Schweiz
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Armeechef Süssli will mehr Frauen in der Armee – aber noch fehlt die Strategie



Armeechef Thomas Süssli will den Anteil der Frauen in der Armee bis 2030 von heute 0.8 Prozent auf 10 Prozent erhöhen. Die Armee mache schon heute vieles für die Integration von Frauen. Es fehle aber noch eine Gesamtstrategie. Sie werde derzeit erarbeitet.

Der Bundesrat ernennt den obersten Cyberkrieger zum Chef der Armee. Bevor Thomas Süssli Chef der Führungsunterstützungsbasis wurde, war er als Informatiker und Bankmanager tätig.

Armeechef Thomas Süssli. Bild: KEYSTONE

Es sei falsch, Frauen nur als Lösung für das Bestandsproblem der Armee zu sehen. «Wir erleben Frauen in der Armee als speziell motiviert und engagiert. Oft bringen sie auch neue Denkweisen ein», sagte Süssli in einem Interview mit den Tamedia-Zeitungen (Freitagausgabe).

Doch die Geschlechterfrage sei nur ein Aspekt. «Mein Ziel ist eine Schweizer Armee für alle», sagte Süssli. Für alle, die einen Beitrag für die Sicherheit der Schweiz leisten wollten gebe es in der Armee einen Platz – egal welcher Religion, Sprache oder Geschlecht.

--- DIE SCHWEIZER ARMEE IST IMMER WIEDER EIN THEMA IN DER OEFFENTLICHKEIT. KEYSTONE HAT AUS DIESEM GRUND DAS BILDMATERIAL ZUR SCHWEIZER ARMEE AKTUALISIERT UND STELLT IHNEN IN LOSER REIHENFOLGE NEUE THEMENBILDER VERSCHIEDENER ABTEILUNGEN ZUR VERFUEGUNG -- Bei einem Postenlauf lernen Soldaten der Schweizer Armee das Verhalten am Funkgeraet, waehrend der Ausbildung zu Swisscoy Soldaten, in der Naehe der Kaserne in Stans, aufgenommen am 5. Maerz 2014. Die SWISSCOY ist der Verband der Schweizer Armee im Kosovo. Er wird im Rahmen der friedensfoerdernden Militaermission KFOR der NATO im Kosovo mit einem Kontingent von maximal 220 Personen von der Schweiz zur Verfuegung gestellt und finanziert. Die Ausbildung dauert je nach Funktion bis zu 3 Monate. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Im Moment sind nur gerade 0.8 Prozent der Armeeangehörigen Frauen. Bild: KEYSTONE

Süssli schloss nicht aus, dass es künftig auch Armee-Imame für Muslime geben könnte. Heute schliesse die Verfassung Ausländer aus. Voraussetzung für den Militärdienst sei das Schweizer Bürgerrecht. Er könne sich aber vorstellen, dass das längerfristig überprüft werde.

Erst kürzlich hatte Süssli gewarnt, bis 2030 könnten der Armee rund 30'000 Soldatinnen und Soldaten fehlen, ein Viertel des Bestandes. Das Nein des Parlaments zum Zivildienstgesetz stelle die Armee vor eine neue Situation. Der Bundesrat wolle wie geplant noch in diesem Jahr in einem Bericht Massnahmen für Zivilschutz und Armee aufzeigen. (sda)

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86 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
K1aerer
26.06.2020 07:46registriert May 2019
Den diskriminierenden Artikel anpassen bzw. Wehpflicht auch für die Frauen einführen und Problem erledigt.
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Diavolino666
26.06.2020 09:20registriert April 2017
Nur für Männer: Wehrpflicht oder Wehrpflichtersatzabgabe
Nur für Frauen: KEINE Wehrpflicht und KEINE Wehrpflichtersatzabgabe
Resultat: Frauen im Militär unterrepräsentiert...
Echt schlimm, diese strukturelle Frauendiskriminierung im Militär...
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Yakari9
26.06.2020 08:56registriert February 2016
Habs schon mehrmals gesagt: Fangt doch mal damit an, den Infotag zur Rekrutenschule, welchen alle jungen Männer mit 16 besuchen müssen, auch für Frauen obligatorisch zu machen....
25425
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86

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