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Joëlle (ganz rechts) im Teenageralter zusammen mit ihrer Mutter (mitte) und deren Partnerin. bild: zvg

Wenn die Mutter lesbisch ist – ein Regenbogenkind erzählt

Joëlle Stocker ist 28 und hat zwei Mütter. Emotional gesehen jedenfalls. Mit vier Jahren trennten sich ihre biologischen Eltern. Seither lebt sie in einer Regenbogenfamilie. Ein Porträt.



«Bei der Erziehung braucht es einen Mann und eine Frau.» «Ein gleichgeschlechtliches Ehepaar ist unnatürlich.» «Das bringt Defizite in der Kindererziehung mit sich.»

Diese Sätze fallen dann, wenn es um Kinder in Regenbogenfamilien geht. Auch Joëlle Stocker, 28 Jahre alt, grüne Augen, die hellen Haare zu einem Dutt gebunden, hat sie schon des Öfteren gehört. Joëlle ist ein Regenbogenkind. «Rechtlich gesehen habe ich eine Mutter und einen Vater. Emotional gesehen zwei Mütter und einen Vater», sagt die Zürcherin.

Als Joëlle vier Jahre alt war, trennte sich ihre Mutter von ihrem Vater. Sie hatte sich neu verliebt – in eine Frau. Fortan lebt Joëlle die Hälfte der Zeit mit ihrer Mutter und deren Partnerin, die andere Hälfte bei ihrem Vater. «Die Partnerin meiner Mutter war da, seit ich denken kann. Ich kenne nichts anderes», erinnert sich Joëlle heute, 24 Jahre später.

Anders aufgewachsen ist sie deshalb nicht. Nach dem Gymnasium studierte sie Deutsch und Kunstgeschichte. Heute arbeitet sie in einem IT-Startup. «Ich bin überhaupt kein Spezialfall, sondern eher ziemlich langweilig», schmunzelt Joëlle. Und dennoch hat sich die 28-Jährige zu einem Gespräch bereit erklärt. Weil sie weiss, dass sie ihre Geschichte erzählen muss. Immer und immer wieder. Bis es irgendwann nicht mehr nötig ist.

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Joëlle zusammen mit ihrer Mutter. Mit vier Jahren trennten sich ihre biologischen Eltern. bild: zvg

Auf dem Weg ans Interview erzählt sie flüchtigen Bekannten von ihrem Vorhaben. Mit einer Journalistin werde sie sprechen, weil sie ein Regenbogenkind sei. Darauf folgt prompt die Frage, ob es denn Narben hinterlassen hätte, mit zwei Müttern aufzuwachsen. «Ich verstehe diese Frage nicht. Wichtig ist, dass man einem Kind das wichtigste fürs Leben mitgibt. Da spielt doch das Geschlecht überhaupt keine Rolle.»

«Wichtig ist, dass man einem Kind das wichtigste fürs Leben mitgibt. Da spielt doch das Geschlecht überhaupt keine Rolle.»

Joëlle Stocker

Sie träume von dem Moment, in dem man nicht mehr über Mutter- und Vaterrolle spricht. «Ich warte auf den Zeitpunkt, an dem es überhaupt keine Rolle spielt, ob man Hetero-Eltern, drei Mütter oder zwei Väter hat.»

In ihrer Kindheit fehlte ihr nichts. Joëlle hatte alles was sie brauchte, sagt sie heute. Zu ihrer Mutter als auch zu ihrem Vater hat sie eine gute Beziehung. Und auch mit der Dritten im Bunde, der Partnerin ihrer Mutter, hat Joëlle einen sehr engen Kontakt. «Sie ist aber nicht wie meine zweite Mutter, mehr wie eine Gotte, ihr erzähle ich auch Dinge, die ich meiner Mutter nicht erzählen würde», sagt Joëlle und lacht.

Ob es je schwierig war mit einer lesbischen Mutter aufzuwachsen? «Klar, war es mit 13 Jahren nicht immer einfach. Aber da nerven die Eltern doch generell – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung», so Joëlle. Wenn sie neue Leute kennen lernte, hatte sie anfangs das Gefühl, sie müsse sich erklären. «Doch irgendwann dachte ich mir, andere Menschen erzählen mir auch nicht, dass ihre Väter heterosexuell sind.»

«Doch irgendwann dachte ich mir, andere Menschen erzählen mir auch nicht, dass ihre Väter heterosexuell sind.»

Joëlle Stocker

Homophobie triggert Joëlle, mehr als alles andere. Eine lesbische Mutter zu haben, hat sie sensibilisiert. Und die 28-Jährige geht hart mit der Schweiz ins Gericht. «Sogar Taiwan hat die Ehe für alle. Nur hierzulande bringt man es nicht hin.» Wird die Ehe für alle in der Schweiz abgelehnt, wäre das für Joëlle ein Grund auszuwandern. Wohin, das weiss sie noch nicht. «Aber sicher in ein Land, wo meine Mutter und ihre Partnerin ihre Liebe offen zeigen können, wenn sie mich besuchen.»

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Joëlle ist stolz auf ihre Eltern, das merkt man. Und sie ist stolz darauf ein Regenbogenkind zu sein. bild: zvg

Joëlle ist stolz auf ihre Eltern, das merkt man. Und sie ist stolz darauf ein Regenbogenkind zu sein. «Ist man nicht schon fast im Nachteil, wenn man mit hetereosexuellen Eltern aufwächst? Da sieht man ja gar nie über den Tellerrand hinaus», scherzt sie.

Bei der Verabschiedung kommt Joëlle auf ihren Freund zu sprechen. «Ja, ich lebe in einer heterosexuellen Beziehung», schmunzelt sie unaufgefordert. Ans Kinderkriegen denkt sie nicht. Aber hätte sie je welche, wäre Eines klar: «Es wäre für mich eine grosse persönliche Niederlage, wenn mein Kind das Gefühl hätte, es müsste sich bei mir outen. Es sollte einfach eines Abends nach Hause kommen und sagen ‹guck Mami, das ist die Person, in die ich mich verliebt habe›.»

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119Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • bastardo 30.11.2019 06:39
    Highlight Highlight 1) "Sie träume von dem Moment, in dem man nicht mehr über Mutter- und Vaterrolle spricht."

    Und dann kam diese Journalistin uns sie musste wieder über Mutter- und Vaterrolle sprechen.

    2) Der einleitende Satz "Bei der Erziehung braucht es einen Mann und eine Frau" wird von der Journalistin mit "Diese Sätze fallen dann, wenn es um Kinder in Regenbogenfamilien geht" pauschalisiert. Was für eine unseriöse Behauptung! Hat die Artikelschreiberin ausschliesslich mit EVP- und CVP-Leuten gesprochen?
  • Toni.Stark 29.11.2019 20:57
    Highlight Highlight Die Sehnsucht nach dem Vater wird in der Psychoanalyse schon mannigfaltig diskutiert und ist in der Literatur belegt. (Schon, L. (2010). Sehnsucht nach dem Vater: Die Psychodynamik der Vater-Sohn-Beziehung. Klett-Cotta.) Aber wenn es um Homo-Ehen geht ist das Thema plötzlich verschwunden bzw. sogar verkehrt, weil politisch nicht erwünscht. Nein, es ist keine Homophobie. Nein, es ist nicht Diskriminierung (Professor Glaser von der Uni Zürich sieht keine Diskriminierung, wenn die Ehe exklusiv für Mann und Frau steht).
  • arni99 28.11.2019 18:38
    Highlight Highlight Nur kann man diese Situation nicht mit der zb der Lenzburger Väter vergleichen. Hier hatte die Tochter einen Vater, die Lenzburger Zwillinge jedoch keine Mutter. Ich weiss ja nicht wie es bei den Befürworter in der Jugend war, aber bei mir war es so, dass es gewisse Themen gab, die ich ganz bestimmt nicht mit der Mutter besprechen wollte, und umgekehrt. Und genau diese Möglichkeit wird bei Homo-Adoptionen den Kindern genommen.
    • ChlyklassSFI 29.11.2019 07:33
      Highlight Highlight Es gibt noch andere männliche Bezugspersonen.
    • DanielaK 29.11.2019 08:08
      Highlight Highlight Ich glaube, das hat mehr damit zu tun, dass man manchmal mit einem Elternteil einfach besser kann als mit dem andern. Ich konnte mit meinem Vater schon immer besser, aber das liegt nicht daran, dass er ein Mann ist, sondern dass ich mit meiner Mutter nie besonders konnte. Schon in der Schwangerschaft nicht😂. Ansonsten gibts noch Paten oder ähnliche Bezugspersonen. Auch mit dem Vater hätte ich nicht alles besprechen wollen...
    • Marco Wettstein 29.11.2019 12:34
      Highlight Highlight Es gibt auch allein erziehende Mütter und Väter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 97ProzentVonCH68000 28.11.2019 15:48
    Highlight Highlight Schöner Bericht!
    Ja: „Darauf folgt prompt die Frage, ob es denn Narben hinterlassen hätte, mit zwei Müttern aufzuwachsen. «Ich verstehe diese Frage nicht. Wichtig ist, dass man einem Kind das wichtigste fürs Leben mitgibt. Da spielt doch das Geschlecht überhaupt keine Rolle.»
    Damit sollte auch die unnötige Aufforderung von SexistInnen ein Ende haben, der Vater/die Mutter müssten genau gleich viel zu Hause sein, damit die Vater-/Mutter-Rolle nicht fehlt. JedeR und jedes Paar, so wie es ihnen passt.
    • pura vida 28.11.2019 19:39
      Highlight Highlight Sorry, wollte nicht blitzen... 😔
    • 97ProzentVonCH68000 28.11.2019 21:06
      Highlight Highlight 5 Blitzer, die ernsthaft finden, bei heterosexuellen Paaren macht‘s ein Unterschied? Aber bei gleichgeschlechtlichen Eltern dann nicht?
      Echt im letzten Jahrhundert geblieben und komplett unlogisch. 😂😂😂
  • Parge Linus 28.11.2019 15:44
    Highlight Highlight 1. Jedes Kind hat ein Recht auf Mutter und Vater. In der Struktur einer homosexuellen „Familie“ wird dieses Recht dem Kind geplant und bewusst verwehrt. Das ist eine grundlegende Verletzung des Kindesrechts.

    2. Ein Kind, das in dem Bewusstsein aufwächst, seine beiden Eltern seien zwei Frauen oder zwei Männer, wird in seinem Wissen um seinen zweigeschlechtlichen Ursprung manipuliert. Das wird sich negativ auf seine Identitätsbildung auswirken.

    Für die lesbisch lebende Frau ist es kennzeichnend, dass sie den Mann und das Männliche in der Nähebeziehung nicht haben will oder haben kann.
    • bänz 28.11.2019 18:58
      Highlight Highlight Pardon?
      Wo leben Sie denn?
      Das vorgestellte Beispiel zeigt auf, dass Kinder keinen Schaden davon ziehen, wenn ihre Eltern zwei Mütter oder zwei Väter sind.
      Aus meiner Erfahrung schadet es Kindern, wenn ihre Eltern lieblose Intoleranz und Neid vorleben.

      Ausserdem hat es mir reichlich wenig geholfen, bei heterosexuellen Eltern aufzuwachsen: Ich bin trotzdem 'schwul geworden'....
    • Bits_and_More 28.11.2019 19:07
      Highlight Highlight Artikel gelesen?
      " Zu ihrer Mutter als auch zu ihrem Vater hat sie eine gute Beziehung. Und auch mit der Dritten im Bunde, der Partnerin ihrer Mutter, hat Joëlle einen sehr engen Kontakt."

      Der Vater ist ja nicht einfach verschwunden, der ist nach wie vor da.

      Deine restlichen Punkte erinnern mich irgendwie an obskure Rassenlehre aus der NSDAP Zeit in Deutschland.
    • Yamamoto /// FCK NZS 28.11.2019 19:17
      Highlight Highlight Was soll dieses ominöse Kindesrecht sein? Davon habe ich als Jurist leider noch nie etwas gehört. Vermutlich sprichst Du vom Kindeswohl und da widerspricht Dir leider die herrschende Entwicklungspsychologie. Unser Recht hat sich an wissenschaftlichen Fakten zu orientieren und nicht an kruden Moralvorstellungen aus einem jahrhundertealten Märchenbuch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 28.11.2019 15:25
    Highlight Highlight «Es wäre für mich eine grosse persönliche Niederlage, wenn mein Kind das Gefühl hätte, es müsste sich bei mir outen.»

    Wer das Gefühl hat, sich outen zu müssen, trägt selbst dazu bei - so vermute ich - irgendwie anders wahrgenommen zu werden.

    Man sieht ja am Partner oder an der Partnerin eines jeden Menschen, wie seine/ihre Orientierung gerade ist. Da braucht es weder ein Outing noch eine Erklärung, und auch keinen Übereifer, allen zu zeigen, dass man (frau) anders ist.

    An den Anblick gleichgeschlechtlicher Paare wird man sich auch da gewöhnen, wo es heute noch eher ungewöhnlich ist.

    • Kanischti 28.11.2019 16:37
      Highlight Highlight Unsere Gesellschaft erstellt und konserviert eben die Normen, wie jemand zu sein hat und was von ihm/ihr erwartet wird.
      Diese Normen werden von Generation zu Generation weiter gegeben und selten hinterfragt.
      Ein Mensch weiss, oder spürt die Anforderungen die an ihn gestellt werden vor allem dann, wenn sein Verhalten/Neigung nicht diesen Normen entsprechen.
      Von daher ist der Begriff "Outing" schon passend. Er gibt damit zu -und steht auch dazu-, diese Normen nicht zu erfüllen.
    • The Count 28.11.2019 19:18
      Highlight Highlight Ich finde es wichtig, dass jede Generation, ja jeder Mensch, seine Normen und erziehungsbedingten Muster hinterfragt. Egal ob meine Eltern Heteros oder Homos sind, jeder hat das Recht darauf sich nicht innerhalb von Normen zu bewegen welche von anderen definiert wurden. DAS ist der springende Punkt beim Thema; jeder hat das Gefühl, dass die eigene Denkweise die Richtige ist. Brecht aus euren Mustern aus!
    • ChillDaHood 29.11.2019 09:09
      Highlight Highlight Ich bin nicht Homosexuell, vorneweg. Dennoch habe ich in einem kleinen Ausmass während meiner Jugend sowas wie ein Outing gehabt und ich denke, dass das die meisten haben. Es war der Punkt, an dem ich mich mit meinen Charakteristiken und Macken, Stärken und Schwächen, Aussehen und Geist, Herkunft, Standpunkt und Zielen auseinandergesetzt habe und mir bewusst wurde, dass das einfach okay so ist. Ich mache nicht alles toll und muss mich manchmal für Fehltritte entschuldigen, aber niemals generell für mich und meine Existenz.
  • Christian Mueller (1) 28.11.2019 15:08
    Highlight Highlight Im Umkehrschluss dieser Homophoben-Logik, müssten ja alle Kinder mit heterosexuellen Eltern 'ungestört' herauskommen. Was durch einen Blick in die Gefängnisse dieser Welt schnell widerlegt ist.
    • Ueli der Knecht 28.11.2019 19:48
      Highlight Highlight Schön wär's, wenn alle Gestörten in Gefängnissen versorgt wären.

      Aber in der Realität bekleiden leider viele Gestörte die meisten Machtpositionen in Staat und Wirtschaft.
  • Toni.Stark 28.11.2019 14:41
    Highlight Highlight Das ist eine schöne Geschichte. Nur ist sie nie und nimmer repräsentativ. Zum einen kann Joëlle aus Loyalität zu Ihrer Mutter diese Stellung einnehmen, obwohl sie innerlich leidet. Ausserdem hatte sie ja einen Vater, also kann hier nicht von einem fehlenden Vater die Rede sein. Dazu kam die zweite "Mutter", die ja gar keine wirklich Mutter, sonder - wie sie ja selbst auch bestätigt - eine "Gotte". Es bleibt, wie es ist, für ein Kind ist das Beste, mindestens je eine weibliche und männliche Ansprechperson zu haben. Das Blitzlicht-Gewitter kann beginnen.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.11.2019 16:00
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • just sayin' (haters will be ignored) 28.11.2019 16:11
      Highlight Highlight ich bin auch der meinung, dass verschiedene ansprechspersonen für ein kind das beste ist.

      mir egal ob das mütter, väter, onkels, tanten, gotten oder göttis sind.

      ein kind lernt, dass verschiedene ansprechspersonen andere charakter haben und andere stärken und schwächen.

      ich war froh, dass ich einen vater hatte, mit dem ich "buben-themen" besprechen konnte, oder themen, bei denen mein vater besser war als meine mutter.
    • waudbänkli 28.11.2019 16:16
      Highlight Highlight klar braucht es eine männliche ansprechperson, doch wer bestimmt ob das ein vater oder götti oder wasauchimmer sein kann?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Re Né 28.11.2019 14:39
    Highlight Highlight Als Deutscher muß ich mal sagen, Ihr Schweizer habt uns Langweilern bei der Namensgebung wahnsinnig viel voraus. Joëlle klingt (tönt) wunderschön.
    Daß es dieser sympathischen jungen Frau in und mit ihrer Familie so gut geht, daß sie eine tolle Kindheit genießen durfte, freut mich sehr für sie und so soll es für ihre Zukunft bleiben.
    Ansonsten hat mich als Fremder nicht zu interessieren, wer wen liebt, ein jeder soll glücklich sein oder werden. Daran sind in meinem Kopf keine Bedingungen geknüpft....
  • Pipikaka Man 28.11.2019 14:10
    Highlight Highlight Gefühle kann man nicht unterdrücken nur um der Norm zu gefallen. Daher ist es besser sie auszuleben, denn wenn mehr Leute das tun steigt auch die Akzeptanz dafür.
    • Toni.Stark 28.11.2019 16:51
      Highlight Highlight Wie ist dies bei Geschwisterliebe?
    • Jason84 28.11.2019 18:43
      Highlight Highlight Das Inzest verboten ist, hat einen medizinischen Grund. Bitte suchen Sie sich andere Beispiele.
    • Toni.Stark 28.11.2019 19:14
      Highlight Highlight Sie müssen keine Kinder kriegen, wenn dieses Risiko bekannt ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Pitefli 28.11.2019 13:39
    Highlight Highlight Ein schöner Artikel über eine toll Familie und der Satz "Es sollte einfach eines Abends nach Hause kommen und sagen ‹guck Mami, das ist die Person, in die ich mich verliebt habe." Diese Aussage ist so wunderschön dass ich ein Tränchen verdrückt hab.
    • Snowy 28.11.2019 13:50
      Highlight Highlight 0 Likes, 5 Dislikes für diese Aussage??!

      watson, was läuft falsch mit Dir?
    • invisible 28.11.2019 13:56
      Highlight Highlight wer blitzt hier?
    • Satan 28.11.2019 14:45
      Highlight Highlight @Snowy

      Es ist nicht watson es ist der verkorkste und homophobe Teil der Leserschaft.

      Der Grund warum sich LGBT-Menschen noch immer nicht akzeptiert fühlen, hier in der Schweiz.

      Danke euch, Spasten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Baccaralette 28.11.2019 13:39
    Highlight Highlight Für mich absolut nichts, was mit einer besonderen Neugierde oder gar Abneigung beäugt werden müsste.

    Ich verstehe nicht, warum man sich outen sollte. Jeder Mensch hat das Recht darauf, einen anderen Menschen zu lieben. Was für ein Geschlecht oder was für eine Herkunft ist doch völlig egal, nicht? Es ist Liebe.
    Und Joëlle hatte eine tolle Kindheit, was mich glücklich macht.
    • Bambusbjörn aka Planet Escoria 28.11.2019 16:02
      Highlight Highlight Mal wieder so wunderschöne Worte von dir. ☺️
      Einfach nur mega schön.
      Danke liebe Baccaralette.
  • Grohenloh 28.11.2019 13:30
    Highlight Highlight „Nur hierzulande bringt man es nicht hin.» Wird die Ehe für alle in der Schweiz abgelehnt, wäre das für Joëlle ein Grund auszuwandern. Wohin, das weiss sie noch nicht. «Aber sicher in ein Land, wo meine Mutter und ihre Partnerin ihre Liebe offen zeigen können, wenn sie mich besuchen.»„

    Können sie hier problemlos. Sogar eine Partnerschaft eintragen.
    Der Satz, dass sie ihre Liebe hier nicht zeigen können ist extrem daneben.
    • Anna Lyse 28.11.2019 14:38
      Highlight Highlight "Sogar eine Partnerschaft eintragen." - hier liegt der Hund begraben. Es ist eine eingetragene Partnerschaft, und die ist nicht gleichgestellt in allen Belangen wie die Ehe.

      Es ist extrem daneben, in der heutigen Zeit immer noch diesen Unterschied zu machen.
    • Michele80 28.11.2019 14:45
      Highlight Highlight Lauf mal als homosexuelles päärchen durchs Niederdorf in Zürich wenns dunkel ist und zeig deine Liebe offen. Im Polzeirapport lässt sich die Liebe wunderbar zeigen...
    • natalie74 28.11.2019 15:04
      Highlight Highlight Das eine hat doch nichts mit dem anderen zu tun. Es gibt Länder wie die Schweiz, die die Ehe für alle Willigen immer noch nicht hat. Es gibt Länder, in denen Homosexualität noch immer mit dem Tod bestraft wird.

      Sie meint mit dem Satz nicht die Schweiz...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 28.11.2019 13:29
    Highlight Highlight Besonders den Schluss des Interviews finde ich wunderschön.

    Hoffentlich sind wir bald soweit, dass sich LGBT-Kinder nicht mehr "outen" müssen, sondern ihrem Umfeld schlicht und einfach ihren neuen Lebenspartner vorstellen können.
    • BerriVonHut 28.11.2019 13:57
      Highlight Highlight Recht hast du Snowy! aber wieso so viel (kommentarlose) Blitzer?
    • Snowy 28.11.2019 14:14
      Highlight Highlight Das frage ich mich auch - und es widert mich ehrlich gesagt an!
    • Frida Kahlo 28.11.2019 14:14
      Highlight Highlight Genau das versuchen wir unserer Tochter beizubringen. Wir brauchen keine Vorankündigung welche sexuelle Orientierung sie hat.
      Irgendwann soll es dann einfach heißen "übrigens, das ist mein Freund/meine Freundin" oder falls die Person non-binär ist: "das ist "Name", wir sind zusammen"
    Weitere Antworten anzeigen
  • albie wright 28.11.2019 12:57
    Highlight Highlight Ich denke es ist sicherlich am besten wenn der Vater und die Mutter da ist. In diesem Fall war dies ja auch so. Sogar 2 Mütter. Ich denke Mann und Frau sind von Natur aus verschieden und können darum auch andere Sachen mitgeben. Aber das wichtigste ist doch die Liebe.
    • grumpygirl 28.11.2019 16:57
      Highlight Highlight Was kann denn ein Mann einem Kind mitgeben, was eine Frau nicht kann - oder umgekehrt? Soll kein Angriff sein, nur eine Frage.
    • The Count 28.11.2019 19:39
      Highlight Highlight Die Lebensansicht und Erfahrung aus den Augen eines Mannes eben. Hier fühlen sich wieder einige zu sehr düpiert, Diven (geschlechtsneutral) ohne Ende.
    • ChlyklassSFI 29.11.2019 07:49
      Highlight Highlight The Count: Und alle Männer haben die gleiche Lebensans8cht und Erfahrung? Ja, sicher...
  • Vecchia 28.11.2019 12:57
    Highlight Highlight ich frage mich, ob die sprachlichen Spezifikationen "Regenbogen", LGBT, Queer etc." wirklich hilfreich sind, wenn auch diese Form von Familie (endlich!) als vollkommen normal in unserer immer bünzliger werdenden Gesellschaft akzeptiert werden soll.

    Es kann doch nicht sein, dass in Hetero-Beziehungen der Nachwuchs "Kind", in Homo-Beziehungen jedoch "Regenbogen-Kind" genannt wird.

    Schön hatte die Mutter den Mut, zu ihren Gefühlen zu stehen. In meinem Augen ist das einfach eine Patchworkfamilie.

    • Maracuja 28.11.2019 13:19
      Highlight Highlight Vecchia: in unserer immer bünzliger werdenden Gesellschaft akzeptiert werden soll.

      Wenn ihr Nick zutreffen würde, sollten sie sich eigentlich an noch viel bünzligere Zeiten erinnern. Inwiefern wird denn unsere Gesellschaft immer bünzliger?
    • Vally Schaub 28.11.2019 13:53
      Highlight Highlight Das denke ich auch oft.
    • Vecchia 28.11.2019 14:10
      Highlight Highlight Maracuja, vor den 70ern war die Zeit bünzliger. Ende 70er bis Anfangs 90er war sie - wenigenstens in Zürich - toleranter, nicht nur gegenüber Homosexuellen sondern auch gegenüber Ausländern. Gut, die Gesetze waren noch nicht angepasst, aber die Gesellschaft viel weniger aggressiv.
      Ich bin vor ca. 40 Jahren in der Agglo Zürich von einem offiziell schwulen (wunderbaren) Pfarrer konfirmiert worden, Hetero-Teenies verkehrten im Barfüsser, Swissair, SRF hatten jenste Schwule angestellt, die sich nicht verstecken mussten.
      Mit Wachsen der SVP und der Evangelikalen schleicht sich Rückschritt ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Woelfli 28.11.2019 12:35
    Highlight Highlight Schöner Artikel. Gibt ja noch nicht so viele Beispiele von erwachsenen Regenbogen-Kindern, da das Phänomen ja eher neu ist.
    Störend finde ich aber die Aussage, dass ihre Mamis ihre Liebe in der Schweiz nicht zeigen können. Die Ehe für alle ist zwar leider noch nicht Tatsache, aber dass Homosexuelle ihre Liebe nicht offen zeigen können, ist doch arg dramatisiert.
    • Michele80 28.11.2019 13:33
      Highlight Highlight Offen zeigen heisst für mich eben auch nicht die ganze Zeit im Kopf durchgehen zu müssen "wo sind wir?", "wer ist um uns herum?", "fühlen wir uns sicher?"... und das kanm ich aktuell in der Schweiz (aber auch in anderen Ländern) nicht
    • invisible 28.11.2019 13:58
      Highlight Highlight Es gibt einen Unterschied zw. nicht-offen-verprügelt-werden und frei...
    • just sayin' (haters will be ignored) 28.11.2019 14:12
      Highlight Highlight @Michele80

      um gottes willen!
      wo lebst du denn?

      also in bern darf man liebe zeigen - egal ob ein paar hetero oder homo ist.

      (und wenn man sich in der öffentlichkeit verschlingt, ist es bei allen gleich peinlich.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frida Kahlo 28.11.2019 12:17
    Highlight Highlight Als ich mit meiner Partnerin zusammen gekommen bin, hat Ihre Tochter allen erzählt, dass ihre Mami jetzt eine Freundin hat, so als wäre es das normalste der Welt.

    Mittlerweile erzählt sie allen voller Stolz, dass sie nun zwei Mamis hat. Mami und Mami Frida, der Zusatz Frida verschwindet immer mehr, was bei uns für mehr Verwirrung sorgt als bei ihr.

    Die Hauptsache ist doch einfach, dass es dem Kind gut geht, das hängt nun mal nicht von der sexuellen Orientierung der Eltern ab.
    • FrancoL 28.11.2019 12:35
      Highlight Highlight Die sexuelle Orientierung der Eltern ist nicht das Problem, das was die Gesellschaft mit dieser sexuellen Orientierung "anfängt" ist das Problem.

      Dass es den Kindern mit dem "Elternhaus" gut gehen kann, die Gesellschaft sie aber mobben kann ist eben auch eine Tatsache und da nützt es nichts wenn man ständig beteuert wie gut es den Kindern in der Familie geht, die Umgebung hat eben doch auch immer seine Auswirkung auf die Entwicklung der Kindern und heute hat die Auswirkung ganz klar zugenommen.
    • insert_brain_here 28.11.2019 12:42
      Highlight Highlight Meine Kinder haben drei Grosis - Mamis Mami hat eine Partnerin - und das einzige Problem ist sprachlich, welches Grosi ist jetzt schon wieder gemeint? :-)
    • Snowy 28.11.2019 12:46
      Highlight Highlight ❤️
    Weitere Antworten anzeigen
  • maljian 28.11.2019 12:17
    Highlight Highlight Danke für den Beitrag. Es ist schon so, das immer die Kinder aufgezählt werden, aber nie ""Betroffene"" befragt werden, wie es für sie ist.

    So wie Joelle hoffe ich, das es einfach irgendwann scheiss egal ist, was für eine Sexueller Orientierung jemand hat.

    🏳️‍🌈🏳️‍🌈🏳️‍🌈
  • Wendy Testaburger 28.11.2019 12:17
    Highlight Highlight Ein interessanter Einblick in das Leben eines Menschen, ich mag solche Stories.
    Schade dass der Artikel in der heutigen Zeit noch zu Aufklärungszwecken herhalten muss und nicht einfach als das wahrgenommen wird was er ist. Eben schlicht ein interessanter Einblick in das Leben eines Menschen.
  • P. Silie 28.11.2019 12:09
    Highlight Highlight Schauen alle zufrieden aus auf den Photos! Congratulations - das hat die Familie schon mal vielen anderen voraus..

    Lasst euch bloss nicht von irgendwelchen Moralisten reinquatschen die meinen alles besser wissen zu wollen. Es hat niemanden etwas anzugehen oder sogar zu stören. It's none of our business!
    • Fluchtwagenfahrer 28.11.2019 13:38
      Highlight Highlight Was ich auf den Fotos aber vermisse: den Papi. War in der gleichen Situation, einfach als heterosexueller Papi eines heute auch 28 Jährigen. Mein Anliegen, ein gemeinsames Sorgerecht zu haben, schmetterte das Bezirksgericht ab!
      Als Kläger im Scheidungsprozess hatte ich zu der Zeit zuwenig Geld, um das Urteil weiterzuziehen. Der schale Nachgeschmack bleibt mir bis heute...
    • Knäckebrot 28.11.2019 13:57
      Highlight Highlight Lasst euch bloss nicht von irgendwelchen Moralisten reinquatschen die sagen: lasst euch bloss nicht von irgendwelchen Moralisten reinquatschen
    • Jojo Sto 28.11.2019 20:08
      Highlight Highlight @Fluchtwagenfahrer klar, wenn watson mal einen Artikel über einen weissen, heterosexuellen Mann schreiben möchte, erzähle ich auch total gern von meinem Papi und zeig Fotos. In dem Artikel ging‘s jetzt hald grad wie nicht so um ihn... ;) tut mir aber leider, dass es bei dir so ausging. Meine Eltern teilen sich das Sorgerecht.

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