Schweiz
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Grimselwirt Peter Zybach brannte 1852 sein eigenes Hospiz ab. bild: ricardo

Der erste grosse Versicherungsbetrug der Schweiz – anno 1852 auf dem Grimselpass

Peter Zybach, Hotelier und Wirt auf der Grimsel, ist reich und über die Landesgrenzen hinaus berühmt. Da fasst er im Herbst 1852 einen verhängnisvollen Beschluss, der ihm die Verurteilung zum Tode beschert.



In der ersten Hälfte der 1880er Jahre steht der Fremdenverkehr in seinen ersten Anfängen. Die Gasthöfe sind einfache Unterkünfte ohne jeden Luxus. Der gute Ruf, den sich unsere Hotellerie sehr schnell erwerben wird, geht auf die persönliche Initiative der einzelnen Gastwirte zurück. Sie nehmen in ihren Häusern an den grossen Transitwegen die ausländischen Touristen auf. Diese Männer und ihre Frauen sind Pioniere. Ohne eigentliche Schulung in dem Beruf, ohne Unterstützung durch die Behörden passen sie sich den steigenden Ansprüchen der Gäste an. Dank dem Fleiss, der Redlichkeit und dem Weitblick dieser Generation wird die Schweiz zum bevorzugten Reiseland in Europa.

Zu diesen Pionieren gehört der Grimselwirt Peter Zybach. Sein Name ist weit über die Grenzen unseres Landes hinaus bekannt. Die gewaltige, 26 Kilometer lange Passstrasse, die von Meiringen ins Wallis führt, ist eine beliebte Reiseroute. Es gibt kaum einen Liebhaber der schweizerischen Berglandschaft, der nicht schon beim Grimselwirt eingekehrt wäre. Peter Zybach darf stolz auf seinen guten Ruf sein. Der einfache Oberländer Bauernsohn hat sich aus eigener Kraft empor gearbeitet und das Grimselhospiz verdankt seine Beliebtheit nicht nur der bevorzugten Lage auf 2164 Metern Höhe an der alten Passstrasse, sondern ebenso sehr der vorzüglichen Führung von Peter Zybach.

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Das Grimsel-Hospiz um 1840. bild: samuel birmann, wikimedia

Schon seit dem 16. Jahrhundert steht oben auf dem Grimselpass ein bescheidenes Rasthaus. Die einfache Herberge ist nicht für Touristen gebaut worden (die es zu dieser Zeit ja noch nicht gibt). Aber wer nach Süden wollte oder musste war auf die Pässe angewiesen und so herrschte auf der Grimsel schon in dieser Zeit ein lebhafter Verkehr von Wanderern und Lastfuhren aller Art. Im bescheidenen Haus oben auf dem Pass konnten die Reisenden ruhen und im Notfall auch über Nacht bleiben. Hier bekamen sie unentgeltlich Suppe, Milch, Brot und Käse. Wer es vermochte, gab freiwillig eine kleine Entschädigung. Damit war das Hospiz allerdings nicht zu finanzieren. Deshalb wurden im Winter, wenn es geschlossen war, in der ganzen Schweiz Geldsammlungen durchgeführt und besonders aus den umliegenden Gegenden wurde gerne für das gute und nützliche Werk gespendet.

Aus dem Hospiz wird ein Berghotel

Das ändert sich zu Beginn des 19 Jahrhunderts. Immer häufiger überschreiten ausländische Touristen die Grimsel. Das Berner Oberland gilt als Perle der Alpen. Die einfache Einrichtung des alten Hospizes genügt nun nicht mehr. Die für die Verwaltung der Passstrasse zuständige Landschaft Oberhasli lässt das rauchgeschwärzte Steinhaus grosszügig auf 48 Gästebetten ausbauen und setzt einen Pächter namens Leuthold ein. 1836 übernimmt sein Schwiegersohn Peter Zybach die Pacht.

Peter Zybach ist 1790 in Oberhasli geboren und wächst in einer kinderreichen Bauernfamilie auf. Nach dem Tod der Eltern übernimmt er das Familiengut den Oberstein und wird durch Fleiss, Umsicht und Tüchtigkeit zu einem Musterbauern. Er heiratet die Tochter des Grimselwirtes, mehrt seinen Wohlstand, kann Vieh und Ackerland zukaufen und wird der hablichste Bauer weitherum. Der hochgewachsene, kräftige Mann mit frohem Gemüt und verständigem Wesen ist überaus beliebt und nicht weniger seine brave Ehefrau, die gegen die Armen hilfsbereit und wohltätig ist.

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Blick auf die Grimselpasshöhe und die Walliser Alpen. bild: shutterstock

Als ihm sein Schwiegervater die Pacht auf der Grimsel überträgt, ist er am Ziel seiner Wünsche. Das nach wie vor bescheidene Hospiz auf der Grimsel ist so recht nach seinem Herzen: an dieser grossen Passstrasse, auf der jeden Sommer Tausende wohlhabender Fremder vorbeiziehen, muss ein Gasthaus gedeihen und blühen, wenn ein tüchtiger Wirt den Ansprüchen der neuen Zeit gerecht wird. Und bald rockt es auf der Grimsel. Peter Zybach fügt dem Wirtshaus einen Schlachtraum, eine Käserei, einen Milchkeller und eine Waschküche hinzu. Das oft durch schlechtes Wetter und gar Schneefall isolierte Haus kann seinen Betrieb weitgehend unabhängig führen. Er investiert eigenes Geld, das ihm von der Landschaft Oberhasli, die nach wie vor Besitzerin ist, weitgehend erstattet wird.

1841 läuft die Pacht aus und wird um zwölf Jahre bis 1853 verlängert. In dieser Zeit erweitert Peter Zybach das Hauptgebäude auf nunmehr 100 Betten. Auch im geräumigen Speisesaal finden 100 Gäste Platz. Es gibt ein Lese- und ein Spielzimmer und eine kleine Bibliothek mit ausgewählten Werken. Auf der zur Pacht gehörenden Alpwirtschaft lässt er die Sennhüten und Ställe renovieren. Aus dem Hospiz ist nun ein stattliches Berghotel geworden und das Personal besteht aus 20 Knechten und 16 Mägden.

Es brennt!

Im Herbst 1852, ein Jahr vor dem Pachtablauf, offeriert Peter Zybach der Landschaft Oberhasli schriftlich eine Verlängerung um 18 bis 20 Jahre mit einer Erhöhung des Pachtzinses von 1450 auf 2900 Franken pro Jahr. Im Falle seines Ablebens soll der Pachtvertrag auf seine Familie übergehen. Er bietet an, die Mittel zum Ausbau des Hotels von 100 auf 150 Betten vorzuschiessen.

Aber die Landschaft Oberhasli lehnt das grosszügige Angebot völlig überraschend ab. Sie will noch mehr Pachtzins. Dabei spielt wohl auch die stärkste Naturkraft des Berner Oberlandes eine Rolle: der Neid, der stärker sein soll als der Föhn. Es kommt zu keiner vorzeitigen Verlängerung der Pacht.

Am 31. Oktober 1852 verlässt Peter Zybach «sein» Hotel und trifft noch am selben Tag bei seiner Familie im Oberstein ein. Die drei Knechte Heinrich Blatter und die Gebrüder Kaspar und Heinrich Abplanalp werden, wie üblich, den Winter oben im Hospiz verbringen.

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Das Grimsel-Hospiz um 1910. Fotografie mit Postkutschen. bild: historischehotels.ch

Wenige Tage später, Samstag früh, den 6. November, kommt Heinrich Abplanalp von der Grimsel herunter und überbringt Peter Zybach die Nachricht, das Hospiz sei in der vergangenen Nacht bis auf die Grundmauern niedergebrannt.

Noch am gleichen Abend flattert dem Regierungsstatthalter in Meiringen (der im Kanton Bern in den Amtsbezirken die Kantonsregierung vertritt) eine schriftliche Anzeige der schweizerischen Mobiliarversicherung ins Haus. Peter Zybach hat den Schadensexperten sofort benachrichtigt und ihn ersucht, mit ihm zur Vornahme der Schadensschätzung die Brandstätte zu besichtigen. Das gesamte Hotelmobiliar ist für 43'000 Franken versichert. Das Gebäude ist bei der kantonalen Brandversicherung (die im Kanton Bern bereits obligatorisch ist) mit einem Schätzungswert von 25'000 Franken eingetragen.

Zu Asche, zu Staub

Peter Zybach eilt persönlich zum Regierungsstatthalter nach Meiringen, um ihn über die näheren Umstände des Unglückes zu informieren. Offenbar sei der Brand durch die Unvorsichtigkeit eines Reisenden entstanden, dem die drei Knechte Obdach gewährt hatten. Man müsse befürchten, dass der Fremde im Feuer umgekommen sei.

Bereits am Sonntag um vier Uhr morgens bricht in Meiringen eine kleine Expedition zur Grimsel auf. Sie besteht aus dem Regierungsstatthalter, dem Schadensexperten der Mobiliar, Peter Zybach und seinem ältesten Sohn Jakob.

Um die Mittagszeit trifft die Gesellschaft auf der Grimsel ein. Zwei Knechte sind noch anwesend: Alfred Blatter und Heinrich Abplanalp. Man besichtigt die Brandstätte. Das Hotel ist bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Ein trauriger Anblick. Der dreissig Schritte entfernte Heuschober mit dem angebauten Pferdestall ist unversehrt geblieben.

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Grimsel-Hospiz und Grimselsee, Datum unbekannt. bild: samuel Birmann, Wikimedia

Der Regierungsstatthalter ist misstrauisch geworden. Er führt die beiden Knechte abseits und befragt jeden einzeln über den Hergang. Ihre Aussagen stimmen im Wesentlichen überein. Am Freitagabend sei ein Fremder aus dem Wallis herübergekommen. Ein älterer, ziemlich zerlumpt aussehender Mann, seiner Sprache nach wohl ein Italiener, der zu übernachten begehrt hätte. Gegen Mitternacht seien sie durch das Bellen der Hunde aufgeweckt worden. Im Gang habe ihnen schon Rauch und Glut entgegengeweht. Sie hätten zum Zimmer des Italieners eilen wollen, um ihn zu retten. Das Feuer habe ihnen aber den Weg versperrt und so sei der Gast sicherlich verbrannt.

Der Regierungsstatthalter lässt den Schutt genau durchsuchen. Es wird keine Spur von einem verbrannten Leichnam entdeckt. Jakob Zybach, der Sohn des Pächters, meint, die Knochen müssten wohl zu Asche verbrannt sein.

Hohes Schweigegeld nützt nichts

Der Statthalter tritt den Rückweg an. Peter Zybach verabschiedet sich schon oben auf der Passhöhe von den anderen. Er habe im Wallis noch ein Geschäft zu erledigen. Unten in Guttannen angelangt, weist der Statthalter den Gemeindepräsidenten von Meiringen an, schon am nächsten Tag mit einigen Leuten die Brandstätte aufzusuchen und gründliche Nachforschungen auch in der Umgebung anzustellen.

Und siehe da: schon am nächsten Abend kommt ein Eilbote mit der Meldung, man habe in einem Misthaufen hinter dem Hospiz dreizehn versteckte Kisten und vier Fass Wein gefunden.

Inzwischen hat Peter Zybach sein Geschäft im Wallis erledigt. Er hatte die Bauern der nahegelegenen Gemeinde Oberwald zusammengerufen, ihnen das Unglück geschildert und sie gebeten, ihm Bauholz für den Wiederaufbau zu verkaufen. Sie sagten ihm dreitausend Fuss Bauholz zu sechs Batzen den Stock zu – was nahezu geschenkt war. Zufrieden macht er sich auf den Weg zurück zur Passhöhe. Oben angelangt stockt ihm der Atem. Er sieht den Gemeindepräsidenten, der die gefundenen und aufgestapelten Kisten und Fässer inspiziert. Und macht einen entscheidenden Fehler: er zieht den Gemeindepräsidenten zur Seite und flüstert ihm zu: «Helft mir aus der Sache, ihr könnt mich glücklich oder unglücklich machen». Und bietet ihm ein hohes Schweigegeld an.

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1928 wird auf dem Grimsel fleissig gebaut. bild: ricardo

Dem Gemeindeoberhaupt und dem Regierungsstatthalter bleibt nichts anderes übrig als Peter Zybach und die drei Knechte für verhaftet zu erklären. Peter Zybach bietet in seiner Verzweiflung an, er verzichte auf alle Ansprüche gegenüber der Mobiliarversicherung und man möge weitere Nachforschungen unterlassen. Natürlich geht der Vertreter der Regierung auf dieses Angebot nicht ein und nimmt Peter Zybach ins Kreuzverhör. Die Ausrede, er habe die Kisten und die Weinfässer im Mist vergraben, um sie vor dem Erfrieren zu schützen, hilft ihm nicht.

Verurteilt und begnadigt

Eine neuerliche Untersuchung der Umgebung ist das Ende: Jenseits des Grimselpasses, auf dem sogenannten Seemätteli, werden hinter Granitfelsen versteckt Türen, Fensterrahmen und dergleichen entdeckt. In einer alten Hütte kommt eine Kiste mit Glas- und Küchenwaren zum Vorschein und schliesslich wird in einem Heuschober das Hauptlager aufgespürt: Kisten mit Geschirr, Glas und dergleichen, wenigstens 10'000 Franken wert. Alles ist sauber verpackt.

Vor dem Untersuchungsrichter legt Peter Zybach schliesslich ein umfassendes Geständnis ab. Der erste Gedanke an eine Brandstiftung sei ihm durch ein zufälliges Gespräch mit einem ausländischen Gast gekommen. Dieser habe ihn von niedergebrannten Fabriken erzählt, die hernach doppelt so gross wieder aufgebaut worden seien. Von da an habe ihn die Idee ständig verfolgt, das zu klein gewordene Hotel anzuzünden, und mit dem Geld der beiden Versicherungen ein grösseres Haus zu bauen. Die Geschichte von dem Fremden, der im Feuer den Tod gefunden habe, sei ein Märchen, das sie sich ausgedacht hätten, um jeden Verdacht abzulenken. «Ich gebe zu, dass meine Absicht war, die Versicherung zu schädigen. Habsucht und Stolz haben mich zu meiner Tat verleitet.»

Am 25. Mai 1853 findet im Schloss zu Thun die grosse Schwurgerichtsverhandlung gegen Peter Zybach und seine drei Helfer statt. Der Andrang des Publikums ist ausserordentlich (im Kanton Bern sind Strafprozesse öffentlich). Die enorme Popularität des Grimselwirtes und das Rätsel der Tatmotive haben den Fall bis weit über die Landesgrenzen bekannt gemacht. Der Prozess erregt die Gemüter.

Das Gericht setzt sich aus zwölf Geschworenen und drei Kriminalrichtern zusammen. Es geht um Leben und Tod. Paragraph 189 des «Helvetischen Peinlichen Gesetzbuches» sagt:

«Wer immer aus Bosheit oder Rache und in der Absicht, einem anderen zu schaden Feuer anlegt an Häusern, Gebäuden, Schiffen, Magazinen, Werkstätten, Wäldern, Scheiterhaufen, auf dem Feld liegender oder stehender Frucht oder an anderen brennbaren Sachen, durch welche Feuer in den gedachten Häusern, Gebäuden, Schiffen, Magazinen, Werkstätten, Wäldern, Scheiterhaufen oder auf dem Felde liegender oder stehender Frucht entstehen könnte, wird mit dem Tod bestraft.»

Dieser Artikel kennt als Motiv der Brandstiftung nur «Bosheit oder Rache». Andere Motive wie Gewinnsucht fallen ausser Betracht. Als dieses Gesetz 1799 geschrieben wurde, gab es halt noch keine Brandversicherungen, die man schädigen konnte.

Nach diesem grausamen Gesetz wird die Tat gerichtet. Der Staatsanwalt fordert für die drei Knechte zwanzig Jahre Kettenstrafe und für Peter Zybach, so leid es ihm tue, die Todesstrafe. Nach kurzer Verhandlung eröffnet die Kriminalkammer das Urteil: Peter Zybach wird zum Tode verurteilt, doch solle beim Grossen Rat des Kantons Bern die Umwandlung in Kettenstrafe auf dem Weg der Begnadigung nachgesucht werden. Die Knechte Heinrich Blatter und Kaspar Abplanalp werden zu zwölfjähriger Kettenstrafe, Heinrich Abplanalp zu elf Jahren Kettenstrafe verurteilt.

Damit ist der Prozess beendet. Schon wenige Tage später begnadigt der Berner Grosse Rat Peter Zybach zu einer 20-jährigen Kettenstrafe, was bei dem 62-jährigen Mann so viel wie lebenslänglich bedeutet. Später lässt die Behörde noch einmal Milde walten: nachdem Peter Zybach vier Jahre lang im Zuchthaus gesessen hat, wird der Rest der Strafe in lebenslängliche Verbannung aus der Eidgenossenschaft umgewandelt. Dies unter der Bedingung, dass die drei Knechte, die ebenfalls freigelassen werden, von der Familie Zybach das Reisegeld zur Auswanderung nach Südamerika erhalten. Die Obrigkeit hält es für Unrecht, Peter Zybach die Freiheit zu schenken und die von ihm zur Tat verleiteten Knechte weiterhin im Kerker schmoren zu lassen.

Die Familie Zybach bezahlt 5000 Franken, um die drei Knechte und ihre Angehörigen übers Meer nach Südamerika zu schaffen. Der alte Peter Zybach wandert ins Elsass aus. Im Jahr 1861 wird der nunmehr 70-jährige Greis vollständig begnadigt. Er kehrt in die Schweiz zurück und kann auf dem Hof Oberstein, der inzwischen auf seine Kinder übergegangen ist, den Rest seiner Tage in Frieden verbringen.

Literatur:

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17Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Resche G 04.05.2020 12:26
    Highlight Highlight "Dabei spielt wohl auch die stärkste Naturkraft des Berner Oberlandes eine Rolle: der Neid, der stärker sein soll als der Föhn"

    So wahr ;)
  • Influenzer 04.05.2020 07:02
    Highlight Highlight Und auch heute lebt die Unsitte des "warm Abreissens" in vielen Teilen der Welt weiter. Oft geht es darum Platz für zwielichtige Immobiliendeals zu schaffen.
  • PABT 03.05.2020 21:05
    Highlight Highlight Superspannende Geschichte! Mehr davon, auch Legenden und Sagen wären ab und zu lässig zu lesen hier; ev. noch verbinden mit Wandertipps? Könnte man dann gleich die CH-Ferien planen für Spaetsommer. Da wir ja jetzt eh alle in der Schweiz Ferien machen brauchen wir neue Tipps, ansonsten wird's zu voll in Ascona und am Cauma-See.
  • Maese 03.05.2020 16:19
    Highlight Highlight Super Artikel!
    Mich beeindruckt immer wieder, wie umfangreich zu dieser Zeit Handel betrieben wurde. Wenn man bedenkt mit welch, aus heutiger Sicht, bescheidenen Mitteln hochalpine Pässe überwunden wurden. Das würdigt die Leistung aller Beteiligten noch mehr.
  • Militia 03.05.2020 15:32
    Highlight Highlight Wenn ich an das entbehrliche Leben meiner Grosseltern denke bezweifle ich doch stark, dass im 16. Jahrhundert "Wanderer" zum Vergnügen über den Grimselpass gegangen sind. Die hatten im Leben keinen Tag frei (wortwörtlich) und mussten als Bauern in den Bergen genug "wandern" um den Lebensubterhalt zu bestreiten. Da war ein Sonntagnachmittag (nachdem alle Tiere versorgt waren) das höchste der Gefühle. Vergiss im ausgehenden Mittelalter...
    • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 03.05.2020 17:22
      Highlight Highlight Vielleicht sind ja mit "Wanderern" die seinerzeits üblichen Wanderarbeiter gemeint...?

      Oder es gab vielleicht auch wohlhabende Leute, die sich Wandern zum Spass leisten konnten?
    • Militia 03.05.2020 18:36
      Highlight Highlight Kann sein. In den Jahren um 15xx aber war Wandern ziemlich sicher noch kein Hobby.
    • Alnothur 03.05.2020 22:31
      Highlight Highlight Steht doch da, dass es damals keine Touristen hatte... Wandern in dem Sinne wäre Tourismus. Ist recht offensichtlich, dass nicht das Freizeitwandern gemeint ist.
  • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 03.05.2020 15:16
    Highlight Highlight Sehr interessante Geschichte, die mir bisher komplett unbekannt war.
    Ich finde die hätte Potenzial für eine Verfilmung.

    Vielen Dank @TeamWatson, für die lesenswerte Aufbereitung dieses Ereignisses!
  • atorator 03.05.2020 14:59
    Highlight Highlight Ja, ja, ohne staatliche Hilfe usw. Der Staat hat die Passstrasse gebaut, die Wasserversorgung, Strom, Kanalisation. Alles. Da wäre also ohne Staat, spricht Gesellschaft, gar nichts gelaufen.
    • Pat the Rat, einfach nur Pat the Rat 03.05.2020 17:16
      Highlight Highlight Strom 1836?
      Wasserversorgung 1836?
      Asphaltierte Strassen 1836?
      Kanalisation auf dem Berg 1836?

      Ich glaube, Du hast den Artikel nicht gelesen oder in Geschichte gepennt!
    • weissauchnicht 03.05.2020 23:17
      Highlight Highlight @Pat, Passstrassen mussten auch schon gebaut werden, als sie noch nicht asphaltiert wurden, sondern noch aus Schotter oder - wie die Tremola - aus Pflastersteinen bestanden...;-)...

      Und Passstrassen waren wohl schon damals ein Gemeinschaftswerk der Talschaften. Der Unterschied zu heute ist nur, dass man damals noch stolz war auf gemeinschaftliche (=staatliche) Unternehmungen, während im neoliberalen Kapitalismus das Gemeinwesen gar nicht mehr unternehmerisch aktiv werden darf, sondern nur die marktdiktierenden (Erb-)Kapitalisten...
  • RandomNicknameGenerator 03.05.2020 14:37
    Highlight Highlight Danke für den Interessanten Artikel!

    Da darf gerne noch länger kein Sport gespielt werden, wenn dafür mehr hiervon kommt ;)
  • fools garden 03.05.2020 14:35
    Highlight Highlight Heisse Geschichte.
    Ich hatte 1979 nach der Rekrutenschule ein Gspuusi im Diemtigtal, als Unterländer im Oberland. Der Sprichwörtliche Neid langte noch weit ins 20 Jahrhundert und ich blieb einigermaßen Ungeschoren fortan wieder in Bern.
  • niklausb 03.05.2020 13:45
    Highlight Highlight Danke für diesen Bericht.
  • Tikkanen 03.05.2020 13:29
    Highlight Highlight ...hochinteressante Geschichte aus vergangenen Zeiten, Chlöisu. Eine weitere Zauggsche Erzählung über die Tage, an denen sich Russen auf dem Susten in Gefechte verwickelt sahen drängt sich geradezu auf. Jänu, was entnehmen wir der Geschichte, auf schlechte Zeiten folgen immer gute, es ist stets Zuversicht angebracht! Wie der Grimselwirt einst, muss sich auch der heutige Mensch stets der Herausforderung stellen, schicksalshafte Tiefschläge müssen zu allen Zeiten überwunden und weggesteckt werden, getreu dem Anker‘schen Motto „und siehe da, die Welt ist nicht verloren“!

    Item, Schweizermeister🐻
    • ursus3000 03.05.2020 17:53
      Highlight Highlight Jaja , amtierender Schweizermeister , am besten wir sagen die nächste Saison ab , dann bleibt es dabei

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