soll das bei Club, Reporter etc tun.
    • Victor Brunner 20.06.2020 12:46
      Highlight Highlight Wo waren denn die Männer am Tisch, wo waren die wirklich Schwarzen ohne akademische Bildung?
  • Glenn Quagmire 20.06.2020 09:22
    Highlight Highlight Fragen, woher man kommt ist alles andere als Rassismus. Und sonst könnte frau ja mit Bern, Zürich, Basel, Oberfrittenbach usw. antworten. Ich hab auch einen Teil meiner Wurzeln in Asien. Es gibt Personen die mich fragen woher. Zu 99% kommt nachher ein „so cool“ „war ich auch schon“ „spannend“ etc. Ist also (fast) immer eine völlig harmlose Frage.

    Wenn man so kleinlich ist, sind Engadiner auch Rassisten, wenn sie andere als Unterländer gezeichnen?
  • Zeit_Genosse 20.06.2020 09:00
    Highlight Highlight Nachdem das Pendel bei Version eins recht ausgeschlagen hat, pendelte diese Sendung in die andere Richtung. Man wollte auf sicher gehen. Verständlich. Doch was hat es gebracht? SRF hat die Scharte ausgebügelt. Das führt mich zum TV Format, das sich als Plattform zeigt. Einmal gegeneinander und einmal miteinander. Die Frage bei SRF sollte erlaubt sein, ob eine ARENA-Sendung, die auf Konfrontation setzt, vom Dekor, dunkel, angriffig orange mit dem Namen und Betonblöcken als Symbol von nicht bewegen wollen, zeitgemäss ist. Aber nur rund hat keine Ecken an denen man sich stossen kann/hängen bleibt
  • nukular 20.06.2020 08:57
    Highlight Highlight Sorry, aber die Frage "vo wo bisch?" ist doch nicht rassistisch oder sonst iwie herabwürdigend?.. Ich habe selber auch eine Zeit im Ausland gewohnt und man hat mir angesehen, dass ich nicht von dort sein kann. Mit dieser Frage fangen doch die spannendsten Gespräche an?.. Ich verstehe die Welt nicht mehr..

    • Okeeee 20.06.2020 09:23
      Highlight Highlight Ja du warst im Ausland, diese Menschen sind aber hier zu Hause.
    • Brockoli 20.06.2020 09:29
      Highlight Highlight Wenn man die Frage mit echtem Interesse stellt sehe ich kein Problem - wie auch? Mein Arbeitgeber stellt immer wieder Temporärmitarbeiter an und so manches Gespräch hat sich so ergeben. Oft mit Sprachbarriere aber man weiss sich trotzdem zu helfen. Ich will mehr über mir fremden Kulturen wissen und und da fällt diese Frage irgendwann. Allein schon in Afrika hat es durch die verschiedensten Stämme im selben Land schon verschiedenste Kulturen, die irgendwie co-existieren und ja, ich will möglichst viel darüber erfahren.
    • otaru 20.06.2020 09:34
      Highlight Highlight Der Punkt ist halt, dass auch Personen, die "anders" aussehen dennoch Teil der Landesbevölkerung sind. Ich zum Beispiel bin dunkelhäutig und wenn Leute mich fragen, woher ich komme und ich mit "Zürich" antworte kommt halt fast immer der Zusatz "aber woher denn wirklich?" Und das nervt und verletzt.
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  • Ritter Kunibert 20.06.2020 08:42
    Highlight Highlight PR-Gag und sonst nichts... vor allem von Brotz, damit er seine Basis wieder hinter sich weiss... Ansonsten hat diese Arena ja mal gar nichts gebracht... Wenn eine Diskussion auf den Wohlfühlfaktor reduziert wird, ist es keine Diskussion mehr sondern ein gegenseitiges auf die Schulter klopfen im Safe-Space... Kann man so machen, aber kann man auch lassen🤷🏼‍♂️
    • Quo Vadis 20.06.2020 09:20
      Highlight Highlight Naja, wenigsten Kiko mit seiner einigermassen kritische Stimme hat hier für eine gewisse Balance gesorgt.
    • De-Saint-Ex 20.06.2020 09:43
      Highlight Highlight Kann man auch lassen... richtig, hatte ich auch nach „Ausgabe 1“ gedacht... trifft übrigens auf so ziemlich alles zu, im Leben... kann man so machen, man kann es aber auch lassen.
      Und mit dieser Einstellung kommt man garantiert nicht weiter. Aber vielleicht ist ja gerade dies das Ziel... oder auch nicht? Oder geht es darum, dass „ich“ lieber zuschaue, wenn die sich hauen statt zuhören? Kann sein... vielleicht auch nicht...
    • sowhat 20.06.2020 09:48
      Highlight Highlight Was du möchtest ist ein Streitgespräch. Gibts auch. Unterscheidet sich abef von einer Disskussion.
      Hier werden verschiedene Themen aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet.

      Im Streitgespräch findet auch ein Schlagabtausch zu richtig und falsch statt.
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  • Super8 20.06.2020 08:40
    Highlight Highlight Fazit: Jeder, der irgendwo phänotypisch nicht reinpasst und gefragt wird, woher er kommt, wurde soeben Opfer eines Rassismusaktes.

    Wenn ich in der Schweiz jemand frage, woher er kommt, meine ich in erster Linie seinen Wohnort.
    • dorfne 20.06.2020 10:20
      Highlight Highlight Ich werde aufgrund meines komischen Familiennamens dauernd nach der Herkunft gefragt (Berner Oberland). Da ich weiss bin, kann ich dieser Frage nicht das Etikett "rassistisch" anhängen. Ich taxier die Frage als freundliche Neugier.
    • Ueli der Knecht 20.06.2020 12:19
      Highlight Highlight Dann frag doch statt "woher kommst du?" einfach:

      "Wo wohnst du?"

      Dann sind Missverständnise schonmal ausgeschlossen.
  • Dave1974 20.06.2020 08:37
    Highlight Highlight Ich habe die Sendung nicht gesehen und sollte mich somit nicht dazu äussern.
    Sollen das die untereinander ausmachen, die die Sendung gesehen haben.

    So geht das doch jetzt!?
  • Vecchia 20.06.2020 08:36
    Highlight Highlight Hab mich gestern über ein klassisches Kommunikationsproblem zwischen D und CH genervt, nämlich über den, aus Schweizer Sicht arrogant, unhöflich wirkenden und direkten, Ton einer Deutschen, (dann noch schulmeisterlich, was bei mir eh gleich den kleinen Rebellen weckt) ...



    Im Kontext zur Arena hat mich das dann sehr verunsichert, die Grenze zwischen alltäglichen Missverständnissen und Rassismus ist aktuell sehr schwer zu erkennen.
    • Ueli der Knecht 20.06.2020 12:22
      Highlight Highlight "Hab mich gestern über ein klassisches Kommunikationsproblem zwischen D und CH genervt, nämlich über den, aus Schweizer Sicht arrogant, unhöflich wirkenden und direkten, Ton einer Deutschen, (dann noch schulmeisterlich, was bei mir eh gleich den kleinen Rebellen weckt) ..."

      Das ist doch aber eindeutig dein eigenes persönliches Problem, das du als "ein klassisches Kommunikationsproblem zwischen D und CH" verharmlosen, bzw. sogar rechtfertigen willst.
    • Vecchia 20.06.2020 16:51
      Highlight Highlight "... verharmlosen, bzw. sogar rechtfertigen willst."

      Ich mache nur darauf aufmerksam, dass kulturelle Missverständnisse und allfälliges als unsympathisch empfundenens Verhalten rein gar nichts mit Hautfarbe sondern mit Charakter der Person zu tun haben können. Das sehe ich nicht als rassistisch, obwohl in der CH Rassismus generell ein Problem ist.

      Da Sie scheinbar Spezialist sind:

      Warum finden die hier angesprochenen Probleme so viel Interesse, während der Artikel über Sea Watch mit 200 dunkelhäutigen Menschen in Not keine S.. interessiert?



    • Ueli der Knecht 20.06.2020 17:00
      Highlight Highlight "Warum finden die hier angesprochenen Probleme so viel Interesse, während der Artikel über Sea Watch mit 200 dunkelhäutigen Menschen in Not keine S.. interessiert?"

      Das ist Whataboutismus, Vecchia.

      Ich gehe davon aus, dass die hier angesprochenen Themen mehr Interesse finden, weil viele latent rassistisch veranlagte Personen (was wir tief im innersten alle sind) sich direkt angesprochen fühlen.

      Weil viele Leute unfähig sind, ihr eigenes Verhalten selbstkritisch zu hinterfragen und allenfalls anzupassen, sondern weil sie dann reflexartig in eine Art Betonkopf-Verteidigungs-Troz-Modus fallen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Töfflifahrer 20.06.2020 08:30
    Highlight Highlight Tut mir leid wenn die Frage "Woher kommst du" als rassistisch angesehen wird. Jedoch Frage ich dies unabhängig von Aussehen oder sonstigen Attributen. Spreche ich mit einem Bündner (nach Dialekt) frage ich weil ich im Bündelnd längere Zeit lebte. wenn mich eine Person interessiert, möchte ich gerne wissen woher die Person ist. Für mich ist es ein Zeichen des Interesses an einer Person und hat (für mich) mit Rassismus nichts zu tun.
    • Natuschka 20.06.2020 10:32
      Highlight Highlight Ja, aber dunkelhäutige Menschen sind nicht zwingend an einem anderen Ort geboren. Sondern sind hier geboren und aufgewachsen. Ergo sind sie von hier.
      Du fragst ja nicht einen hellhäutigen Zürcher woher er kommt, aber einen dunkelhäutigen schon, weil du davon ausgehts dass er eben nicht aus Zürich ist.
    • Volande 20.06.2020 11:09
      Highlight Highlight „Für mich“ ist eben gerade nicht das Thema. Seltsame Ausrede
    • Fakten 20.06.2020 12:17
      Highlight Highlight Mir tut es nicht leid - weil ich aus Menscheninteresse und nicht aus Rassismus frage!
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  • peterli90 20.06.2020 08:16
    Highlight Highlight Ich weiss nicht so recht, was ich aus der Arena mitnehmen soll. Dass die Geschichtsbücher in der Oberstufe angepasst werden? Dass ich nicht mehr frage, "woher bist du"? Dass mehr POC in "Institutionen" angestellt werden?

    Dass jeder Rassismus anders definiert, hat sich am Beispiel gezeigt, ob POC die Frage "woher bist Du" als rassistisch qualifizieren.

    Fragen über Fragen.

    Dos Santos Pintos hat den ganzen Abend keinen wirklichen Lösungsvorschlag geliefert.

    Fatima: No comment, einfach schwach. Keine Argumente, nix.

    Binkert: Mit Abstand die Sachlichste, und auch mit Selbstreflexion.
    • Ueli der Knecht 20.06.2020 12:29
      Highlight Highlight "Dos Santos Pintos hat den ganzen Abend keinen wirklichen Lösungsvorschlag geliefert."

      Oder du hast nicht hingehört.

      "Fatima: No comment, einfach schwach. Keine Argumente, nix."

      Oder du warst taub, oder hörst nur, was du hören willst.

      Ich hörte zB. folgende Vorschläge:

      • Eine unabhängige Beschwerdestelle, welche gerügte Polizeiarbei untersucht und beurteilt.

      • Ein Monitoring, resp. die ständige und regelmässige Erarbeitung von sachlichen Belegen, die geeignet sind, racial Profiling oder andere Vorurteils-bezogene Polizeiarbeit zu messen, zu belegen, bzw. zu widerlegen.
    • Ueli der Knecht 20.06.2020 14:06
      Highlight Highlight "Binkert: Mit Abstand die Sachlichste, und auch mit Selbstreflexion."

      Wenn sie zB. den Polizeischutz lobte, damit sie, die Furchtlose, einen "Sozialtouristen" beleidigen konnte?

      Selbstreflexion ginge komplett anders. Frau Binkert hat doch immer wieder nur deutlich gemacht, wie blind, taub und gefühllos sie auch gegenüber ihren eigenen Aggressionen ist, die sie offensichtlich nicht wahrnehmen kann.
    • peterli90 20.06.2020 15:53
      Highlight Highlight Ueli, eine unabhängige Beschwerdestelle? Für was? Für das gibt es Gerichte... Und die StPO und das StGB.

      Was heisst da beleidigen? Ist halt einfach ein Fakt, dass es Sozialschmarozer gibt.
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  • höckli 20.06.2020 08:13
    Highlight Highlight Bald kommt noch die 3. Arena zum Thema, irgendjemandem wird das ja auch nicht gepasst haben.
  • rodolofo 20.06.2020 07:57
    Highlight Highlight Die zweite Ausgabe der Arena-Sendung zum Thema Rassismus zeigte nicht nur, wie mehr betroffene "People of Colour" für die Sendung zu gewinnen sind, sondern auch, wie mehr FRAUEN für dieses Sendungsformat zu gewinnen sind:
    - Runder Tisch, statt Stehpulte links und rechts
    - Keine extremistische Schreihälse und "agents provocateurs" einladen
    - Es geht weniger um Macht und um Recht haben und mehr um die vielschichtige und multi-perspektive Auseinandersetzung mit einem Thema
    Trotzdem möchte ich auch die abgestürzte Sendung von letzter Woche nicht missen!
    Sie zeigte sozusagen "die dunkle Seite". ;)
    • De Hans-Ueli vom Pragel 20.06.2020 10:28
      Highlight Highlight Also keine Arena mehr sondern der Club?
    • rodolofo 20.06.2020 13:23
      Highlight Highlight Von mir aus können sie zwei unterschiedliche Arten von "Arena" weiterführen:
      Die klassische Form mehr für "KriegerInnen" und die andere Form mehr für "FriedensarbeiterInnen".
  • manolo 20.06.2020 07:10
    Highlight Highlight diese Diskussion war von tiefem Niveau! Zu viele Selbstdarsteller! Die Frauen dos Santos und die angebliche Poetin, Wiedersprachen sich mit ihren Strusen Theorien immer wieder selbst!
    • Mutzli 20.06.2020 08:41
      Highlight Highlight 197 positiv vs. 133 negativ für einen derart...tiefgründigen Kommentar, dessen Inhalt & Bewertung komplett quer zu älteren steht.

      Irgendwie haben entweder die Bots oder die Brigade der sich-nicht-zu-blöd-sein-um-ewig-zu-refreshen Leute wirklich ziemlich überhand genommen. Sieht man auch anderen Orten, wie die Werte hin und her explodieren, mit nem Reset oder zwei in der Mitte
      Benutzer Bild
    • Maracuja 20.06.2020 09:43
      Highlight Highlight @Mutzli

      Das geht schon seit längerem so, wenn es um Themen wie Rassismus, Migration, Rechtsextremismus geht. Bei den meisten Medien kann man mittlerweile nur noch liken/disliken, wenn man angemeldet ist. Watson hält an der freiheitlichen Regelung fest, was ich im Prinzip sympathisch finde, leider wird diese Freiheit missbraucht.
    • Milhouse 20.06.2020 09:51
      Highlight Highlight @Mutzli: Das habe ich mir auch gedacht, das Missverhältnis ist ganz offensichtlich.
      Deshalb einmal mehr @Watson: Schafft die Blitze endlich ab.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stefan Morgenthaler-Müller 20.06.2020 06:23
    Highlight Highlight "Unser Land ist zugleich den europäischen Werten und der völkerrechtlichen Neutralität verpflichtet. Wir haben keine koloniale Vergangenheit und gehören in der neuen multipolaren Welt keinem Machtzentrum an."

    Didier Burkhalter, 27.04.2016

    So etwas kommt raus, wenn ein Bundesrat auf Durchzug stellt. Weiss denn Herr Burkhalter nichts über die koloniale Vergangenheit der Schweiz? Und wenn er die Geschichte kennt, warum leugnet er sie?

    Europäische Werte sieht man daran, dass tausende von Menschen im Mittelmeer ertrinken lässt. Ich hoffe nicht, dass wir uns solchen Werten verpflichtet fühlen.
    • SeboZh 20.06.2020 07:09
      Highlight Highlight Ich bitte um Aufklärung. Wo war die Schweiz direkt an der Kolonialisierung beteiligt? Wo gabs früher z.b. eine schweizer Kolonie?
    • flausch 20.06.2020 08:03
      Highlight Highlight @SeboZh
      Ich empfehle dir (um mal nahe beim Name Burkhalter zu bleiben) das Buch das die beteiligung am Dreieckshandel durch die Basler Familie Burckhardt behandelt.
      https://www.merianverlag.ch/produkt/basel-und-geschichte/baumwolle-sklaven-und-kredite/8f2d8583-e894-47f9-9327-4cab0c4382a8.html

      Auch ein guter einstieg in diese totgeschwiegene Thematik wäre Reise in Schwarz-Weiss von Hans Fässler.
      https://rotpunktverlag.ch/buecher/reise-in-schwarz-weiss-3

      ...
    • la-pirate 20.06.2020 08:03
      Highlight Highlight Die Schweiz war wirtschaftlich im Sklavenhandel intensiv involviert und hat dadurch sehr viel Wohlstand erschaffen. (Quellen: Hans Fässler, Reise in Schwarzweiss, oder auch Patricia Purtschert, diverse Bücher).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fakten 20.06.2020 05:53
    Highlight Highlight Entschuldigung, aber die Frage "woher kommst du?" hat 0.0 mit Rassismus zu tun! Dies ist ja nur schon im Ausgang eine 0815 Frage wenn ich jemanden kennenlerne, nehmen wir an diese Person kommt aus dem Kanton Basel und merkt ich habe einen anderen Dialekt werde ich auch gefragt "vo wo bisch?"
    Ebenso in Sri Lanka zBsp. auf dem Markt wenn man mit dem Verkäufer gut verhandelt, fragen die auch immer aus welchem Land ich komme 💁🏻‍♂️
    • Mrlukluk 20.06.2020 08:02
      Highlight Highlight Wenn Personen, welche sich aber nur noch wegen der Hautfarbe von anderen unterscheiden, dies immer zu Beginn von Gesprächen gefragt werden, kann es schon erniedrigend sein. So as würde ihnen ihre Schweizer Identität abgesprochen.

      Wir können ja versuchen, Personen kennen zu lernen und ihnen die Chance zu geben sich ausserhalb ihrer Herkunft zu zeigen.
    • rodolofo 20.06.2020 08:09
      Highlight Highlight Frag mal "Wo willst Du hin?"!
      Das geht Dich zwar auch nichts an, aber es wäre wenigstens mal was Neues...
    • wilhelmsson 20.06.2020 08:21
      Highlight Highlight Die Frage ist im beschrieben Kontext nicht rassistisch. Auch nicht beim Beispiel des Touristen. Hier ist es aufgrund der Sprache etc. klar, dass die Person eine andere Herkunft hat. Wird jedoch eine in der regional üblichen Sprache sprechende Person nach ihrer Herkunft gefragt, tut man dies nur aufgrund ihres anderen Erscheinungsbildes. Was soll jemand Antworten der aus Wallisellen kommt? z. B. Schweizer, dort geboren und aufgewachsen. Er kommt nun mal aus Wallisellen. Auch wenn seine Mutter oder Grossvater oder ... in die Schweiz eingewandert ist. 🤷🏻‍♂️
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricardo Santiago 20.06.2020 03:12
    Highlight Highlight Aha!

    Zitat Jovita dos Santos Pinto:
    «Woher kommst du?» ist also rassistisch?!

    In den Fall sind die Leute in Brasilien, Cabo Verde, Nigeria, Cameroun und Südafrika rassistisch.
    Weil es verging kaum ein Tag, an dem ich nicht gefragt wurde woher ich komme, aufgrund meines Aussehens, meiner Hautfarbe oder meines Akzents.

    Meistens ist es aufgrund von Neugier oder Interesse und es ergeben sich meistens gute Gespräche.
    Rassismus konnte ich dabei keinen entdecken.
    Rassisten welche Probleme mit Ausländern haben sagen mir meistens "Gringo de merda" und fangen keine Gespräche über die Herkunft an.
    • freifuchs 20.06.2020 08:18
      Highlight Highlight Ja natürlich finden Sie viele Rassisten in den genannten Ländern. Das wurde ja auch häufig angesprochen, dass Rassismus ein globales Problem ist. Dass Sie als Tourist sich an der Frage nicht gestört fühlten und Spass am Austausch mit den Einheimischen fanden verstehe ich. Aber stellen Sie sich vor Sie sind in Kamerun geboren, reden die lokale Sprache und haben keine andere Heimat. Aber aufgrund ihrer weissen Farbe werden Sie an jedem Marktstand erst mal gefragt woher Sie denn kommen. Dann wird Ihnen täglich suggeriert, dass Sie nicht zu ihrer Heimat gehören und dass Sie woanders hingehören.
    • loquito 20.06.2020 09:11
      Highlight Highlight Es könnte aber evtl nicht die 1. Frage sein. Also wenn ich jemanden perfektes Bärndütsch sprechen höre, gehe ich 100% davon aus, dass er hier sozialisiert wurde und kein "Fremder" ist. Nach dem kennenlernen ist ein "wo sind deine Wurzeln" aber auch bei mir ein Interessensdiskussion und keine rassistische Frage zur Kategorisierung...
    • Spiegelkopf 20.06.2020 09:12
      Highlight Highlight Wenn man souveraen ist, lernt man sehr schnell damit zu leben. Die Antwort ist ja auch kurz. Us soundso in Dialekt. Problem geloest. Das Gegenpart weiss dann sofort, dass sie es nicht mit einem Touristen zu tun hat und verhaelt sich dementsprechend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • eldorak 20.06.2020 02:46
    Highlight Highlight Scheint ja mal eine gute Sendung gewesen zu sein. Schön, dass auch normale Diskussionen möglich sind.
    Eine Anmerkung zu Themen wie ob die Frage "woher kommst du" beleidigend ist: Wie im Artikel steht ist es vielen nicht bewusst, dass das beleidigend ist. Anstatt das bei einer Demo vorwurfsvoll anzuprangern, wärs schön, wenn man das einfach gesagt hätte. Mir war das vor dem Video einer Youtuberin nicht bewusst und seither frag ich das auch nicht mehr.
    Vielleicht würden andere Themen wie der Mohrenkopf auch mehr akzeptanz finden, wenn das Sachlich angesprochen würde
    • Jean-Jules de Bove 20.06.2020 04:23
      Highlight Highlight Das sagen Leute schon lange und immer wieder. Wird halt auch oft überhört, oder mit dem Argument abgekanzelt, dass man sich nicht so haben soll und man nicht wegen jedem Kinkerlitzchen gleich beleidigt sein braucht. Es ist halt auch schwer, sachliche Argumente zu bringen, wenn es die Leute nicht hören wollen.
    • sowhat 20.06.2020 07:21
      Highlight Highlight Diese Chance haben wir leider verpasst. Mir ist aber auch bewusst, dass Leute die betroffen sind, sich selbst auch erst mal drauf einstellen müssen die Dinge zu benennen, die sie stören. Wenn andere es schaffen, nicht mit einem "jaaaa, due doch etz nid so. Isch jo nid bös gmeint" reagieren. Dann könnten wir es im Alltag Schritt für Schritt lösen.
    • nicht_millenial 20.06.2020 09:29
      Highlight Highlight Die Frage, woher ist massgeblich in allem verankert. (Siehe Arena Infoclips) Bei der Wohnungssuche. Bei der Stellensuche. Das sind Grundpfeiler, um jemanden identifizieren zu können. A.B. aus A. ist nun mal nicht A.B. aus B.- und gerade das hat bei mir eine ganz andere Lücke entstehen lassen: die Frage nach Identität. Eine (gelungene) Arena ist schlicht kurz, um aufzuzeigen, was kultureller Dialog bedeutet. Einzig im Argument von Dos Santos Pinto, die Moumoui unterstützt hat, schien sie kurz auf, als sie sagte: Müde, solche Fragen zu beantworten, gehe man halt dahin, wo es einem besser gefalle
  • du_bist_du 20.06.2020 02:19
    Highlight Highlight Ich frage grundsätzlich nie nach der Herkunft. Schon vor der aktuellen Diskussion nicht. Nennt es mangelndes Interesse.

    Was mir dann aber extrem auf den Keks geht, wenn mein gegenüber dann von der "zweiten Heimat" anfängt zu erzählen, oder vom Elternteil ausländischer Herkunft. Das ist mir schon oft passiert und finde ich dann auch respektlos.
    • Coffeetime ☕ 20.06.2020 02:48
      Highlight Highlight Warum? Wohne in der Deutschschweiz aber bin eine Romande. Fühle mich sehr wohl in meiner neuen Heimat, aber der Genfersee ist und bleibt auch eine Herzensangelegenheit. Das verstehen wohl die Leute nicht, welche immer am gleichen Fleck gelebt haben 🤷🏻‍♀️
    • schn wiedr 20.06.2020 04:10
      Highlight Highlight @Coffeetime fühlst du dich beleidigt, wenn man dich fragt woher du kommst?
    • Las Palmas 20.06.2020 04:58
      Highlight Highlight Ich habe auch eine zweite Heimat und mein Vater hat mehrere Jahre gekämpft dass wir die zweite Staatsbürgerschaft bekommen. Er ist sehr sehr stolz auf sein Heimatland.

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  • Posersalami 20.06.2020 01:59
    Highlight Highlight Gabriella Blinkert war zT intellektuel überfordert und musste natürlich den Islam erwähnen (was abaolut nichts mit Rassismus zu tun hat..) ansonsten war die Sendung überraschend gut.

    • Spiegelkopf 20.06.2020 09:15
      Highlight Highlight Da kann etwas nicht stimmen. Intellektuell ueberfordert und Ihnen trotzdem haushoch ueberlegen?
    • Maracuja 20.06.2020 10:04
      Highlight Highlight @Posersalami

      Es war Frau Moumouni, die als erste über die Diskriminierung von Frauen mit Kopftüchern sprach und damit das Thema Islam auf den Tisch brachte. Frau Binkert hat darauf reagiert, wie zu erwarten halt, wie eine typische SVPlerin. Ansonsten eine Sendung, die nicht auf dem üblichen parteipolitischen Hickhack basierte, das gefiel mir.
    • du_bist_du 20.06.2020 11:40
      Highlight Highlight Das sollte keine Rolle spielen.
      In der ganzen Rassismusdiskussion wird gesagt man soll zuhören.
      Nicht werten, einfach zuhören.
      Ich denke nicht, dass man nun Frau Binkert kritisieren sollte. Sonst ist man ein Teil des sturkturellen Problems.
    Weitere Antworten anzeigen
  • rudolf_k 20.06.2020 01:49
    Highlight Highlight Tribalism, Safe Spaces und das jammern über Mikroagressionen ist das allerletzte, was wir in der Schweiz brauchen können.
  • Barracuda 20.06.2020 01:45
    Highlight Highlight Irgendwie haben es die Teilnehmerinnen etwas auf die Spitze getrieben und sind über's Ziel hinausgeschossen. Etwa als eine Brotz ins Gesicht sagte, dass er inkompetent sei. Für mich war das teilweise einfach ein allgemeines Auskotzen, wo Brotz die Klagemauer gespielt hat und jedes Wort als Angriff verstanden und aggressiv gekontert wurde. Vor allem verstehe ich nicht ganz, weshalb es bei dieser Diskussion in der Schweiz nicht um Minderheiten geht, sondern ausschliesslich um Schwarze.
    • Okeeee 20.06.2020 09:16
      Highlight Highlight Weil das Thema Rasissmus war und nicht Minderheiten, es ging um BIPoC nicht nur um Schwarze.
  • Alyssea 20.06.2020 01:22
    Highlight Highlight Danke für die Zusammenfassung. Frage: Wieso muss ich mir für einen SRF Ausschnitt erstmal Werbung anschauen? Das scheint mir doppelt gemoppelt.
  • Terraner 20.06.2020 01:19
    Highlight Highlight Deutlich besser als die letzte Version. Schade aber das nur gut integrierte schwarze Frauen am Tisch waren. Interessant wäre doch was schwarze nicht Schweizer erleben und wie Ihre Meinung ist. Rassismus ist ein globales Problem und kein Länderspezifisches Problem. Für mich absolut unverständlich wieso Menschen andere Menschen bewerten und anhand von Unterschieden bewerten. Als Kind hatte ich viele Ausländer als Freunde, Rassismuss war mir unbekannt. Rassismuss ist erlernt oder anerzogen und muss schon früh unterbunden werden. Kinder sind da noch völlig neutral.
    • Posersalami 20.06.2020 02:01
      Highlight Highlight Absolut, man hätte wirklich jemanden einladen können der noch nicht lange hier ist.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 20.06.2020 06:33
      Highlight Highlight Terraner

      "Als Kind hatte ich viele Ausländer als Freunde"

      Und warum jetzt nicht?
    • Toerpe Zwerg 20.06.2020 07:41
      Highlight Highlight Kinder mobben sehr oft Andersartigkeit. Die Hautfarbe steht dabei zwar eher nicht im Zentrum, aber die Mechanismen sind ähnlich. Der Pausenplatz ist kein Ponyhof.
    Weitere Antworten anzeigen
  • s.johannson 20.06.2020 01:10
    Highlight Highlight Die Arena fand ich gut und ich bin froh, dass die Kritik gehört und eine zweite Sendung entsprechend umgesetzt wurde. Auch die Vertreterin der SVP empfand ich grundsätzlich als konstruktiv, wobei ich nicht verstehe, weshalb es im letzten Statement noch ein Seitenhieb gegen einen Sozialtouristen (hab ich's richtig verstanden dass damit ein Sozialhilfeempfänger gemeint war? Mir (und ich glaube auch Fatima Moumouni) blieben da einige Fragezeichen) geben musste.
  • Tapatio 20.06.2020 00:59
    Highlight Highlight Spannende Sendung..den besten Eindruck hat bei mir mit Abstand die Bündner Unternehmerin hinterlassen👍 sachlich, unaufgeregt und gut argumeniert
  • zar_dule 20.06.2020 00:55
    Highlight Highlight Rassismus betrifft in der Schweiz bei weitem nicht nur Schwarze Menschen. Balkaner sind auch betroffen. Das ging komplett vergessen.
    • BVB 20.06.2020 08:27
      Highlight Highlight Balkan ist keine Hautfarbe. In dieser Sendung ging es nur um Rassismus und nicht um Xenophobie oder irgendwas anderes.
    • Okeeee 20.06.2020 08:37
      Highlight Highlight Wir Balkaner*innen werden z.B. nicht aufgrund unseres Aussehens auf die Seite genommen oder einfach so kontrolliert und genau da ist der Unterschied. Ich erfahre nur Diskrimination wenn ich meinen Nachnamen nenne und sonst wurde ich z.B. auch noch nie nach meiner Herkunft gefragt oder bin auch nicht auf Ablehnung getroffen. Wir sind auch keine eigene «Rasse» sondern weiss.
    • Für bessere Tage 20.06.2020 14:06
      Highlight Highlight @BVB: Rassismus wird aber auch auf Basis von Nationalität gemacht. Du kannst Rassismus auch mit dem Wort "Diskriminierung einer Gruppe" betiteln. Und ich denke auch, jetzt wird zu stark "black People" diskutiert. 400 Jahre zurück zu Sklaverei und Kolonien.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jan. 20.06.2020 00:55
    Highlight Highlight Was mich ehrlich interessieren würde: Wenn ich mit Personen im Gespräch bin, deren Name, Sprache oder Äusseres etwas exotisches hat, finde ich es spannend zu erfahren, wo diese Person oder ihre Eltern ihre Wurzeln haben und ob mein Gegenüber vielleicht noch einen Bezug (z.B. Verwandschaft) zu diesem Ort hat. Natürlich erst, wenn man sich schon etwas kennt. Ich durfte schon interessante Gespräche auf dieser Basis führen und lerne gerne etwas über andere Menschen. Ich finde nicht, dass ich deswegen gleich "kolonialisierte Vorurteile aufnehme". Sollte man das lieber lassen? Fände ich etwas schade
    • Mimo Staza 20.06.2020 02:15
      Highlight Highlight Sehe das ähnlich. Bin viel gereist und finde oft spannende Bezugspunkte in solchen Gesprächrn. Zudem lerne ich sehr viel dabei. Da braucht es von beiden Seiten Verständnis und Sensibilität.
    • Canuck 20.06.2020 02:27
      Highlight Highlight Der Ton macht die Musik würde ich meinen. Wenn es dir nicht nur darum geht, zu schubladisieren, dann ist es m.E. absolut legitim. Aber ich empfehle dir folgendes: Wenn die erste Antwort z.B. Bern lauet, dann ist es primär Bern und nicht „Nein ich meine deine Wurzeln...“
    • ⚡ ⚡ ⚡☢❗andre ☢ ⚡⚡ 20.06.2020 05:41
      Highlight Highlight Soso, du möchtest dass dein Gegenüber deine ethnische Neugier stillt, weil sie einen komischen Namen oder anderes Aussehen hat?
      Damit zeigts du kein Interesse an der eigentlichen Person, sondern nur an ihrem Äusseren und deiner Neugier.
      Besser ist, jemanden einfach kennen zu lernen von ihm erfahren was er gerne mit dir teilt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lasmiranda 20.06.2020 00:49
    Highlight Highlight Wer mit der Frage "Woher kommst du?" generell Rassismus verbindet, schiebt sich selber in die Opferrolle. Die Person, die die Frage stellt definiert, ob die Frage rassistisch ist oder nicht. Solche Aussagen bringen nichts und sind Gejammer auf hohem Niveau. Man sollte sich besser auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Zum Beispiel wie man Chancengleichheit zwischen Mann und Frau, egal schwarz oder weiss erreicht.
    • De-Saint-Ex 20.06.2020 02:47
      Highlight Highlight wenn Du jemanden, der „exotisch“ aussieht als erstes fragst, woher er denn kommt, und wenn er dann antwortet, z.B. Bern oder St. Gallen, und für Dich diese Antwort das normalste der Welt ist, dann hat das in der Tat nicht im geringsten mit Rassismus zu tun... in der Regel läuft es aber anders.
    • Babbs 20.06.2020 03:14
      Highlight Highlight Ich versteh es nicht.
      Einerseits soll man sich der jahrhundertealter Kolonialgeschichte (zurecht) Bescheid wissen, wenn man dies dann (indirekt) durch: woher kommst du? anspricht, solls dann rassistisch sein???
    • Jean-Jules de Bove 20.06.2020 04:31
      Highlight Highlight Wieso hätten sie in einer Sendung über Sexismus (prominent) sprechen sollen? Wichtiges Thema und ein großes Problem, ja, aber doch auch ein gutes Thema für eine der nächsten Sendungen. Wieso kann man nicht über ein Thema sprechen, ohne gleich zu beklagen, was alles nicht besprochen wurde?
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  • Tom Scherrer (1) 20.06.2020 00:45
    Highlight Highlight Schon mal viel besser. Gute Gäste, um Welten bessere Gesprächskultur, kontroverses Thema interessant beleuchtet, (auch mir ist die kolonalstische Rolle der Schweiz und struktureller Rassismus noch unklar - aber wir haben gute Schoggi :)) und Brotz zeigt sich von einer lernfähigen Seite (macht ihn sympathisch)

    • rodolofo 20.06.2020 08:00
      Highlight Highlight Zum Schluss der Sendung wurde Brotz sehr emotional und sagte etwas davon, dass es nicht wichtig sei, ob wir "weiss", oder "schwarz" seien, sondern darum, dass wir etwas ZUSAMMEN zu machen.
    • Für bessere Tage 20.06.2020 14:14
      Highlight Highlight @Tom Scherrer: "Bessere Gesprächskultur". Das stimmt, aber die Teilnehmer hatten im grossen und ganzen ja auch alle dieselbe Meinung. Von dem her also keine Kunst, "gepflegter" zu diskutieren. Und wenn es teilweise kleine Abweichungen gab, wurde es mit Kopfschütteln abgetan. Nett war das auch nicht hat aber die Einstellung gezeigt: keine Toleranz für andere Einstellungen. Und das von Leuten, welche vermeintlich gegen Rassimus kämpfen.
    • Tom Scherrer (1) 20.06.2020 19:13
      Highlight Highlight Wie immer versuchen die rechten, vom Thema abzulenken und OFF Topic solange zu provozieren, bis das Thema verwässert ist - check!

      Falls du es immer noch nicht verstanden hast, und das kann ja sein, es sind ja nicht alle normal schnell im Verstehen:

      Das Thema war: Jetzt reden wir Schwarze.

      Vielleicht verstehst du es jetzt? :))

      Wenn nicht, dann soll das nicht mein Thema sein und ich belasse dich gerne in deiner Wahrnehmungsblase.

      Meine Meinung. Wem sie nicht passt, solls bleiben lassen.
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  • Eggi 20.06.2020 00:42
    Highlight Highlight Wer Unsicherheit zulässt, muss stark sein. - Das war eine ganz andere Arena: keine Debatte, keine Parolen, kein Schlagabtausch. - Sondern Menschen, die etwas zu sagen haben und zuhören können. Kluge Menschen.
    Ehrlich gesagt bin ich auch verunsichert; immerhin habe ich nach dieser Arena eine Ahnung, worum es beim Rassismus In der Schweiz wirklich geht.
  • Swen Goldpreis 20.06.2020 00:24
    Highlight Highlight Ein neues Beispiel für den omnipräsenten Sexismus in der Schweiz. Opfer dürfen nur Frauen seien. Es wäre richtig gewesen, mindestens einen Mann einzuladen, denn auch Männer können diskriminiert werden und darunter leiden.
    • Red4 *Miss Vanjie* 20.06.2020 00:47
      Highlight Highlight Schomal daran gedacht das die Herren abgesagt haben /nicht wollten? Wir wissen beide nicht warum, darum sind Beschuldigungen und persönliche Behauptungen falsch.

      Btw Männerdiskriminierung streitet niemand ab. Jedoch ist das Thema Rassismus und da spielt das Geschlecht keine rolle. Den beteiligten zuhören und und reflektieren ist eine Reaktion die mir persönlich besser gefällt.
    • dieBied 20.06.2020 00:47
      Highlight Highlight Ernsthaft jetzt?!? Und wo bleiben denn solche Forderungen nach Gleichberechtigung bei all den alltäglichen Dikussionsrunden, Fernsehsendungen, Chefetagen, Expertengremien, Verwaltungsräten, usw., die nach wie vor sehr oft nur oder fast nur aus Männern bestehen? Wer jetzt hier kritisiert, dass am Tisch vier Frauen (und ein männlicher (!) Moderator) sassen, gehört wohl auch zu denen, die im Moment lautstark proklamieren, dass es doch "All lives matter" heissen muss...
      Ich kann solche heuchlerischen Forderungen nach "Gleichberechtigung" nicht mehr hören/lesen!
    • Maracuja 20.06.2020 01:06
      Highlight Highlight @Swen Goldpreis: Es wäre richtig gewesen, mindestens einen Mann einzuladen

      Sie haben Insiderkenntnisse, dass für die Hauptrunde keine Einladungen an Männer rausgingen? Im Übrigen waren Männer ins Studio eingeladen, hat es mit Sexismus zu tun, dass Sie deren Voten überhört haben?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mikey83 20.06.2020 00:19
    Highlight Highlight Der beste war der Metal Typ am Schluss und der Soziologe. Der Rest, naja. Eher schwach besetzt.

    Ein Save Space ist nicht förderlich. Es zeigte auch, dass die meisten am runden Tisch sich nicht dem Problem stellen wollen und nicht kämpfen können und wollen. Das ist schwach und bringt uns nicht weiter. SP halt.

    Auch die Aussage, dass man nicht mal fragen darf „woher kommst du?“, hat mich überrascht. Gerade deshalb weil mir von Dating-Frauen mehrmals vorgeworfen wurde, ich interessiere mich ja überhaupt nicht für ihre Herkunft und Kultur, weil ich diese Frage eben nicht gestellt habe.
  • Senape 20.06.2020 00:16
    Highlight Highlight Wir müssen dringend an unserem Geschichts- und Gesellschaftsverständnis arbeiten, auch schon in der Volksschule:

    Rolle der Schweiz im Kolonialismus, Bedeutung des Begriffs Rassismus, ...

    und an unserem Willen, anderen zuzuhören und dazuzulernen!
  • Lowend 20.06.2020 00:16
    Highlight Highlight Die Arena war sehr erfrischend und auch ungewohnt konstruktiv und es macht echt einen Riesenunterschied, ob sich vier TV erprobte Profipolitiker militant hinter Betonblöcken verschanzen und ihre PR Phasen dreschen, oder ob sich 4 relativ normale Personen über ein Thema zu dem sie etwas zu sagen haben an einem runden Tisch unterhalten.

    Wenn es nach mir geht, könnte SRF dieses Betonblock-Setting gleich tief im Keller des Studios entsorgen und sich höchstens einen einladenderen Tisch zulegen.

    PS: Ein kleiner Faux Pas hat sich noch eingeschlichen, aber Fatima Moumouni wird's mit Humor nehmen.😉
    Benutzer Bild
    • Quo Vadis 20.06.2020 09:19
      Highlight Highlight "Ein kleiner Faux Pas hat sich noch eingeschlichen, aber Fatima Moumouni wird's mit Humor nehmen."

      Bist du da sicher?
  • rxnja 20.06.2020 00:16
    Highlight Highlight Sehr gelungene Sendung. Es wurde nicht darüber diskutiert, ob es Rassismus in der Schweiz gibt, sondern, was wir gemeinsam dagegen tun können. Struktureller Rassismus existiert und er ist tief verankert. Wir sind geprägt von Kinderbüchern, Filmen etc. und das von Kind auf. Es liegt an uns, unsere eigenen rassistischen Denkmuster zu erkennen und zu hinterfragen. Ich als weisse Person musste leider merken, dass auch ich unbewusst rassistische Denkmuster hatte (teils noch habe) und Dinge sagte, die so nicht okay sind. Aber das ist wohl der erste Schritt, sich das selbst bewusst zu machen.
    • mascot_mash 20.06.2020 17:23
      Highlight Highlight Gemeinsam...? Eben gerade nicht... Die Weissen waren ja explizit nicht erwünscht in der Diskussionsrunde...
      Auch wenn es ein sensibles Thema ist, sollte dieses kontrovers diskutiert werden dürfen, ansonsten werden wir kein einziges Stück vorwärts kommen.
    • rxnja 21.06.2020 12:44
      Highlight Highlight Die erste Sendung hiess nun mal “Jetzt reden Schwarze". Es geht darum, Betroffenen zuzuhören. Das ist unglaublich wichtig. Das sagt nichts darüber aus, dass wir das Problem nicht gemeinsam angehen sollten, ganz im Gegenteil. Wir werden wohl eine Sendung verkraften, die nicht hauptsächlich mit weissen Menschen besetzt ist.
    • rxnja 21.06.2020 12:55
      Highlight Highlight Was sollte man kontrovers diskutieren? Rassismus in der Schweiz existiert. Rassismus ist scheisse muss bekämpft werden. Über was sollte man da kontrovers diskutieren?! Vielleicht über die Art und Weise, wie Rassismus bekämpft werden kann. Und dem steht nichts im Wege, wenn es in der Runde nur Schwarze Menschen hat. Die Personen in der Rundr hatten ja unterschiedliche Meinungen und Ansichten.
  • 7immi 20.06.2020 00:10
    Highlight Highlight Wenn ich nächstes Mal an der Kasse mit „Grüezi“ begrüsst werde, ist das dann auch rassistisch? Denn „Das körperliche Merkmal wird aufgenommen, um eine Person an einen bestimmten Ort zu platzieren.“?
    Aus meiner Sicht ist dos Santos Pinto sehr akademisch unterwegs...
    • Jonaman 20.06.2020 01:44
      Highlight Highlight Als Weisser darfst du dich nicht zu Rassismus äussern, hast du das denn jetzt nicht gelernt?

      *Und für alle, die's sonst falsch verstehen, das war sarkastisch. Oder nicht? Bin mir nicht mehr sicher.*
    • Jean-Jules de Bove 20.06.2020 04:39
      Highlight Highlight Hä? Was hat das mit körperlichen Merkmalen zu tun? Verstehe den Zusammenhang nicht.
    • Vintage 20.06.2020 07:21
      Highlight Highlight Ziehe es bitte nicht ins Lächerliche.
    Weitere Antworten anzeigen
  • anundpfirsich 20.06.2020 00:09
    Highlight Highlight Warum wurde kein Herr eingeladen🤔? Nur weil auch Gleichstellung in aller Munde ist.
    • Scaros_2 20.06.2020 00:22
      Highlight Highlight Und warum noemamd von lbusw. Oder jemand der sich als Basketball identifiziert?
    • Coffeetime ☕ 20.06.2020 00:32
      Highlight Highlight Hä? Und Nirosh Manoranjithan sind doch männlich?
    • Lasmiranda 20.06.2020 00:54
      Highlight Highlight Lustig, ohne deinen Kommentar wäre mir das nicht mal aufgefallen. Was hätte das wieder für einen Shitstorm gegeben, wären nur Männer an den runden Tisch eingeladen worden. (Okay der Moderator war ein Mann, aber das zählt ja nicht wirklich, da kein Gast.)
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  • RandomNicknameGenerator 20.06.2020 00:04
    Highlight Highlight Es ist Brotz hoch anzurechnen, dass er seine eigene Fehler in der Öffentlichkeit diskutiert. Hut ab!
    • RandomNicknameGenerator 20.06.2020 09:14
      Highlight Highlight Oh wow, wie krass das hier mit den Rassistischen Blitzern ist hab ich nicht gewusst. Gestern Nacht hatte der Kommentar bei 200 ♥️ etwa 15 🌩️. Und jetzt über 250 🌩️.

      Das gibt mir aber auch Mut: solange keine Bots und Aktionen kommentieren, scheinen die Schweizer vernünftig zu sein. Da probiert also jemand ganz fest, das Thema Rassismus klein zu reden...

Analyse

Cancel Culture bedroht Ihre Potenz, Ihren Job und überhaupt alles

Was bewirkt der Kampfbegriff der Cancel Culture wirklich? Und ist sie so neu, wie ihre Erfinder uns das glauben machen?

Als mich ein Freund während des Lockdowns fragte: «Na? Was hältst du denn so von Cancel Culture?», verstand ich erst mal «Cancer Culture». Krebskultur statt Stornierungs- oder Absage- oder Annulierungskultur. Was symptomatisch war. Denn diejenigen, die Cancel Culture anprangern, sehen darin eine rhetorische Pandemie. Das Krebsgeschwür der Zensur. Die Aufhebung der Meinungsfreiheit. Der Anfang eines neuen Totalitarismus.

Cancel Culture ist für sie die Seuche, die aus den sozialen Medien gekrochen …

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