Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Personen protestieren waehrend eine Demonstration gegen die Einfuehrung von 5G, am Samstag, 21. September 2019 auf dem Bundesplatz in Bern. Die Kundgebung will auf die Risiken der 5G-Mobilfunktechnologie fuer Gesundheit und Umwelt aufmerksam machen. (KEYSTONE/Anthony Anex)

5G-Gegner am Samstag vor dem Bundeshaus in Bern. Bild: KEYSTONE

5G-Gegner demonstrieren in Bern gegen «Zwangsbestrahlung»



Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in Bern gegen die Einführung des Mobilfunk-Standards 5G demonstriert. Sie protestierten gegen «Zwangsbestrahlung» und forderten eine gesundheitsverträgliche Alternative.

Veranstalterin der Kundgebung auf dem Bundesplatz war die neue Umwelt- und Konsumentenorganisation Frequencia. Sie setzt sich nach eigenen Angaben mit den Risiken der Digitalisierung und Mobilfunk-Technologien auseinander. Etliche Vereine und Gruppen hatten ebenfalls zur Teilnahme an der Demo aufgerufen.Vor dem Bundeshaus warnten Rednerinnen und Redner auf Deutsch, Französisch und Italienisch vor erheblichen Risiken für Gesundheit, Umwelt, Demokratie und Sicherheit, die mit Mobilfunk im Allgemeinen und mit der Einführung von 5G im Speziellen verbunden seien.

Personen protestieren waehrend eine Demonstration gegen die Einfuehrung von 5G, am Samstag, 21. September 2019 auf dem Bundesplatz in Bern. Die Kundgebung will auf die Risiken der 5G-Mobilfunktechnologie fuer Gesundheit und Umwelt aufmerksam machen. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Kampf gegen «Aufrüstung»

Die Behörden und die Telekommunikations-Branche mussten viel Kritik einstecken. Sie mussten sich vorwerfen lassen, wirtschaftliche Interessen über alles zu stellen und die Menschen dreist anzulügen. Mehrere Redner riefen dazu auf, Widerstand gegen die «Aufrüstung» bestehender und den Bauer neuer Antennen zu leisten.

5G sei «ein Verbrechen gegen Menschenrechte», stand auf einem der vielen handgeschriebenen Transparente zu lesen. «Immer schneller, höher, weiter auf Kosten von Mensch und Umwelt - Stop 5G» hatte ein anderer Demonstrant auf sein Transparent geschrieben.

Die Co-Präsidentin von Frequencia, Tamlin Schibler Ulmann, zeigte sich in einem Communiqué zufrieden mit der Kundgebung: «Dass heute so viele Menschen zusammengekommen sind, ist ein starkes Zeichen gegen die unkontrollierte Einführung von 5G.»

Für Wahlfreiheit

Bereits im Mai hatte es eine Stop-5G-Kundgebung auf dem Berner Waisenhausplatz gegeben. Im Anschluss darauf entstand die Organisation Frequencia. Sie gibt zu bedenken, dass nur 20 Prozent aller mobilen Verbindungen im Freien hergestellt würden. 80 Prozent gingen vom Innern von Gebäude und von Verkehrsmitteln aus.Die Organisation fordert deshalb eine strahlungsarme Lösung auf Basis des Glasfasernetzes. Innenräume sollten nur dort mit Strahlung bedient werden, wo das jemand ausdrücklich wolle. So müssten die Mobilfunkmasten lediglich den mobilen Verbindungen im Freien dienen und könnten viel schwächer strahlen.

Nationalratsliste im Kanton Bern

Bei den Nationalratswahlen im Kanton Bern treten die 5G-Gegner mit einer eigenen Liste an. An der Demo verteilten sie Flyer und forderten ebenfalls, 5G durch die «gesundheitlich unbedenkliche» Glasfaser-Technologie u ersetzen. Die Liste «5G ade» ist eine Listenverbindung mit der christlich-konservativen EDU eingegangen.

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Die fünf ersten 5G-Smartphones im Überblick

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

3 Hauptargumente der KVI-Gegner auf dem Prüfstand

Der Kampf um die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) tobt unerbittlich. Dabei argumentieren die Gegner auch mit Vorwürfen, die sich bei genauerer Betrachtung als falsch herausstellen. Drei Argumente im Prüfstand.

Im Abstimmungskampf zur KVI gehen die Wogen hoch. Ja-Fahnen zieren jeden zweiten innerstädtischen Balkon, die Initianten machten diese Abstimmung zur teuersten aller Zeiten. Auf der anderen Seite werden die Initianten auf Facebook in einer Verleumdungskampagne als «linke Krawallanten» verunglimpft und Ueli Maurer wird «bei der Arroganz, die hinter dieser Initiative steckt, fast schlecht».

So hart die Bandagen in diesem Kampf sind, so knapp wird wohl auch das Ergebnis werden. Momentan liegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel