Schweiz
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Visitors arrive on the reopening day of the Uffizi museum, in Florence, Italy, Wednesday, June 3, 2020. The Uffizi museum reopened to the public after over two months of closure due to coronavirus restrictions. (AP Photo/Andrew Medichini)

Besucher der Uffizien in Florenz lesen die Anweisungen in Corona-Zeiten. Bild: keystone

Ich war in Florenz und München. Mulmig wurde es mir erst bei der Heimkehr

Wird man zur «Virenschleuder», wenn man ins Ausland reist? Ich war letzte Woche in Italien und Deutschland. Und hatte den Eindruck, dass man die Corona-Gefahr ernster nimmt als bei uns.



Für einen Moment war mir nicht mehr ganz wohl in meiner Haut. «Kantonsärzte warnen: Reisende kehren mit dem Virus zurück», titelte der «Tages-Anzeiger» am letzten Donnerstag in grossen Lettern auf der Frontseite. Die Reisenden seien zuvor in «europäischen Ländern mit hoher Virusaktivität» unterwegs gewesen, sagte der Zuger Kantonsarzt Rudolf Hauri.

Infiziert hätten sich die Personen nach der Grenzöffnung vom 15. Juni, bei dem die Schweiz den Grenzverkehr mit sämtlichen Schengen-Staaten wieder zuliess, hiess es weiter. War ich somit eine «Virenschleuder»? Denn die Story las ich in einem Hotel in München. Zuvor hatte ich mich in Florenz aufgehalten, im Corona-geplagten Italien.

Bild

Der Autor unterwegs im Frecciarossa von Mailand nach Florenz. bild: peter blunschi

Den Auftakt zu meiner zweiwöchigen Auszeit verbrachte ich im Wallis und befolgte brav die Bundesrat-Maurer-Parole «Machen Sie Ferien in der Schweiz!». Dann aber zog es mich nach Florenz. Zu verlockend war die Aussicht, die geschichtsträchtige Toskana-Metropole und ihre Kulturschätze für einmal ohne Massentourismus zu erleben, quasi für mich allein.

Das «Survival Kit» im Zug

Meine erste Erfahrung in dieser Hinsicht vor rund 20 Jahren war schockierend. Ich wollte spontan einen Tag in Florenz verbringen und fand eine Altstadt, die vollgestopft war mit Touris, und das im Mai, also nicht einmal zur Hauptreisezeit. Die Chance, den Palazzo Vecchio oder die Uffizien zu besuchen, war gleich null. Nun wollte ich das nachholen.

Ganz unbesorgt reiste ich nicht nach Italien, obwohl die Toskana weit glimpflicher durch die Coronapandemie gekommen ist als die Lombardei. Doch Italien ist ein versehrtes Land. Im Frecciarossa von Mailand nach Florenz erhalten die Reisenden eine Papiertüte, in der sich unter anderem ein «Survival Kit» mit Gesichtsmaske, Desinfektionsgel und Handschuhen befindet.

Im Zug waren nur zwei Sitze pro Viererabteil belegt. Natürlich besteht Maskenpflicht, in sämtlichen Innenräumen. In der Gelateria beim Dom wurde ich freundlich, aber bestimmt ermahnt, die «Mascherina» zu tragen. Desinfektionsmittel gibt es überall, ebenso Fiebermessungen am Eingang zu den Sehenswürdigkeiten. Nur mit weniger als 37,5 Grad kommt man rein, auch in eine Freiluft-Anlage wie den Boboli-Garten.

Piazzale Michelangelo Florenz

Auf dem Piazzale Michelangelo mit dem spektakulären Blick auf die Altstadt hat es kaum Touristen. Bild: Peter Blunschi

Wie strikt das gehandhabt wird, ist eine andere Frage. Aber unsicher habe ich mich nie gefühlt. Selbst auf der Strasse tragen viele die «Mascherina», obwohl das nur bei fehlender Distanz Pflicht ist. Ausländische Touristen gab es tatsächlich kaum. In guten Restaurants erhielt ich mühelos und ohne Reservierung einen Tisch und zum Abschluss einen Grappa oder Limoncello offeriert.

Freude über jeden, der kommt

Die Florentiner freuen sich über jeden, der kommt. Denn Normalität herrscht noch lange nicht, obwohl auch Einheimische die Chance nutzen, die Stadt zu sehen, ohne dass ihnen Amis, Chinesen oder Deutsche auf die Füsse trampeln. Aber viele Hotels, Restaurants oder Läden bleiben geschlossen. Und am späten Abend war die Stadt nur am Samstag belebt.

In München, wo ich im Anschluss zwei Tage verbrachte, sieht es anders aus. Fast alles ist geöffnet. In der Fussgängerzone im Zentrum herrscht Betrieb wie in der guten alten Zeit. Gleiches gilt für die Biergärten, wo am Abend die Masskrüge in grosser Zahl gehoben und geleert werden. Allerdings muss man die Kontaktdaten angeben, wie in allen Lokalen, in denen man etwas konsumiert.

Frappante Sorglosigkeit

Man kann sich auch in München fragen, wie ehrlich die Angaben sind. Aber Bayern ist von der Pandemie so hart getroffen worden wie kein anderes deutsches Bundesland. Nirgends war der Lockdown strikter. Und nach wie vor herrscht Maskenpflicht. Beim Betreten der Unterführung im Hauptbahnhof heisst es deutsch und deutlich «Mund und Nase bedecken!».

epa08426713 An empty benches and tables at the Hirschgarten beergarden in Munich, Bavaria, Germany, 16 May 2020. To slow down the spread of the coronavirus CovID 19 pandemic, beer gardens and restaurant had to remain closed until next Monday. Under strict hygiene measures they are now allowed to open again.  EPA/LUKAS BARTH-TUTTAS

Eindeutige Aufforderung im Münchner Hirschgarten. Bild: EPA

Bei der Rückkehr nach Zürich sieht man im Hauptbahnhof kaum bedeckte Münder und Nasen. Eine ähnliches Bild ergab sich bei der Heimreise aus Florenz beim Umsteigen in Lugano. Diese «Corona? War da was?»-Sorglosigkeit ist frappant, gerade im Tessin, wo man es besser wissen müsste. Dabei haben sich die Alarmsignale zuletzt gehäuft.

Wenige Infektionen in Italien

Am vorletzten Sonntag vermeldete das Bundesamt für Gesundheit (BAG) 35 neue Corona-Fälle. Das waren einige mehr als an den vorherigen Wochenenden. Gleichzeitig las ich in «La Repubblica», dass die Toskana den zweiten Tag in Folge keinen Covid-19-Todesfall verzeichnet hatte. Die Zahl der Infektionen in Italien ist weiterhin rückläufig.

Matthias Egger, der Leiter der bundesrätlichen Covid-19-Taskforce, kritisierte in sämtlichen Sonntagsmedien das aus seiner Sicht zu forsche Lockerungstempo. In den folgenden Tagen häuften sich die Forderungen nach einer Maskenpflicht zumindest im öffentlichen Verkehr. Auch die Epidemiologin Olivia Keiser sprach sich im watson-Interview dafür aus.

Funktioniert die App?

Am folgenden Sonntag waren es 62 Fälle. Ausserdem wurde das Superspreader-Debakel in einem Zürcher Club publik. Und das Debakel mit den gefakten Mailadressen. Es ist ein weiterer Ausdruck der hiesigen Corona-Ignoranz. Wobei die fällige Quarantäne ein Rohrkrepierer ist. Niemand überprüft, ob sie eingehalten wird. Man setzt auf «Eigenverantwortung».

Warum die SwissCovid-App ohne GPS-Ortung funktioniert

Video: sda

Gleiches gilt für die hoch gelobte SwissCovid-App. Sie funktioniert nur, wenn möglichst alle, die positiv getestet werden, den dabei erhaltenen Code in der App eingeben. Nach den Erfahrungen mit dem Maskentragen und den Kontaktdaten habe ich die allergrössten Zweifel, dass dies konsequent erfolgen wird. In diesem Fall aber macht die App wenig Sinn.

Die Schweiz setzt auf Freiwilligkeit, Italien und Deutschland auf Zwang. Das mag unschön sein, ist aber vermutlich effizienter. In Deutschland hat man die Corona-Lage trotz des Massenausbruchs bei Skandalmetzger Tönnies weitgehend im Griff. Und die Warnung der Kantonsärzte bezog sich auf Serbien und andere Balkanländer.

Nach der Rückkehr aus Florenz und München frage ich mich, ob ich in der Schweiz in einem sicheren Land bin. Ich bin mir nicht sicher.

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103Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Super8 01.07.2020 09:08
    Highlight Highlight Selber in stark von Covid betroffenen Gebiete reisen und das Risiko in Kauf nehmen, das Virus zurück in die Schweiz zu bringen, aber gross über die laschen Massnahmen hier herziehen.

    Genau mein Humor.
  • Mirko Timm 01.07.2020 08:17
    Highlight Highlight Sorry aber das trifft villeicht auf München zu. In Minden und Leipzig hab ich ganz andere Bilder gesehen. Ein Beispiel in der Drogerie Müller war ich mit meiner cousine kurz. 12 Personen drinnen und nur 4 die maske richtig auf. Wie gesagt nur ein Beispiel aber in anderen Geschäften sah es ähnlich aus. Ach und in Tschechien genau gleich.. ich hab mich gefragt wozu dann maskenpflicht
  • Gebietsvertreter 01.07.2020 08:01
    Highlight Highlight weiss nicht wie es im Ausland, aber kann nur zustimmen, dass es hiet nicht genug ernst genommen wird.. zumindest in Biel... Bars, Restauramts, Einkaufsmeile, Läden.... Corona? ja mit Zitrone bitte...
  • JZ4EVER 30.06.2020 23:46
    Highlight Highlight bin seit 10 Tagen in Süditalien. Entspannte Leute, leere Strände und alle halten sich an die Regeln obwohl das Virus hier unten noch weniger ein Thema war als in der Schweiz
    Insgesamt ein absoluter Traum. Ein schlechtes Gewissen habe ich überhaupt nicht. Die Chance sich am Virus anzustecken ist in uberfüllten Zügen oder Bars/Clubs zuhause massiv höher als hier an menschenleeren Stränden oder Open Air Restaurants. Ausserdem unterstutzte ich die Schweiz dann wieder im Winter beim Skifahren und nicht im überbewerteten Österreich. Salute
  • Spooky 30.06.2020 23:29
    Highlight Highlight Haha! Nach Italien fahren und wieder zurück und dann noch behaupten, er kümmere sich um die Gesundheit der Schweizer! 🙈
  • JefftheBeff 30.06.2020 22:41
    Highlight Highlight Ich denke, dass die Gefahr angesteckt zu werden, ist hierzulande gleich gross wie im Ausland. Egal ob in Basel im Tram oder in Mailand auf einer belebten Piazza. Es kommt hauptsächlich auf das eigene Verhalten an. Auf jeden Fall freue ich mich auf die Sommerferien an der ligurischen Küste.
  • Ursus51 30.06.2020 22:39
    Highlight Highlight Das Wort «Eigenverantwortung» wird für mich langsam zum Unwort des Jahres, genauso wie «Freiwilligkeit», zumindest im Zusammenhang mit Corona-Schutzmassnahmen.
  • Toerpe Zwerg 30.06.2020 20:35
    Highlight Highlight Masken zu tragen ist ein ziemlich krasser Eingriff und kostet einige Überwindung. Man gewöhnt sich aber dran.

    Persönlich meide ich den ÖV aktuell wenn immer möglich.
  • Manfred Weber (1) 30.06.2020 20:33
    Highlight Highlight Wir waren in C....a (Toscana). War das schön! Wenige Touristen, Hotel spontan finden problemlos, Wetter super schön warm und nicht zu heiss, Wassertemperatur perfekt. Und auch in P..a (Toscana) das gleiche Bild (ausser dass hier natürlich das Meer fehlt). Also reist jetzt bitte nicht alle dahin, denn sonst ist es da nicht mehr so angenehm. Aber, ihr würdet das Masketragen erlernen. Es ist nicht halb so schlimm, wie sich viele das vorstellen.
    • JefftheBeff 30.06.2020 22:45
      Highlight Highlight Also sie waren in Carrara und in Pisa oder Pienza
    • Thomas G. 01.07.2020 07:09
      Highlight Highlight W...o s...n Sie nur die H...e?
  • Eidi 30.06.2020 19:16
    Highlight Highlight Wenn es strikter gehandhabt worden wäre und Blunschi nicht nach Italien hätte fahren dürfen, hätte er sich vermutlich auch beschwert.

    Ich finde es schon fast frech, sich zu beschweren und gleichzeitig in der Weltgeschichte herum zu reisen.
    • GianniR 01.07.2020 14:09
      Highlight Highlight @Eidi: Komische Einstellung. Blunschi hat nur berichtet, was er erlebt hat und sich noch "erfrecht", Vergleiche mit unserer Vorzeige-Schweiz zu machen. Er hat schlicht über den Tellerrand hinaus geschaut. Unverschämt?
  • champedissle 30.06.2020 18:34
    Highlight Highlight Ich lese hier Vergleiche mit Ländern wie Taiwan, dem Balkan. Das gibt mir schon zu denken.
    Was hat die Schweiz mit Taiwan gemeinsam? Nichts. Dort gibt es ein striktes "Facial Profiling", jeder Bürger wird auf Schritt und Tritt kontrolliert genau wie auf dem Festland in China, so wird sofort erkannt, wenn jemand krank wird.
    Hier streubt man sich ja schon im Restaurant seine Personalien anzugeben. Also hört auf mit diesen absurden Vergleichen.
  • Sarkasmusdetektor 30.06.2020 18:22
    Highlight Highlight Eigenverantwortung in der Schweiz funktioniert doch auch bei der Steuerehrlichkeit schon so super, also warum den bewährtem Pfad verlassen...? 🙄
    • Ridcully 30.06.2020 18:37
      Highlight Highlight Ich finde die Wirtschaft soll das selber regulieren..
    • SeboZh 01.07.2020 07:01
      Highlight Highlight Dann abed auch ohne Finanzspritzen durch den Bund/Steuerzahle...

      Aber nicht die hohle Hand machen und dann noch Selbstregulierung verlangen
    • blueberry muffin 01.07.2020 07:07
      Highlight Highlight Wäre schön wenn die Bürgerlichen auch sonst für mehr Eigenverantwortung und weniger Recht & Ordnung wären. :)
  • Ula 30.06.2020 18:04
    Highlight Highlight Super Artikel der den Punkt genau trifft. Wer hat Lust in die CH zu reisen wenn man sich dort nicht sicher fühlt. Kein Mundschutz im ÖV und in den Geschäften, Listen in Bars oder Restaurants nimmt man nicht ernst, Quarantäne nur 10 Tage - in D und A 14 Tage , da man solange ansteckend sein kann.... Sicherheit sieht anders aus.
  • Hofer Ernst 30.06.2020 17:55
    Highlight Highlight Ich bleibe in der Schweiz und wo die Abstandsregel nicht eingehalten werden kann trage ich eine Maske.
  • outdoorch 30.06.2020 17:45
    Highlight Highlight Kanm die Aussagen bestätigen. Bin soeben aus Slovenien via Österreich und Bayern heimgekehrt. In allen Ländern waren die Leute in Sachen Masken tragen konsequenter.

    In Bayern und Österreich ist Maskentragen seit längerem Pflicht in Läden oder bei Bewegung im Restaurant. In Slovenien ist dies, da aus Kroatien offenbar wieder höhere Fallzahlen gemeldet werden, seit 3Tagen ebenfalls so - da wurden die Massnahmen verschärft.
  • RicoH 30.06.2020 17:18
    Highlight Highlight Ist ja toll: die Bundesratsempfehlung hat bei Peter Blunschi genau eine Woche gehalten. Danach konnte er nicht widerstehen, kurz mal in Italien und Deutschland vorbei zu schauen.

    Schönes Beispiel für "mir ist es egal, was andere empfehlen – geht mich nicht's an".

    Dass er dann im selben Artikel noch direkt Werbung dafür macht, seinem Beispiel zu folgen ("Die Florentiner freuen sich über jeden, der kommt") – da fehlen mir in dieser Situation einfach die Worte.

    Verantwortungsvoller Journalismus sieht für mich anders aus. Das hat für mich im besten Fall ein Influencer-Niveau.
  • tagomago 30.06.2020 16:55
    Highlight Highlight Bei uns herrscht halt noch gesunder Menschenverstand! Zum Glück haben wir keine aus Panik reagierende Regierung.
    • Varanasi 30.06.2020 17:30
      Highlight Highlight Highlight? Warum?
      Finde diese Aussage sehr anmassend und zeigt in meinen Augen genau das Problem auf.
    • sowhat 30.06.2020 20:36
      Highlight Highlight @Varanasi,war wohl ironisch gemeint und als guter Scherz gehighlightet 😉
  • Die_andere_Perspektive 30.06.2020 16:40
    Highlight Highlight Ja und jetzt stell dir vor du bist risikopatient in der Schweiz... Da ich dazu auch noch rauche bin ich am überlegen, die Rauchverbote zu ignorieren... Ich soll andere vor Passivrauchen schützen aber umgekehrt nimmt man 0 Rücksicht. Danke, liebe mitbürger...
    • Stinkstiefel 30.06.2020 17:26
      Highlight Highlight Gratuliere, du haust dem Fass wirklich den Boden raus!

      Als Raucher schädigst du deine Lunge bewusst und vorsätzlich, riskierst damit einen schwereren Verlauf ALLER Arten von Atemwegserkrankungen und hast damit direkten Einfluss auf einen erheblichen Risikofaktor für eine schwerere Covid-19 Erkrankung.

      Bitte, das ist jedem selbst überlassen. Aber mit diesem Verhalten sollte man sich beim Einfordern von Solidarität etwas zurückhalten.
    • Die_andere_Perspektive 30.06.2020 22:06
      Highlight Highlight Überlege mal woher mein Nickname wohl kommt. Ich polarisierte sehr bewusst mit Rethorik um der Gesellschaft den Spiegel vorzuhalten und eine - - > andere Perspektive <-- aufzuzeigen.
    • durchdiewand 30.06.2020 22:40
      Highlight Highlight Zuviel rethorik in der kommentarspalte! Die Revolution beginnt hier!
  • rubinrot 30.06.2020 16:29
    Highlight Highlight Alle sagen sie, sie sind geschockt, wie locker es in der Schweiz genommen wird, nachdem sie von ihrem Kurztripp ins Ausland zurückkommen. Finde ich jetzt eher paradox.
    • Thadic 30.06.2020 19:27
      Highlight Highlight Es fragt ob es gefährlicher ist die Schweiz zu bleiben aber dafür Klubs zu besuchen oder so wie in diesem Artikel beschrieben auf sicher Art ins Ausland zu reisen. Oder versteckt sich hinter deiner Aussage doch nur schnöder Nationalismus?
    • SeboZh 01.07.2020 07:05
      Highlight Highlight @Thadic....Gebe noch Punkt 3. Hier bleiben und sich an die Vorgaben halten. Aber eben, auch in der Pandemie will man ja nicht auf seine eigenen Ferien verzichten. Nicht wirklich weniger egoistisch nun nach Serbien zu reisen zb und dann krank zurückkommen
    • MasterPain 01.07.2020 07:49
      Highlight Highlight Man kann auch in der Schweiz bleiben ohne Klubs zu besuchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • joevanbeeck 30.06.2020 16:16
    Highlight Highlight Aus irgend einem Grund hatten wir bis jetzt Glück, vielleicht liegt es an der guten Luft oder am Saufen, Koksen und Kiffen. An der Klugheit und Besonnenheit von uns Schweiz Bewohnern kann es jedenfalls nicht liegen, wie man in den letzten Wochen leider feststellen musste. Vielleicht wäre es für die Zukunft ja gut wenn die wohlstandverwarlosten Kids und ihre Erziehungs-berechtigten mal so richtig einen auf den "Grind" kriegen.
  • StGb Art. 258 @ Bundesrat 30.06.2020 15:26
    Highlight Highlight Selber aus Egoismus trotz anderslautender Empfehlungen/Bitten ins Ausland reisen und gleichzeitig von anderen die Einhaltung von Empfehlungen/Bitten einfordern? Sehr lustig ihr Humor Blunschi
  • LeserNrX 30.06.2020 15:21
    Highlight Highlight Ja, es ist relativ einfach hier massive Einschränkungen zu fordern, während man selber die Zeit und das Geld hat in der Weltgeschichte herumzureisen. Wenn ich mich richtig erinnere, wurde anfangs ein bedeutender Teil der Fälle in der Schweiz durch Kurztrips nach Mailand eingeschleppt und diese Leute die damals diese Reisen unternahmen und sie bereits jetzt wieder unternehmen, wollen allen anderen vorschreiben, was sie zu tun haben. Wenn sie solche Angst vor dem Virus haben, bleiben sie doch zuhause, anstatt herumzureisen, sollte sich als Journalist ja einrichten lassen..
    • Henzo 30.06.2020 19:12
      Highlight Highlight Man kann sich schützen. Werde bei meinen Reisen FFP3 Masken tragen und glaube nicht, dass ich mit geschultem Umgang un Konsequenz so jemanden anstecken werde.
    • sowhat 30.06.2020 20:39
      Highlight Highlight LeserNrX, nicht verstanden den Text? Die Frage ist ja grade, ob zu Hause bleiben nicht gefährlicher ist.
  • Wolk 30.06.2020 15:21
    Highlight Highlight die schweiz macht es wie immer anders oder zu spät. aber dann funktioniert es haarscharf doch noch irgendwie.
  • Züzi31 30.06.2020 14:36
    Highlight Highlight Ich bewege mich gänzlich ohne Maske durch den Alltag. Dafür halte ich mich immer und überall an Abstands- und Hygieneregeln. Und bezüglich Abstand muss ich fast überall die hinter mir anstehenden um mehr Distanz bitten. Gestern erst gerade wieder in der Bank, stehen zwei Typen so nah, dass ich deren Atem im Nacken spüre. Das nervte schon vor Corona massiv, jetzt hab ich aber noch weniger Verständnis dafür. Auch beim Einkaufen stehen sich die Leute wieder auf den Füssen und betteln somit fast schon um erneute Geschäftsschliessungen.
    • Swen Goldpreis 02.07.2020 00:57
      Highlight Highlight Ist das vielleicht je nach Region unterschiedlich? Ich habe mich in den letzten Tagen beim Einkaufen nämlich mehrmals darüber gewundert, dass sich so viele Leute noch immer so minutiös an die Regeln gehalten und dachte dann: Typisch Schweizer. :)
  • luketheduke 30.06.2020 14:19
    Highlight Highlight Gleiches Bild in Verona. Und der Bundesrat warnte vor Reisen nach Italien! Lächerlich...
  • who cares? 30.06.2020 14:19
    Highlight Highlight Laut Kommentarspalte ist reges Rumgereise wieder en vogue. Tja, so verbreitet sich es halt wieder. Nicht nur von aussen in die Schweiz, sondern auch von der Schweiz ins Ausland. Eigentlich müssten wir aus Solidarität hier im Land bleiben, um nicht Corona nach Deutschland, Frankreich etc. zu bringen. Aber selbst fühlt man sich ja immer zu allem berechtigt.
    • StGb Art. 258 @ Bundesrat 30.06.2020 15:27
      Highlight Highlight Typisch. Laut schreiend von allen anderen "Solidarität" fordern, selber sich darum foutieren...
    • who cares? 30.06.2020 18:30
      Highlight Highlight Vor allem so, "ich war bereits in Deutschland und Italien", "in Frankreich und Wien, wo ich war..."

      Ganz toll damit anzugeben, wo man schon überall herumgereist ist, obwohl man aufgrund Corona möglichst bleiben soll, wo man ist. Und dann uns Zuhausegebliebenen Vorträge halten wollen, super.

      Ich bin auch nicht mit der jetzigen Politik einverstanden (Clubs sollen m.E. unbedingt geschlossen/kontrolliert werden). Aber ich brüste mich nicht mit Trips da und dorthin.
  • ChiliForever 30.06.2020 14:14
    Highlight Highlight "Die Schweiz setzt auf Freiwilligkeit, Italien und Deutschland auf Zwang."

    Das steht so unter einer Überschrift die lautet "Funktioniert die App?".

    Es kann natürlich sein, daß ich die Zusammenhänge falsch interpretiere. Aber zur Vermeidung von Mißverständnissen:
    In Deutschland herrscht natürlich KEINE Pflicht, die Corona-War-App zu verwenden.
    Bisher wurde sie etwa 13Mio mal heruntergeladen (bei 82Mio Einwohnern).
  • Stinkstiefel 30.06.2020 14:02
    Highlight Highlight Es ist bezeichnend, dass hier mit Gefühlen argumentiert wird.

    Die tatsächlichen Zahlen geben es nämlich nicht her, dass es in Deutschland, Italien, oder von mir aus auch Österreich und Frankreich, heute besser funktioniert als in der Schweiz. - Und dies bei geringeren Einschränkungen.
  • DerRaucher 30.06.2020 13:56
    Highlight Highlight Wie schon in einem anderen Kommentar habe ich in Deutschland die selben Erfahrungen gemacht in meiner Woche Ferien. MNS Pflicht wird überall mit Selbstverständlichkeit umgesetzt, Kontaktdaten in Lokalen abgeben ist auch völlig normal. Die Leute halten noch eher Abstand ein als hier. Klar gibts auch dort Leute die sich keinen Kopf mehr machen, aber die Allgemeinheit ist noch sensibilisiert. Kaum war ich zurück in der Schweiz, merkt man nichts mehr von einem Virus.
  • Papisco 30.06.2020 13:54
    Highlight Highlight Möchte P Blunschi bestätigen. War während des Lockdown in Andalusien. Streng kontrolliertes Ausgehverbot. Abends winkten wir uns um 2000h von den Balkonen zu, um uns Mut zu machen.
    Alles wird befolgt, ohne Gemecker.
    Am ersten Tag nach Öffnung flog ich in die Schweiz, mit Swiss. Maske ganzen Flug auf. Kontaktformular ausgefüllt. Dann die Schludrigkeit hier: Kaum Masken, auch in Bahn & Bus. In einem medizinischen Betrieb Gäste wie Personal ohne Masken in engen Räumen gedrängt. Fragte Chef nach Massnahmen, er sagte, er hätte eine gute Lüftung. Das Hygienekonzept wollte er mir nicht zeigen.
    • sowhat 30.06.2020 20:42
      Highlight Highlight grad die gute Lüftung birgt Gefahr...
    • MasterPain 01.07.2020 07:57
      Highlight Highlight Wenn die Lüftung gut ist birgt sie halt keine Gefahr, sonst wärs keine gute Lüftung 🙄
  • Ja_du 30.06.2020 13:33
    Highlight Highlight Wir Schweizer sind halt verwöhnt. SARS, BSE, Tornados, Erdbeben, Vulkane, das betrifft immer nur andere Länder. Das führt dazu das wir solche Sachen nicht genug ernst nehmen. Und falls es und doch erwischt haben wir ja "das beste Gesundheitssystem" der ganzen Welt, da kann uns ja nichts passieren.
  • COVID-19 ist Evolution 30.06.2020 13:32
    Highlight Highlight Die Masken haben einen tollen psychologischen Effekt. Endlich kann man etwas in die Hand nehmen um sich (oder notfalls eben andere) zu schützen.

    Einfach Hygiene- und Abstandsregeln sind da viel zu abstrakt - und auch so schwer andere damit zu überwachen.

    Da wählt die menschliche Psyche gerne den sichtbaren Ansatz - auch wenn er wissenschaftlich erwiesen keine Wirkung entfaltet.
    • SUP_2 30.06.2020 17:31
      Highlight Highlight Woher ist die Evidenz das Masken nicht schützen? Lachhaft!
  • DanielaK 30.06.2020 13:25
    Highlight Highlight Vor allem da momentan Sommer ist, bin ich froh bei der Arbeit keine Maske tragen zu müssen, ich schwitze auch so genug. ÖV bin ich bisher nur 1x gefahren, da ich auf dem Land wohne und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahre. Ich muss sagen, als Gelegenheits- ÖV- Nutzer war mir gar nicht bewusst, wie wenig Menschen es braucht, bis der Corona-Abstand kaum mehr durchfürbar ist. Ich habe mir jetzt waschbare Masken zugelegt, da ich nicht scharf auf Abfallberge bin und ab Herbst wesentlich öfter den ÖV benutzen werde. Pflicht in den ÖV könnte ich mittlerweile absolut nachvollziehen.
  • lilie 30.06.2020 13:06
    Highlight Highlight Tja, und doch hat der Guardian in Zusammenarbeit mit der Oxford University heute eine Liste erstellt, welches Land weltweit die grösste Wahrscheinlichkeit hat, in eine zweite Welle zu schlittern.

    Platz #1: Deutschland

    Im Vergleich zu unseren drei herzigen Hotspots (zusammen 32 Neuninfizierungen) ist der Tönniesvorfall selbst unter Berücksichtigung der 10-fachen Bevölkerungszahl mit über 1500 Neuansteckungen einfach eine ganz andere Hausnummer.

    Die Schweiz figuriert aber immer noch auf Platz 4:

    https://de.euronews.com/2020/06/30/schweiz-zahlt-dazu-diesen-10-landern-droht-eine-2-welle
    • Varanasi 30.06.2020 16:14
      Highlight Highlight Lilie
      Diese Studie finde ich nicht sehr aussagekräftig.
      Es wurden ja gerade mal 10 Länder miteinander verglichen?
      Grossbritannien z. B. fehlt da ganz, wie Italien, Spanien. Dann sind da Länder wie die Ukraine und Bangladesch?

      Etwas abstrakt, nicht?
    • lilie 30.06.2020 16:37
      Highlight Highlight @Varanasi: Es wurden die 45 Länder verglichen.

      Diese hat man in verschiedene Kategorien eingeteilt, welche den Grad der Massnahmen beurteilt.

      Von jenen, die jetzt Lockerungen umgesetzt haben, hat man die 10 mit den am stärksten wachsenden Fallzahlen ausgewählt.

      Italien und Spanien sind nicht dabei, weil dort die Zahlen weiterhin fallen, trotz Lockerungen.

      Alle 45 Länder und deren Beurteilung findest du im Originalartikel:

      https://www.theguardian.com/world/ng-interactive/2020/jun/25/revealed-data-shows-10-countries-risking-coronavirus-second-wave-as-lockdown-relaxed
    • Varanasi 30.06.2020 17:24
      Highlight Highlight Ok.
      Finde das trotzdem ein wenig Kaffeesatzleserei.

      Lass es nur mal zu einem Ausbruch bei den Erntehelfern z. B. in Spanien kommen, dann sieht das da schnell wieder anders aus.

      In die Zukunft zu schauen ist, meiner Meinung nach, schwierig.

    Weitere Antworten anzeigen
  • SUP_2 30.06.2020 12:50
    Highlight Highlight Korrekt: in Italien sind die Leute traumatisiert. Sie hatten einen echter harten Lockdown mit Ausgehverbot! Wir hatten eine Lockdown light und riskieren jetzt mit unserer Lockerheit alles. Ich kann und will nicht verstehen, warum man in der Schweiz „umsverrecke“ alles sofort aufheben musste. Man hat nicht gewartet mit den Schritten bis die Daten da waren. Unter dem Druck der Lobbyisten musste alles auf! Für was gibt es eigentlich die Spezialisten Taskforce, wenn die Lobbyisten einfach die Empfehlungen der TF überstimmen können. Nach der starken Leistung nun eine sehr schwache Führung des BAG!
  • June 30.06.2020 12:48
    Highlight Highlight Bin Sonntag Aua Italien zurück gekommen und überrascht wie locker flockig hier alles genommen wird! Man gewöhnt sich schnell daran in der Öffentlichkeit eine Maske zu tragen und Abstand zu halten, für sich aber auch aus Respekt für andere. Schade, brauchen wir anscheinend Zwang um das richtige zu tun. Ich werde die Gewohnheit beibehalten.
  • tyche 30.06.2020 12:46
    Highlight Highlight Ja das stimmt die Italiener tragen (fast)alle eine Gesichtsmaske.
    Doch bei genauerem hinsehen ist mir aufgefallen wie sie sie tragen:
    kaum raus aus dem Palazzo Strozzi ziehen die Meisten die Maske unters Kinn (mit undesinfizierten Finger!) und kurz vor oder erst im nächsten Geschäft wieder rauf, so das der Kontrollör nicht sagen muss "prego, anche il naso"....
    und oft sieht man sie an einem Ohr baumeln aber so wird sie wenigstens von der Sonne sterelisiert;)
    Ich war jedenfalls froh bei meiner Rückkehr wieder unter mehrheitlich Maskenfreien Menschen zu sein
    Und ich habe ein gutes Gefühl!
  • Tom2 30.06.2020 12:45
    Highlight Highlight Sehr gut geschrieben! Wir Schweizer meinen ja sowieso immer, wir seien die Besten und Klügsten. Ich bereise gegenwärtig Österreich, Slowenien und Kroatien, weil die Norweger ausser Dänen nach wie vor keine Touristen in ihr Land lassen. In den drei genannten Ländern beeindruckt mich die gelebte Disziplin -> keine Massen-Parties und Demos, dafür Maskenobligatorium in Geschäften (Slowenien) oder eben Masken tragen wegen Eigenverantwortung. Man nimmt es gelassen. Und die Schweizer: 73% sprechen sich für die Maskenpflicht im öV aus, es trägt sie aber kaum jemand). Sind wir eben doch Spezialfälle!
  • Mikey Duck 30.06.2020 12:31
    Highlight Highlight Bin gerade in DE, hier MUSS man auch bei Betreten eines Restaurants oder beim Gang auf’s WC Maske aufsetzen sowie in jedem Geschäft. Klappt ganz gut im Fall, sogar für mich als Maskenskeptiker. Werde sie wohl in der CH auch tragen, sollte es im ÖV zu voll sein. Ist mir dann inzwischen auch egal, wie blöd man angeschaut wird in der CH. Natürlich wird auch hier in DE geschummelt; in der halbleeren Bahn waren auch die Meisten Masken nicht ganz korrekt aufgesetzt...
  • Kaktus Salat 30.06.2020 12:29
    Highlight Highlight "Warum die Swiss-Covid-App ohne GPS-Ortung funktioniert"

    Da ist die App aber anderer Meinung:
    "Enable location information so that the app can use Bluetooth."

    Man muss das GPS (nebst WiFi einer der Stromfresser schlechthin) einschalten, damit die App das Bluetooth gebrauchen kann.
  • De-Saint-Ex 30.06.2020 12:29
    Highlight Highlight Danke für den Tip Herr Blunschi. Ab in die Toskana, bevor sie dort keine Schweizer mehr reinlassen...
  • Peter R. 30.06.2020 12:29
    Highlight Highlight Nein wir sind nicht mehr in einem sicheren Land. Nachdem am Anfang der Pandemie die Menschen hier diszipliniert waren und die Ernsthaftigkeit der Seuche erfassten, ist jetzt in weiten Teil die Sorglosigkeit eingekehrt. Freier Eintritt aus Riskoländern (Serbien) "lari-vari-" bei Clubs und unbewilligten Demos. Zudem finden Herr und Frau Schweizer, dass sie nicht mehr so schön aussehen, wenn sie eine Maske tragen - oder man macht es einfach nicht weil es der Andere auch nicht macht.
    Schade für die Effizienz, die anfänglich aufgebracht wurde, welche wegen Ignoranten wieder verblasst.
    • Garp 30.06.2020 12:45
      Highlight Highlight Die Ignoranten sind überall und in jeder Altersgruppe zu finden. Die Demos haben nicht zu einem Anstieg geführt, es trugen viele ja auch Masken. Man kann den Jugendlichen nicht ewig das Tanzen verbieten, sie tanzen dann unkontrolliert an andern Stellen. Dieses schwarze Peter Spiel, ist doch höchst destruktiv und führt dazu, dass am Schluss jeder macht, was er will.
  • nadasagenwirjetzteinfachmal 30.06.2020 12:21
    Highlight Highlight Aber Her Blunschi, was vergleichen sie denn da sonderbar. CH 35 neue Fälle mit 0 Todesfällen in 2 Tagen in der Toskana.

    Wenn schon vergleichen, dann Gleiches mit Gleichem und da wären dann 2 Tage 0 Todesfälle in der Toskana und 3 Tage 0 Todesfälle in der CH im selben Zeitraum zu vergleichen.
  • Yogabaer 30.06.2020 12:14
    Highlight Highlight Ich war nun für 3 Wochen in Deutschland und habe mich sicher gefühlt. Dies als Risikopatient. Kaum bin ich in der Schweiz fühle ich mich unsicher. Abstände ein Fremdwort und weil ich Maske trage, werde angestarrt wie ein Außerirdischer. Ich weiss nicht woher diese Überheblichkeit kommt, bei uns könne nicht dasselbe passieren wie in Italien oder Spanien.
    • FrancoL 30.06.2020 13:28
      Highlight Highlight Vielleicht weil die Überheblichkeit von gewisser Seite immer und immer wieder gezüchtet wurde.
  • ruvos 30.06.2020 12:03
    Highlight Highlight Bravo Peter Blunschi, sehr guter objekiver Bericht👍
  • Rosskastanie 30.06.2020 12:02
    Highlight Highlight Wenn man sieht, wie sorglos man schon im Alltag wieder miteinander umgeht, dann verwundert es einem eigentlich nur, dass die Fallzahlen nicht höher sind. Beim Einkauf "vergisst" man die Händedesinfektion, tritt munter in den Laden ein, obwohl die Ampel auf Rot steht. Rempelt, drängelt und an der Kasse oder bei Selfscanstationen tritt man sich regelrecht auf die Füsse. Nein, nein, der Lerneffekt der Lockdown-Zeit ist sozusagen Null weil man "muss" jetzt "aufholen" (Party, Konsum) was man offenbar verpasst hat. Schade, aber he, wir klatschen dann halt wieder auf Balkonen fürs Pflegepersonal...
  • @schurt3r 30.06.2020 11:58
    Highlight Highlight Die Schweiz setzt als Direkte Demokratie grosses Vertrauen in die eigenen Bürgerinnen und Bürger. Bislang sind wir damit gut gefahren, würd ich meinen. Ob bei Volksabstimmungen oder in der Corona-Krise.

    Es wird natürlich immer einen kleinen Prozentsatz unbelehrbare oder gar bösartige Zeitgenossen geben. Covidioten halt. Aber grundsätzlich bin ich nachwievor optimistisch, auch bei der SwissCovid-App.
    • leverage 30.06.2020 12:10
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • SeboZh 30.06.2020 12:19
      Highlight Highlight Leider nicht die beste Lösung. Eigenverantwortung scheinen hier viele nicht zu kennen. Auf Arbeit muss ich Kollegen mehrmals bitten, den Abstand einzuhalten. Im ÖV mit maske schauen dich die Leute wie ein Alien an. Und mich fragen tatsächlich Leute um die 50+ ob ich denn an Corona glaube 🤷‍♂️ also meine Zuversicht wird eher kleiner
    • MeinSenf 30.06.2020 13:20
      Highlight Highlight Wie oft wurde denn diese inzwischen installiert? Wo wird dafür geworben? Ich finde die aktuelle Kommunikation ziemlich zahnlos...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Fairness 30.06.2020 11:56
    Highlight Highlight Viele Länder machen es besser. Die Anzahl Infizierter der nächsten Tage wird mit Sicherheit einiges höher sein. Vorausgesetzt es wird genügend getestet und nicht beschönigt à la Trump: Kaum Tests, kaum Corona ...
  • cada momento 30.06.2020 11:52
    Highlight Highlight hier im südlichen mexico haben wir seit märz maskenpflicht. leider ist die pandemie nun komplett ausser kontrolle. aber nicht wegen party oder vergnügen. überschwemmung, armut und erdbeben treibt die menschen aus der isolation. mit fassungslosigkeit sehe ich, wie schnell in meiner heimat jeder möglichst schnell wieder tun kann, was er will.
  • Stinkstiefel 30.06.2020 11:52
    Highlight Highlight Da liest man einmal - etwas überrascht - einen ausgewogenen Artikel auf Watson (den von Frau Senn) und kurze Zeit später kommt wieder einer, der die Panik hochhalten möchte!

    Schade, Herr Blunschi.

    Das Foto vom leeren Biergarten in München kann man so machen. Man kann aber auch Fotos von vollen Biergärten machen, mit massenhaft Leuten, denen die Maskenpflicht am Allerwertesten vorbei geht. Ausserhalb Münchens sowieso. Und wenn sich die Deutsche Kurve in puncto Wiederanstieg nicht von der Schweizer unterscheidet, kann die Massnahme ja nicht allzu wirksam sein.

  • Butterscotch&hardcandy 30.06.2020 11:48
    Highlight Highlight War auch in beiden Ländern und hatte die gleiche Erkenntnis.
  • gigichess 30.06.2020 11:48
    Highlight Highlight Sehr gut geschrieben, besten Dank!
    Ich verstehe die Schweizer eh nicht in Bezug auf die Masken-Plicht: ich lebe seit 6 Jahren auf Mauritius, wir hatten auch einen restriktiven Lockdown. Und eine Masken-Plicht in Läden und ÖV. Seit drei Monaten haben wir keinen einzigen Fall mehr ( ausser fünf Heimkehrern, die aber alle seit Ankunft in Quarantäne sind und dort positiv getestet wurden).
    Die Masken-Plicht bleibt jedoch bestehen in Läden und ÖV. Und NIEMAND beklagt sich...
    Und die Grenzen bleiben bis voraussichtlich Ende August zu - hart für die Tourismus-Industrie, gut für die Einheimischen.
    • Enzasa 30.06.2020 15:00
      Highlight Highlight Sorry, sollte ein Herz sein
    • Stinkstiefel 30.06.2020 21:59
      Highlight Highlight Hart für die Tourismus-Industrie?

      Naja, wenn die Tourismusindustrie 25% des BIPs erwirtschaftet, dann ist es hart für ganz Mauritius. Wenn man das dort so machen will, dann habe ich da als Schweizer nicht reinzureden. Aber bei uns würde ich sowas alles andere als begrüssen!
    • gigichess 30.06.2020 22:13
      Highlight Highlight @Stinkstiefel: wenn Du nach Mauritius einreisen willst, musst Du bis auf weiteres für 14 Tage in Quarantäne. Macht es da Sinn, die Grenzen für Touristen zu öffnen? 😉
      Und die Regierung unterstützt jene finanziell, welche im Tourismusbereich arbeiten. Just saying...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Der Typ 30.06.2020 11:45
    Highlight Highlight Ich musste nach Süditalien wegen eines Todesfalls und kam ziemlich auf die Welt wie es dort läuft. Alles überwacht, überall wird Temperatur gemessen, überall kontrolliert. Kaum in der Schweiz war ich wieder der einzige Idiot mit Maske...
  • moimoimoi 30.06.2020 11:45
    Highlight Highlight Ich war im Anfang März in Taiwan. Vor meiner Abreise aus der Schweiz wurde mir von allen Seiten gesagt, ich solle mir das gut überlegen, schliesslich gab es da seit Januar Fälle. Bei meiner Ankunft gab es in Taiwan grad mal 50 Fälle. Taiwanesen tragen Masken im Bus. Temperaturmessung gab es an jedem Restaurant, jeder Bar, jedem Hotel. Einlass nach Händedesinfektion.
    Bei der Rückreise in die Schweiz gab es hier 7000 Fälle, keine Masken, Desinfektionsmittel waren ausverkauft.
    Taiwan hatte übrigens insgesamt 447 Fälle bei 24 Millionen Einwohner.
    • Zyniker haben es leichter 30.06.2020 12:03
      Highlight Highlight Du glaubst deren ihre Zahlen, weil? Glaubst du auch die Zahlen aus China direkt?
    • moimoimoi 30.06.2020 13:04
      Highlight Highlight Wenn du "China" sagst, meinst du die Volksrepublik China oder die Republik China?
    • Dr. Bender 30.06.2020 13:46
      Highlight Highlight @zyniker
      Taiwan kann man nicht mit China vergleichen. Ich glaube Taiwan auf jeden Fall mehr als den Amis
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bee89 30.06.2020 11:32
    Highlight Highlight Danke für diesen Artikel.
    Ich bin auch der Meinung, dass wir in der Schweiz zu sehr zurück in der Normalität sind. Ich befürchte, dass zu Viele gar nicht mehr daran denken, dass das Virus immer noch hier ist.
    Mit Maskenpflicht ist man sich dessen wenigstens bewusst! Denn auch wenn die Zahlen (noch) tief sind, die Gefahr ist weiterhin nicht gebannt.
    • Morgenbrot 30.06.2020 16:11
      Highlight Highlight Das Problem bei den Hygenrmasken ist halt, dass sie vor allem bei Husten und Niesen schützen. Alles andere geht durch wie eine Mücke durch den Gartenzaun. Somit wägt man sich mit diesem Ding auf dem Gesicht in überfüllten Räumen in falscher Sicherheit.
      Über die überall zu sehende, falsche Handhabung inklusive Entsorgung will ich jetzt gar nicht sprechen.

Kommentar

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