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Über 70 Prozent der Stellungspflichtigen sind militärdiensttauglich



During the sports exam, a young man does the standing long jump, where he jumps from the gym floor onto a mat and where the distance between the jump line and the body's rearmost point of contact at landing is measured, pictured on August 5, 2013, in a recruitment center of the Swiss Armed Forces in Rueti, canton of Zurich, Switzerland. Persons required to enlist from the cantons of Zurich, Schaffhausen, Thurgau and Zug complete their recruitment in this center. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein junger Mann ist waehrend des Sporttests beim Standweitsprung (Schnellkraft der Beine), bei welchem man auf dem Hallenboden abspringt und auf der Matte landet, wobei die Distanz zwischen der Absprunglinie bis zum hintersten Beruehrungspunkt des Koerpers bei der Landung gemessen wird, aufgenommen am 5. August 2013 in einem Rekrutierungszentrum der Schweizer Armee in Rueti, Kt. Zuerich. Stellungspflichtige aus den Kantonen Zuerich, Schaffhausen, Thurgau und Zug absolvieren die Rekrutierung in diesem Zentrum. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Nicht jeder besteht die Aushebung, aber viele. Bild: KEYSTONE

Im letzten Jahr sind über 70 Prozent der stellungspflichtigen jungen Schweizer Männer als tauglich für den Militärdienst beurteilt worden. Damit werden in den nächsten Jahren über 21'297 Rekruten – darunter 345 Frauen – die RS absolvieren.

Insgesamt erhielten im letzten Jahr 30'033 Stellungspflichtige einen definitiven Entscheid, wie das Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) am Freitag mitteilte. Davon wurden 70,9 Prozent als diensttauglich eingestuft. Das sind 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

In absoluten Zahlen jedoch gingen sowohl die Zahl der Stellungspflichtigen (-1378), wie auch der Tauglichen (-521) leicht zurück. Der Grund dafür liege in der demographischen Entwicklung und der Möglichkeit, dass die angehenden Rekruten seit 2018 ihre Ausbildung bis zum 24. Altersjahr beginnen können.

Die höchste Diensttauglichkeitsrate wiesen 2019 die Innerschweizer Kantone Nidwalden mit 83,7 Prozent und Obwalden mit 83,3 Prozent auf. Am wenigsten Diensttaugliche gab es im Kanton Wallis mit 58,1 Prozent.

Daneben meldeten sich auch 435 Frauen freiwillig für eine Rekrutierung. 399 von ihnen erhielten einen definitiven Entscheid und bei 345 Frauen fiel dieser positiv aus. Ausserdem wurden 2901 junge Schweizerinnen und Schweizer (13,6 Prozent) als Durchdiener rekrutiert. Sie absolvieren also ihren gesamten Militärdienst am Stück.

Jeder Fünfte untauglich

Insgesamt wurden im letzten Jahr 9,3 Prozent der Stellungspflichtigen oder 2781 junge Männer in den Zivilschutz eingeteilt. Knapp jeder Fünfte (19,8 Prozent oder 5955) erwies sich als medizinisch untauglich. Die Ursachen dafür können körperlich, psychisch oder beides sein.

Bei der körperlichen Untauglichkeit seien Probleme im Bereich des Bewegungsapparates im Vordergrund gestanden, im psychischen Bereich Defizite bei der psychischen Belastbarkeit, Angststörungen sowie Drogenkonsum. Die meisten Untauglichen gab es im Kanton Neuenburg mit 30,8 Prozent, die wenigsten im Kanton Appenzell Innerrhoden mit 7,9 Prozent.

Nach einer Personensicherheitsprüfung erliess die Armee im letzten Jahr auch 198 sogenannte Risikoerklärungen. Damit soll verhindert werden, «dass Personen, die ein mögliches Risiko für sich oder ihr Umfeld darstellen, eine Armeewaffe erhalten». (aeg/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 23.02.2020 06:35
    Highlight Highlight "Nicht jeder besteht die Aushebung, aber viele."

    Als ob dies ein erstrebenswertes Ziel wäre... 😂

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  • Donald 23.02.2020 02:04
    Highlight Highlight "Am wenigsten Diensttaugliche gab es im Kanton Wallis mit 58,1 Prozent."

    "Die meisten Untauglichen gab es im Kanton Neuenburg mit 30,8 Prozent"

    Gibt es neuerdings noch etwas anderes als tauglich und untauglich?
    • Töfflifahrer 23.02.2020 08:57
      Highlight Highlight Neuenburg betrifft die psychisch Untauglichen, Wallis alle
    • MisterM 23.02.2020 08:57
      Highlight Highlight Es gibt noch Doppel-Untauglich. Die machen dann nicht den Zivilschutz (den machen die UT, für den Zivildienst muss man tauglich sein), sondern dürfen zahlen.
    • Eine_win_ig 23.02.2020 09:50
      Highlight Highlight Jap.
      Es gibt wehrdiensttauglich, schutzdiensttauglich und untauglich.

      Also entweder Armee/Zivildienst (für die wehrdiensttauglichen), Zivilschutz (für die schutzdiensttauglichen) oder eben zahlen von 3% des Einkommens bis 30 für die untauglichen (auch bekannt als Doppel-UT).

      Hoffe, ich konnte helfen :)
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 22.02.2020 16:05
    Highlight Highlight Nur etwas über 70% ist kein Ruhmesblatt für unsere Turnlehrer! Der Pisa-Test für Weitsprung etc.
    • ands 22.02.2020 20:41
      Highlight Highlight Der Sporttest hat in den meisten Fällen nichts mit der Tauglichkeit zu tun. Ich kenne mehrere Untaugliche, die im Sporttest hervorragend abgeschnitten haben. Das bekannteste Beispiel dafür dürfte Roger Federer sein.
  • michiOW 21.02.2020 18:37
    Highlight Highlight Ist bekannt, ob bei diesen 198 Personen in erster Linie Extremismus das Problem war oder sind das vor allem Personen, welche bereits gewalttätig waren?
  • Freedoom Fighter 21.02.2020 17:01
    Highlight Highlight Röschti- und Stadt-Land Graben par excellence.. :D
  • Trump ist der Beste! 21.02.2020 14:24
    Highlight Highlight Die Armee ist zu klein, als dass sie eine höhere Tauglichkeitsquote umsetzen könnte.

    Anders gesagt: Weil es nur ganz wenige Rekruten braucht, sind auch nur wenige Burschen diensttauglich.
    • Wiedergabe 21.02.2020 21:18
      Highlight Highlight Das ist komplett falsch.
      Die Armee steuert den Bestand mittels zu leistender Diensttage.
      Wahrheitsgehalt passt immerhin zum Username.
    • Eine_win_ig 23.02.2020 09:54
      Highlight Highlight Wirklich völlig falsch. Tatsache ist, dass die Armee ihren Bestand von 100000 nicht halten kann, wenn weiter solche Tauglichkeitsraten und so viele Abgänge in den Zivildienst zu verzeichnen sind.

  • TheKen 21.02.2020 14:06
    Highlight Highlight kommt mir vor wie aus einem anderen Leben, schon so lange her. Bei der Aushebung bei uns im Dorf hat einer in einem Kittel uns aufgefordert alle auf die Bank zu stehen. Dann hat er angefangen bei jedem herumzufingern. Wozu wir dazu auch noch husten mussten, ich versteh den Zusammenhang immer noch nicht. ist mir nur so wieder eingefallen.
  • Lars Bärtschi 21.02.2020 13:37
    Highlight Highlight ..."Insgesamt wurden im letzten Jahr 9.3 Prozent der Stellungspflichtigen oder 2781 junge Männer in den Zivildienst eingeteilt."...

    Zivildienst oder Zivilschutz? Aufgrund der Zahlen des Zivi aus dem 2019 würde ich sagen Zivilschutz. Bei Watson hätte ich eigentlich gedacht, dass der Unterschied bekannt ist :)

    Grüsse aus dem Zivil*dienst*
    • Martin Lüscher 21.02.2020 13:51
      Highlight Highlight @Lars Bärtschi: Stimmt, es handelt sich tatsächlich um den Zivilschutz. Ist angepasst. Danke für den Hinweis.
    • Lars Bärtschi 21.02.2020 14:02
      Highlight Highlight Cool dass das so schnell geht, merci :)
    • Töfflifahrer 23.02.2020 08:55
      Highlight Highlight Ist es nicht so, dass die welche keinen Dienst an der Waffe machen wollen (warum auch immer) in den Zivildienst eingeteilt werden?
      Diese Wahlmöglichkeit soll ja wieder verschärft werden.

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