Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Die Push-Nachrichten hat der Vater deaktiviert. (Symbolbild)  bild: shutterstock / nubana 

Das sagt ein Vater zum Kita-Liveticker 

Drei Schweizer Kitas teilen Eltern mit einer neuen App in Echtzeit mit, dass ihr Kind  auf dem Wickeltisch liegt, isst oder zeichnet. Ein Vater sagt, was er davon hält. 



Drei Schweizer Kitas informieren Eltern neu in Echtzeit und samt Push-Mitteilung, dass ihr Kind gerade auf dem Wickeltisch liegt oder isst. «Tagesrapport» nennt sich die Art Liveticker für Mami und Papi.

«Wenn ich sehe, dass es in der Kita Reis zum Mittagessen gab, kann ich meine Einkäufe so gestalten, dass am Abend etwas anderes auf den Tisch kommt.»

Papi eines Kita-Kindes 

watson hat mit einem Zürcher Vater gesprochen, dessen Kind  eine solche Kita besucht. Er möchte anonym bleiben. Zu Beginn des Pilotprojekts sei er skeptisch gewesen, sagt er: «Ich dachte, das geht schon etwas in Richtung Überwachung.»

Inzwischen habe er seine Meinung aber geändert: «Es gibt jetzt keine Wartezeiten am Abend, weil wir nicht mehr alle gleichzeitig über den Tagesverlauf unseres Kindes gebrieft werden müssen. Und wenn ich sehe, dass es in der Kita Reis zum Mittagessen gab, kaufe ich etwas anderes zum Abendessen ein. 

Ähnlich verlaufe es bei der Freizeitgestaltung: «Sehe ich auf dem Tagesrapport, dass die Kleinen bereits einen Waldspaziergang unternommen haben, überlege ich mir eine andere Aktivität für den Abend.» Die Push-Nachrichten habe er deaktiviert und werde so auch nicht ständig durch die neuen Einträge gestört. 

Leser sind skeptisch

Bei den watson-Lesern hingegen sorgt der Kita-Liveticker für Kontroversen. In der Kommentarspalte des Artikels zum Thema betiteln sie Eltern, welche die App verwenden, als «Control Freaks» und sprechen von «unnötiger Digitalisierung».

Sie befürchten, dass sich die Kita-Betreuer damit stärker auf ihr Tablet fokussieren als auf die Kinder. Auf den sozialen Medien wird derweil diskutiert, inwiefern es gefährlich ist, dass Daten über Kinder ins Internet gestellt werden. 

Ein paar Kommentar-Beispiele:

Bild

Bild

Bild

Auf mehr Beliebtheit stösst die Tatsache, dass mit der neuen App alle Termine und Informationen bezüglich des Kindes auf einem Tool gebündelt sind. Das spare Zeit und Nerven, so das Credo. (kün)

15-Jährige streikt, um die Zukunft zu retten

Video: srf

Von arm bis reich: Die Lieblingsspielzeuge von Kindern

Das könnte dich auch interessieren:

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Biden verschärft Kurs gegen Riad

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wie Kinder ihre Eltern vor dem Verschwörungswahn retten wollen

In einem Online-Forum geben sich Angehörige Tipps, wie sie ihre Liebsten vom Verschwörungswahn wegbringen.

Wenn die eigenen Kinder eine Internetsperre für die Eltern verhängen, dann klingt das nach verkehrter Welt. Doch über solche und ähnliche Tricks diskutieren derzeit viele Jugendliche auf der Social-Media-Plattform Reddit. In der Gruppe «QAnonCasualties» tauschen sich über 100'000 Mitglieder darüber aus, was sie gegen den Verschwörungswahn ihrer Eltern tun können. Insbesondere wenn sie den Mythen der QAnon-Bewegung verfallen sind.

Die QAnon-Gläubigen sind davon überzeugt, dass es eine …

Artikel lesen
Link zum Artikel