Schweiz
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Keine Stoffmasken-Empfehlung: BAG dementiert Berichte



Die Nachrichtenagentur SDA verbreitete heute Morgen die Meldung, das Bundesamt für Gesundheit (BAG) empfehle neu das Tragen von Stoffmasken anstelle von Einwegmasken (auch watson publizierte die Meldung). Doch die Meldung scheint so nicht korrekt. Das BAG dementiert.

Eine BAG-Sprecherin sagt gegenüber der Pendlerzeitung 20 Minuten: «Die Meldung der SDA ist eine Falschmeldung.» Neu sei lediglich, dass das BAG künftig auch Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung empfehle, eine Hygienemaske zu tragen. Das bedeute aber nicht, dass das BAG der restlichen Bevölkerung Stoffmasken als Standard empfehle.

Wir haben den entsprechenden Beitrag in unserem Liveticker nach dem Dementi wieder gelöscht. Für die Verwirrungen bitten wir um Entschuldigung.

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Zuvor hatte die Umweltorganisation Greenpeace beim Bund eine entsprechende Forderung nach der Empfehlung von Stoffmasken gestellt.

Greenpeace Schweiz argumentierte, laut zahlreichen Gesundheitsexperten würden wiederverwendbare Stoffmasken der breiten Bevölkerung genügend Schutz vor der Corona-Pandemie bieten. Zudem könne so ein weiterer Mangel an Masken vermieden und die Umweltverschmutzung verringert werden.

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Genügend Schutz

Greenpeace verwies auf eine Studie in der Fachzeitschrift «Environmental and Science Technology», wonach jeden Monat rund 129 Milliarden Masken und 65 Milliarden Handschuhe während der Pandemie verwendet werden. Ausserhalb von Spitälern seien zertifizierte Einwegmasken nicht zwingend notwendig, da die Exposition viel geringer sei.

Gemäss dem BAG schützen industriell gefertigte Textilmasken bei korrekter Anwendung vor allem andere Personen vor einer Ansteckung. Die Covid-19-Taskforce des Bundes arbeitete einen Standard aus, dem solche Textilmasken entsprechen müssen.

Vom Tragen von Atemschutzmasken, wie es sie für medizinisches Personal gibt, rät der Bund beim privaten Gebrauch ab. Weitere Masken wie selbstgenähte Produkte gewährleisten nach Ansicht des BAG keinen zuverlässigen Schutz. (sda)

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9 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Cmo
06.08.2020 08:28registriert June 2015
Der Artikel verwirrt mich.
Oben steht:
Demnach gelten neu Stoffmasken als Standard.
Unten:
Die Covid-19-Taskforce des Bundes arbeitete einen Standard aus, dem solche Textilmasken entsprechen müssen.
Und:
Weitere Masken wie selbstgenähte Produkte gewährleisten nach Ansicht des BAG keinen zuverlässigen Schutz.
Für mich heisst das:
Der Bund empfiehlt Stoffmasken, welche zertifiziert sein müssen, aber nicht selber genäht sind.
Diese Zertifizierung gibt es aber noch nicht.
Also verwende ich weiterhin die normalen Einweg-Masken und bin "safe". Das ist aber für die Umwelt nicht optimal...
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Mätse
06.08.2020 08:24registriert September 2015
Und weshalb bieten nur industriell gefertigte Textilmasken einen genügenden Schutz und selbstgenähte Produkte nicht?
Und wann teilt uns die Covid-19-Taskforce des Bundes den Standard mit, welchem die Masken entsprechen müssen?
Wüsste man den Standard, könnte man mit der Herstellung beginnen...
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Rosi 1
06.08.2020 08:43registriert June 2020
Ich nähe meine Masken selber. Dabei achte ich darauf, dass ich eine Einschubmöglichkeit mache für das Vlies, damit ich es gut wechseln kann. Alles ist bei 60° waschbar. Die Nasenbügel aus leichtem rostfreien Draht kann ich in den Tunnel aus Schrägband einschieben und vor dem Waschen entfernen und leicht ersetzen.
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