DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Die Aargauer Regierungsraetin Susanne Hochuli, links, Staenderaetin Christine Egerszegi, Mitte,  und Staenderaetin Pascale Bruderer-Wyss, rechts, Praesidentinnen des Nein Komitees zum Gripen, an einer Medienkonferenz in Aarau, am Donnerstag, 24. April 2014. Die Volksabstimmung zum

Wehren sich gegen haltlose Vorwürfe der Gripen-Befürworter: Die Aargauer Regierungsrätin Susanne Hochuli, Ständerätin Christine Egerszegi und Ständerätin Pascale Bruderer-Wyss an einer Medienkonferenz in Aarau. Bild: KEYSTONE

Polemik wegen Kampfjet-Ablehnung

Drei Aargauer Politikerinnen wehren sich gegen Kritik



Die Aargauer Militärdirektorin Susanne Hochuli (Grüne) sowie die Aargauer Ständerätinnen Christine Egerszegi (FDP) und Pascale Bruderer (SP) wehren sich gegen die Kritik, sie wollten die Armee abschaffen. Sie präsidieren das kantonale Komitee gegen den Gripen-Kauf.

Sie wolle nicht die Armee abschaffen, sagte Regierungsrätin Hochuli am Donnerstag vor den Medien in Aarau. So habe sie sich im September gegen die Initiative zur Abschaffung der Wehrpflicht ausgesprochen und sich Knatsch mit der eigenen Partei eingehandelt.

Wenn alle Gegner des Gripen-Kaufs in die Armee-Abschaffungsecke gestellt würden, sei dies «unanständig und schlechter Stil», führte Ständerätin Bruderer aus. Ständerätin Egerszegi sagte, sie stehe zur Armee, kämpfe aber für eine andere Priorisierung der Mitteileinsätze.

Die drei Politikerinnen lehnen den Kauf neuer Kampfjets ab. Die Beschaffung sei «finanzpolitisch fragwürdig und sicherheitspolitisch unnötig». Das Volk entscheidet am 18. Mai.

Polemik im Aargau

Besonders das Engagement der grünen Regierungsrätin Hochuli im Nein-Komitee hatte bei den bürgerlichen Parteien im Aargau zu Polemik geführt. Hochuli sagte dazu, man nehme auch für sich die Meinungsfreiheit in Anspruch. «Wir haben nie gegen die anderen geschossen.»

Die SVP kündigte an, im Parlament den Antrag zu stellen, der Regierungsrätin die Abteilung Militär und Bevölkerungsschutz im Departement Gesundheit und Soziales wegzunehmen.

Die gleiche Forderung hatte die FDP bereits im Februar 2011 in einer Interpellation erhoben. Die Gesamtregierung stellte sich hinter die Militärdirektorin und wies die Forderung ab.

Die drei bürgerlichen Regierungsräte - Landammann Roland Brogli (CVP), Alex Hürzeler (SVP) und Stephan Attiger (FDP) - gehören dem kantonalen Ja-Komitee zur Gripen-Beschaffung an. Die Gesamtregierung beschloss keine gemeinsame Abstimmungsparole. (oku/sda)

Lesen Sie hierzu auch:

Alle News und Hintergründe zum Gripen >>

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Themen

Wenn Influencer Fake News verbreiten – und damit Tausende erreichen

Der Berner Gabirano Guinand erlangte als Comedian nationale Bekanntheit. Nun füttert er seine Follower vorwiegend mit Verschwörungserzählungen und pseudowissenschaftlichen Gesundheitstipps. Ein Medienpsychologe rät jugendlichen Fans, kritisch zu bleiben.

Der Berner Gabirano Guinand, 22 Jahre alt, ist ein sympathischer junger Mann, mit viel Witz und ursprünglich grossen Plänen. Vor einem Jahr sagte er im Interview mit watson, irgendwann wolle er im ausverkauften Hallenstadion auftreten. Die Chance, dass er den Durchbruch auf der Bühne schaffen könnte, stand damals gut. Gabirano hatte sich in jüngeren Jahren mit lustigen Kurzvideos im Internet eine beachtliche Fan-Basis aufgebaut und war daran, sich als ernstzunehmender Comedian einen Namen …

Artikel lesen
Link zum Artikel