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Armee wollte «Hakenkreuz»-Rekruten Karriere machen lassen



Scharfer Arrest statt Armeekarriere: Drei der sechs Soldaten, die sich auf dem Waffenplatz in Wangen an der Aare BE beim Hitlergruss vor einem Hakenkreuz ablichten liessen, hatten den Vorschlag fürs Weitermachen bereits in der Tasche. Dieser wurde ihnen umgehend entzogen. Sie hatten sich am Sonntag selber gestellt.

Über die Affäre berichtet hatte der SonntagsBlick, der auch besagtes Foto veröffentlichte. Kurz darauf waren die betroffenen Rekruten offenbar bekannt. In der aktuellen Ausgabe der Zeitung sagt Armeesprecher Mirco Baumann, sie seien am Sonntagabend teilweise früher eingerückt und hätten sich selber gestellt.

«Die Soldaten wurden disziplinarisch mit scharfem Arrest bestraft», sagt Baumann weiter. Demnach sitzen sie schon seit mehreren Tagen ein, der Arrest dauere auch über das Wochenende hinaus an. Ihre Rettungs-RS dürfen sie zu Ende führen.

Motiv unklar

Drei von ihnen wollten danach aber offenbar weitermachen. «Ihnen wurde sofort der Vorschlag entzogen und somit verhindert, dass sie in der Armee Karriere machen können», so Baumann weiter. Zum Motiv der fehlbaren Rekruten macht die Armee keine Angaben. Die Militärjustiz habe ein Verfahren eröffnet.

Seit 2011 werden sämtliche Rekruten anlässlich der Rekrutierung einer Personensicherheitsüberprüfung (PSP) unterzogen. Die Armee verfügt über eine Fachstelle Extremismus. 2015 befasste sie sich insgesamt mit 34 Meldungen und Anfragen. 16 davon waren dem Rechtsextremismus zuzuordnen. (kad)

Sieg Fail: So doof sind Nazis

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