Schweiz
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«Schweizer Drohne» bei Testflug in Israel abgestürzt – Lieferantin zahlt



Während eines Testflugs ist eine für die Schweizer Armee vorgesehene Drohne vom Typ Hermes 900 HFE abgestürzt. Die Ursache für den Unfall ist unbekannt und wird derzeit untersucht.

Der Zwischenfall ereignete sich am Mittwoch in der Wüste über israelischem Hoheitsgebiet, wie Armasuisse am Donnerstag mitteilte. Die Drohne habe sich auf einem Testflug befunden und Totalschaden erlitten. Personen- oder Drittschäden seien keine zu beklagen.

Die Drohne Hermes 900 HFE fuer das Aufklaerungsdrohnensystem 15 (ADS 15) wird auf dem Militaerflugplatz in Emmen vorgestellt, am Montag, 9. Dezember 2019. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Eine Hermes 900 HFE auf dem Militärflugplatz in Emmen. Bild: KEYSTONE

Es hat sich laut Armasuisse um eine Drohne gehandelt, die im Lieferumfang der Beschaffung für die Schweizer Armee vorgesehen gewesen sei. Den Schaden übernehme die israelische Lieferantin Elbit Systems Limited.

In den Eidgenössischen Räten hatte sich bei der Beratung des 250-Millionen-Geschäftes im Jahr 2015 teilweise Unbehagen darüber breit gemacht, dass mit dem ADS 15 ein Produkt aus Israel ausgewählt wurde, das zudem noch nicht serienreif sei.

Die sechs je neun Meter langen Drohnen des Systems Hermes 900 HFE mit einer Flügelspannweite von 17 Metern sollen das Aufklärungsdrohnensystem aus dem Jahr 1995 ablösen. Eine Bewaffnung ist nicht vorgesehen. (sda)

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11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • johnnyenglish 06.08.2020 17:38
    Highlight Highlight Das nächste Debakel in dieser unsäglichen Episode.
    Hinweis in ähnlicher Sache: Wir brauchen keine Kampfjets.
  • c_meier 06.08.2020 14:56
    Highlight Highlight "ADS 15 ein Produkt ausgewählt wurde, das zudem noch nicht serienreif sei..."

    kann man nicht ein Produkt wählen, das bereits besteht? Auch die SBB mussten unbedingt bei Bombardier das neuste und wohl technisch anspruchsvollste bestellen, das Resultat ist der um Jahre verspätete neue Intercity...
    • 7immi 06.08.2020 23:13
      Highlight Highlight @cmeier
      Das stimmt so nicht. ELBIT offerierte die HFE-Version, so wurde sie von der Armee gewählt, denn: Es ergibt sich eine längere Flugzeit, die Einsatzhöhe und die Steigleistung sind grösser, es muss kein Pflichtlager für Flugbenzin errichtet werden (man nutzt JetA1), die Wartungszyklen sind 100 h (statt 50 h), ...
      Nach der Bestellung merkte ELBIT dann, dass der Motor ja schwerer ist und sich so der Schwerpunkt verändert, daher mussten die Flügel verschoben werden und die Struktur wurde angepasst. Alles aber auf Kosten von ELBIT, denn man hat ja so offeriert...
  • Woichbinistvorne 06.08.2020 13:46
    Highlight Highlight Der Absturz ist nicht verwunderlich, denn die Schweiz wollte ja unbedingt Dieselmotoren die das doppelte wiegen und damit grosse Probleme verursachen, aber nur 15% mehr Flugzeit bringt. Der Totalschaden ist hingegen schon verwunderlich, schliesslich müsste ein Rettungsfallschirm-System ausgelöst haben. Seit über 6 Jahren wird an der CH-Version der Hermes 900 getüftelt und sie bringen es nicht hin.

    Kann mir mal jemand erklären wozu wir diese Drohnen überhaupt brauchen?
    • ands 06.08.2020 17:48
      Highlight Highlight Der Absturz ist nicht verwunderlich? Wie meinst du das? Stürzt jede neu entwickelte Drohne erst einige Male ab, bevor sie zuverlässig fliegt?
      Der Grund für den Dieselmotor war nicht die Flugzeit, sondern die maximale Flughöhe über den Alpen. Aber man könnte natürlich auch ein System kaufen, dass man nachher nicht einsetzen kann. Dafür hat man weniger Ärger mit der Entwicklung...
      Die Drohne ist bei der Aufklärung und Überwachung aus der Luft eine günstigere Alternative zu bemannten Flugzeugen und insbesondere Helikoptern. Sie werden z.B. bei Grossanlässen und für den Grenzschutz eingesetzt.
    • Yellosix 06.08.2020 20:39
      Highlight Highlight Aufklärung, militärisch sowie zivil (Katastrophengebiete, unzugängliche Regionen in den Bergen), Grenzschutz, Personensuche.
      Eine Drohne weisst eine mit bis zu 36 Stunden Flugzeit sehr viel bessere Leistungen auf, als das es irgend ein Flugzeug oder Helikopter könnte.
      Zu viel günstigeren Betriebskosten.
      Der Dieselmotor wurde bestimmt, damit die Drohne auch die Alpen überfliegen und dessen besondere Bedingungen in der Luft bewältigen kann, insbesondere auch während Nachteinsätzen.
    • 7immi 06.08.2020 23:16
      Highlight Highlight @woichbin
      ... und grössere Wartungsintervalle haben (100 h statt 50 h), kein zusätzliches Flugbenzin-Pflichtlager benötigen, Bessere Steig-und Höhenleistung haben, ... Ausserdem hat ELBIT so offeriert, es war kein Sonderwunsch.
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