DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
The Swiss National Bank, SNB, photographed Thursday, 15 January 2015, in Bern, Switzerland. - Die Nationalbank praezisiert den Jahresgewinn auf 38,3 Milliarden Franken. Der gewaltige Ueberschuss folgt auf einen Verlust von 9,1 Milliarden Franken im Vorjahr. Die SNB hat bereits angekuendigt, nach dem Rekordgewinn insgesamt 2 Milliarden an Bund und Kantone auszuschuetten. Gemaess einer Uebereinkunft mit dem Eidgenoessischen Finanzdepartement entrichtet die SNB neben der ordentlichen Ausschuettung von einer Milliarde eine Sonderzahlung von einer weiteren Milliarde. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Macht vor allem auf den Fremdwährungspositionen viel Verlust: Die Schweizerische Nationalbank.  Bild: KEYSTONE

Nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses: Schweizerische Nationalbank mit Quartalsverlust von 30 Milliarden Franken

Nachdem die Schweizer Nationalbank vergangenes Jahr einen Rekordgewinn von 38 Milliarden Franken verbuchen konnte, folgt im ersten Quartal von 2015 ein Minus von 30 Milliarden Franken. 



Die Schweizerische Nationalbank (SNB) weist für das erste Quartal 2015 einen Verlust von 30 Milliarden Franken aus. Nach Aufhebung des Euro-Mindestkurses betrug allein der Verlust auf den Fremdwährungspositionen 29.3 Milliarden Franken.

Auf dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von einer Milliarde Franken, wie die SNB am Donnerstag mitteilte. Der Quartalsverlust folgt auf den Rekordgewinn von 38 Milliarden Franken im vergangenen Jahr. 

Ein markantes Minus der SNB war erwartet worden, nachdem die Nationalbank am 15. Januar den Mindestkurs von 1.20 Franken pro Euro aufgehoben hatte. Dies führte zu einer Aufwertung des Frankens und entsprechend zu wechselkursbedingten Verlusten auf sämtlichen Anlagewährungen, wie die Nationalbank im Communiqué schreibt.

ARCHIV - A coin of 1 Euro (left) and a coin of 1 Swiss Franc (right), pictured on July 21, 2011. - Ein Monat nach dem Entscheid der Nationalbank, den Euro-Mindestkurs aufzugeben, ist der erste Schock fuer Politik und Wirtschaft zwar vorbei. Doch die Unsicherheit bleibt. Einige Unternehmen reagieren mit Abbau und Einsparungen. (KEYSTONE/Martin Ruetschi)

Nach der Aufhebung des Euro-Mindestkurses konnte ein markantes Minus der SNB erwartet werden.  Bild: KEYSTONE

Für das erste Quartal 2015 betrugen die wechselkursbedingten Verluste insgesamt 41.1 Milliarden Franken. Zugleich verbuchte die SNB aus den Fremdwährungsanlagen Zinserträge von 1.6 Milliarden Franken und Dividenden von 0.3 Milliarden Franken.

Das allgemein tiefere Zinsniveau führte zudem zu Kursgewinnen von 3.7 Milliarden Franken auf den Zinspapieren. Die Beteiligungspapiere profitierten vom günstigen Börsenumfeld und trugen mit 6.2 Milliarden Franken zum Erfolg bei.

Gestützt auf den Rekordgewinn von 2014 hat die SNB zusätzlich zur ordentlichen Ausschüttung von einer Milliarde Franken für das vergangene Jahr eine weitere Ausschüttung in derselben Höhe an Bund und Kantone entrichtet. Was für 2015 zu erwarten ist, lässt sich nur bedingt abschätzen, da das Ergebnis der SNB überwiegend von der Entwicklung der Gold-, Devisen- und Kapitalmärkte abhängig ist. (sda/cma)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Wer bezahlt wie? So hat Corona unsere Gewohnheiten verändert

Das beliebteste Zahlungsmittel in der Schweiz bleibt das Bargeld. Allerdings hat das bargeldlose Bezahlen im Zuge der Coronakrise stark an Bedeutung gewonnen, sei es mit Karte oder über Bezahl-Apps.

Beim Bezahlen habe es starke Verschiebungen weg vom Bargeld hin zu bargeldlosen Zahlungsmitteln gegeben, schreibt die Schweizerische Nationalbank (SNB) am Mittwoch. Die SNB hat zum Zahlungsverhalten der Schweizerinnen und Schweizer vergangenen Herbst zum zweiten Mal eine Umfrage durchgeführt.

Von den 2100 befragten Personen gaben 97 Prozent, Bargeld für alltägliche Ausgaben zu halten. Danach folgt die Debitkarte als zweitwichtigstes Zahlungsmittel, die 92 Prozent der Befragten besitzen. 78 …

Artikel lesen
Link zum Artikel