Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Restaurants mussten w

Ein Genfer Geschäft musste im Frühjahr 2020 wegen Corona schliessen – aktuell stiegen die Zahlen in Genf wieder deutlich an. Bild: sda

So viele Patienten mit Covid-19 sind derzeit hospitalisiert

Aussagekräftiger als die Fallzahlen ist zurzeit die Zahl der Hospitalisierten – schliesslich gilt es, das Gesundheitssystem nicht zu überlasten. In einigen Kantonen wurden in der letzten Woche deutlich mehr Patienten hospitalisiert, an anderen Orten bleibt die Situation in den Spitälern ruhig.



Jeder Schweizer Kanton bestimmt selbst darüber, wo sich noch wie viele Menschen treffen dürfen – und ob sie dabei eine Maske tragen müssen. Denn das Virus verbreitet sich je nach Region ganz unterschiedlich schnell, wie folgende Übersicht zeigt.

Hospitalisierte letzter Woche

Einen guten Überblick über die betroffenen Regionen gibt die folgende Kantonskarte, welche die durchschnittliche Anzahl Hospitalisierter pro 100'000 Einwohner darstellt. Wir haben dabei den Schnitt der vergangenen 7 Tage bis und mit dem gestrigen Montag, 12. Oktober, gewählt (siehe Infobox).

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Entsprechend meldete der Kanton Jura anteilsmässig an der Bevölkerungszahl die meisten Hospitalisierten, durchschnittlich lagen letzte Woche 11,3 Personen pro 100'000 Einwohner wegen Covid-19 im Spital.

Durchschnittlich Hospitalisierte in der letzten Woche

  1. Jura: 11,3 Hospitalisierte pro 100'000 Einwohner (8 Personen)
  2. Genf: 11,1 (56 Personen)
  3. Neuenburg: 5,4 (10 Personen)
  4. Zug: 4,0 (5 Personen)
  5. Freiburg: 3,7 (12 Personen)

Keine Hospitalisierungen gemeldet in diesem Zeitraum haben die beiden Kantone Uri und Glarus. Ebenfalls wenige Fälle haben Nidwalden (0,3 Hospitalisierte pro 100'000 Einwohner), Basel-Land (0,6), Basel-Stadt (0,9), Graubünden (1,0) und Aargau (1,3).

Tippe einen Kanton auf der Karte ein, um die absoluten Zahlen zu vergleichen.

Keine regelmässigen Angaben gibt's zu den Kantonen Schwyz und Appenzell Innerrhoden. In Schwyz war gestern in einer Pressemitteilung die Rede von aktuell 9 Personen im Spital, was rund 5,6 Hospitalisierten pro 100'000 Einwohner entspricht.

Der Kanton Appenzell Innerrhoden schreibt von aktuell 27 Personen in Isolation und mindestens 29 Personen in Quarantäne. Angaben zu Hospitalisierten gibt es auf der Webseite keine.

Zu den Daten

Die Angaben zu den Hospitalisierten pro Kanton stammen von Open Data Zürich. Wir arbeiten mit den Daten bis zum gestrigen Montag. Leider haben nicht alle Kantone Daten bis zu diesem Tag gemeldet. Auch werden erfahrungsgemäss noch einige Hospitalisierungen nachgemeldet.

Die beiden Kantone Appenzell Innerrhoden und Schwyz publizieren keine Angaben zu Hospitalisierungen.

Entwicklung der Hospitalisierten

Die obige Karte zeigt eine Momentaufnahme. Aber liegen denn aktuell mehr oder weniger Covid-19-Patienten in einem Spital als in der Woche zuvor?

Die nächste Karte zeigt, wie sich die Zahl der Hospitalisierten pro 100'000 Einwohner gegenüber der Vorwoche (29. September - 5. Oktober) verändert hat. In den grünen Kantonen waren weniger Leute hospitalisiert als noch vorletzte Woche, in den roten Kantonen nahm die Zahl zu. Hier gut zu sehen: Die Situation in den Kantonen Jura, Neuenburg und Genf hat sich deutlich verschärft – mehr dazu weiter unten.

Tippst du einen Kanton an, erhältst du die detaillierten Zahlen zu den Hospitalisierungen.

Gesamtschweizerische Situation

Die Zahl der Hospitalisationen nehmen zwar zu, befinden sich im Vergleich zum Frühling aber auf einem tiefen Niveau. Die folgende Grafik zeigt die absolute Anzahl der neu Hospitalisierten pro Tag in der gesamten Schweiz.

Weil für die letzten Tage noch Nachmeldungen erwartet werden, endet der 7-Tage-Schnitt vor 5 Tagen.

Abgesehen davon sind Spitäler anders als im Frühjahr nun deutlich besser vorbereitet. Das Personal ist geschult, die Abläufe und Behandlungsmethoden sind klar. So sagte beispielsweise das Insel Spital in Bern letzte Woche: «Die Insel Gruppe ist parat für den Herbst». Auch Restaurants, Veranstalter, Schulen und andere Einrichtungen sind sensibilisiert und haben bereits Schutzkonzepte ausgearbeitet.

Doch ein Teil der positiv Getesteten der letzten Tage wird erst in den kommenden Tagen hospitalisiert, wenn sich ihr Zustand verschlechtert. Kritisch beobachten muss man also auf jeden Fall die Entwicklung in einzelnen Regionen, in denen sich das Coronavirus schnell auszubreiten scheint. So beispielsweise in Genf, wo gestern wieder 63 Personen mit Covid-19 hospitalisiert waren, 9 davon lagen auf der Intensivstation.

Zum Vergleich: Ende März lagen zeitweise über 400 Personen in den Genfer Spitälern, um die 50 Patienten lagen auf der Intensivstation. Weil im Frühjahr alle nicht dringenden Operationen gestrichen wurden, gab es allerdings jederzeit genug Platz für alle Covid-19-Patienten. Inzwischen werden wieder alle Arten von Eingriffen durchgeführt – ein erneuter Operationsstopp wäre allerdings schnell erneut in Kraft, wenn es die Situation erfordern würde.

Anzahl Hospitalisierte in Genf seit 19. Mai

Anstiege Genf Hospitalisierungen

Hinweis: Die Anzahl aktuell Hospitalisierter gibt's in Genf erst seit dem 19. Mai, die Grafik beginnt also deutlich nach dem Peak im Frühling. Bild: watson

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Sicheres Contact-Tracing, Made in Switzerland

So feiern spanische Ärzte, wenn ihre Corona-Patienten die Intensivstation verlassen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Welt in Karten

Pünktlich zur Grillsaison: Diese Länder essen am meisten Fleisch (es ist viel!)

Trotz dem Druck der Klimabewegung kommen in der Schweiz immer noch jährlich über 400'000 Tonnen Fleisch auf den Teller. Der Blick über den Tellerrand zeigt: In anderen Ländern wird ein Vielfaches davon verzehrt.

In der Schweiz isst eine Person im Schnitt 52 Kilogramm Fleisch pro Jahr. Das entspricht täglich etwa dem Gewicht einer St.Galler Bratwurst. Und diese Zahl blieb in den letzten Jahren laut Branchenorganisation Proviande in einem ähnlichen Rahmen.

Am meisten vertilgen die Schweizer Schweinefleisch (22 kg), gefolgt von Geflügel (14 kg) und Rindfleisch (11 kg).

Weltweit liegt die Schweiz mit diesen Werten gemäss Angaben der UN im Mittelfeld. Ganz andere Werte gibt es an der Tabellenspitze. Die …

Artikel lesen
Link zum Artikel