Schweiz
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Un soldat des troupes sanitaires de l' Armee Suisse, deuxieme depuis la droite, et Lt col EMG Jacques de Chambrier, gauche, effectuent la discussion a des personnes agee residente d'un Etablissement Medico-Social, EMS, lors de la pandemie de Coronavirus (Covid-19) ce mardi 12 mai 2020 dans le home Les Charmettes a Neuchatel. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Die Armee hilft auch in Pflegeheimen, nicht nur in Spitälern, an der Grenze und bei Botschafts-Bewachungen. Bild: KEYSTONE

Beendet die Armee ihren historischen Corona-Einsatz schon am 15. Juni?

Die Armee fährt ihre Bestände im Spitalbereich rigoros nach unten. Das dürfte bald auch an den Grenzen so sein, wenn diese am 15. Juni wieder öffnen. Die Armee wappnet sich für eine mögliche zweite Welle.

Othmar von Matt / ch media



Vieles deutet darauf hin, dass der Armeeeinsatz zur Coronakrise schneller zu Ende geht als vorgesehen. Offiziell darf die Armee gemäss aktueller Verordnung bis längstens zum 30. Juni subsidiär eingesetzt werden.

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Mit der kompletten Grenzöffnung vom 15. Juni zu Deutschland, Österreich und Frankreich könnte der Einsatz allerdings schon Mitte Juni enden. Der Bedarf an Militärpolizisten und Milizsoldaten dürfte für die Eidgenössische Zollverwaltung (EZV) drastisch sinken.

Das deutet die EZV zurückhaltend an. «Die Bestände der Armee werden fortlaufend den Bedürfnissen und den aktuellen Regelungen an der Grenze angepasst und wenn nötig reduziert», sagt Mediensprecher Matthias Simmen.

Die Armee selbst hat bereits damit begonnen, die Einsätze in den Spitälern «rigoros herunterzufahren», wie Armeesprecher Daniel Reist sagt. Zurzeit werde jeder Standort überprüft. Die Armee kläre in Gesprächen mit den Spitälern vor allem in der Westschweiz und im Tessin ab, ob ihr Einsatz noch nötig sei oder nicht.

Eine mögliche zweite Welle im Blick

Bisher hat die Armee über 350 Gesuche um subsidiäre Unterstützung bekommen und bewältigt. Erhält sie keine Gesuche mehr, muss sie strategisch denken und ihre Soldaten schonen. Denn irgendwann – im Herbst oder auch später – könnte es zu einer zweiten Welle kommen.

Gemäss Reist sind zurzeit noch total 1800 Armeeangehörige im Einsatz: 1000 in Spitälern und Pflegeheimen, 800 an der Grenze und bei Botschaftsbewachungen in Lausanne und Genf.

Am 6. März hatte der Bundesrat beschlossen, bis zu 800 Armeeangehörige aufzubieten zur Bewältigung der Coronakrise. Am 16. März wurde daraus der grösste Einsatz seit dem Zweiten Weltkrieg. Bis zu 8000 Armeeangehörigen konnten eingesetzt werden. Seit Mitte März wurden in Etappen rund 5000 kurzfristig für Einsätze aufgeboten. (bzbasel.ch)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Perseus 15.05.2020 08:46
    Highlight Highlight Hoffen wirs. Nächsten Montag muss unser Bat nach Basel an die Grenze. Da kein persönlicher Urlaub erlaubt ist, werden wohl viele froh sein das sie die Schule "nur" bis am 15. Juni verpassen.
  • ELMatador 15.05.2020 07:52
    Highlight Highlight Liebe Armee, Danke für den Einsatz.

    Sollte es tatsächlich zu einem erneuten Einsatz im Herbst kommen hoffe ich auf einen schnelleren Informationsfluss. Unser Bataillon hat 5 Tage vor dem WK erfahren dass dieser abgesagt wurde. Einige AdA mussten deswegen bei ihrem Arbeitgeben in Kurzarbeit treten nicht weil etwa die Arbeit fehlt aber weil sie schlicht nicht eingeplant wurden und auch Aufträge abgesagt oder verschoben wurden.
  • Hagel Hans 15.05.2020 07:12
    Highlight Highlight Schon am 15. Juni?

    Es sollte heissen: ERST am 15. Juni?

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