Schweiz
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Tessiner Terrorschutz: Jetzt kommen Granitpoller vor das Bundeshaus



Das Bundeshaus wird besser vor Terroranschlägen geschützt. Spezielle Granitpoller mit Stahlkern sollen mögliche Anschläge mit Fahrzeugen vom Bundesplatz her verhindern.

Die Bauarbeiten begannen am Montag und dauern voraussichtlich bis Anfang Oktober, teilten die Parlamentsdienste mit. Die Schutzmassnahmen seien vom Bundesamt für Polizei (Fedpol) angeregt worden. Zusammen mit der Stadt Bern sei die Wahl auf Granit aus dem Tessin gefallen und auch die Platzierung sei in enger Zusammenarbeit mit den Berner Behörden erfolgt.

Die Bauarbeiten vor dem Bundeshaus begannen am Montagmorgen und dauern bis Anfang Oktober.

Die Bauarbeiten haben heute Morgen begonnen. Bild: sda

Die üblichen Chromstahlpoller seien für die Bauherrschaft nicht in Frage gekommen; sie hätten gestalterisch nicht vor das denkmalgeschützte Gebäude gepasst. Doch die üblichen Granitpoller, die auch vor anderen historischen Gebäuden in der Berner Altstadt eingesetzt würden, hätten den Aufprallkräften nicht widerstanden.

Deshalb habe das Bundesamt für Bauten und Logistik Schweizer (BBL) Ingenieure und Unternehmer eine neuartige Lösung entwickeln lassen: Ein Hybridsystem aus zertifiziertem Spezialstahl mit einem Granitmantel. Dieses erfülle alle Anforderungen an die Sicherheit, den Zugang, den Fussgängerverkehr und die optische Wirkung.

Weil sich ausserdem unter der Vorzone des Bundeshaus eine archäologisch geschützte Brücke über den früheren Stadtgraben befinde, habe man darauf mit einem besonderen Fundament und einem zusätzlichen Unterbau aus Metall Rücksicht nehmen müssen. So könnten die Kräfte aufgenommen und abgeleitet werden, damit das archäologische Bauwerke unversehrt bleibe.

Die Kosten für die Sicherheitsmassnahmen werden auf rund 800'000 Franken beziffert. Bis Mitte August wird die Zone vor dem Haupteingang auf der Nordseite des Parlamentsgebäudes mit einer Bauwand abgesperrt. Fussgänger werden während dieser Zeit über den Bundesplatz umgeleitet, die Strassenbreite wird um 4,5 Meter reduziert. (sda)

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Offen gesagt

«Liebe Frau Sommaruga: Was, wenn Sie alle paar Tage clubben müssten?»

Die Corona-Pandemie droht der Schweiz aus dem Ruder zu laufen. Weil es niemanden mehr gibt, der den Jungen den Verzicht auf ihr Lebensgefühl verkaufen kann.

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