Schweiz
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Die Schlagzeilen der Sonntagszeitungen im Überblick.

Neonazi bei der SBB und Kritik an 5G – Das schreiben die Sonntagszeitungen



Schweizer Ermittler in Sri Lanka

Nach den Selbstmordattentaten durch Dschihadisten in Sri Lanka mit 253 Todesopfern sendet die Schweiz laut dem «SonntagsBlick» zwei Ermittler in das Land. Die Zeitung beruft sich dabei auf Informationen des Bundesamtes für Polizei Fedpol.

Sri Lankan Naval soldiers stand guard as authorities started clearing the debris from inside of the damaged St. Anthony's Church after it was targeted in a series of Islamic State-claimed suicide bombings that killed hundreds of people during Easter Sunday, in Colombo, Saturday, April 27, 2019. Sri Lankan security forces have found 15 bodies, including six children, after militants linked to the Easter bombings set off explosives during a raid on their house in the country's east. (AP Photo/Manish Swarup)

Weiterhin Ausnahmezustand in Sri Lanka. Bild: AP/AP

Die Behörden vor Ort sollen demnach unterstützt werden. «Die Präsenz vereinfacht den Informationsaustausch mit der Polizei und Aufgaben wie die Identifikation oder die Repatriierung von Leichen», hiess es vom Fedpol. Dieses Vorgehen habe sich bereits bei den Anschlägen in Paris 2015 oder in Nizza 2016 bewährt. An den polizeilichen Ermittlungen zu den Tätern beteiligen sich die Fedpol-Experten dagegen nicht, hiess es. (sda)

Schweiz wird unattraktiver für ausländische Firmen

Die Schweiz verliert laut der «NZZ am Sonntag» und «Le Matin Dimanche» an Standortattraktivität. Die Zeitungen berufen sich auf eine noch unveröffentlichte Studie des Beratungsunternehmens McKinsey. Bis zum Jahr 2014 war die Schweiz demnach bei der Ansiedlung globaler Firmen in Europa die Nummer Eins – zusammen mit Irland. Inzwischen sei das Land auf Rang drei zurückgefallen.

Als Hauptgründe nennen Experten die Ungewissheit im Verhältnis zur EU im Bereich der Personenfreizügigkeit sowie bei den Unternehmenssteuern. Der Schweizer «Marktanteil» bei globalen Konzernen liege bei 19 Prozent – vor zehn Jahren habe er noch rund 27 Prozent betragen.

Zugelegt haben stattdessen die Niederlande. Das EU-Land steigerte seinen Anteil von 17 auf 24 Prozent und liegt nun in Europa gemeinsam mit Irland an der Spitze. Die Niederlande konnten – im Gegensatz zur Schweiz – substanziell vom Brexit profitieren, hiess es von McKinsey. Rund 40 Unternehmen haben jüngst ihren Hauptsitz von Grossbritannien dorthin verschoben – so etwa Sony und Panasonic.

Politischer Widerstand gegen 5G

Der Widerstand gegen den neuen Mobilfunkstandard 5G hat laut der «SonntagsZeitung», «Ostschweiz am Sonntag» und «Zentralschweiz am Sonntag» die Deutschschweiz erreicht. In mehreren lokalen Parlamenten lancierten Politiker entsprechende Vorstösse, die einen Baustopp oder zumindest zusätzliche Abklärungen für 5G-Antennen forderten.

In den Kantonsparlamenten von Bern, St Gallen und Schwyz seien entsprechende Vorstösse traktandiert. Auch die Stadtparlamente von Luzern und Schaffhausen würden sich mit dem 5G-Ausbau beschäftigen. Vielerorts werden Gesundheitsbedenken vorgebracht – ein Moratorium solle solange gelten, bis unabhängige wissenschaftliche Erkenntnisse vorlägen. Zunächst seien 5G-Moratorien zunächst nur in der Romandie ein Thema gewesen.

Neonazi bei der SBB

Ein Neonazi arbeitet laut dem «SonntagsBlick» als bewaffneter Bahnpolizist bei den SBB. In Sozialen Medien würde er aus seiner Gesinnung keinen Hehl machen. Der Mann aus St. Gallen falle seit Jahren etwa auf Facebook mit rassistischen Sprüchen und Gewaltfantasien gegen Flüchtlinge auf. Vor seiner Tätigkeit bei den SBB habe er knapp zehn Jahre bei der Kantonspolizei Appenzell Ausserrhoden gearbeitet.

Deux patrouilles constituees de la police cantonale neuchateloise et de la police des CFF/SBB pour illustrer la nouvelle collaboration policiere entre la Police neuchateloise et la Police des transports, photographie ce mercredi 17 septembre 2014 en gare de Neuchatel. Le Canton de Neuchatel et les CFF ont signe en mai 2012 une convention de collaboration policiere entre la Police neuchateloise et la Police des transports CFF. Celle-ci regle les nouvelles competences deleguees a la Police des Transports par la Police neuchateloise dans les trains et les gares. (KEYSTONE/Sandro Campardo)

Bahnpolizisten auf Patrouille. Bild: KEYSTONE

Die SBB könnten aufgrund des Persönlichkeitsschutzes nichts zu einzelnen Angestellten sagen, hiess es weiter im «SonntagsBlick». Die Zeitung schreibt aber, dass der Mann zu seinem Vorgesetzten kommen muss.

Jedes 5. Kind stört den Unterricht

Jeder fünfte Schüler ist laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» verhaltensauffällig. Die Zeitungen berufen sich auf eine Studie aus den Städten Zürich und Winterthur mit Angaben zum Verhalten von rund 4300 Schülern. Zudem seien für rund 60 Prozent der Klassenlehrer verhaltensauffällige Schüler der grösste Belastungsfaktor – noch vor Schulreformen und Elterngesprächen. Experten sehen als einen Grund für diese Entwicklung, dass mehr Kinder zu Hause zu wenig betreut seien.

SRG lebt seit 56 Jahren gratis im Leutschenbach

Die Stadt Zürich lässt die SRG laut dem «SonntagsBlick» im Leutschenbach kostenlos residieren. Der Zeitung liege ein Dokument aus dem Jahr 1962 vor, in dem ein Baurechtsvertrag auf die Dauer von 75 Jahren abgeschlossen worden sei. Die Stadt Zürich verzichte auf einen Baurechtszins für das Land im Leutschenbach, hiess es weiter.

ZUM MOEGLICHEN UMZUG VOM SRG RADIOSTUDIO VON BERN NACH ZUERICH, STELLEN WIR IHNEN HEUTE, 4. APRIL 2018 FOLGENDES BILDMATERIAL VOM LEUTSCHENBACH ZUR VERFUEGUNG - View on the building with satellite dishes of the Swiss Radio and Television SRF in the former industrial area Leutschenbach, pictured in Zurich, Switzerland, on January 17, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Blick auf das Gebaeude mit Satellitenschuesseln des Schweizer Radios und Fernsehens SRF im ehemaligen Industriegebiet Leutschenbach, aufgenommen am 17. Januar 2018 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Das SRG-Gebäude im Leutschenbach. Bild: KEYSTONE

Die SRG nutze das Areal somit gratis – und dieser Umstand sei auch vor dem Verkauf eines Grundstücks der SRG an der Hagenholzstrasse an den Versicherungskonzern Swiss Life ein Thema gewesen. An dem Grundstück war die Stadt Zürich auch interessiert gewesen und hatte auf einen Zuschlag – vergeblich – gehofft. Von der SRG hiess es diesbezüglich zum «SonntagsBlick», dass Immobilienverkäufe nach einen klar strukturierten Prozess ablaufen würden.

Gewerkschaften stellen sich weiterhin gegen das Rahmenabkommen

Die Gewerkschaften halten laut der «NZZ am Sonntag» an der Opposition gegen das Rahmenabkommen mit der EU fest. Im Interview mit der Zeitung sagte der neue Gewerkschaftsbund-Präsident Pierre-Yves Maillard zum Thema EU-Rahmenvertrag: «Dieser Text ist tot, auch wenn gewisse Kreise wie der Chefunterhändler Roberto Balzaretti, die GLP, Teile der FDP und einzelne Medien noch immer so tun, als hätte das Abkommen eine Chance». Die Gewerkschaften würden niemals einem Text zustimmen, der den Lohnschutz schwäche und diesen dem Europäischen Gerichtshof unterstelle. Die Souveränität sei nicht nur ein SVP-Thema, sondern auch ein linkes Anliegen, betonte er. «Es führt kein Weg an Neuverhandlungen vorbei», sagte Maillard weiter.

Anzeige gegen Credit Suisse

Die Schweizer Nichtregierungsorganisation Public Eye hat laut der «SonntagsZeitung» und «Le Matin Dimanche» Strafanzeige bei der Bundesanwaltschaft gegen die Grossbank Credit Suisse (CS) eingereicht. Grund sei ein Schuldenskandal in Mosambik. Die Kredite von mehr als zwei Milliarden Dollar, die in grossem Stil veruntreut worden seien, liessen die Staatsschulden des Landes in die Höhe schiessen.

Public Eye fordere die Anklagebehörde nun auf, «die Frage zu klären, ob die Credit Suisse Group ihren organisatorischen Pflichten zur Überwachung der Tochtergesellschaft und zur Verhinderung illegaler Verhaltensweisen nachgekommen ist – so wie es das Schweizer Strafrecht von Unternehmen verlangt.» Die Credit Suisse habe nichts vom Verhalten der betroffenen Mitarbeiter wissen können, hatte CS-Verwaltungsratspräsident Urs Rohner an der jüngsten Generalversammlung gesagt. Sie hätten sich über externe Mails ausgetauscht.

Gleichzeitig meldet die «SonntagsZeitung», dass die CS am umstrittenen Übernahmedeal der israelischen Sicherheitsfirma NSO Group beteiligt sei. Die Schweizer Grossbank habe zusammen mit einer New Yorker Investmentbank einen Kredit in Höhe von 510 Millionen US-Dollar gewährt, der den beiden NSO-Gründern eine Übernahme der Firma ermögliche.

Kontrovers sei der Deal vor allem wegen der Spionagesoftware Pegasus, die NSO weltweit vertreibt. Sie werde zur Bespitzelung von Regimegegnern eingesetzt. Gegen das israelische Unternehmen laufen deswegen mehrere Klagen. Auch bei der Tötung des saudischen Journalisten Jamal Khashoggi im saudischen Konsulat in Istanbul soll die Software zum Einsatz gekommen sein.

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