Schweiz
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Wie der Streit zwischen Experten und BAG eskalierte – eine Chronologie

Hat das BAG zu spät reagiert und so einen zerstörerischen harten Lockdown zu verantworten? Der Streit zwischen den Experten ist am Wochenende eskaliert. Aber erst mal der Reihe nach.



Ist es ein Streit zwischen Theoretiker und Praktiker? Am Sonntag kam es zum öffentlichen Schlagabtausch zwischen führenden Epidemiologen wie Marcel Salathé und Christian Althaus auf der einen Seite und «Mr. Corona» Daniel Koch auf der anderen.

Auslöser war ein Artikel der «NZZ am Sonntag». Kernaussage des langen Stücks: Das BAG von Bundesrat Alain Berset und Daniel Koch haben zu wenig auf die Wissenschaft gehört. Durch entschiedenes Handeln hätte der Shutdown verhindert werden können und die immensen wirtschaftlichen Folgen wären nicht so schlimm ausgefallen. Eine Chronologie der Ereignisse.

31. Dezember: Erste Berichte über «mysteriöse neue Lungenkrankheit»

Erste Meldungen über eine mysteriöse Lungenkrankheit, die in der zentralchinesischen Metropole Wuhan ausgebrochen ist, werden publiziert. 27 Erkrankte sind identifiziert.

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

5. Januar: WHO warnt vor «Pneumonia of unknown cause – China»

«Die Weltgesundheitsorganisation WHO verfolgt die Situation aufmerksam und steht im engen Kontakt mit den nationalen Behörden in China», heisst es anfangs Jahr. «Es gibt begrenzte Informationen, um das Gesamtrisiko dieser Häufung von Lungenerkrankungen unbekannter Ursache einzuschätzen.» Massnahmen werden noch keine empfohlen.

22. Januar: Berset sagt, man sei gut vorbereitet

Am Rande des WEF sagt BAG-Chef Alain Berset: «Wir sind sehr gut vorbereitet» und bietet dem WHO-Chef Tedros Ghebreyesus die Hilfe der Schweiz an. In der Schweiz selbst existiere für solche Ereignisse ein Aktionsplan. Dieser werde umgesetzt, sollte sich die Situation weiterentwickeln.

Federal councillor Alain Berset checks his Smartphone, during the 50th annual meeting of the World Economic Forum, WEF, in Davos, Switzerland, Wednesday, January 22, 2020. The meeting brings together entrepreneurs, scientists, corporate and political leaders in Davos from January 21 to 24. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Innenminister Alain Berset am 22. Januar in Davos. Bild: KEYSTONE

23. Januar: China riegelt Wuhan ab

Kurz vor Beginn des chinesischen Neujahrs stellen die Behörden Wuhan mit seinen elf Millionen Einwohnern unter Quarantäne. Peking sagt vorsorglich alle grösseren Neujahrsfeiern ab.

Die WHO beschliesst nach einer zweitägigen Krisensitzung, vorerst keinen weltweiten Gesundheitsnotstand auszurufen. Zur Begründung heisst es, bisher gebe es ausserhalb Chinas «keine Hinweise» auf eine Übertragung des Krankheitserregers von Mensch zu Mensch.

26. Januar: Bund verschärft Meldepflicht für Coronavirus

Das BAG verschärft die Meldepflicht für Verdachtsfälle. Neu müssen Ärzte und Laboratorien Fälle mit Verdacht auf eine Corona-Infektion innerhalb von zwei Stunden den Kantonen und dem Bund melden.

28. Januar: Koch macht Fehler an Pressekonferenz

Daniel Koch, Leiter Abteilung uebertragbare Krankheiten, BAG spricht mit Journalisten waehrend einer Medienkonferenz ueber die Situation des neuen Coronavirus (2019-nCoV) im Medienzentrum Bundeshaus in Bern, am Dienstag, 28. Januar 2020. Das neue Coronavirus, das eine Lungenentzuendungsepidemie verursacht, hat in China bereits 106 Menschen getoetet und mehr als 4'000 infiziert, so der juengste Bericht der Behoerden des Landes. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Daniel Koch nach der Medienkonferenz am 28. Januar in Bern. Bild: KEYSTONE

An einer Pressekonferenz des Bundes leistet sich das BAG einen Fehler: Koch sagt, man habe keine Kenntnis von Fällen ausserhalb Chinas – noch während der Pressekonferenz realisiert er die Falschaussage. Am nächsten Tag folgt die Kritik von Christian Althaus im «Tagesanzeiger»:

«Ich hoffe, dass das BAG in Zukunft die öffentlich zugänglichen Situationsberichte der internationalen Behörden sowie die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse in seine Lagebeurteilung miteinbezieht.»

29. Januar: Coronavirus erstmals ausführlich im Bundesrat diskutiert

Zum ersten Mal widmet sich der Bundesrat in einer Sitzung ausführlich dem Coronavirus.

30. Januar: Althaus und Riou veröffentlichen Studie

Die beiden Epidemiologen Christian Althaus und Julien Riou veröffentlichen im Wissenschaftsjournal «Eurosurveillance» eine Studie. Eine der Kernaussagen: Das Virus könnte sich global ausbreiten. «Es war klar, dass es nicht gut ausschaut», sagt Althaus gegenüber der NZZaS. Er wendet sich direkt an Koch und bietet Hilfe an. Koch schlägt das Angebot anscheinend aus.

Bild

Christian Althaus. bild: uni bern

Gleichzeitig erklärt die WHO einen «Notfall im Bereich der öffentlichen Gesundheit von internationaler Bedeutung.» Althaus meinte am gestrigen Sonntag gegenüber der NZZaS: «Ab diesem Zeitpunkt hätte man in der Schweiz eine Task-Force zusammenstellen müssen.»

19. Februar: NZZ widmet sich Koch

Die NZZ titelt Mitte Februar: «Der Epidemie-Spezialist des Bundes hat auf Krisenmodus umgeschaltet.» Daniel Koch wird ausführlich zitiert – vor allem in Bezug auf die Problematik der Kommunikation in Krisenzeiten. Die NZZ schreibt:

«Die Kommunikation der Behörden in Krisensituationen ist anspruchsvoll. Es ist eine Gratwanderung. Informiert das BAG zu defensiv und zurückhaltend, wird ihm vorgeworfen, es verharmlose die Bedrohung. Gehen Koch und seine Leute in die Offensive, gelten sie schnell als Alarmisten.»

Daniel Koch fasst die Lage so zusammen: «Unsere Botschaft lautet: Das Coronavirus stellt derzeit für die Schweiz keine Bedrohung dar. Aber dies könnte sich in drei Wochen oder sechs Monaten ändern.» Die NZZ schreibt weiter:

«Wie hoch diese Rate derzeit genau ist, spielt für die Prävention und Vorbereitung der Behörden indes keine grosse Rolle, wie Koch sagt. Es genüge zu wissen, dass es sich beim Coronavirus nicht um einen banalen Schnupfen-Virus, sondern um einen Virus mindestens auf Stufe Grippe handle. ‹Das heisst, wir müssen mit allen Mitteln versuchen, eine weltweite Epidemie abzuwenden.›»

25. Februar: Virologen schreiben Brief an BAG

Am 25. Februar verzeichnet die Schweiz ihren ersten Coronafall. Eine 70-jährige Frau im Kanton Tessin habe sich an einer Versammlung in Mailand angesteckt.

Gleichzeitig schreiben vier Wissenschafter einen eindringlichen Brief an Bundesrat Berset, BAG-Chef Pascal Strupler und Daniel Koch. Die Unterzeichnenden sind: PD Dr. Christian Althaus (Uni Bern), Dr. Emma Hodcroft (Uni Basel), Prof. Dr. Richard Neher (Uni Basel) und Prof. Dr. Marcel Salathé (EPFL).

Marcel Salathe, Leiter Expertengruppe ãDigital epidemiologyÒ, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus, am Freitag, 1. Mai 2020, in Bern.(KEYSTONE/Peter Schneider)

Marcel Salathé. Bild: KEYSTONE

Man müsse in der Schweiz in den kommenden Wochen und Monaten mit einer grösseren Epidemie rechnen. Die Wissenschaftler schätzen die Gefahr des Virus im Einklang mit der WHO als «hoch» ein. Gestört hatten sie sich vor allem an der Aussage Kochs, dass die Covid-Sterblichkeit in etwa mit derjenigen eines Grippevirus zu vergleichen sei.

Später sagt Daniel Koch gegenüber der NZZ: «Herr Althaus hat nie versucht, mich zu kontaktieren, und hat nie beim BAG eine Warnung abgegeben.» Stimmt nicht, sagt Marcel Salathé und veröffentlichte gestern Sonntag auf Twitter den Brief, den die Wissenschaftler damals geschrieben haben.

Das ist der Brief:

25. Februar: Berset realisiert, wie schlimm die Lage in Italien ist

Gesundheitsminister Berset fliegt an diesem Dienstag mit einer Delegation nach Rom, um sich ein Bild der Lage zu verschaffen. Die NZZaS zitiert eine Person, die dabei war, folgendermassen: «Wir wurden uns bewusst, dass die Lage gerade explodiert.» Die Ereignisse überschlagen sich, anscheinend reicht die Zeit nicht einmal, um schriftliche Unterlagen zu erstellen. Berset informiert seine BundesratskollegInnen mündlich, auf Freitag ist eine geheime Sitzung angesagt. Am Ende der Woche werden dann Veranstaltungen mit über 1000 Personen verboten.

26. Februar: Kochs Interview mit «Le Temps»

Die «NZZ am Sonntag» zitiert Koch aus einem Interview mit «Le Temps». Koch erwarte in der Schweiz «ein paar Einzelfälle», es gebe keinen Grund, alarmiert zu sein. Die NZZaS setzt die Aussage von Koch in den Kontext mit der Lage in Italien: «Zu diesem Zeitpunkt ist die Situation im Nachbarland Italien bereits ausser Kontrolle. Schulen, Museen und Universitäten sind geschlossen, ganze Gebiete unter Quarantäne.»

Daniel Koch oder

Daniel Koch. Bild: sda

Die NZZaS kommt zum Schluss, dass das BAG die Lage in den ersten Wochen des Jahres völlig anders einschätze als Schweizer Epidemiologen und die WHO – die Wissenschaft dringe nicht bis Bundesratszimmer vor. NZZ zitiert dazu Salathé: «Wie ist es möglich, dass man sich eine hochkompetente und teure Wissenschaft leistet, aber in diesem entscheidenden Moment nicht auf sie zurückgreift?»

Am gleichen Tag erscheint ausserdem ein Interview der NZZ mit Althaus. Es schlägt ziemlich ein in der Schweizer Medienlandschaft. Vor allem wegen des Worst-Case-Szenario, welches gezeichnet wird: Der Journalist fragt, ob es 30'000 Tote geben könnte, Althaus antwortet, dass dies nicht ausgeschlossen sei.

28. Februar: Salathé sieht Italienreise im April «relaxed» entgegen

Die Republik widmet sich dem Thema Coronavirus ausführlich mit einem Artikel mit dem Titel: «Das Coronavirus geht um. Sollten Sie Angst haben? Und wenn ja: Was dann?»

Im Artikel kommt der Epidemiologe Salathé zu Wort. Gefragt, ob man denn nun Ferien in Italien machen könne, antwortet er:

«Sie müssen das selber entscheiden. Ich persönlich bin oft eher auf der vorsichtigen Seite, aber meiner geplanten Italien­Reise im April sehe ich relaxed entgegen. China oder Südkorea hingegen würde ich im Moment meiden, wenn die Reise nicht essenziell ist.»

Was gleichzeitig am selben Tag passiert: Der Bundesrat verbietet Grossveranstaltungen mit über 1000 Teilnehmern.

4. März: Treffen der kantonalen Gesundheitsdirektoren

In Bern treffen sich die kantonalen Gesundheitsdirektoren, um über die Lage in der Schweiz zu beraten. Die Meinungen gehen auseinander: Das Tessin fordert eine Grenzschliessung, in Zürich wurde noch keine einzige Massnahme getroffen.

Rudolf Hauri, Kantonsarzt Zug, spricht waehrend einer Medienkonferenz zur Situation des Coronavirus, am Freitag, 1. Mai 2020, in Bern.(KEYSTONE/Peter Schneider)

Rudolf Hauri. Bild: KEYSTONE

Die NZZaS zitiert Rudolf Hauri, Präsident der Kantonsärzte: «Nachträglich kann man sagen, man hätte wohl eine Woche früher reagieren können. Doch man muss bedenken, dass sich die Situation bloss abzeichnete, wir aber nicht wussten, wie sie sich tatsächlich entwickelt.»

5. März: Erster Covid-Todesfall

Aus dem Kanton Waadt wird der erste Covid-19-Todesfall in der Schweiz gemeldet. Eine 74-jährige Frau, die bereits an chronischen Krankheiten litt, stirbt in Lausanne.

13. März: Bundesrat verkündet neue Massnahmen

Die Massnahmen werden verschärft: Der Bundesrat verbietet Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen, Limiten für Gastrobetriebe, führt Grenzkontrollen zu Italien ein, schliesst die Schulen und kündigt ein Hilfspaket für die Wirtschaft an.

16. März: Bundesrat erklärt den Notstand für die ganze Schweiz

epa08298577 Swiss Federal councillor Alain Berset briefs the media about the latest measures to fight the Covid-19 Coronavirus pandemic, in Bern, Switzerland, 16 March 2020. Several European countries have closed borders, schools as well as public facilities, and have cancelled most major sports and entertainment events in order to prevent the spread of the SARS-CoV-2 Coronavirus causing the Covid-19 disease.  EPA/ANTHONY ANEX

Alain Bersen am 16. März. Bild: EPA

Über das Wochenende überschlagen sich die Ereignisse. Das Tessin schliesst am Samstag alle Restaurants, vier Kantone rufen den Notstand aus und die Frühlingssession wird abgebrochen. Ausserdem schliessen Deutschland und Österreich die Grenzen. Innert 24 Stunden kommen plötzlich 1000 neue Fälle dazu.

Am Montagnachmittag dann der Paukenschlag: Der Bundesrat erklärt den Notstand. Laut mehreren Quellen waren sich die Bundesräte gemäss NZZaS uneinig: Ueli Maurer wollte keine neuen Massnahmen, Viola Amherd eine Ausgangssperre. Herausgekommen ist ein Mittelweg.

18. März: BAG lädt Wissenschaftler ein

Das Bundesamt für Gesundheit lädt Wissenschaftler zu einer Sitzung nach Bern ein, darunter auch Marcel Salathé. Dieser rechnet damit, dass eine wissenschaftliche Task Force gegründet wird. Konkret wird bei der Sitzung aber nichts beschlossen, Salathé twittert drei Tage danach: «In diesen Wochen ist mein Vertrauen in die Politik erschüttert. Nach der Aufarbeitung – was alles falsch lief und wie total veraltet die Prozesse sind – wird kein politischer Stein auf dem anderen bleiben.»

Althaus und Salathé äussern sich öffentlich kritisch, was nicht von allen goutiert wird. Angeblich wurde Salathé nahegelegt, dass er sich mässigen solle. So sagt er gegenüber der NZZaS:

«Ich musste mir überlegen, wie man eine wissenschaftliche Wahrheit vermittelt, ohne jemandem in Bern auf den Schlips zu treten. Das war fast wie in Nordkorea. Man sagte uns: Ihr habt recht, aber wenn ihr es zu aggressiv in den Medien sagt, dann geht die Türe für eine Task-Force zu»

23. März: Der (vorläufige?) Höhepunkt der Epidemie

An diesem Montag meldet das BAG, dass in den letzten 24 Stunden insgesamt 1455 Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. So viel wie nie zuvor. Bisher ist es der Höhepunkt der Epidemie.

Während diesen Tagen überträgt der Bundesrat die Verantwortung für die Beschaffung medizinischer Güter der Armee.

27. März: NZZ lanciert Podcast mit Christian Althaus

Christian Althaus erhält Gehör: Zumindest in den Medien. Die «NZZ am Sonntag» lanciert einen wöchentlichen Podcast mit Epidemiologen. Er befasst sich hauptsächlich mit der Modellierung von Epidemien von Infektionskrankheiten.

31. März: Bundesrat gründet wissenschaftliche Task Force

Matthias Egger, Leiter der Covid-19-Taskforce des Bundes, ruft die Bev

Matthias Egger. Bild: KEYSTONE

Der Bundesrat beschliesst eine wissenschaftliche Corona-Task-Force, die Leitung übernimmt der Präsident des Schweizerischen Nationalfonds Prof. Matthias Egger. Auch Salathé wird in die Task Force berufen – als Leiter der Gruppe «Digital Epidemiology». Christian Althaus wird Mitglied der Gruppe «Daten und Modellierung».

18. April: Oberster Wissenschafter der Schweiz äussert sich zu Forscherstreit

Nach Ansicht von Marcel Tanner (rechts), Präsident der Akademien der Wissenschaften und ehemaliger Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public-Health-Instituts, muss eine zweite Welle von Coronafällen unbedingt verhindert werden. (Archivbild)

Marcel Tanner. Bild: KEYSTONE

Bereits im April widmet sich die NZZ dem Streit zwischen Regierung und Epidemiologen. Darin kritisiert Marcel Tanner, Präsident der Akademien der Wissenschaften Schweiz, quasi der höchste Wissenschafter des Landes, das Vorgehen einiger unbenannter Wissenschaftler: «Es gibt noch zu viele Wissenschafter, die schauen zu sehr in den Spiegel statt zum Fenster hinaus. Wir müssen bescheidener sein, wir brauchen keine Wissenschafts-Gurus.»

18. Mai: Salathé in der Republik

Die «Republik» wirft einen Blick zurück in den Februar. In einem Telefongespräch mit Marcel Salathé meint dieser:

«Wisst ihr, was mich am meisten erstaunt? Ich denke gerade an den Februar zurück. Man wusste damals eigentlich schon wahnsinnig viel.»

Und wie hoch ist eigentlich die Sterberate? «Präzise Werte werden wir erst berechnen können, wenn wir viel mehr Daten haben», sagt Salathé, bleibt aber dabei, dass Covid-19 gefährlicher ist als die Grippe: «Aber wie und wo auch immer man es betrachtet: Die Sterberate ist bei Covid-19 rund zehnmal höher als bei der Grippe.»

7. Juni: Schlagabtausch zwischen Experten und Koch in der Öffentlichkeit

Die «NZZ am Sonntag» rekapituliert in einem langen Artikel die Coronakrise und übt Kritik am BAG: Man habe zu wenig auf wissenschaftliche Experten gehört.

Konkret wird etwa vorgeworfen, dass Koch den Brief von Althaus und Co. ignoriert habe. Koch sagt aber zur NZZ: «Herr Althaus hat nie versucht, mich zu kontaktieren, und hat nie beim BAG eine Warnung abgegeben.» Auf Twitter kritisierten am Sonntag Althaus und Salathé dann Koch, Salathé veröffentlichte beispielsweise den Brief vom Februar, der das Gegenteil zeigt.

Koch sagte der «NZZ am Sonntag» hingegen, die Modelle von Althaus und dessen Kollegen hätten nicht ausreichende Grundlagen für eine seriöse Voraussage und basierten auf unausgereiften Algorithmen. Für die praktische Umsetzung taugten die theoretischen Ansätze der forschenden Wissenschaft nicht: «Wir haben 30 Jahre Erfahrung mit Grippekurven. Wir wissen recht gut, welche Voraussagen man bei Epidemien machen kann.» Koch habe daher, so schreibt die «NZZ am Sonntag», lieber auf sein altbewährtes Netzwerk zurückgegriffen, unter anderen den Genfer Infektiologen Didier Pittet.

Gegenüber dem Tagesanzeiger bleibt Koch aber bei seiner Version: «Auf die forschenden Epidemiologen sind wir zunächst nicht zugegangen, und sie auch nicht auf uns. Sie bearbeiten ein ganz anderes Feld der Wissenschaft: Die öffentliche Gesundheit und die Bewältigung einer Pandemie gehören nicht zu ihren Fachgebieten.»

Bei einer weiteren Aussage wird klarer, was Koch gemeint hat: Er habe zwar auf die Wissenschaft gehört, aber eben nicht auf Salathé und Althaus:

«Selbstverständlich standen das BAG und ich immer in Kontakt mit der Wissenschaft. Wir haben uns mit jenen Organisationen ausgetauscht, mit denen wir schon seit Jahren zusammenarbeiten: vor allem mit Swissnoso, klinischen Experten der Spitalhygiene, dem Referenzlabor in Genf sowie klinischen Pädiatern.»

8. Juni: Salathé rudert zurück

Nach der medialen Bombe am Sonntag rudert Salathé am Montag zurück. Er schreibt auf Twitter, dass die Zusammenarbeit mit dem BAG sehr gut sei, sein Vertrauen in die Politik hoch sei, und der Nordkorea-Vergleich in der NZZaS schlecht war.

Salathé kündigte ausserdem an, dass er sich zur Zeit vor Mitte März nicht mehr vor den Medien äussern wolle. Das meiste sei gesagt worden.

Wie die Geschichte ausgeht, steht derzeit noch offen. Sicher ist, dass das Vorgehen der Behörden zur Bewältigung der Coronakrise politisch aufgearbeitet wird.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Botticelli 08.06.2020 22:18
    Highlight Highlight Ich verstehe nichts von Virologie und Epidemiologie! Nur: Salathé habe ich immer als Selbstdarsteller am TV erlebt. Er war immer "dafür oder dagegen"! Ein sowohl als auch Wissenschafter. Mag ja in der Wissenschaft noch angehen, in der Praxis untauglich. Da muss entschieden werden. Manchmal auch nicht richtig! Aber es wird entschieden.
  • Ludwig XVI 08.06.2020 22:07
    Highlight Highlight Naja ich würde mal behaupten ich werde die zukünftigen Empfehlungen und Kommentare der Herren "Theorieexperten" Salathé und Althaus zukümtig weit wie breit meiden 😅 da ist mir eine Empfehlung eines/er FaGe im 2.Lehrjhar lieber, hat wohl mehr praktische Erfahrung als die beiden Herren und schiessen nicht blöde au twitter rum....
    • Conradinho 09.06.2020 10:54
      Highlight Highlight Ach ja, die sog. Praxisexperten des BAG, die noch nicht einmal richtig verstanden haben, was eine exponentielle Ansteckungsrate, besonders bei einer mehrere Tage dauernden asymptotischen Phase Infizierter, bedeutet. Die die Wirksamkeit von Schutzmasken zuerst leugnen, weil versäumt wurde, genügend Material zu beschaffen, und die nun diese nicht einmal an Orten, wo diese sinnvoll wären, wie im ÖV, vorschreiben wollen. Dafür dürfen Diskos etc. wieder öffnen, obwohl z.B. in vielen Restaurants die Richtlinien des Schutzkonzepts von Gastrosuisse nicht eingehalten werden, da dies niemand überprüft .
  • Töfflifahrer 08.06.2020 20:56
    Highlight Highlight Was geschehen wäre ohne Lockdown kann man in Schweden und Grossbritanien sehen. Zudem hatten wir einen der mildesten Lockdowns.
    Einge Experten fühlen sich jetzt jetzt auf den Schlips getreten, So what?
    Die Entscheide wurden gesundheitlich und politisch abgewogen und durch den BR beschlossen.
    Zudem, die Pandemie ist noch nicht vorbei! Das scheint immer mehr vergessen zu gehen.
  • Skeptischer Optimist 08.06.2020 20:50
    Highlight Highlight Afmersamkeitsheischerei ist unwissenschaftlich, obwohl viele Wissenschaftler dem Drang nicht widerstehen können.
  • Butschina 08.06.2020 20:50
    Highlight Highlight Ich würde mal sagen, alle haben das Meiste richtig gemacht und Alle haben mal was falsch gemacht. Im grossen Ganzen denke ich, das BAG hat gut reagiert. Es hat jeweils den Weg gewählt, der nötig war und auch soweit begründbar, dass die Bevölkerung ihn mitträgt und die Massnahmen umsetzt. Das ist eine Gratwanderung. Man wird nie so reagieren, dass alle einverstanden sind.
  • Exilglarner 08.06.2020 20:30
    Highlight Highlight Vielleicht sollten die Herren vom BAG und der BR in Zukunft doch vorher die Meinung und Ratschläge der Experten einholen, bevor sie vor das Volk treten und mit wiedersprüchlichen Aussagen alle verunsichern....
  • Jessesgott! 08.06.2020 18:45
    Highlight Highlight Es gibt doch immer zahlreiche Experten, Studien, Prognosen usw. Kein Mensch kann in so kurzer Zeit und unter Druck alles perfekt beurteilen und einschätzen. Salathé scheint der Meinung zu sein, dass seine Meinung die (ge)wichtigste ist. Ja und? Das denke andere von sich auch, die aber anderer Meinung sind. Schlussendlich musste sich Koch entscheiden. Und das war wohl alles andere als einfach. Unter dem Strich muss man einfach sagen: Mister Corona hat seine Sache im Grossen und Ganzen sicher gut gemacht. Perfekt ist niemand. Weder Koch noch Salathé.
    • Mutzli 09.06.2020 00:38
      Highlight Highlight @Jesses!

      Genau das Einholen der Meinungen und Entscheiden ist eben der Punkt, wo sich Koch nun zu recht Kritik ausgesetzt sieht: Wie im NZZ-Artikel belegt wurde, hat nicht nur schlichtweg Forschungsergebnisse und Input von Forschenden ignoriert und in der Folge z.B., als man es schon lange besser wusste, Covid-19 mit Influenza gleichgesetzt, sonder auch schlicht und einfach gelogen mit der Behauptung, Althaus hätte ihn gar nie kontaktiert und sei gleich zur Presse gerannt.

      Das heisst keineswegs, dass das Managment ab Mitte März schlecht war, aber hier gehts um die entscheidende frühe Phase
    • Conradinho 09.06.2020 11:08
      Highlight Highlight Natürlich kann niemand perfekt handeln in einer Situation, in der die Datenlage und das Wissen darüber noch ziemlich dünn sind. Aber gerade deshalb muss vorsichtig und früh genug gehandelt werden. Es ist schon befremdlich, dass Berset und Koch zuerst einmal nach Italien fliegen mussten, um den Ernst der Lage einigermassen zu realisieren, obwohl Wissenschaftler schon vorher gewarnt hatten.
  • d10 08.06.2020 18:37
    Highlight Highlight Danke Watson für die übersichtliche Zusammenstellung!

    Der Koch-Fanclub ist schon wieder voll in Aktion. Unabhängig von Koch's Person und Leistung bleibt jedoch v.a. die Frage unbeantwortet, auf wessen wirtschaftlichen Rat sich das BAG während diesen kritischen Wochen verlassen hatte?!

    Warum wurden führende Schweizer Epidemiologen vom BAG ignoriert? Wäre unser "Lockdown-Light" wirklich vermeidbar gewesen, wenn sich das BAG im Januar/Februar nicht so verhalten hätte?

  • Luca89 08.06.2020 18:27
    Highlight Highlight Fakt 1: Im BAG sind sehr gut bezahlte Leute angestellt, die eine solche Situation richtig einschätzen müssen.
    Fakt 2: Es gab eine teure Pandemie Übung, die nichts gebracht hat.
    Fakt 3: Die Flugverkehr mit China wurde zu spät gestoppt.
    Fakt 4: Die Grenze wurde zu spät geschlossen.
    Fakt 5: Herr Koch hat Ende Februar das ganze immer noch verharmlost.
    Fazit: das BAG hat vor dem Lockdown auf allen Ebenen versagt, aber dank den mit Bundesmitteln bestochen Medien und ihrer Berichterstattung wird Herr Koch wohl Schweizer des Jahres!
  • Theia 08.06.2020 18:26
    Highlight Highlight Oh nein, jetzt bitte nicht diese Analysen. Im nachhinein ist jeder schlauer. Gelernt haben wir daraus und können anders und gezielter reagieren beim nächsten mal.
  • Garp 08.06.2020 18:22
    Highlight Highlight Kritik soll immer erlaubt sein, das muss man nicht zur Sensation aufbauschen.
  • Ursus der Rächer 08.06.2020 18:05
    Highlight Highlight Im ZDF bei Lanz gab es diese Diskussion auch, da sich die Wissenschafter beschwert hatten. Die verantwortlichen Politiker meinten, es sei für sie sehr schwer Entscheidungen zu treffen, wenn sie derart viele unterschiedliche Meinungen aus der Wissenschaft hören würden. Ausserdem müsse auch die Ethik und die Wirtschaft mitberücksichtigt werden. Bei uns verlief das genauso, eine Wissenschaftskakophonie, die die Bevölkerung nur verunsichert hatte. Ausserdem kamen Salathe und Althaus oft genug im TV zu Wort. Ich habe das Gefühl, da geht es eher um verletzte Egos!
    • Conradinho 09.06.2020 11:43
      Highlight Highlight Treten Wissenschaftler nicht an die Öffentlichkeit, verharren sie in ihrem Elfenbeinturm. Tun sie das Gegenteil, wollen sie sich nur egoistisch profilieren. Was für ein Mumpitz! Nicht nur ein Teil der Bevölkerung, sondern auch viele verantwortliche Politiker haben eine seltsame Vorstellung davon, wie Wissenschaft funktioniert. In einer Situation, in der noch sehr wenige Daten und gesicherte Erkenntnisse verfügbar sind, ist es normal, dass kein Konsens herrscht. Bedenklich wäre das Gegenteil! So gross, wie behauptet, waren die Meinungsdifferenzen zwischen den Fachleuten übrigens gar nicht.
  • Frogface 08.06.2020 17:03
    Highlight Highlight Das war kein harter Lock Down. Das war das Minimum, das nötig war und wir sind dabei sehr gut weggekommen. Beim nächsten Virus haben wir mehr Erfahrung und sind besser vorbereitet. Wir wissen ja jetzt worauf es rein strategisch ankommt.

    Vielleicht schauen wir auch mal, ob wir den asiatischen Ländern den einen oder anderen Kniff abgucken können ohne unsere Daten preiszugeben. Und vielleicht können wir uns sogar das Jammern auf hohem Niveau abgewöhnen.

    Die nächste Pandemie hat dann immer noch genug neue Mutationen und Überraschungen, auf die wir uns einstellen müssen.
    • leverage 08.06.2020 22:45
      Highlight Highlight Ich bin ehrlich gesagt nicht sicher ob die Asiatischen Länder (Ich denke mal du meinst China und Südkorea) das ganze besser bewältigt haben. Sie haben zwar ihre Fallzahlen sehr schnell in den Griff bekommen, die Einschränkungen waren aber auch sehr hart und der Wirtschaftliche Schaden um ein vielfaches grössser als bei uns.
    • Frogface 09.06.2020 05:39
      Highlight Highlight @ SilentRevolution: Ich bin jeden Tag arbeiten gegangen und habe mittlerweile Überstunden, die ich nie werde abfeiern können. Übrigens statt Ferien.

      @ leverage: ich habe nichts davon gesagt, dass die asiatischen Länder es besser gemacht haben. Ich habe gesagt, man könne von ihnen lernen.

      Die Wirtschaft ist weltweit betroffen, egal ob Schweden oder Japan. Diese Welle wird erst anrollen.
  • Rellik 08.06.2020 17:01
    Highlight Highlight Sehr gute Chronologie, vielen Dank.

    Imo, haben Koch und Berset von März bis Mai einen sehr guten Job gemacht. Im Februar rückblickend nicht so einen guten. Wenn Koch jetzt sagt Althaus hätte ihm nie geschrieben ist das wohl mehr vergessen als bewusst gelogen. Aber hier wird auch aus einer Mücke ein Elefant gemacht. Das Koch jetzt einen jüngeren Nachfolger hat kann für die nächste Welle oder nächste Pandemie ein Vorteil sein, wenn dieser auf alle Experten und nicht nur Mediziner hört.

    Vielen Dank Herr Koch für ihre grossartige Arbeit. Kleine Fehler passieren. Viel Spass beim Aare bebaden
  • Madison Pierce 08.06.2020 16:56
    Highlight Highlight Es stimmt sicher, dass man mit Massnahmen zu einem früheren Zeitpunkt mehr erreicht hätte. Als Wissenschaftler kann man das leicht sagen, aber unsere Regierung besteht aus Politikern und da zählen noch andere Dinge.

    Was, wenn man früh runtergefahren hätte und dann wäre -eben dank den Massnahmen- nichts passiert? Dann hätten sich die Stammtische und Medien den Mund zerrissen über den unfähigen Bundesrat, der wieder Steuergelder verschwendet wie damals bei der Schweinegrippe.

    Ich denke bei einer nächsten Pandemie wird man schneller reagieren.
  • MeinSenfHierUndJetzt 08.06.2020 16:25
    Highlight Highlight Wäre man von Seiten Bund/BAG vorbereitet gewesen , hätte man keinen Lockdown gebraucht! So war es jedenfalls in Südkorea, Singapur, Taiwan.
    Es gab zu Beginn der Pandemie relativ wenige Fälle, man hätte die "tracken" und "tracen", und Distanzregeln implementieren können. Den Lockdown light hat es gebraucht, weil niemand auf die Pandemie vorbereitet war. Die immensen Kosten des Lockdowns berechtigen es meines Erachtens, dass man die Fehler benennt und diskutiert, auch damit man ein anderes Mal besser vorbereitet ist!!
    • Stinkstiefel 08.06.2020 17:05
      Highlight Highlight Und schon wieder wird die basisdemokratische Schweiz im Zentrum Europas mit Ländern verglichen, in denen Grenzschliessungen und -Kontrollen sowohl aus politischen wie auch geographischen Gründen wesentlich einfacher umzusetzen sind.
    • _andreas 08.06.2020 17:14
      Highlight Highlight Den Lockdown light hat es hauptsächlich gebraucht weil es hier sehr viele Egoisten gibt die sich nicht an die einfachsten Empfehlungen halten können!
    • bebby 08.06.2020 17:29
      Highlight Highlight In all den von MeinSenf erwähnten Ländern wurden die Behörden zu Beginn von der Situation überrumpelt. In Südkorea durch die Sekte, in Singapur durch die Wohnhäuser der Arbeitsmigranten.
      So etwas kann man gar nicht von Anfang an im Griff haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ana64 08.06.2020 16:25
    Highlight Highlight Ich vertraue immer vor allem Fachleuten und weniger Politiker. Und wenn es um Gesundheit und Seuchen geht sind das Ärzte/ Infektiologen deren ich vertraue und nicht BAG oder sonstige Beamten. Punkt.
    • Phrosch 08.06.2020 17:06
      Highlight Highlight Ana, das ist eine schöne Idee, sie hat aber einen Haken. Die Entscheidungen treffen die Politiker und nicht die Fachleute. Und wir alle wissen, dass Politiker zuerst ganz andere Kriterien beachten als die Aussagen von Fachleuten. So gesehen bin ich froh sind nicht SVP-Vertreter Gesundheitsminister oder Bundespräsidentin.
      Insgesamt gelang mMn die Balance zwischen Politik und Wissenschaft ganz gut. Möge es so bleiben, wenn das Parlament und damit wieder Parteiinteressen entscheiden.
    • ulmo 08.06.2020 17:47
      Highlight Highlight @Ana64
      Dir ist aber schon klar, dass sowohl Daniel Koch, wie auch sein Nachfolger Stefan Kuster Ärzte sind?
      Beim BAG arbeiten auch qualifizierte Fachleute. Und auch unter Ärzten/Infektiologen waren sich nicht alle einig, wie im Pandemiefall vorzugehen war.
    • Maya Eldorado 08.06.2020 18:48
      Highlight Highlight Daniel Koch ist Arzt und im BAG verantwortlich für die Abteilung "übertragbare Krankheiten".
      Er ist somit die Schnittstelle zwischen Virologen und den Politikern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • picco 08.06.2020 16:15
    Highlight Highlight Wo Menschen arbeiten passieren Fehler. Dies im Nachhinein zu analysieren ist wichtig und richtig und führt hoffentlich später zu Verbesserungen. Was spannend wäre, ist ein Vergleich mit Österreich, ob hier schneller reagiert wurde. Österreich ist ja das Vorzeigeland.
    • Frogface 08.06.2020 17:08
      Highlight Highlight Die Österreicher haben schneller gemerkt, dass man auf die Infektionscluster achten muss. Der Dispersionswert von Sars-2 ist sehr niedrig, weshalb wir vor der vollen exponentiellen Entwicklung verschont wurden.

      Mittlerweile sind ja auch die anderen europäischen Länder dazu übergegangen Infektionscluster zu beobachten.

      Beim nächsten Virus wird alles anders...
    • MeinSenfHierUndJetzt 09.06.2020 09:39
      Highlight Highlight @ Frogface: Beim nächsten Virus wird nur dann alles anders, wenn man aus den gemachten Fehlern lernt. Wenn jetzt alle (Fachleute wie Immunologen, Presse, Öffentlichkeit) nur sagen, wie gut das alles gemacht wurde, dann bin ich mir nicht sicher, ob der Lernprozess in Gang kommen wird.
      Ich sage das als jemand, der das Vorgehen des Bundesrats sehr ausgewogen fand. Aber es wurden Fehler gemacht, insbes. in der Vorbereitung und der Kommunikation, und es ist wichtig, dass das auch diskutiert wird! So finde ich es gut, dass sich die Immunologen wehren, wenn Hr. Koch die Wahrheit "verbiegt".
  • Bert der Geologe 08.06.2020 16:13
    Highlight Highlight Manöverkritik ist sicher richtig, aber sie sollte nicht über die Medien erfolgen. Ich habe den Eindruck, dass da ein paar mimosenhafte Narzisten sich über ungenügende Streicheleinheiten beklagen. Im Grossen und Ganzen wurde die Krise in der Schweiz ganz gut gemanaged. Die Entscheide waren nachvollziehbar und wurden von uns braven Bürgern nachhaltig umgesetzt. Letztendlich ist es mir egal, ob am Tag X Frau Y schon eine Maske hätte tragen sollen, oder ob ich mir schon eine Woche früher hätte frische Unterhosen kaufen können.
  • Lowend 08.06.2020 16:08
    Highlight Highlight Offenbar darf man nicht mehr schreiben, dass auch gekränkte Wissenschaftler sich in der Schweiz wählen lassen sollen, wenn sie in der Politik mitreden wollen.

    Offenbar denken sich diese Damen und Herren, dass sie nur auf Grund ihres Wissens Entscheidungskompetenz, Mitspracherecht und Weisungskompetenz hätten? - Eine ziemlich überhebliche Einstellung!

    Als Historiker bleibe ich dabei; Wer in der Schweizer Politik mitreden will, der hat das Recht, sich wählen zu lassen. Das ist eine der grössten Errungenschaften unserer Demokratie und das ist der grösste Unterschied zu anderen Demokratien.
    • Mutzli 08.06.2020 19:56
      Highlight Highlight @Lowend
      Wenn man besorgt ist, weil in einer rasant anbahnenden Krise nicht auf Experten gehört wird, soll man also aufs Maul hocken und...
      ...3-4 Jahre auf die nächsten Wahlen warten um dann evtl. gewählt zu werden?

      Wenn Sie mit Errungenschaften der Demokratie argumentieren: Teil des Systems ist, das die Regierung uns Rechenschaft schuldig ist und alle ihre Meinung äussern dürfen.

      Haben Salathé & Althaus reklamiert, dass man ihnen nicht einen Thron offeriert hat? Nein, sie haben das Ignorieren von Expertenmeinungen beklagt und das Koch log. Was stimmt, wie hier & in der NZZ nachzulesen war
  • lipangalala 08.06.2020 16:04
    Highlight Highlight Prof. Tanner hatte def. recht. Einige der medial sehr präsenten CH "Experten" habe von praktischer Umsetzung wenig Ahnung. Wobei sich Erfahrung ausserhalb des Elfenbeinturms eben schon lohnt. Es gibt Grund zu Kritik am BAG aber 1. sind bei Entscheiden, die die ganze CH betreffen nicht nur Studienresultate oder Modellierungen relevant und 2. gilt auch für Wissenschaftler, c'est le ton qui fait la musique - v.a. wenn man mit jmd zusammenarbeiten will.
  • c_meier 08.06.2020 16:01
    Highlight Highlight ist dieser Artikel effektiv notwendig nachdem Herr Salathe heute eine Entschuldigung nachgeliefert hat?
    • Jessesgott! 08.06.2020 18:56
      Highlight Highlight Ja. Salathé besitzt die notwendige Intelligenz zu wissen, dass man die (gekränkten) Gefühle und Emotionen zuerst abklingen lässt, bevor man (re)agiert. Damit kann man sich einiges ersparen. Immer schön sachlich bleiben.
  • Magnum 08.06.2020 15:46
    Highlight Highlight Die Kernaussage des Artikels der NZZ am Sonntag ist so leider Schrott: Diejenigen, welche nicht auf Wissenschaftler hören wollten, wollten auch nichts von Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie wissen. Dieses Primat der Ökonomie stellte Gewinn vor Menschenleben - und dies war auch die Position der NZZ.

    Dass die NZZ am Sonntag nun Epidemiologen instrumentalisiert, um die Geschichte der vergangenen drei Monate umzuschreiben und Berset, dem BAG und Koch den Vorwurf zu machen, nicht auf die Wissenschaften gehört zu haben, ist einfach nur eines: unglaublich dreist.

    Der NZZ Verlag auf Abwegen.
    • Frogface 08.06.2020 17:10
      Highlight Highlight Guter Einwurf.
  • Snowy 08.06.2020 15:38
    Highlight Highlight Speziell wie alle fast alle hier ein Fehlverhalten von "Mr. Corona" kategorisch ablehnen, respektive gar nicht erst darüber diskutieren wollen.

    Es war für alle eine Ausnahmesituation und es ist absolut i.O., dass Fehler gemacht wurden. Angesichts der astronomisch hohen Schulden, welche der Lockdown verurschachte, ist eine kritische Aufarbeitung jedoch zwingend notwendig.

    Immerhin war es Koch, der uns über Wochen im Fernsehen wider besseren Wissens zur Maskenthematik anlog. Nun hat er offenbar wieder gelogen bezüglich dem Brief - aber trotzdem glauben alle Koch und nicht den Wissenschaftlern.
    • Burkis 08.06.2020 16:20
      Highlight Highlight Und du meinst das sollte professionell, wie es von seriösen Wissenschaftlern erwartet werden kann, über Twitter aufgearbeitet werden?

      Ach, hätte fast vergessen anzumerken das die CH, obwohl keine Maskenpflicht besteht, europaweit aktuell die tiefsten Neuinfektionen ausweist...
    • HugiHans 08.06.2020 16:24
      Highlight Highlight Wow, starker Tabak ...
      Du kennst den Lebenslauf von Koch? Vergleiche den mal mit dem von Althaus ... ich denke Koch hat da einiges mehr an praktischer Erfahrung im Umgang mit Krisen uns Epidemien zu bieten.
      Fehler sind passiert, um diese einordnen zu können ist es jetzt aber definitiv noch zu früh. Denke das macht so in zwei Jahren Sinn.

      Mit der aktuellen Profillierungssucht der beiden Wissenschaftlern habe ich definitiv mehr Mühe. Den auch ihre Statements in diesem Stadium waren "könnte, hätte, sollte". Wären da schon wissenschaftliche Fakten vorgelegen, hätten sie's wohl anders formuliert.
    • Kaspar Floigen 08.06.2020 16:39
      Highlight Highlight Ich habe kein Problem damit, aus der Situation, wie wir sie jetzt kennen zu lernen und zu definieren, was man hätte besser machen können.

      Ein Problem habe ich damit, aber jetzt zu behaupten, dass man es mit dem Wissensstand vom letzten März hätte gross besser machen können.
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  • Antiypanikmacher 08.06.2020 15:38
    Highlight Highlight Ich verstehe die Aufregung der Imunologen nicht ganz. Wie entscheidungsfreudig sie sind, hat man bei der PK gesehen als es um die Schulöffnung ging. Hr. Koch und der Bundesrat haben klar begründet, warum sie diese für vertretbar halten. Hr Salathe, von einem Journalisten um seine Meinung gebeten, vollführte einen Eiertanz und seine Meinung blieb unklar. Der Eindruck war, dass er die Schulen nicht geöffnet hätte.
    Wie man sieht, war die Schulöffnung vetretbar. Das entscheidende ist aber, Führen heisst Stellung beziehen, manchmal auch wenn nicht 100% Sicherheit besteht. BR hat gut entschieden.
  • Burkis 08.06.2020 15:37
    Highlight Highlight Herr Salathé mag wohl ein ausgewiesener Experte in seinem Fachgebiet sein. Kann mich allerdings an einige seiner TV Auftritte im März/April erinnern, wo er jeweils den Bundesrat kritisiert, selber über die mögliche Entwicklung der Pandemie aber nur im Konjunktiv geschwatzt hat. In etwa so wie wenn Bucheli bei Meteo sagt „es könnte nass werden oder trocken bleiben“...
    • Jessesgott! 08.06.2020 19:01
      Highlight Highlight Genau. Das ist der Unterschied: Salathé war höchstens Rat-, aber kein Entscheidungsträger. Und sein Rat war halt zu diesem Zeitpunkt nicht gefragt. Vielleicht genau deshalb, weil Salathé kein Hellseher ist und darum auf den Eiern tanzte.
    • Conradinho 09.06.2020 13:32
      Highlight Highlight Wenn Salathé oder andere Fachleute über etwas, über das man noch sehr wenig weiss, worüber noch wenige und nicht unbedingt zuverlässige Daten und nur vorläufige Erkenntnisse vorhanden sind, nicht im Konjunktiv reden würde, wäre er ein Hochstapler, der Vermutungen und mögliche Erklärungen als absolute Gewissheiten verkaufen wollte. Das haben aber die meisten Wissenschafter und Mediziner, ausser ein paar pensionierten, die auch wieder einmal öffentlich auftreten wollten, zum Glück unterlassen.
  • MartinZH 08.06.2020 15:16
    Highlight Highlight Interessant, dass jetzt klar wird, dass das BAG zu Beginn geschlafen hat. Wärend man verfolgen konnte, was Althaus, Salathé, Drosten, Lauterbach, Kekulé, etc Ende Feb./Anf. März sagten, forderte ich z.B. bereits am 4.3. (12 Tage vor dem "Lockdown", als es in der CH schon 1121 Angesteckte gab) strengere Massnahmen:

    https://www.watson.ch/schweiz/coronavirus/350764677-coronavirus-in-der-schweiz-die-zahlen-aus-den-kantonen#comment_2450527

    https://www.watson.ch/schweiz/coronavirus/790654699-coronavirus-in-der-schweiz-unwahrscheinlich-dass-es-keine-tote-gibt#comment_2450554

    Die Reaktionen... 😉😂
    • MartinZH 08.06.2020 16:27
      Highlight Highlight PS: Ich bin jetzt nicht auf einen "Keks" aus... 😉

      Ich will nur festhalten, dass es hier bei den Kommentaren schon Ende Februar eine Minderheit gab (inkl mir), die vom BR und vom BAG schnellere und deutlichere Massnahmen forderten, um den Ausbruch zu stoppen. Im Nachhinein hätten drastischere Massnahmen, nur zwei Wochen früher, viel gebracht.

      Und das kommunizierten die Fachleute eben schon damals ganz klar, als Koch noch sagte: "Wir beobachten die Situation", und hier Grippe-Vergleiche angestellt wurden.

      Hätte das BAG doch nur auf die Hobby-Virologen in den Watson-Kommentaren gehört. 🙄👍😉
    • Rellik 08.06.2020 17:06
      Highlight Highlight du bist ganz ein toller. Hiermit erhälst du den Schlaumeier der Watson Kommentarspalte 🏆
    • Burkis 08.06.2020 21:19
      Highlight Highlight @ Martin, ich denke das vermeintlich verzögerte Handeln zu Beginn hat nicht zuletzt auch juristisch-politische Gründe. In der Schweiz, wo mit etwelchen Ländern unterschiedliche Verträge und Abkommen existieren, wo einschneidende Entscheide mehrheitspolitisch getragen werden müssen, kann nicht einfach eine Grenze geschlossen oder die Wirtschaft abgewürgt werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bran_don 08.06.2020 15:07
    Highlight Highlight Da fehlt der 31. Januar im Artikel. Weil da verkündete die WHO die weltweite Gesundheitskrise. „Aber Reisende von und nach China soll man nicht diskriminieren mit unnötigen Kontrollen und weiterhin erlauben.“ Das zuvor war nur informell und nur vor einer Krise in China selbst indirekt kommuniziert.
  • Bentruniger 08.06.2020 15:04
    Highlight Highlight Die Karawane zieht weiter, einige Hunde bellen. Herr Salathé sollte sich mit der verdienten Sonne für seine App begnügen, falls die funktioniert. Und Herr Althaus vergisst wohl, dass es Dutzende von mindestens so kompetenten Wissenschaftler gab, die am Erfolg mitgewirkt haben, ohne Gebrüll und Geläster. Dass er eine Meinung zur Pandemie hat ist ja normal, denn er wird ja auch vom Staat dafür bezahlt.
    Die Herren führen vor Augen, welch schwierigen Job Berset/Koch für uns gemacht haben, in all diesen Spannungsfeldern.
  • Kaspar Floigen 08.06.2020 15:00
    Highlight Highlight Hätte, hätte Fahradkette. Schweiz gilt heute als sicherstes Land bezüglich Covid-19, der Shutdown war auf persönlicher Ebene mehr als aushaltbar (man konnte raus) und die Wirtschaft erholt sich wieder. Die Ansprüche gewisser Herrschaften...
    • MeinSenfHierUndJetzt 08.06.2020 15:37
      Highlight Highlight Ich muss sagen, ich finde eher die Anspruchslosigkeit vieler bedenklich... In der Schweiz gibt es verhältnismässig viele Tote (vgl. mit Österreich, D, versch. asiatischen Staaten, aber auch Canada, Neuseeland, etc.). Es ist schlussendlich nicht katastrophal rausgekommen, aber wäre man vorbereitet gewesen und hätte richtig reagiert, hätte das auch wie in Südkorea rauskommen können. Ich verstehe nicht, warum man das BAG und sein "Gesicht" Koch nicht kritisieren darf...
    • Christof1978 08.06.2020 16:48
      Highlight Highlight Immer diese Vergleiche von Äpfel und Birnen. Anders als die absolute Anzahl der Toten und Infizierten müssen auch Rahmenbedingungen wie Dichte, Gesundheitssystem usw. berücksichtigt werden.
    • Heijho 08.06.2020 20:59
      Highlight Highlight @MeinSenf: in den asiatischen Länder gibt es auch weniger Senf und Würste den ganzen Tag. Da ist man im alter auch noch etwas fitter und steckt so einiges mehr weg :)
    Weitere Antworten anzeigen
  • TheGoblin 08.06.2020 14:57
    Highlight Highlight Der Stolz des Menschen. Ist dieser verletzt zeigt sich entweder einer der Besten oder der dunkelsten Seiten des Menschen.
    • MeinSenfHierUndJetzt 08.06.2020 15:38
      Highlight Highlight Ja, gell... Seltsam dass Koch über die Kontakte mit den Wissenschaftern zu lügen scheint...
  • Noblesse 08.06.2020 14:56
    Highlight Highlight Fragte mich schon lange, mit wem sich das BAG berät. Mit Hrn. Tanner?! Nicht Althaus usw. Die Maske wurde derart schlecht kommuniziert, dass heute zuviele lagern????? Studie in D bestätigt aktuell Schutz durch Masken. Das BAG hat hier versagt!
    • Der Bademeister 08.06.2020 15:08
      Highlight Highlight Und doch sind wir nur mit den Abstandsregeln gemäss Forbes und weiteren Studien derzeit das Corona sicherste Land...

      Die Maske ist nicht der Heilsbringer! Wir müssen lernen mit der Gefahr (die gab es auch schon vor Corna) wieder zu leben.
    • Shlomo 08.06.2020 15:09
      Highlight Highlight Könntest du mir das Paper zu dieser Studie hier verlinken, bitte.
    • Telomerase 08.06.2020 15:30
      Highlight Highlight Was ist das Problem mit Tanner? Der ist super und weniger selbstdarstellerisch als Althaus und Salathe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • grandvlad 08.06.2020 14:55
    Highlight Highlight Ich finde der Bundesrat und Koch haben eine gute Arbeit geleistet. Wer weiss, die Wissenschaftler könnten sich mal auf September vorbereiten - wer weiss, was kommt..... 😏
  • chrimark 08.06.2020 14:53
    Highlight Highlight Die Schweizer streiten sich wieder wie die berühmten Gallier nachdem die Römer vertriebenen sind. Die Coronakriese ist offenbar definitiv vorbei.
  • Dr. Unwichtig 08.06.2020 14:46
    Highlight Highlight Zum Zeitstrahl folgende Ergänzung: Covid-19 ist nicht die erste Pandemie des 21. Jhd.. Und in jedem vorangegangenen Fall waren die Virologen und Epidemiologen "alarmiert" (SARS, H1N1 usw.). Sämtliche Prognosen, sowie die in einem frühen Stadium postulierte Bedrohungslage erwiesen sich als falsch. Es kann dem BAG und BR daher kaum ein Vorwurf daraus gemacht werden, dass er die Entwicklung zuerst so lange beobachtet hat, bis das Bedrohungsszenario klarer fassbar wurde. Die Virologen sollten sich mit Kritik zurückhalten - die abschliessende Beurteilung der Situation steht nämlich noch aus...
  • Shlomo 08.06.2020 14:42
    Highlight Highlight Da fühlen sich wohl einige Assistenzprofessoren, welche noch im tenure track sind, übergangen.
    • Rellik 08.06.2020 17:16
      Highlight Highlight Lol schon wieder du 😂
      du hast echt keine Ahnung wie Karrieren in der Forschung funktionieren. Halte von Salathe was du willst, aber Tenure an der Epfl ist so ziemlich das höchste was du als Wissenschaftler erreichen kannst
  • Der Bademeister 08.06.2020 14:41
    Highlight Highlight Offenbar hat jeder Epidemiologen / Virologe einen Podcast (Drosten, Althaus, Kekule). Habe mal in alle drei reingehört. Gemeinsam ist bei allen der Konjunktiv. Tanner hat mit seiner Kritik recht. Der Bund würde gut daran tun, die Taskforce, sorgfältig mit integren Wissenschaftler zusammenzusetzten.
  • Amphibol 08.06.2020 14:38
    Highlight Highlight Das ist reine Ketzerei. Was wäre denn wenn ein Schuldiger gefunden würde? Es ist wie es war und wir alle können von Corona unsere Lehren ziehen.
  • Lowend 08.06.2020 14:37
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • MarGo 08.06.2020 14:36
    Highlight Highlight Profilierungsneurose?
    Jetzt, wo wir die Geschichte mehr als gut über die Bühne gebracht haben, trollen einige hervor? Versteh ich nicht... Schaut man in andere Länder, können wir froh sein, dass wir so gehandelt haben, wie wir gehandelt haben... jetzt noch Öl in die abkühlende Glut zu giessen ist dermassen unprofessionell...
    • MeinSenfHierUndJetzt 08.06.2020 15:57
      Highlight Highlight Warum mehr als gut? Mehr als 1600 Tote, mehrere Wochen "Lockdown"-light... Warum haben wir das nicht auf dem Niveau von Singapur, Sürdkorea oder Taiwan hinbekommen? Das wäre mehr als gut. Es tut mir leid, die Schweiz hat die Situation höchstens mittelmässig gemeistert...
      Zudem darf man doch Fehlern benennen und etwas aus einer Krise lernen. Ich versteh nicht, warum man das nicht dürfen sollte...
  • Sobbly 08.06.2020 14:34
    Highlight Highlight Hört doch einfach auf. Es ist alles gut gelaufen, jemandem etwas in die Schuhe zu schieben, bringt es überhaupt nicht. Der Bundesrat hat hervorragend reagiert... alles andere ist überflüssig... man muss es nicht einmal mehr diskutieren... fertig lustig. That's it!
    • MeinSenfHierUndJetzt 08.06.2020 16:02
      Highlight Highlight Vielleicht könnte man etwas aus der Krise lernen? So dass man das nächste Mal so gut wie Südkorea, Taiwan und Singapur durch die Krise kommt?
    • bruuslii 08.06.2020 17:46
      Highlight Highlight silent_revolution: nur mal so aus gwunder: in welchem land würdest du eigentlich am liebsten leben?
    • Tatatuk_Fis 08.06.2020 22:52
      Highlight Highlight @MeinSenfHierUndJetzt
      Die Methoden, die dort angewendet wurden, funktionieren hier "leider" nur teilweise. Nachverfolgung von infizierten Personen durch Auswertung von Telefondaten und Kreditkarten Transaktionen. Bei uns wir schon eine eigens für das Tracing hergestellte App, von der Datenschützer bisher keinen Grund zur Beanstandung sehen, als ein zu grosser Eingriff in die Freiheit angesehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Abu Nid As Saasi 08.06.2020 14:30
    Highlight Highlight Vor Corona gab es die Vaping Lungenkrankheit (e-cigarettes). Ist die plötzlich verschwunden? Oder wanderte sie weiter?
    • Abu Nid As Saasi 08.06.2020 17:08
      Highlight Highlight Ihr Leben Blitzer glaubt wohl auch die Spanische Grippe sei am Strand von Teneriffa entstanden? Vorort von Kansas City?
    • ulmo 08.06.2020 17:37
      Highlight Highlight Die Vaping Lungenkrankheit, welche sich hauptsächlich auf die USA beschränkte, wurde anscheinend durch Vitamin-E-Acetat ausgelöst, welches in THC-Liquids enthalten war. Nachdem die Ursache gefunden wurde, hat man auf diesen Zusatzstoff verzichtet: https://de.wikipedia.org/wiki/EVALI

      Bis auf Einzelfälle scheint es in Europa kein Betroffenen zu haben. Vitamine sind in der EU in Liquids auch verboten.

Aktuelle Zahlen zum Coronavirus in der Schweiz und der internationale Vergleich

Die Corona-Pandemie wütet weiter. Die Neuansteckungen steigen auch in Schweizer Kantonen erneut. Hier findest du alle relevanten Statistiken und die aktuellen Corona-Fallzahlen von Corona-Data und dem BAG zur Schweiz sowie im internationalen Vergleich.

Das Coronavirus hält die Schweiz weiterhin in Atem. Die Zahl der Neuansteckung steigt in den unterschiedlichen Kantonen seit dem August wieder und viele sprechen bereits von einer zweiten Corona-Welle in Europa und in der Schweiz.

Damit du den Überblick über die sich stetig verändernde epidemiologische Lage behältst, zeigen wir dir hier alle relevanten Statistiken zu den Neuansteckungen, Positivitätsrate, Hospitalisierungen und Todesfällen in den Schweizer Kantonen sowie im internationalen …

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