Schweiz
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Bundesrat Didier Burkhalter, links, und Filippo Lombardi, CVP-TI, rechts, sprechen kurz vor Beginn der Von-Wattenwyl-Gespraeche, am Freitag, 12. Mai 2017, im Von-Wattenwyl-Haus in Bern. An den traditionellen Gespraechen im bundesraetlichen Von-Wattenwyl-Haus bereiten die SpitzenvertreterInnen der Bundesratsparteien zusammen mit ihren BundesraetInnen die folgende Session der Eidgenoessischen Raete vor. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Nach Didier Burkhalters Rücktritt ist CVP-Fraktionschef Filippo Lombardis (rechts) Weg in den Bundesrat endgültig verbaut. Bild: KEYSTONE

Dieses Flussdiagramm zeigt, weshalb Filippo Lombardi nie Bundesrat wird

Die Wahl von Didier Burkhalters Nachfolge hat Auswirkungen darauf, wessen Chancen auf einen Bundesratssitz bei der nächsten Vakanz steigen und wer seinen Traum begraben muss – wie etwa CVP-Fraktionschef Filippo Lombardi.



Voraussichtlich am 20. September entscheidet die vereinigte Bundesversammlung, wer für den FDP-Aussenminister Didier Burkhalter in den Bundesrat nachrückt. Auch wenn der Tessiner Ignazio Cassis der grosse Favorit ist: Bundesratswahlen sind immer für eine Überraschung gut. Fest steht lediglich: Der Sitz wird in den Händen der FDP bleiben – und in der lateinischen Schweiz.

Mit seinem Rücktritt hat Burkhalter die Schweiz überrascht. Der Neuenburger ist erst seit acht Jahren im Bundesrat. Experten hatten eher damit gerechnet, dass Doris Leuthard als amtsältestes Regierungsmitglied bald zurücktritt. Auch über einen Rücktritt von Burkhalters Parteikollege Johann Schneider-Ammann ist spekuliert worden. Der Berner ist zwar erst seit 2010 Bundesrat, hat aber das Pensionsalter erreicht und mit dem Präsidialjahr 2016 die Krönung seiner politischen Karriere hinter sich.

Die beiden nächsten Vakanzen im Bundesrat dürften also bei der CVP und der FDP entstehen. In den Medien wurden schon zahlreiche Politiker als geeignete Nachfolger für Leuthard und Schneider-Amman genannt. Aber: Bei Bundesratswahlen beachtet das Parlament Faktoren wie die regionale Herkunft, das Geschlecht und die politische Positionierung der Kandidaten.

Dieses Gleichgewicht wird durch die Burkhalter-Nachfolge jetzt neu tariert. Somit hat der Rücktritt des Aussenministers manchem Politiker mit Bundesratsambitionen einen Strich durch die Rechnung gemacht, während er anderen erst die Tür zum höchsten Amt geöffnet hat. Unser Flussdiagramm zeigt, wer profitieren und wer verlieren könnte.

Szenario 1: Wer wird auf Doris Leuthard (CVP) folgen?

Bild

Bild: watson.ch/cbe

Szenario 2: Wer wird auf Johann Schneider-Ammann (FDP) folgen?

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Bild: watson.ch/cbe

Didier Burkhalter legt sein Amt als Bundesrat nieder

Didier Burkhalter: Zwischen Landsgemeinde und Weltpolitik

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18 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
The_ugly_truth
22.07.2017 12:12registriert April 2017
Verrückte Idee: einfach mal die fähigsten Leute in den Bundesrat wählen, ganz abgesehen von Herkunft, Geschlecht usw.
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goschi
22.07.2017 12:50registriert January 2014
Schöne Aufstellung die interessante zusammenhänge offen legt, danke dafür und bitte gerne mehr hintergrund-Artikel zur schweizer Politik.
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18

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

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