DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Syrer und Eritreer aufgepasst: Wenn ihr in der Schweiz als Flüchtlinge durchgehen wollt, dann müsst ihr so aussehen



20 Jahre ist es her, seit in der Schweiz das letzte Mal ähnlich viele Flüchtlinge um Aufnahme baten. In den zwei Dekaden seit den Jugoslawienkriegen haben einige hier offenbar vergessen, wie so ein Flüchtling aussieht. Anders lassen sich gewisse Irritationen bei Bürgern, Politikern und Medienschaffenden nicht erklären:

«Wie ist es möglich, dass Menschen, die angeblich nur ihr nacktes Leben retten konnten, sich solche Handys leisten können?»

«Weltwoche»-Redaktor Peter Keller über eine Frage, die seinen Lesern angeblich unter den Nägeln brennt
quelle: weltwoche

«Sie tragen modische Jeans und Nike-Turnschuhe.»

«20Minuten»-Redaktor Daniel Waldmeiers Beobachtung an einer Eritreer-Party in Bern
quelle: 20 minuten

«Also es ist schon schräg, dass nur männliche Flüchtlinge kommen. Wieso flüchten nicht Frauen mit ihren Kindern?»

User-Kommentar im Thread «Werde Asylant, ein Beruf mit Zukunft»
quelle:politik-forum.ch

«Der arme Cheib, der nichts hat, nichts zu essen. Einfach nichts.»

SVP-Ständerat Peter Föhns Definition eines richtigen Flüchtlings. Er findet, es kommen die «Falschen»
quelle: aargauer zeitung

Daraus lässt sich ableiten, wie ein «echter» Flüchtling auszusehen hat. Beziehungsweise wie er nicht auszusehen hat.

Der echte Flüchtling

Bild

a) Auf keinen Fall ein iPhone, höchstens ein altes Nokia.
b) Keine modischen Jeans, am besten «Dad Jeans», wie Barack Obama sie trägt.
c) Keine Turnschuhe von namhaften Marken wie Nike, Adidas oder Puma. Noname-Modelle tun es auch.
d) Wer nichts zu essen hat, muss entsprechend abgemagert sein.
e) Frau- und/oder kinderlose Männer unerwünscht.
f) Auch die Frisur sollte unmodisch sein. Wer flieht, hat weder Zeit noch Geld für den Coiffeur.
g) Dem Kugelhagel entronnen. Unterdrückung allein ist kein Asylgrund.
bild:lantatoons

Diese Karikatur hat selbstverständlich nichts mit der Flüchtlingsdefinition in der Schweizer Asylgesetzgebung zu tun:

Asylgesetz Artikel 3: Flüchtlingsbegriff

«Flüchtlinge sind Personen, die in ihrem Heimatstaat oder im Land, in dem sie zuletzt wohnten, wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität, Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe oder wegen ihrer politischen Anschauungen ernsthaften Nachteilen ausgesetzt sind oder begründete Furcht haben, solchen Nachteilen ausgesetzt zu werden. Als ernsthafte Nachteile gelten namentlich die Gefährdung des Leibes, des Lebens oder der Freiheit sowie Massnahmen, die einen unerträglichen psychischen Druck bewirken. Den frauenspezifischen Fluchtgründen ist Rechnung zu tragen.»

quelle: admin.ch

Asylgesetz Artikel 4: Gewährung vorübergehenden Schutzes

«Die Schweiz kann Schutzbedürftigen für die Dauer einer schweren allgemeinen Gefährdung, insbesondere während eines Krieges oder Bürgerkrieges sowie in Situationen allgemeiner Gewalt, vorübergehenden Schutz gewähren.»

quelle: admin.ch





DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Drei Verletzte bei Crash auf der A1 bei Oensingen

Bei einer Auffahrkollision auf der Autobahn A1 in Oensingen SO sind am Mittwochnachmittag drei Personen leicht verletzt worden. Drei Autos waren auf dem Überholstreifen in Richtung Zürich zusammengestossen.

Zum Unfall kam es kurz nach 16.00 Uhr, wie die Kantonspolizei Solothurn am Donnerstag mitteilte. Ambulanzfahrzeuge brachten die drei Verletzten nach der medizinischen Erstversorgung vor Ort in ein Spital. Zwei Unfallfahrzeuge mussten durch ein Abschleppunternehmen abtransportiert werden. (sda)

Artikel lesen
Link zum Artikel