Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Martin Candinas, CVP-GR, links, und Fabio Regazzi, CVP-TI, machen Selfies am ersten Tag der ausserordentlichen Session der Eidgenoessischen Raete zur Corona-Krise, am Montag, 4. Mai 2020 im Nationalrat in einer Ausstellungshalle der Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet die ausserordentlichen Session in der Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Vor dem Sessionsbeginn noch gschwind ein Selfie: Die beiden CVP-Nationalräte Martin Candinas (links) und Fabio Regazzi (rechts). Bild: KEYSTONE

Vereinte Polit-WG, Penne Tricolori und wütende Badran – das passierte zum Sessionsauftakt

Das Schweizer Parlament hat als oberste Gewalt im Bund wieder das politische Zepter übernommen. Ein Blick in die BernExpo, wo sich die Volksvertreter zum ersten Corona-Sessionstag treffen.



Vollbepackt mit Koffer und Rucksack: So präsentiert sich der St. Galler SVP-Nationalrat Mike Egger kurz vor acht Uhr morgens am Zürcher Hauptbahnhof. Der Jungpolitiker ist auf dem Weg nach Bern zur ausserordentlichen Session des Parlaments. Das Programm ist vollgestopft, die Ausgaben, die wohl beschlossen werden, milliardenschwer.

Er sagt auf der Zugfahrt mehrmals «unglaublich», als er mit dem Journalisten über die Traktandenliste spricht. Unglaublich wegen der Kosten, unglaublich wegen der historischen Bedeutung der Session. Dazwischen klingelt immer wieder das Handy. Mal ist es ein Anruf, mal ist es eine Nachricht aus dem «WG-Chat». Egger wohnt seit einem halben Jahr in einer «Polit-WG» zusammen mit den Nationalräten Franziska Ryser (Grüne/SG) und Andri Silberschmidt (FDP/ZH).

Alle drei haben sich bereit erklärt, sich als Jungpolitiker im Sessionsalltag von watson begleiten zu lassen – unter Einhaltung der Distanzregeln. Wer sich auf eine Home Story freut: Die gibt es nicht. Einerseits, weil die Corona-Sessionstage «open end» angesetzt sind und bis spät in den Abend andauern. Andererseits, weil man sich auf einen gemeinsamen «WG-Znacht ohne Journis» freut.

Die Session ist eröffnet!

corona session egger silberschmidt ryser

Drei Parteien, zwei Kantone und eine WG: Nationalrätin Franziska Ryser (Mitte) und die Nationalräte Andri Silberschmidt (links) und Mike Egger (rechts) teilen sich eine Wohnung. Bild: Petar Marjanović

Die Session wird streng – obwohl sie nur drei bis vier Tage andauert. Der parlamentarische Marathon begann bereits vor Wochen: Sitzungen der Kommissionen und Fraktionen standen auf der Agenda. Mal digital, wie es Silberschmidt am Samstag erlebte, Mal mit einer Teil-Niederlage, wie Egger berichtet, der eine parlamentarische Untersuchungskommission (PUK) zur Corona-Krise forderte.

Punkt zehn Uhr greift die Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD) zur Glocke. Sie eröffnet die Session mit einer Rede, in der sie zusammenfasst, was die Schweiz in den Corona-Wochen davor erlebte. Sie gedenkt den Verstorbenen, sie dankt dem Volk im Namen des Parlaments für den Bürgersinn und sagt dann in allen vier Landessprachen «Alle vereint! Alle solidarisch!».

Im Nationalratssaal im zweiten Stock gibt es dafür mehrfach Applaus. «Die Stimmung ist ruhig, konzentriert, auch etwas zurückhaltend», schreibt die Grüne Nationalrätin Ryser. Auffällig für sie: «Fast alle Parlamentarierinnen und Parlamentarier bleiben vorerst aber an ihren Plätzen, es gibt kaum Zwischengespräche oder Absprachen.»

«Alle vereint! Alle solidarisch!»

Nationalratspräsidentin Isabelle Moret (FDP/VD)

Drei Etagen weiter unten versuchen Medienschaffende im Keller der Eröffnungsrede zu folgen. Betonung auf «versuchen»: Die Technik streikt mehrmals, die Plätze sind limitiert und werden fremdbesetzt, wenn man kurz einen Kaffee holt. «Es ist vieles handglismet!», stellt eine Journalistin fest. Ein weiterer beschwert sich gar bei den Parlamentsdiensten.

session corona medienzentrum keller bernexpo

Öffentlichkeit während der Corona-Session: Das Volk muss draussen bleiben, die Journalistinnen müssen in den Keller. Bild: Petar Marjanović

Debatte nicht nur für «die Galerie»

Warum braucht es überhaupt eine «Corona-Session»? Die Antworten dazu kann hier nachgelesen werden. Die Debatte am ersten Tag zeigte dann auch, dass das Parlament nicht bloss «für die Galerie» diskutierte. Die Liste mit allen beschlossenen Entscheiden lag zwar am frühen Montagabend noch nicht vor – die Diskussionen ausserhalb von National- und Ständeratssaal drehten sich aber allesamt um aktuelle Themen.

Läuft man durch die Gänge und Vorplätze, hört man mehrfach den Namen von Bundesanwalt Michael Lauber. Ihm droht nach der gescheiterten Fifa-Ermittlung das Amtsenthebungsverfahren. Nächste Woche wird dies vermutlich in der Gerichtskommission diskutiert.

Die Session wird auch von der Polit-WG «genutzt»: So berichtet FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt, dass er einen Vorstoss «zu einem nicht-Covid-Thema» mitunterzeichnen konnte. SVP-Nationalrat Mike Egger trat bereits am Montagmorgen früh auf, um sich kritisch über das CO2-Gesetz zu äussern. Die Grüne Nationalrätin Franziska Ryser setzte sich dafür ein, dass es eine Flugticket-Abgabe im Rahmen der «Milliarden-Rettung der Fluggesellschaften» gibt.

Nebenschauplätze

corona session bernexpo badran (sp) und polizist

Die Polizei scheuchte Demonstrierende weg. Nationalrätin Jacqueline Badran kritisierte das prompt. Bild: Petar Marjanović

Draussen auf dem Vorplatz: Zu sehen war dort eine handvoll Demonstrantinnen und Demonstranten. Die Polizei schickte sie gestützt auf die Corona-Verordnung weg. Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran – wegen der Immobilien-Branche bereits wütend (siehe Video) – beobachtete dies und stauchte so gleich einen Ordnungshüter zusammen. Man solle doch bei der Versammlungsfreiheit Vernunft walten zu lassen, sagte sie dem Polizisten.

Video: extern / rest/chmedia

Das Catering. Offiziell gab es den ganzen Tag lang keine Pause. Nichts. Für die Verpflegung der Volksvertreter war trotzdem gesorgt: Es gab Café und Gipfeli und Penne Tricolori mit mediterranem Gemüse (ohne alkoholische Getränke). Kostenpunkt pauschal 30 Franken (tägliche Mahlzeitentschädigung beträgt 115 Franken). Gegessen werden konnte an «Verpflegungsstationen» (Einzeltische mit zwei-Meter-Abstand; aufgebaut gemäss BAG-Richtlinien) – genutzt wurden sie aber kaum. Viele gönnten sich ein bisschen frische Luft unter fast strahlend blauem Himmel. «Um die Kolleg*innen wieder einmal live zu sehen», wie Ryser sagt.

Eine Mitarbeiterin der Parlamentsdienste, Candida Mendes, links, desinfiziert das Pult nach jeder Rednerin und jedem Redner, am ersten Tag der ausserordentlichen Session der Eidgenoessischen Raete zur Corona-Krise, am Montag, 4. Mai 2020 im Nationalrat in einer Ausstellungshalle der Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet die ausserordentlichen Session in der Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Eine Parlamentsdienst-Mitarbeiterin sorgt für die Hygiene der Volksvertreter. Bild: KEYSTONE

Nationalraetin Sandra Sollberger, SVP-BL, am ersten Tag der ausserordentlichen Session der Eidgenoessischen Raete zur Corona-Krise, am Montag, 4. Mai 2020, im Nationalrat in einer Ausstellungshalle der Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet die ausserordentlichen Session in der Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

SVP-Nationalrätin Sandra Sollberger sorgt für ein gutes Foto dank Feldstecher. Bild: KEYSTONE

Social Distancing: Wurde grösstenteils eingehalten. Einzelne Küsschen zur Begrüssung wurden beobachtet, dem Journalisten dieses Artikels musste einmal zurecht der Handschlag verweigert werden. Was im Ratssaal selbst passierte, ist unklar: Es gab keine Pressetribüne. Ein Foto eines Fotografs zeigt jedoch, dass wohl im Sinne des «Social Distancings» auch zum Feldstecher gegriffen wurde. Die Rednerinnen-Pulte wurden zudem nach jedem Gebrauch gereinigt.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das neue Bundeshaus in der Bernexpo

SVP-Nationalrat Peter Keller ärgert sich über das stetige Putzen der Rednerpulte

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

66
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • fritzfisch 05.05.2020 23:05
    Highlight Highlight Ich mag die badran, eine der wenigen glaubwürdigen politikerinnen.
  • De-Saint-Ex 05.05.2020 08:40
    Highlight Highlight Herrliches Bild mit den Selfies... Schul-Ferien-Lager-Groove. Und dafür werden Millionen ausgegeben, währenddem Menschen für ein Fresspäckli Schlange stehen... ich vermisse den parlamentarischen Lockdown jetzt schon...
  • neutrino 05.05.2020 08:29
    Highlight Highlight Penne Tricolori? Warum nicht Riz Casimir? Erinnert mich irgendwie an meine Skilagers in den frühen 90ern.

    Verwundert mich auch nicht mehr, dass es offenbar nicht möglich ist, diese Session digital abzuhalten.
    • Petar Marjanović 05.05.2020 11:01
      Highlight Highlight Dienstag: Freiland Poulardenbrust / Tofu mit Röstkartoffel.

      Mittwoch: Risotto alla Milanese und gebratene Zucchetti.

      Donnerstag: Älplermaggronen mit Apfelmus und Röstzwiebeln.
  • soulpower 05.05.2020 08:18
    Highlight Highlight Aus dem Artikel: "Tägliche Mahlzeitentschädigung beträgt 115 Franken" für die Parlamentarier. Krass! Damit müssen viele eine ganz Familie für 3-5 Tage durchbringen. Während noch ärmere Menschen dazu noch stundenlang für ein "Fresspäckli" im Wert von 20 Fr für ihre Familie anstehen müssen...doch, doch, der Kapitalismus "funktioniert" gut.
    • Unicron 05.05.2020 08:34
      Highlight Highlight Dass Politiker gut verdienen ist auch ein Weg Korruption vorzubeugen. Wenn jemand der wichtige Entscheidungen trifft so wenig verdient dass er für einen Sack Kartoffeln in die andere Richtung schaut, kannst du dem System nicht mehr trauen.

      Das sind dann solche Fälle wie in gewissen Ländern, wo du bei einer "Kontrolle" dem Polizisten ein 50er Nötli in die Hand drücken musst wenn du nicht mit auf den Posten willst.
    • soulpower 05.05.2020 09:45
      Highlight Highlight Unicron, es ging in meinem Kommentar aber nicht um wie gut oder schlecht die Parlamentarier verdienen sollen, sondern um eine tägliche Esspauschale von...115 Fr...ich kanns dir mal vorrechnen. Frühstück im Zug 10 Fr, Mittagessen 30 Fr, kleines Abendessen auf dem Rückweg 20 Fr. Braucht es tatsächlich das Doppelte?
    • Unicron 05.05.2020 16:02
      Highlight Highlight Ich weiss schon was du meinst, aber ich weiss nicht ob diese Leute in einem 30fr Menü Restaurant essen können ohne dauernd von Leuten belästigt zu werden.
      Ich meine WENN es einer verdient hat, dann der, aber es ist noch nicht lange her dass Herr Klöppel in einem Restaurant einen Drink ins Gesicht bekommen hat. Die Restaurants ums Bundeshaus herum werden sich preislich dem Klientel wohl auch angepasst haben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NotThis 05.05.2020 07:25
    Highlight Highlight So ein Theater. Es zeigt wieder mal wie rückständig die CH ist, diese Session hätte man locker digital abhalten können. Und Penne Tricolori zeig auch wieder mal wie bünzlig unser Parlament ist (ich weiss, sie können vermutlich nichts dafür, aber es passt)
    • who cares? 05.05.2020 09:14
      Highlight Highlight Was hättest du lieber? Poke-Bowls mit eingeflogenem Lachs? Avocado-Toasts?
    • MarGo 05.05.2020 11:31
      Highlight Highlight @who cares
      würde drin liegen bei CHF 115/Tag
  • landre 05.05.2020 02:20
    Highlight Highlight 200 plus 46 Mitmenschen mit direktem Mandat direkt aus dem Volk...Was ist falsch daran?
  • Markus Corradi 05.05.2020 00:07
    Highlight Highlight Jacqueline Badran ist authentisch, engagiert, mit Leib und Seele dabei, nennt die Dinge beim Namen und bringt Sachen auf den Punkt. Sie hat Biss und all das, was 99 % der Politiker fehlt. Ihr gebührt höchster Respekt. Jacqueline Badran for President/Bundesrat!:-)
    • Bits_and_More 05.05.2020 17:01
      Highlight Highlight So würde ein SVPler auch Christoph Blocher beschreiben. Vom Stil her sind sich beide sehr ähnlich.
  • Max Dick 04.05.2020 23:52
    Highlight Highlight Badran absolut lächerlich, das Ganze mit einem normalen Polizisten ausdiskutieren zu wollen. Ist wie wenn ich die Preiserhöhung des GA's mit dem Kondukteur ausdiskutieren will. Sie soll wennschon Nause oder Müller anrufen. Als Nationalrätin wäre es für sie wohl nicht wirklich ein Problem, deren Nummer zu kriegen, und dann auch nicht gleich abgewimmelt zu werden.
    • Super8 05.05.2020 09:34
      Highlight Highlight Ich finde es super, dass sie sich so engagiert und auch auf der Strasse Einsatz zeigt. Sie ist erfrischend authentisch und direkt im Gegensatz zu vielen anderen Politikern.
    • Max Dick 05.05.2020 11:14
      Highlight Highlight "Erfrischend authentisch" ist eine andereAusdrucksform für "billige Populistin".
    • MarGo 05.05.2020 11:33
      Highlight Highlight @Max
      Wenn du dich in diese Richtung so engagieren würdest wie Badran und "in flagranti" gerade so etwas mitbekommst, dann gehst du auch auf den zu, oder etwa nicht?
      Wenn nicht, ist das kein Engagement... ;)
      Es braucht Politiker wie Badran... ob man sie persönlich mag oder nicht..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jacques #23 04.05.2020 23:28
    Highlight Highlight Badran trifft zielgenau. Absolut brilliant.

    Da tönt das Geschwurbel von wegen Mittelstand, KMU und Volk der Kolonne Blochers nur leer und auswendig vorgetragen.

    Nochmals. Auch für FDP Wähler. 30% und die Kosten sind gedeckt!
  • Notabik 04.05.2020 22:29
    Highlight Highlight Einzelne Küsschen zur Begrüssung wurden beobachtet? Büssen und veröffentlichen! Solche Volksvertreter sind keine Vorbilder, handeln grobfahrlässig und sollten nicht wieder gewählt werden.
    • Spooky 05.05.2020 04:14
      Highlight Highlight Ach komm!

      "Ein Küsschen in Ehren kann niemand verwehren."
  • sowhat 04.05.2020 22:14
    Highlight Highlight Wieso wird eigentlich jemand, die sich engagiert äussert immer gleich als wütend wahrgenommen. Jacqueline Badran war mitnichten wütend. Aber sie vertritt ihren Standpunkt mir Engagement.
  • Quacksalber 04.05.2020 21:28
    Highlight Highlight Frau Badran ist wirklich top und sie redet ohne Gendersternchen was sympathisch tönt.
  • GoldjungeKrater 04.05.2020 21:26
    Highlight Highlight Badran ist immer wütend 😂👍
  • soulpower 04.05.2020 21:01
    Highlight Highlight Was mir bei dem Beitrag vor allem einfährt ist das ein SVPler, ein Grüner und ein FDPler zusammen in einer WG leben. Erfreulich! Frage mich ob es das in andern Ländern auch gibt.
    • So oder so 04.05.2020 21:38
      Highlight Highlight Die mussten - hatten keine andere Wahl ! wer nimmt schon Politiker in seine WG auf, da kannst sie ja gleich auflösen.
    • Tikvaw 04.05.2020 21:47
      Highlight Highlight Ab einer gewissen sozioökonomischen Klasse ist man von der Politik die man betreibt, halt nur bedingt betroffen, dann kann man natürlich auch locker in der Elfenbeinturm-WG miteinander politische Philosophie betreiben.

      Wäre eine Mitbewohnerin z.B. Teil-IV-Rentnerin und würde dank der Politik der SVP & FDPlerinnen (Rentenkürzungen) ihren Mietanteil zukünftig nicht mehr bezahlen können, sähe es eventuell anders aus.

      So aber, hat es etwa denselben "Geist" wie eine Charity-Party von Multimillionären.
    • Max Dick 04.05.2020 23:47
      Highlight Highlight Ach in Holland wohnen sogar ehemalige Kriegsgegner friedlich miteinander in einer WG. Ist also nicht so ungewöhnlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Elpampa 04.05.2020 20:45
    Highlight Highlight Kann der Autor evtl. den Vorfall mit den Demonstranten genauer schildern? Würde mich gerne detaillierter informieren, bevor ich mich über jemanden aufrege :-)
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 04.05.2020 22:29
      Highlight Highlight Eigentlich kommt es nicht wirklich darauf an. Es gilt nun mal aktuell, dass maximal 5 Personen zusammen sein dürfen und da hat sich Frau Badran nicht als --** - aufzuführen gegenüber der Polizei welche lediglich ausführende Organe sind. Erinnert mich an eine ähnliche Szene von ihr.
    • Petar Marjanović 04.05.2020 22:45
      Highlight Highlight Es war eine Kleinstgruppe, eine handvoll Personen, die Plakate dabei hatten. Sie wurden weggeschickt, wie eine Polizistin mitteilte, weil Versammlungsverbot gelte.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 05.05.2020 09:31
      Highlight Highlight @Petar..die Kleinstgruppe waren entweder mehr als 5 Personen oder haben auch nach Aufforderung die 2 Meter Abstand nicht eingehalten.Ihre Antwort ist also noch nicht fertig recherchiert.
  • Alnothur 04.05.2020 20:38
    Highlight Highlight "Die Rednerinnen-Pulte wurden zudem nach jedem Gebrauch gereinigt" - die, die scheinbar dann für die Männer waren, hoffentlich auch.
    • Petar Marjanović 04.05.2020 20:54
      Highlight Highlight Die Männer sind mitgemeint.
    • DieFeuerlilie 04.05.2020 21:10
      Highlight Highlight Danke, Petar! 👏👍😁

      So erfahren die Männer endlich auch ‘mal, wie‘s ist, wenn man mitgemeint ist.

      Ist nicht so toll, gell, Alnothur.. 😁

      Für Frauen war das seit jeher die Normalität, und wurde oft abgetan mit “Ach, stellt euch nicht so an, ihr seid selbstverständlich mitgemeint!“

      Was spätestens dann schräg wurde, wenn in so einem mitmeinenden Text (der Schweizer ist, macht, hat..) dann plötzlich das kam: und hat Frau und zwei Kinder.. 😁

      Da konnten sich dann plötzlich nur noch lesbische Frauen mitgemeint fühlen.. 😁
    • Quacksalber 04.05.2020 21:30
      Highlight Highlight Da wundert sich mäng*
    Weitere Antworten anzeigen
  • Guido Zeh 04.05.2020 20:37
    Highlight Highlight Super-Badran!
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 04.05.2020 22:30
      Highlight Highlight All die Herzen für den sarkastischen Kommentar.
    • Guido Zeh 05.05.2020 08:35
      Highlight Highlight Das ist nicht sarkastisch...in der Mietenerlassfrage hat sie die richtige Antwort...die Vermieter, denen es prima geht mit ihrem beinahe leistungslosen Zufluss an Geld, sollen nicht die Krisengewinnler sein, denen man auch noch Subventionen hinterherwirft....
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 05.05.2020 09:33
      Highlight Highlight Ich meinte in Bezug auf ihr Verhalten gegenüber der Polizei welche sie nicht zum ersten mal an den Tag legt ..
  • ZuWildDigger 04.05.2020 20:31
    Highlight Highlight Ich finde das Wort Volksvertreter ist nicht so zutreffend. Passender wäre doch Lobbyistenvertreter.
    • Bits_and_More 04.05.2020 21:36
      Highlight Highlight Das Volk ist nunmal keine homogene Masse. Oder gehören Gewerkschafter mehr zum Volk als Unternehmer? Wie sieht es mit Umweltschützern oder Familien aus? Wer stützt die Interessen der Selbstständigen? Oder Mieter?

      Lobby wird immer mehr zum Umwort, obwohl wir wohl alle irgend einer Lobby nahestehen.
    • Juliet Bravo 04.05.2020 21:36
      Highlight Highlight Ach hör doch auf.
    • Platon 04.05.2020 21:49
      Highlight Highlight @MuttiMerkel
      Das trifft auf die Bürgerlichen zu. Zum Glück gibt es noch richtige Volksvertreterinnen wie Badran, die sich mit Wut und Verve für die Kleinen einsetzt.
    Weitere Antworten anzeigen

Facebook sperrt Petition gegen Homo-Ehe – zum Ärger der EDU

Eine Petition, die sich gegen die «Ehe für alle» in der Schweiz ausspricht, wurde von Facebook gesperrt. Die Petition verstosse gegen die Gemeinschaftsstandards der Plattform, so die Begründung. Das stösst der EDU sauer auf.

Vergangenen Freitagabend sperrt Facebook einen Unterschriften-Aufruf der Schweizer Petition «Samenspende und Kinder-Adoption für Homosexuelle verhindern – Nein zur Homo-Pseudo-Ehe!». Der Grund: Der Beitrag habe gegen die Gemeinschaftsstandards zu Hassrede verstossen.

Das stösst einer Partei besonders schwer auf: Die EDU, bekannt für christliche und national-konservative Werte, sei zutiefst beunruhigt über diese «gesellschaftliche Entwicklung», schreibt die Partei in einer Mitteilung.

Parteipräsident …

Artikel lesen
Link zum Artikel