Schweiz
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epa08482094 People participate in a Black Lives Matter demonstration at Langley Park in Perth, Australia, 13 June 2020. Protesters were demanding an end to systemic racism and Aboriginal deaths in police custody.  EPA/RICHARD WAINWRIGHT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT AUSTRALIA AND NEW ZEALAND OUT

Auf den Sozialen Medien brechen viele Weisse ihr Schweigen und hinterfragen ihre Privilegien. Bild: keystone

Was ist White Privilege? 4 Punkte zur Bevorzugung der Weissen

In Interviews und in den Sozialen Medien rufen schwarze Personen dazu auf, dass sich Weisse ihren Privilegien bewusst werden. Dabei ist oft die Rede von White Privilege oder Critical Whiteness. Was bedeutet das? Eine Erklärungsauswahl in vier Punkten.



Was bedeutet die eigene Hautfarbe im politischen Alltag? Solche Fragen wurden bislang hauptsächlich im wissenschaftlichen Alltag diskutiert. Im Nachgang zu den «Black Lives Matter»-Debatten erreicht diese Frage auch die breiten Massen. Unter dem Hashtag #kritischesweisssein berichteten in den letzten Tagen Hunderte, welche Privilegien weisse Personen im Alltag haben.

Dabei kamen immer wieder die Begriffe «White Privilege» oder «Critical Whiteness» auf. Was bedeuten diese Worte? Ein Blick in die akademische Auseinandersetzung dazu.

Was heisst «White Privilege» und «Critical Whiteness»?

Die Überlegung hinter diesen Begriffen ist, den Fokus auf ein bestimmtes Thema zu werfen. Die Erforschung des Rassismus stellte traditionell «Betroffenen» ins Zentrum: Wie werden sie unterdrückt? Warum werden sie ausgegrenzt? Die Forschungsrichtung Critical Whiteness untersucht hingegen die Verantwortung von Weissen. Die Debatte wird dominiert durch englische Begriffe, die im deutschsprachigen Raum oft mit «weissen Privilegien» und «kritischer Weissheit» übersetzt werden.

Weisse Privilegien

Die heute 85-jährige Aktivistin und Wissenschaftlerin Peggy McIntosh befasst sich seit Jahrzehnten mit weissen Privilegien. In ihrem Essay «White Privilege: Unpacking the Invisible Knapsack» schreibt sie:

«Das weisse Privileg ist wie ein unsichtbarer, schwereloser Rucksack.»

Peggy McIntosh (1989)

Es sind (systematische und rechtliche) Vorteile, Ansprüche oder Wahlmöglichkeiten, die Menschen allein deshalb haben, weil sie weiss sind. Im Allgemeinen sind sie sich diesen nicht bewusst – deshalb auch das Bild vom «unsichtbaren, schwerelosen Rucksack».

Diese Privilegien werden oft auch als «Vermächtnis» und eine «Ursache» von Rassismus genannt. So schrieb die Autorin Francis E. Kendall, dass weisse Privilegien auch bedeuten würden, dass Weisse einen besseren Zugang zu Macht und Ressourcen haben als schwarze Menschen.

Kritisches Weisssein

Aus diesem Konzept ist auch eine eigene Forschungsrichtung entstanden. Critical Whiteness (kritische Weissseinsforschung) versucht, den Rassismus und die Diskriminierung zu erforschen, indem Perspektiven gewechselt werden. Während zuvor bei der Rassismusforschung der Fokus auf die «Betroffenen» gelegt wurde, stehen bei der kritischen Weissseinsforschung die gewollt oder ungewollt Rassismus-Ausübenden im Zentrum. Untersucht werden dabei Strukturen und Mechanismen, die zu den Privilegien geführt haben.

Bei Critical Whiteness geht es auch um die Annahme von weissen Personen, dass ihr «Weisssein» Norm und Massstab ist. Nicht-Weisssein sei hingegen eine «Abweichung» oder «Abstufung» dieser Norm.

Wo zeigen sich die Weissen Privilegien?

Die Forschung geht davon aus, dass weisse Personen bewusst oder unbewusst in allen gesellschaftlichen Bereichen gewisse Privilegien haben. So etwa im Bildungswesen, in der Politik und Rechtsprechung oder im Wohnungs- und Arbeitsmarkt. Das würde sich auch darauf auswirken, wie weisse oder schwarze Personen in Medien, in der Werbung oder im Film und Theater dargestellt werden.

So fühlen sich Rassismus-Betroffene in der Schweiz

Video: watson/lea bloch, lino haltinner

Was kann ich tun, um meinen Privilegien bewusst zu werden?

Im Rahmen der weltweiten «Black Lives Matter»-Demonstrationen wurden verschiedene Vorschläge geteilt, wie sich weisse Personen ihrer Privilegien bewusst werden können. Peggy McIntosh veröffentlichte mit ihrer «White Privilege Checklist» 50 Punkte, die als «Behauptungen» gelesen werden können, um sich den eigenen Privilegien bewusst zu werden. Eine Auswahl auf Deutsch übersetzt:

Derzeit befassen sich auch auf den Social-Media-Plattformen Menschen mit ihren weissen Privilegien. Die Debatte im deutschsprachigen Raum wurde Anfang Juni vom deutschen Journalisten Malcolm Ohanwe auf Twitter initiiert. Er rief unter dem Hashtag #KritischesWeisssein dazu auf, das eigene Weisssein kritisch zu reflektieren.

Zahlreiche Personen berichteten daraufhin von Erfahrungen im Alltag. Eine Auswahl:

Auch auf Instagram hinterfragen Weisse ihre Privilegien. Die Autorin und Mitgründerin des Instituts für diskriminierungsfreie Bildung hat eine Instagram-Challenge gestartet. Sie postet jeden Tag eine neue Frage, die andere Userinnen und User in einem Bild zur Selbstreflexion beantworten sollen.

Was bedeutet das in der Rassismus-Debatte?

Die deutsche Journalistin und Autorin Alice Hasters sagt zu «Deutschlandfunk Nova», dass bei der Diskussion mit solchen Begriffen weisse Menschen Zusammenhänge des rassistischen Systems verstehen und damit erkennen würden, dass sie «eindeutige Privilegien» hätten. Denn: «Das Privileg von weissen Menschen ist: Sie können Rassismus einfach ignorieren, wenn es ihnen zu anstrengend wird.» Dabei müssten sie aktiv dranbleiben.

Ähnlich formuliert es die Autorin Millary Hyatt: Durch die kritische Weissseinsforschung würde man weisse Menschen darauf aufmerksam machen, dass sie nicht «einfach Menschen» sind, sondern «weisse Menschen». Sie seien nicht ausgenommen von der gesellschaftlichen Bestimmung durch ethnische Merkmale. Diese Bestimmung verschaffe ihnen eine Sonderrolle. Es gehe darum, sich dessen bewusst zu werden, was man vorher gar nicht als Struktur des Denkens wahrgenommen hat.

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297Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • ueberfluessig 19.06.2020 08:56
    Highlight Highlight niemand greift weisse an, man braucht sich nicht zu verteidigen.
    white privilege ist nicht „böse“ ...
    es geht nicht um eine verurteilung. es geht noch nicht einmal um persönliche gefühle. es geht darum herauszufinden, was als „normal“ empfunden wird. und dann - wenn man will! - kann man sich überlegen, ob man es so belassen will.

    es eröffnet einfach die möglichkeit, einmal auch aus anderer perspektive wahrzunehmen:
    als ein gedankenexperiment? und schauen, was dabei rauskommt?

    stretching für gehirn und herz.

  • rudolf_k 18.06.2020 19:44
    Highlight Highlight Was ist genau der politische Alltag? Ich lebe lieber im hundsgewöhnlichen Alltag.
  • karima 18.06.2020 15:45
    Highlight Highlight Die Leute machen sich zu viele Gedanken.

    Ist so etwas von egal hier in der CH welche Hautfarbe einer hat.

    Dass es halt immer noch mehr Weisse hat, liegt ganz einfach daran, dass die CH in Mitteleuropa liegt.

    Daher ist es halt so dass Leute, welche nicht Weiss sind mehr auffallen.

    Doch am Ende: Who cares?!

    Ehrlichgesagt mag ich mir auch nicht ständig mein Weiss sein vor augenführen. Ich identifiziere mich nicht über meine Hautfarbe.

    Und BTW. fand ich es in den USA schon immer sehr eigenartig, dass so ein Trara um die Hautfarbe gemacht wird.
    • Pachyderm 18.06.2020 16:55
      Highlight Highlight Dass du sagen kannst, die Hautfarbe sei in der Schweiz egal ist doch gerade ein Beispiel für White Privilege. Frag mal wen mit nicht-weisser Hautfarbe (oder lese / schau dir die Beiträge hier auf Watson an) und du wirst sehen, dass es leider viel zu oft eben nicht "sowas von egal" ist.

      (Damit du mich nicht falsch verstehst: Das White Privilege ist nichts "schlimmes", du (und ich) kannst natürlich nichts dafür weiss zu sein - aber man kann es reflektieren dass nicht alle in der privilegierten Situation sind).
  • easy skanking 18.06.2020 15:21
    Highlight Highlight statistisch gesehen, werden, so wie ich das verstanden habe, proportional mehr weisse wie schwarze von den bullen gekillt..

    Play Icon
    • easy skanking 18.06.2020 17:18
      Highlight Highlight und dennoch..
      liebe deinen nächsten wie dich selbst..
      ich spreche die an, welche ohne selbsthass sind.
  • Trouble 18.06.2020 14:42
    Highlight Highlight Das mit dem hautfarbenen Stift "erschüttert"? Ist vielleicht ein bisschen ungünstig von den Erwachsenen, welche dem Kind den Begriff so beigebracht haben, aber für einen fünfjährigen Weissen macht das ja erstmals Sinn.
    Erschütternder finde ich, dass meine kaukafrikanischen Kinder, welche klar eine dunklere Haut haben, diesen Stift auch als hautfarben bezeichnen. Und wenn ich sie frage, ob das denn wirklich hautfarben sei, sie Ja sagen und ihre kaukasischen Gschpähnli als Referenz angeben, während sie sich den Stift zum Vergleich an den eigenen Arm halten.
    • Thorium 19.06.2020 06:50
      Highlight Highlight Kinder hinterfragen die Dinge viel seltener besonders wenn Erwachsene es ihnen vorsetzen. Kritisches Denken will gelernt sein und da kommst du als Elternteil ins Spiel.
    • Knety 19.06.2020 07:49
      Highlight Highlight “Erschütternd”
  • Dr no 18.06.2020 13:43
    Highlight Highlight 2. dick, dünn, schlau, dumm etc. etc. manche sind krank, andere krank. Manche haben Glück andere nicht. Ich bin weiss und werde mich auch nie dafür schämen weiss zu sein. Ist ja auch nicht so, dass alles was ich jetzt habe mir in den Arsch geblasen worden ist. Ich habe sehr hart dafür gearbeitet.
  • Joseph Quimby 18.06.2020 13:43
    Highlight Highlight Da ich nicht weiss, sondern ein Individuum mit geringem Melanin-Anteil bin, betrifft mich dies nicht 🤷‍♂️
  • maude 18.06.2020 13:40
    Highlight Highlight Zuw. hab ich den Eindruck viele Menschen klammern sich daran keinerlei rassistisches Gedankengut zu haben, weil wir alle wissen, dass es falsch ist..also wird jeder Hauch schnell verdrängt, weil, das darf nicht sein..wie viele gegen Rassismus& Fremdenfeindlichkeit hochengagierte Menschen kenne ich, die aber bspw.ein Satz später finden ' ich bin so froh ist der Ausländeranteil an xy s Schule so niedrig...' Ich denke, wir kommen nur weiter wenn wir uns selber wirklich ehrlich durchleuchten und uns nicht verurteilen dafür sondern es ändern. Alles andere ist bloss weitere Heuchelei...Blitze her🥳
    • Stefan Morgenthaler-Müller 18.06.2020 13:48
      Highlight Highlight "ich bin so froh ist der Ausländeranteil an xy s Schule so niedrig..."


      Eine Frage: Wird das eigene Kind dümmer/schlauer, wenn ein Ausländerkind in der Schulklasse sitzt? Verstehe nämlich nicht, worin das Problem liegt.
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 13:56
      Highlight Highlight Ich meine, ich will mich nicht in Privatangelegenheiten einmischen, aber du scheinst viele Heuchler in deinem Freundeskreis zu haben so wie du das beschreibst.
    • Freedoom Fighter 18.06.2020 14:06
      Highlight Highlight und was ist, wenn man wirklich froh ist, dass der ausländeranteil tief ist? ist man dann ein Rassist??
      es hat Nachteile wenn der anteil sehr hoch ist...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 18.06.2020 13:36
    Highlight Highlight USA ist nicht CH.
    In der Schweiz ist die Tendenz zu Rechtsextremismus und Rassismus zwar steigend, aber
    Hauptgrund für Diskriminierung ist hierzulande immer noch Armut. Egal ob dunkelhäutiger Sans Papier, afghanischer Flüchtling oder alleinerziehende Mutter mit Working poor-Job aus Wallisellen.

    Wenn ich das (Des-)Interesse (Kommentarzahlen) an den letztjährigen Artikeln über Tote im Mittelmeer anschaue...wieso sind Probleme erst akut wenn sie in der USA "beginnen"?
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 13:45
      Highlight Highlight Könnte es sein dass je mehr Schweizer einfach für ihre Existenz als privilegiert und/oder rassistisch bezeichnet werden, je weniger Lust existiert noch mehr Menschen aus anderen Kulturen aufzunehmen die dann noch erwarten dass man aus Rücksicht auf ihre obstrusen Forderungen eingehen soll?
    • Vecchia 18.06.2020 15:19
      Highlight Highlight ".., je weniger Lust existiert noch mehr Menschen aus anderen Kulturen aufzunehmen..."

      Das wäre eine zu einfacher Schluss.

      Die welche wirklich arm oder sonst in Not sind, kämpfen um ein einigermassen würdevolles Leben für sich, ihre Kinder und sind froh, wenn sie auf Verständnis, Mitgefühl und evtl. Unterstützung zählen können. Ich glaube die wenigsten von Ihnen machen sich Gedanken um die jetzt in die Schlagzeilen gelangten Befindlichkeiten.
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 16:38
      Highlight Highlight Die Schweiz hat für ihre grösse und Geschichte (wir sind definitiv nicht für Ausbeutungen in der Kolonialzeit verantwortlich, haben keine Länder ausgebombt usw) sehr viele Leute aus fremden Kulturen aufgenommen.
      Das hat natürlich nie allen gepasst. Einigen davon aus tatsächlich Rassismus oder anderen niedrigen Beweggründen. Andere wiederum haben genau vor solchen Auswüchsen gewarnt. Wäre schade wenn diese nun Recht bekommen würden, in vielerlei Hinsicht.
      Aber das was aktuell läuft wird genau dazu führen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dr no 18.06.2020 13:32
    Highlight Highlight Kann keinen einzigen dieser Punkte nachvollziehen. nur so als Bsp: Wenn du in Japan TV schaust, sind dann die meisten Leute Weisse oder Japaner ? Eben. und hier in Europa sind das dann halt Weisse. Warum ? Weil der Grossteil der Bevölkerung (noch) weiss ist. Ist einfach Fakt. Aber wenn einem langweilig ist, kann man sich natürlich gerne Probleme herbeireden oder sich selbstkasteien. All diese "Wissenschaftler" sollten einfach mal die Realität akzeptieren: 1. Das Leben ist nicht fair und 2. Wir sind nicht alle gleich. Ist einfach so. Ich werte das nicht. Menschen sind gross, klein,...
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 13:47
      Highlight Highlight "Europa ist weiss" -gewisse würden diesen Tatsachenbeschrieb als rassistisch bezeichnen (dieselben meistens die gleichzeitig meinen "weisse in Südafrika haben sich den schwarzen unterzuordnen weil die waren schon vorher da).
    • karima 18.06.2020 15:48
      Highlight Highlight @2020theyearwelostourrights

      Word
    • Dr no 18.06.2020 16:23
      Highlight Highlight fair bleiben Leute. ich habe nicht gesagt Europa sei weiss. Sondern der Grossteil der Bevölkerung. und dann erklärt mir mal wie eine Tatsachenbeschreibung wie ihr das nennt "rassistisch" sein kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 13:18
    Highlight Highlight "Durch die kritische Weissseinsforschung würde man weisse Menschen darauf aufmerksam machen, dass sie nicht «einfach Menschen» sind, sondern «weisse Menschen»"
    Gibt es auch eine critical blackness-Forschung? Ah nein stimmt das wäre ja rassistisch :)
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 13:49
      Highlight Highlight "Es gibt nicht einfach Menschen. Es gibt Menschen und dann gibt es noch weisse Menschen."
      Und Leute die sowas rauslassen, unterstützen meinen sie seien Anti-Rassisten...Meine Fresse...Was jahrelange indoktrination doch bewirken kann....
  • Bruno Wüthrich 18.06.2020 13:12
    Highlight Highlight Wir alle sollten uns fragen, ob wir nicht irgendwie doch ein klitzekleinwenig ein Rassisten sind.

    Ich z.B. frage mich, weshalb alle meine bisherigen Partnerinnen weiss und Schweizerinnen sind. Sogar Sex hatte ich nur mit weissen Schweizerinnen. Da kann man doch eine rassistische Tendenz vermuten. (Liebe Frauen jeglicher Hautfarbe: Ihr seid alle wunderschön. An euch liegt es nicht).

    Und wenn wir gegen eine andersfarbige Person in der Endausmarchung um eine gute Stelle/Wohnung stehen, und diese dank unserer Hautfarbe bekommen - dann nehmen wir sie doch.

    Wo pflegst du deinen Rassismus?
    • Trouble 18.06.2020 14:32
      Highlight Highlight Zur Partnerwahl: Ich glaube, man hat einfach gewisse Vorlieben/Tendenzen. Andere wollen nur blonde Männer. Oder grosse mit langen Haaren. Oder Frauen, welche wie die eigene Mutter aussehen (ok, das ist dann pathologisch). Es gibt sicher Leute, deren Beuteschema rassistisch motiviert ist, keine Frage. Aber ich finde nicht, dass man, nur weil man nur Partner einer bestimmten Ethnie hat, deshalb als rassistisch angesehen werden sollte.
      Darum geht es doch: dass die Hautfarbe so unwichtig wird wie die z.B. die Haarfarbe. Und niemanden entrüstet es, wenn du nur Brünetten datest.
    • leed 18.06.2020 15:25
      Highlight Highlight Privilege haben die Reichen. Egal ob Jeff Beszos, Bill Gates, Aliko Dangote, Aliko Dangote oder Oprah Winfrey.

      Aber solange wir Untermenschen uns streiten, sehen wir das nicht.
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 16:40
      Highlight Highlight Darum gehts ja bei der ganzen BLM-Inszenierung. Ablenken und spalten.
  • Stefan Morgenthaler-Müller 18.06.2020 12:41
    Highlight Highlight Rassismus muss unabhängig der Hautfarbe gedacht werden. Rassismus ist ein Instrument zur Herstellung von bürgerlicher Macht und Herrschaft.

    In der Schweiz steht die Hautfarbe nicht ganz so sehr im Zentrum wie in den USA oder England, aber wenn man im Artikel statt Weisse "Schweizer" verwendet und statt Schwarze z.B. Türken, Albaner, Eritraer, usw. trifft das auch alles für die Schweiz zu.
    • Rundlauf 18.06.2020 13:21
      Highlight Highlight Dieser Kommentar ist ganz wichtig. Das Problem am Rassismus ist ein viel grösseres, das sich nicht durch die alleinige Beseitigung von Rassismus beheben lässt.

      Das heisst natürlich nicht, dass man deswegen nichts gegen Rassismus tun soll - aber viele der aktuell Empörten wären wohl ziemlich ernüchtert, wenn sie nach der Überwindung des Rassismus feststellen, dass gewisse Gruppen von Menschen weiterhin andere Gruppen von Menschen benachteiligen, um Macht über sie auszuüben.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 18.06.2020 13:34
      Highlight Highlight @RL. Rassismus ist auch immer eine Frage danach, wie sich die Gesellschaft organisiert. Also muss man - wie bei der Klimafrage m.E. auch - zwingend die ökomomische Frage stellen.
    • Dr no 18.06.2020 17:35
      Highlight Highlight Aber ihr beide wisst schon, dass Rassismus in jedem Land und bei jeden Volk vorkommt ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • aristocrat 18.06.2020 12:40
    Highlight Highlight Man fällt ein Vorurteil über eine Person, die man u.U nicht kennt aufgrund ihrer Hauptfarbe... Sounds pretty racist to me.
  • solomon london 18.06.2020 12:22
    Highlight Highlight Der Artikel erwähnt sogar wissenschaftliche Arbeiten und dennoch wird er hier zum grössten Teil abgelehnt.
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 13:07
      Highlight Highlight Jaja es gab auch mal "wissenschaftliche Arbeiten" zu Rassenlehre, da kam aber auch nichts gutes dabei raus.
    • Hansi Meier 18.06.2020 13:19
      Highlight Highlight naja, du wirst zu jedem Thema und so ziemlich jeder Meinung zu jedem Thema eine wissenschaftliche Arbeit finden - es fragt sich dann nur, welche Studie man zitiert...
    • Stefan Morgenthaler-Müller 18.06.2020 13:35
      Highlight Highlight @SL. Und was schliessen Sie daraus?
  • fuegy 18.06.2020 12:17
    Highlight Highlight Wenn wir über White Privilege reden, sollten wir dann nicht auch über das white guilt syndrom sprechen? Nur um die Debatte etwas mehr zu diversizieren.
  • Amadeus 18.06.2020 12:15
    Highlight Highlight Es wäre auch zu wünschen, dass das Thema nicht einfach wieder verschwindet, wenns medial nicht mehr so interessant ist und der Nachrichtenwert sich nicht automatisch in Klicks und Kommentare ummünzen lässt.
  • iudex 18.06.2020 12:13
    Highlight Highlight Was für rechtliche Vorteile haben denn weisse Personen? Bitte um Aufklärung, danke.
  • Fairness 18.06.2020 12:09
    Highlight Highlight Langsam wird das Ganze schon etwas abstrakt, wenn nicht sogar abstrus. Wie kann es erstaunen, dass in der westlichen Welt mehrheitlich Weisse abgebildet sind? Die sind ja auch massiv in der Überzahl. Werdet einfach nicht zu spitzfindig. Vieles wird aktuell einfach herbeigeredet und -geschrieben.
    • Enzasa 18.06.2020 12:44
      Highlight Highlight In England oder Frankreich gibt es viel mehr schwarze als bei uns trotzdem gibt es dort in öffentlichen Abbildungen genauso wenig schwarze wie bei uns.
      Was ist mit Amerika und den Fotos der Praktikanten im Weißen Haus? Unter Trump eine einzige schwarze Person.
      Es geht nicht nur um die Schweiz
    • ninolino 18.06.2020 13:10
      Highlight Highlight Diskriminierung hat nichts mit der Anzahl der Betroffenen oder den Mehrheitsverhältnissen zu tun.

      Beispiel: https://de.wikipedia.org/wiki/Apartheid
    • maude 18.06.2020 13:25
      Highlight Highlight Hab ich da auch gedacht:'Bei Critical Whiteness geht es auch um die Annahme von weissen Personen, dass ihr «Weisssein» Norm und Massstab ist. Nicht-Weisssein sei hingegen eine «Abweichung» oder «Abstufung» dieser Norm.' Was haben meine Kinder als Babys gestarrt als sie das erste Mal eine dunkelhäutige Person gesehen haben und genauso hat sich das Kind einer Freundin in der Karibik die Seele aus dem Leib gebrüllt, weil es mich so furchteinflössend ungewohnt fand. Ich denke daraus kann man keinen Strick drehen. Benachteiligungen usw. ist ganz klar nicht ok aber für mich was anderes.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ricardo Santiago 18.06.2020 11:58
    Highlight Highlight Ist weisses Privileg dass meine Stieftochter nicht an die staatliche Uni kam trotz einem 92% Zeugnis und bestandener Prüfung, aber der schwarze Nachbarsjunge schon mit einem 60% Zeugnis?

    In Brasilien gibt es eine "Quota Negra".

    Nach einem Jahr ist er aber dann rausgefault, weil er den Schnitt logischerweise nicht gebracht hat. Wir durften aber 5 Jahre lang die private Uni bezahlen.
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 16:41
      Highlight Highlight "Wir durften aber 5 Jahre lang die private Uni bezahlen. " Und natürlich mit Steuern noch die staatliche die rassistische Selektioniert. Krass
  • noon 18.06.2020 11:57
    Highlight Highlight Für jeden von uns arbeiten durchschnittlich 60 SklavInnen.

    Auch heute ist Sklaverei noch weltweit verbreitet – und sie betrifft uns alle.

    Viele Menschen hierzulande sind sich nicht darüber bewusst, unter welchen Bedingungen Produkte unseren alltäglichen Konsums (wie z.B. Kakao) hergestellt werden – und welch hohen Preis Menschen in Afrika oft für unsere billige Schokolade zahlen. ("Apropos Morenkopfdebatte")

    Kopiert aus Gemeinsam for Afrika
  • landre 18.06.2020 11:56
    Highlight Highlight (Zu viele) Medien (Clickbaiting?) und vor allem unzählig viele Social-Media-Dumpfbacken scheinen mittlerweile die durchaus wichtige und wertvolle anti Rassismus-Bewegung langsam aber sicher fast schon ins Lächerliche zu ziehen.

    Schade, denn es würde sich für alle Mitmenschen lohnen wenn man weniger hyperventilieren bzw es mehr sachlich rational angehen würde...
  • Coburn 18.06.2020 11:50
    Highlight Highlight Schade wurde dieses bedeutende Thema von Pseudo-Besseren gehijacked, die dauernd irgendwelche neuen Wörter erfinden müssen.
    Scheinbar hören wir in der heutigen Zeit hauptsächlich auf die lautesten auf Twitter.
  • noon 18.06.2020 11:49
    Highlight Highlight Der renommierte Sklaverei-Forscher Kevin Bales schätzt, dass heute mindestens 27 Millionen Menschen in Verhältnissen leben, die der Sklaverei ähneln. Die Menschenrechtsorganisation "terre des hommes" geht von mindestens 12 Millionen Sklaven aus, der Global Slavery Index von 40 Millionen. Die Dunkelziffer ist wohl erheblich höher.

    Das ist heute 2020, das ist die realität von Milionen, und wer diese Milionen sind ist auch ziemlich klar, sicher nicht Herr und Frau Schweizer.

    Doch wir haben kein problem mit Rasissmus Rasissmus hat ein problem mit uns. :)
    • noon 18.06.2020 22:02
      Highlight Highlight Dem Stimme ich absolut nicht zu. Es geht genau um Rasissmus im algemeinen und da sind meisst menschen auf z.b. Afrika betroffen. Die BLM Bewegung geht genau um das und eben nicht nur um die Schweizer die von rasissmus betroffen sind. Es sind viele Themen die da zusammenspielen. Ich finde es sollte genau mehr international betrachtet werden und nicht nur lokal und persöndlich.
  • Nosferal 18.06.2020 11:46
    Highlight Highlight Ich weiss ja nicht aber so langsam scheint die ganze Debatte aus dem Ruder zu laufen. Wenn Sätze, wie

    "Ich kann den Fernseher einschalten oder die Titelseite der Zeitung anschauen und Menschen repräsentiert sehen, die wie ich weiss sind."

    lese und dise als White Privilege betitelt werden, dann ich nur den Kopf schütteln. Das mit dem Fernsehen und der Zeitung hat doch mit der geografischen Lage des jeweiligen Landes zu tun. In Europe sieht man halt mehrheitlich Weisse, in Asien Asiaten und in Medien aus Gebieten der Subsahara Schwarze. Sowas hat doch nicht mit Privilegien zu tun.
  • O.Brady 18.06.2020 11:44
    Highlight Highlight Wie sieht es in Süfafrika aus?
  • Sarkasmusdetektor 18.06.2020 11:43
    Highlight Highlight Ich bin da skeptisch. Die Leute wollen sich "des Problems bewusster werden" und gehen demonstrieren oder posten Solidaritätsbekundungen. Aber das sind nur Lippenbekenntnisse, sich zu empören ist leicht. Sobald es ans Eingemachte geht, bei der nächsten Job- oder Wohnungsbewerbung, Polizeikontrolle oder was auch immer, sind wir doch alle ganz glücklich über unsere Privilegien. Ich bezweifle, dass irgend jemand freiwillig darauf verzichten wird, egal wie sehr er es nun behauptet. In der Realität sind wir uns eben doch selbst am nächsten und froh, in der Hierarchie oben zu stehen.
  • simiimi 18.06.2020 11:43
    Highlight Highlight Nach Black Lives Matters ist es nun das „kritische Weisssein“, welches die Spaltung der Gesellschaft vorantreibt. Die Denkweise, in der die eigene Identität in erster Linie über Rassen- und Sippenzugehörigkeit anstatt über das Individuum definiert ist, entstammt archaischen Zeiten. Hier wird gerade an einer der zentralen Errungenschaften der Aufklärung gesägt und die Journalisten geben dem auch noch eine Plattform.
  • Pipikaka Man 18.06.2020 11:42
    Highlight Highlight Ich habe noch so viel Unsinn gelesen auf Watson wie in diesem Artikel hier. Ich habe auch noch nie so viele versteckt rassistische Pseudoexperten zittiert gesehen auf Watson wie in diesem Artikel. Warum soll man eine Hautfarbe kritisch reflektieren? Warum ist Weiss sein jetzt eine kritische Sache? Was soll das ganze?
  • Chosler 18.06.2020 11:42
    Highlight Highlight Menschen werden in Medien immer wie mehr nach "Rassen" klassifiziert. Das ist ein Problem und diese Hirnrissige Rassenterminilogie schwappt von den Staaten rüber, einfach so. Warum übernehmen wir nicht gleich das Kastensystem und schreiben über das Privileg von Brahmanen, nein das System an sich ist schon falsch? Privilegien von Einheimischen oder Ethnien von mir aus, aber dieses Schwarz/Weiss ist extremes Rassendenken und es ist so übel.
  • Stinkstiefel 18.06.2020 11:38
    Highlight Highlight Der Artikel belegt auch nichts weiter als das Empörungs-Franchising. Nicht nur die BLM-Demonstrationen, auch die ganzen Begriffe werden unreflektiert aus der angloamerikanischen Welt übernommen, in welcher die Debatte über Rassismus einen ganz anderen historischen und auch gegenwärtigen Kontext hat.

    Die Krönung ist dann der Begriff "weisse Zerbrechlichkeit" in einem Artikel zur Sensibilisierung gegen Rassismus. Da kann man den Autoren nur gratulieren! *Kopfschüttel*
  • Super8 18.06.2020 11:33
    Highlight Highlight Langsam wird das alles zu abstrakt.
    • smartash 18.06.2020 11:58
      Highlight Highlight Schade, dass selbstreflexion dich offenbar überfordert
    • Stefan Morgenthaler-Müller 18.06.2020 13:40
      Highlight Highlight Ja, wer schon im Mohrenkopf-Diskurs an seine kognitiven Grenzen angelangt ist, der wird hier gar nichts verstehen. Liegt bestimmt nicht an der Bildung.
    • Super8 18.06.2020 14:00
      Highlight Highlight Oh, gleich persönlich beleidigen? Fühlt ihr euch jetzt überlegen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 18.06.2020 11:28
    Highlight Highlight Sind es Privilegien oder leben weisse Menschen einfach das Leben, was allen zustehen sollte?
    • Lolus 18.06.2020 12:38
      Highlight Highlight So lange dieses Leben nicht allen zusteht sind es Privilegien, ja.
    • Antichrist 18.06.2020 12:56
      Highlight Highlight Kim Kardashian, Meghan Markle. Alles steht allen zu, man muss nur seinen Arsch bewegen.
    • K1aerer 18.06.2020 13:05
      Highlight Highlight Das Problem ist mehr, dass Weisse vornehmlich in den Staaten in einer Kontrolle eher ohne Vorurteile kontrolliert werden als Schwarze. NYC hat ja mit ihrem Stop and Frisk Prinzip 70% mehr Schwarze kontrolliert. Nach einem Vorfall drohte einem Polizisten Strafverfahren, welches als Protestsymbol durch die hiesige Polizeiunion missbraucht wurde. Dabei arbeitete die Polizei weniger. Und was fand man heraus? Die Kriminalitätsrate war tatsächlich die selbe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Amadeus 18.06.2020 11:28
    Highlight Highlight Ein guter Beitrag der das Thema nicht nur ausführlich betrachtet sondern sich verdankenswerter Weise auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse stützt. Allerdings unterliegt auch dieser Artikel wieder dem Western-centrism bzw. Eurocentrism. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass Rassismus z.B. in Afrika eine ganz andere Dynamik hat. Nicht nur zwischen Weissen und Schwarzen, sondern auch zwischen Schwarzen. Da sich watson seit mehreren Tagen dem Thema widmet, würde ich eine ganzheitliche Sichtweise begrüssen. Es ist nämlich auch ein Privilieg, gewisse Aspekte ignorieren zu können.
    • smartash 18.06.2020 12:01
      Highlight Highlight Es geht darum, dass wir Weisse, als privilegierte Mehrheit, uns und unser Verhalten kristisch hinterfragen

      Anstatt das zu tun, verweist du auf Rassismus unter Schwarzen in Afrika

      merkst du was?
    • Crazy Cycler 18.06.2020 12:42
      Highlight Highlight Nicht nur in Afrika. Das selbe habe ich auch in Indien zwischen Nord und Süd-Indern beobachtet. Sobald ein sichtbares Merkmal vorhanden ist, tritt dieser auf.
    • lilie 18.06.2020 12:46
      Highlight Highlight @Amadeus: Ganz herzlichen Dank für den Beitrag dieses Aspekts. 👍

      Die Debatte ist nicht einmal eurozentristisch, sondern orientiert sich hauptsächlich an der Situation in Amerika.

      Dort mag ein grosser Teil geschichtlich bedingt zwischen Schwarz und Weiss stattfinden.

      Wenn man aber mal nicht alles nur Schwarzweiss sieht, dann merkt man, dass die Konflikte zwischen Völkern weltweit zahllos sind - manchmal laufen die Gräben entlang von unterschiedlichen Hautfarben, oft zwischen Religionen hindurch, und am häufigsten einfach zwischen den Kulturen.

      Schwarzweiss ist halt so einfach.
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  • Rundlauf 18.06.2020 11:16
    Highlight Highlight Wird bei den Annahmen was "normal" ist eigentlich immer von einer vollständig globalisierten und durchmischten Multikultiwelt ausgegangen? Das ist doch nicht so.

    Wer streitet ab, dass Europäer historisch gesehen weiss sind, und Europa auch heute noch von mehrheitlich weissen Menschen bevölkert wird? Der Normalfall in Europa ist Weiss. Alles andere ist doch Multikulti-Propaganda. Oder was verstehe ich hier falsch?

    Das Schicksal Europas wurde von Weissen bestimmt und PoC hatten durch Ausbeutung ihren wichtigen Anteil daran. Das ändert aber nichts daran, dass es okay ist, wenn Europa weiss ist.
    • Shabbazz 18.06.2020 12:18
      Highlight Highlight Sind wir mal ehrlich, nicht nur das Schicksal Europas wurde von Weissen bestimmt, sondern das Schicksal der gesamten Welt!!!!
      Das blenden wir halt gerne aus...
    • Lolus 18.06.2020 12:41
      Highlight Highlight Bwoaaa da kommts mir fast hoch...
      Europa ist weiss?! Sorry aber gehts noch...

      Die Mehrheit der Personen in Europa sind weiss, ja. Wenn du für dich ein Land als schwarz oder weiss ansehen kannst, dann hast du definitiv ein Problem mit Rassismus.
    • Enzasa 18.06.2020 12:49
      Highlight Highlight In der Schweiz sind fast alle weiß.
      In England und Frankreich nicht.

      Das ist eins der größten Probleme, bei mir ist es nicht so, also ist es überall nicht so. Europa ist definitiv nicht mehr nur weiß.

    Weitere Antworten anzeigen
  • derEchteElch 18.06.2020 11:16
    Highlight Highlight Wie ist denn das Verhältnis von Weissen zu Farbigen in der Watson- und CH-Media-Redaktion? Nimmt mich wirklich wunder. Bitte um eine Antwort.
    • derEchteElch 19.06.2020 03:39
      Highlight Highlight Schade erhalte ich von der Redaktion keine Antwort. Seien wir ehrlich, ich kenne bei Watson keinen nicht-weissen Autor..

      Ist das also auch ein White-Privilege?
  • Alnothur 18.06.2020 11:14
    Highlight Highlight Ich versuche es nochmal, Watson...

    "Ich kann den Fernseher einschalten oder die Titelseite der Zeitung anschauen und Menschen repräsentiert sehen, die wie ich weiss sind."

    Wenn ich sowas oder Ähnliches lese, frage ich mich immer: "Was für ein Rassist bist du eigentlich, dass du dich nur von Menschen repräsentiert fühlst, mit Menschen identifizieren kannst, Menschen als Vorbilder sehen kannst, wenn sie die gleiche Hautfarbe haben wie du?"
    (Geht wunderbar auch mit dem Geschlecht, übrigens).
  • Stachanowist 18.06.2020 11:13
    Highlight Highlight 1/2

    In den Kommentaren ist immer wieder zu lesen, dass es keinen Rassismus gegen Weisse gebe. Rassismus könne sich nur gegen Menschen mit nicht-weisser Hautfarbe richten, alles andere sei Xenophobie oder Diskriminierung.

    Dass diese Aussage Unsinn ist, zeigt bereits der Holocaust. Er wurde von weissen Menschen an weissen Menschen auf Basis einer der verheerendsten "Rassentheorien" der Menschheitsgeschichte verübt.

    Auch die Verachtung, die Menschen aus Osteuropa in unseren Breitengraden immer wieder entgegenschlägt, wurzelt hat historische Wurzeln in handfesten Rassentheorien.
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 13:09
      Highlight Highlight Ich glaube viele Juden wären nicht erfreut zu den "Weissen" gezählt zu werden.
    • Jazzdaughter 18.06.2020 15:44
      Highlight Highlight @2020: Es wurden nicht nur Juden im Holocaust umgebracht, sondern auch z. B. 1.8 Millionen Polen oder 5.7 Mio. sowjetische Zivilisten, alle aufgrund der nazistischen Rassentheorie. Von den Opfern von Verschleppungen und Versklavungen ganz zu schweigen.
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 16:52
      Highlight Highlight Ja danke, das ist mir klar.
      Trotzdem erachten sich viele Juden als eigene Gruppe und nicht "den weissen" zugehörig. Speziell in den USA.
      Übrigens wenn es um den Sklavenhandel geht, schau mal wer die Sklavenhändlerschiffe so betrieben hatte anno dazumal.
  • Stachanowist 18.06.2020 11:11
    Highlight Highlight 2/2

    So bezeichnete Himmler die Slawen bspw. als "menschliche Minderware" und als "Unterrasse". Der Vernichtungskrieg der Nazis in Osteuropa und das Zutodeschuften hunderttaussender slawischer Zwangsarbeiter fussten auf dieser Rassenidee.

    Ja, es gibt Rassismus unter Weissen. Er ist aufgrund der Zusammensetzung der CH-Gesellschaft sogar quantitativ wirkmächtiger als der Rassismus gegen Schwarze (*keine Relativierung des Letzteren impliziert!*).

    Rassismus gesamtheitlich zu bekämpfen und nicht eine US-Diskussion (weiss vs schwarz) eins zu eins zu übernehmen, würde der Diskussion guttun.
    • Jazzdaughter 18.06.2020 12:12
      Highlight Highlight Ich bin richtig froh sehe ich Deine Kommentare! Ich bin besorgt darüber, wie einfach alles aus der USA kopiert wird. Wir müssen die Rassismusdebatte auf unsere Verhältnisse anpassen, sonst klammern wir wichtige Erfahrungen bei uns aus! Was auf die USA zutrifft, trifft bei uns nicht oder anders zu & wir müssen auch etwas Denkarbeit leisten, damit wir ganzheitlich verstehen, wie denn Rassismus bei uns operiert. Sei das gegen Schwarze, Slawen oder Asiaten.
    • Eskimo 18.06.2020 12:15
      Highlight Highlight Vergiss die Aargauer nicht...
  • Atavar 18.06.2020 11:09
    Highlight Highlight Jemandem vorzuwerfen, dass er privilegiert ist - was genau bringt das? Nichts. Wieso macht man es? Frustbewältigung.

    Natürlich soll gegen Benachteiligung (von wem / was auch immer) vorgegangen werden. Aber wieso wirft man die Privilegien jemandem vor? Kann man diese Privilegien einfach aufgeben? Ich wüsste nicht wie.

    Ausserdem:
    Unverdiente Privilegien gibt es vielfach. Optisch dem Schönheitsideal entsprechende Menschen haben Privilegien, Religionsgemeinschaften, usw.
    Solange ein Privileg keinen Nachteil für den Rest bedeutet, ist es doch unproblematisch - darum mach ich diesen Begriff nicht.
    • Pollo Loco 18.06.2020 11:23
      Highlight Highlight Sehe ich auch so, Weisse können nichts dafür das sie weiss sind. Hässliche Weisse sind in dem Sinn "weniger privilegiert" als Schöne. Es gibt auch arme Weisse etc...
      Das Wort "White Privileg" ist abwertend.
      Man bekommt als Weisser langsam ein Sch****gefühl überhaupt weiss zu sein.
      Obwohl ich mir aus Hautfarben/ Aussehen nie was gemacht habe, eher Charakter/ Benehmen zählen für mich.
    • Shabbazz 18.06.2020 12:26
      Highlight Highlight Naja, ich verstehe das sowieso nicht als Vorwurf für eine einzelne Person, sondern eher als Aufklärung für die Gesellschaft.
      Daher bin ich überrascht wie empfindliche hier einige auf diese Info reagieren und das gleich persönlich nehmen und in den Verteidigungsmodus gehen...
    • Lolus 18.06.2020 12:46
      Highlight Highlight Nirgends im Artikel seh ich wieder direkt noch impliziert dass die Privilegien den weissen vorgeworfen werden.

      Es geht darum dass wir uns unseren Privilegien bewusster werden, das wir überhaupt mal merken was für Privilegien wir hier aufgrund unserer Hautfarbe haben. Das Ziel sollte doch sein dass jeder Mensch diese Privilegien hat, egal welcher Abstammung, oder?

      Können PoC denn etwas dafür das sie diese Privilegien wie du und ich, nicht haben?
      "Solange ein Privileg keinen Nachteil für den Rest bedeutet, ist es doch unproblematisch" ähm du siehst die nachteile die PoC dadurch haben nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • ChiliForever 18.06.2020 11:08
    Highlight Highlight Oder auch: Weiße Selbstkasteiung...

    Wenn ich nicht 24/7 auf allen Social Media jedes, aber auch wirklich jedes Elend der Welt geißle, bin ich ein schlechter Mensch, weil: Ich mach’ ja nix dagegen. Leider habe ich weder FB noch Instagramm noch...
    • Enzasa 18.06.2020 13:15
      Highlight Highlight Auch Luther sagte bereits wenn ich zu sehe wie ein andere sündigt und ich nicht eingreife mache ich mich mitschuldig.
    • Atavar 18.06.2020 14:55
      Highlight Highlight Ja, das verbale Geisseln hat auch Luther schon als zielführende Alternative zum "sich mitschuldig machen" emporgehoben...
    • ChiliForever 18.06.2020 16:02
      Highlight Highlight Luther war allerdings auch mit zunehmenden Alter antisemitisch eingestellt...
      Von daher kann man ihn dafür loben, die Bibel allen Menschen in Deutschland (und "alle" ist relativ, konnten doch die wenigsten richtig lesen...) zugänglich gemacht zu haben und diverse Mißstände in der Kirche anzukreiden.
      Ein heiliges oder sonstiges Vorbild ist er aber nicht. Hat er aber eigentlich auch nie behauptet zu sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Winzig 18.06.2020 11:05
    Highlight Highlight ein schwereloser unsichtbarer rucksack? tönt für mich wie eine umständliche schreibart für „kein rucksack“
  • Antichrist 18.06.2020 10:58
    Highlight Highlight Letztes Jahr die Frauen, dieses Jahr die Schwarzen, nächstes Jahr die Regenbogenfamilie. Minderheiten schauen sich diejenigen Statistiken an, die ihnen gefallen und fordern einen statistischen Ausgleich. Der rechtliche Rahmen unterscheidet jedoch nicht nach Farben und Geschlecht, sondern ist für alle gleich. Alle haben dieselben Chancen. Diese Minderheiten fordern ein moralisches Gesetz, was es nicht gibt und nicht geben darf, sonst haben wir eine Gesinnungsdiktatur.
    • smartash 18.06.2020 12:06
      Highlight Highlight „ Alle haben dieselben Chancen“

      Eben genau nicht. Das Gegeteil ist der Fall. Wir als Weisse haben die besseren Chancen bei der Job- oder Wohnungssuche. Wir haben die besseren Chancen nicht grundlos von der Polizei kontrolliert werden. Wir haben die besseren Chancen nicht diskriminiert zu werden...

      hättest du mal zugehört, wüsstest du das
    • pun 18.06.2020 12:33
      Highlight Highlight Ja, es ist wirklich unerhört, dass nach den Frauen jetzt auch die Schwarzen Gleichberechtigung, Einsatz gegen Diskriminierung und Gleichbehandlung verlangen. Fehlen noch die Queers.
      Stell dir mal vor, diese Gruppen wären alle erfolgreich. Dann könnte es in Zukunft ja sogar vorkommen, dass eine lesbische schwarze Frau Bundesrätin wird - oder zumindest ohne Hass gegen ihr Dasein aufwachsen und sich entfalten kann.
    • Enzasa 18.06.2020 12:54
      Highlight Highlight Die Problematik ist, dass nich alle nach dem Gesetz gleich beurteilt werden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hand-Solo 18.06.2020 10:47
    Highlight Highlight Wieso wird hier in der Schweiz der fokus aleine auf die Hautfarbe gelegt?
    Das macht irgendwie keinen Sinn. Den gerade Menschen mit Wurzeln in ex Jugoslavien haben hierzulande ja dieselben Nachteile, obschon sie ja auch weisser Hautfarbe sind.
  • Drangue 18.06.2020 10:45
    Highlight Highlight Bullshit weisse Privilegien. Ich bin weiss und habe keiner dieser Privilegien (hier in der Schweiz), weil ich ein Weisser (hellblaue Augen, dunkelblondes Haar, sehr helle Haut)aus dem Balkan bin. :-)
  • Diavolino666 18.06.2020 10:42
    Highlight Highlight "White Privilege" verkommt leider immer mehr zum Schlagwort, um Weisse zu beschimpfen. Passend dazu gibt's den "strukturellen Rassismus" und natürlich das "Patriarchat"... Willkommen in der heutigen Debattenkultur.
    • pun 18.06.2020 12:35
      Highlight Highlight Gratulation, du hast keines dieser Worte oder den damit angesprochenen Themen verstanden.
  • front2back 18.06.2020 10:40
    Highlight Highlight Die White Privilege Checklist ist nun also das Mass aller Dinge. Etwa die Hälfte der aufgeführten Punkte kann ich so nicht annehmen, weil sie schlicht keinen Sinn ergeben. Denn es gibt z.B.
    auf alle Fälle Vorurteile über die Ausdünstung von weissen Menschen. Ich habe schon Käse und Milch gesagt bekommen. Hat mich 1. Kein bisschen gestört weil 2. Es ganz einfach zu erklären ist: die Ausdünstung eines Menschen hängt grösstenteils von seinen Essgewohnheiten ab. Würde also z.B. Ein Inder wochenlang nur Röschti und Käse essen, so würde er anders riechen als wenn er sich so ernährt wie sonst.
  • Ellinas 18.06.2020 10:40
    Highlight Highlight Was mich an dieser Debatte stört, ist dass sie sich ausschliesslich auf „weisse Länder“ bezieht.
    Ich finde es in Ordnung, dass in der Schweiz „Weisse“ die Norm sind, während ich z.B. in Japan sehr erstaunt wäre, wären im TV, in der Politik usw. viele „Weisse“ vertreten.

    Wieso bezieht sich diese „Forschung“ nur auf die Herkunftsländer vorwiegend weisser Bevölkerung?

    Warum muss ich meine Existenz in meinem Daheim „kritisch hinterfragen“?

    Das Getue geht mir langsam gegen den Strich.

    (FYI bin Ausländer in der CH)
    • solomon london 18.06.2020 11:07
      Highlight Highlight Wenn du das Gefühl hast du musst deine Existenz kritisch hinterfragen, hast du so wie viele andere hier nicht verstanden um was es geht.
    • Chris69 18.06.2020 11:35
      Highlight Highlight und wenn ein Weisser wie im Artikel erwähnt, sich schämt, dass er als Kind früher immer beige genommen hat, um Menschengesichter zu zeichnen, wird es echt absurb. Oder zeichnen schwarze Kinder Menschen auch mit beige, es hat mit dem Ernsten Thema Rassismus in der Polizei angefangen und jetzt sind wir hier angekommen. Aber klar, die Rassisten scheinen zu gewinnen, denn die Debatte wird wieder bei Mohrenköpfe enden, wie das wichtige Thema Frauenrechte oft auch bei irgendwelchen Schreibweisen endet
    • Blitz Gordon 18.06.2020 12:16
      Highlight Highlight Nein Solomon. Es geht darum kritisch zu hinterfragen, ob denn Weiss sein wirklich ein Privileg ist. Worum es nicht geht: Alles aus den Medien unkritisch aufzusaugen und zu glauben, dass es ja so sein muss. News für dich: Selbstdenken ist erwünscht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • kupus@kombajn 18.06.2020 10:36
    Highlight Highlight Ich habe das vor über 10 Jahren erkannt, als ich mit einem dunkelhäutigen Freund (Vater Schweizer, Mutter Afrikanerin) nach einem Kinobesuch im Riffraff noch eine Weile mit ihm an der Langstrasse stand und quatschte. Unsere Wege sollten sich an der Langstrasse trennen. Er wurde von der Polizei kontrolliert, wurde ausgefragt. Ich nicht. Ich hielt den Polizisten meine ID hin, aber der eine sagte in ziemlich aggressivem Tonfall, er habe nicht danach gefragt. Der Kommentar des Freundes danach: "Er sei das gewohnt."
    • kupus@kombajn 18.06.2020 11:49
      Highlight Highlight 1/2: Noch so ein Relativierungsbeispiel.

      Es ist Fakt, dass die meisten Dealer an der Langstrasse schwarz sind, und weil ja alle Schwarzen auch noch gleich aussehen, ist es nur legitim, dass er kontrolliert wird. Dass er Schweizerdeutsch sprechend (es ist auch Fakt, dass die wenigsten dunkelhäutigen Dealer an der Langstrasse Schweizerdeutsch sprechen) in Hemd und Hose (wir gingen nach der Arbeit ins Kino und er trug noch Anzughose und Hemd) da stand, tut nichts zur Sache. Und wenn, dann hätte ich doch ja auch kontrolliert werden müssen, wenn ich da mit dem Dealer rumstehe.
    • kupus@kombajn 18.06.2020 11:49
      Highlight Highlight 2/2: Oder gibt es keine weissen Dealer? Da hätte er eben doch besser einen Blick auf meine ID geworfen, denn der Name weist mich als balkanstämmig aus. Noch so ein Kandidat, um ihn an der Langstrasse zu kontrollieren. Am HB wurde er auch schon aus heiterem Himmel kontrolliert. Auch, weil er ein Dealer sein könnte, obwohl die Wahrscheinlichkeit, dass im Anzug da stehend eher ein Pendler ist?
    • solomon london 18.06.2020 12:02
      Highlight Highlight @Martel All deine Beispiele sind Entscheidungen im Leben der betroffenen Person, die Hautfarbe ist es nicht. Falls die Polizei so vorgeht wie du beschreibst ist das Rassismus, ob statistisch unterstützt oder nicht spielt keine Rolle. Wenn man Menschen anhand ihrer Hautfarbe einteilt und unterschiedlich behandelt ist das Rassismus, anders würde dieses Wort überhaupt kein Sinn mehr ergeben.
    Weitere Antworten anzeigen
  • noon 18.06.2020 10:36
    Highlight Highlight Danke Watson dass ihr immer wieder informiert und euch mit wichtigen Themen auseinandersetzt.

    Frag mich was all die engstirnigen Komentare hier machen.
    Internet Troll Alarm
    • Bobo B. 18.06.2020 12:01
      Highlight Highlight Sympathisch! Du alarmierst andere vor dir selbst...
  • Junge mit Früchtekorb 18.06.2020 10:35
    Highlight Highlight Ich "musste" mich in der Ausbildung mit Rassismus beschäftigen und habe dabei etwas geschnallt. Viele denken: "Ein Rassist hasst dunkelhäutige Menschen, und das tue ich nicht, deshalb muss ich mich nicht mit Rassismus auseinandersetzen." Leider muss man aber rassistische/dunkelhäutige Menschen nicht hassen, um diskriminierende Denk- und Handlungsmuster zu haben. Ich bin jedenfalls mit solchen aufgewachsen (80/90er, Zürcher Unterland) und habe vieles davon einfach übernommen. Wir haben hier blinde Flecken Leute.
    • lilie 18.06.2020 12:57
      Highlight Highlight @Jojoeffekt: Klar haben wir alle blinde Flecken. Aber es ist nun mal nicht hilfreich, jeden, der nicht komplett den Durchblick hat (sprich: alle), als Rassisten zu bezeichen.

      Auch nicht-weisse Menschen haben rassistische Denkmuster.

      Und wie lösen wir die auf? Indem wir miteinander reden. Und dabei so sehr wir nur können davon ausgehen, dass der andere nichts von dem, was er sagt, in irgendeiner Weise böse meint.

      Nguyen von MaiLab hat andere PoC aufgefordert, ihre Mitmenschen aufzuklären, statt sich zu ärgern. Denn wenn sie es nicht tun - wer soll es dann tun?
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 13:17
      Highlight Highlight Und wer eine hellhäutige Freundin hat, diskriminiert damit dunkelhäutige Frauen und ist somit ein Rassist. Ja macht total Sinn deine Defintion.
    • Junge mit Früchtekorb 18.06.2020 13:36
      Highlight Highlight @lilie: Genau das mein ich, nicht jeder, der rassistische Denk- und Handlungsmuster hat, ist auch wirklich ein Rassist. Sorry wenns nicht so rübergekommen ist.

      @2020: Keinen Plan was du meinst...
    Weitere Antworten anzeigen
  • soulpower 18.06.2020 10:31
    Highlight Highlight Watson: "Bei Critical Whiteness geht es auch um die Annahme von weissen Personen, dass ihr «Weisssein» als Norm und Massstab ist."

    Finde es wichtig, dass man sich dessen bewusst ist, dann handelt man im Alltag vielleicht auch des öftern anders. Solche Studien bewirken in meinen Augen viel mehr als aufgehypte Auseinandersetzungen und sollten auch in Diskussionsrunden unbedingt mit einbezogen werden.

    Kommt dazu: Wenn man auf einen andern Kontinent mit andern Hautfarben zieht hat man auch nicht gleich sämtliche Privilegien der andersfarbigen Menschen dort. Ausser man ist weiss und reich!
    • soulpower 18.06.2020 11:40
      Highlight Highlight Martel...habe ich irgendwie darauf hingewiesen, dass mich dies stören würde, dass wir Weisse in Europa zur "Norm" gehören? Wenn ich nach Afrika oder Indien auswandere, gehöre ich dort auch zu einer Minderheit. Nur frag ich mich halt schon, warum wenn zb Staatsoberhäupter und andere Reiche aus Afrika in die Schweiz kommen und hofiert werden, diese wohl selten bis gar nicht rassistische Erfahrungen machen müssen.
      Dies wäre auch für Sie mal eine Ueberlegung wert...
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 14:01
      Highlight Highlight " warum wenn zb Staatsoberhäupter und andere Reiche aus Afrika in die Schweiz kommen und hofiert werden"
      Ähm aber von Diplomatie und Protokollen für Staatsbesuche hast du mal was gehört? Nicht?
  • dmark 18.06.2020 10:26
    Highlight Highlight Kann es sein, dass diese Debatte um die Hautfarbe - wie bei vielen anderen Themen auch - irgendwie entgleist und uns in Bereiche der geistig philosophischen letzten Hinterwinkel des Gehirns führt, in denen man ansonsten nicht mal mehr wlan empfängt?

    Leute, man muss dieses Thema nun nicht in alle Details zerpflücken oder gar "hinten herum wissenschaftlich" ausarbeiten - behandelt einfach alle Menschen gleich und gut ist.
    Wenn ein Mensch ein Idiot ist, dann ist mir die Hautfarbe egal - er ist und bleibt ein Idiot. Und wenn er noch so hell, dunkel oder meinetwegen auch grün, rosa oder lila ist.
    • Dong 18.06.2020 11:12
      Highlight Highlight Sätze wie

      "Durch die kritische Weissseinsforschung würde man weisse Menschen darauf aufmerksam machen, dass sie nicht «einfach Menschen» sind, sondern «weisse Menschen»"

      Geben Dir vermutlich recht! Oder die kritische Weissheitsforschung hat gerade bewiesen, dass Du genau deshalb ein Rassist bist, weil die Rasse und Hautfarbe egal sind.
    • Garp 18.06.2020 12:06
      Highlight Highlight Die Frage ist, wie kommen wir dahin, dass alle alle Menschen gleich behandeln, auf Grund des Aussehen, Namens, Stellung in der Gesellschaft?

      Dass dem nicht so ist, kann man doch täglich beobachten. Es gibt viele Menschen die andern ja nicht mal eine Chance geben, damit sie sich als nett oder Idiot herausstellen können. Da liegt das Problem. Es sind Vorurteile gegen ganze Gruppe, die weniger Chancen erhalten.
    • Pollo Loco 18.06.2020 12:35
      Highlight Highlight @dmrk

      Word!
      Zudem möchte jeder Mensch e bitzeli anderst behandelt werden, dass auf einen Nenner zu bringen ist UNMÖGLICH!
    Weitere Antworten anzeigen
  • k.ant 18.06.2020 10:25
    Highlight Highlight Ich kann mich in der Öffentlichkeit bewegen ohne ständig aufzufallen.

    Ich werde von niemandem auf den ersten Blick als Bedrohung wahrgenommen.

    Mir hat noch nie jemand gesagt, ich müsse dankbar sein hier zu leben. Ich habe auch noch nie gehört ich solle mich in meine Heimat zurückscherren.

    Wenn ich Dialekt spreche, antwortet man mir nicht in furchtbaren "Ausländerdeutsch".

    Mir ist noch nie eine Vorliebe für Bananen unterstellt worden.

    Wenn ich unterwegs bin gehe ich davon aus, dass ich von der Polizei weder kontrolliert noch in der
    Öffentlichkeit einer Leibesvisitation unterzogen werde.

    • Rundlauf 18.06.2020 11:23
      Highlight Highlight Ich kann mich in der Öffentlichkeit bewegen ohne ständig aufzufallen.

      Ich werde von Jugendlichen manchmal als Bedrohung wahrgenommen.

      Mir hat schon oft jemand gesagt, ich solle dankbar sein hier zu leben. Ich habe aber noch nie gehört ich solle mich in meine Heimat zurückscheren; ich bin ja bereits in der Heimat.

      Wenn ich Dialekt spreche, macht man sich oft über meinen Ostschweizerdialekt lustig.

      Mir ist schon oft eine Vorliebe für Äpfel unterstellt worden.

      Wenn ich unterwegs bin, gehe ich davon aus, dass ich von der Polizei kontrolliert werden kann, wenn ich mich verdächtig verhalte.
    • k.ant 18.06.2020 11:55
      Highlight Highlight Der Unterschied ist vielleicht, dass Du Dich solchen Situationen leicht entziehen kannst.
      Du kannst das mit Deiner Kleidung und Deinem Verhalten steuern. Kann eine dunkelhä utige Person nicht in dem Ausmass.
      Kleines Beispiel: Ich wurde als weissen Frau noch nie für eine Prostituierte gehalten. Frag Mal eine schwarze Frau wie oft das passiert, egal wie sie angezogen ist. Obwohl die Mehrheit der Prostituierten weiss ist.
      Ich wurde auch noch nie von der Polizei kontrolliert, auch wenn ich mitten in der Drogenszene stand.
      Mit der Anspielung auf Bananen setzt man Schwarze mit Affen gleich.
    • lilie 18.06.2020 13:08
      Highlight Highlight @k.ant: Ich wurde nicht mit 12 zwangsverheiratet. Ich darf tragen, was ich will, und kann ohne Furcht oder Not zu leiden alleine leben.

      Obwohl ich allein lebe, darf ich mit so vielen Männern ins Bett, wie ich nur Lust habe, ohne dass ich dafür gesteinigt oder aus der Gesellschaft ausgestossen werde.

      Wenn ich krank werde, habe ich eine Krankenkasse, und wenn ich selber nicht über die Runden komme, kommt der Staat für mich auf.

      Ich kann jederzeit auf ein Amt, ohne Bestechungsgelder zahlen zu müssen.

      Mir braucht niemand zu sagen, dass ich froh sein kann, hier zu leben. Das weiss ich selber.
  • RichiZueri 18.06.2020 10:12
    Highlight Highlight Ich kann mich nur wiederholen: Rassismus beenden wir nicht, mit endlosen Aufzählungen von Bevor- wie auch Benachteiligungen, sondern indem wir beginnen, einfach alle Menschen gleich zu behandeln (sofern wir das wieso auch immer noch nicht tum). Interessiert mich doch nicht, wer woher kommt oder wie er aussieht. Genau so wenig, wie wen diese Person liebt oder nicht. Was zählt ist der Mensch und sein Verhalten und das soll auch als einziges relevant sein im Jahre 2020! Wir können die Vergangenheit nicht ändern, aber die Zukunft. Und dafür braucht es Taten und das Verhalten von uns.
    • k.ant 18.06.2020 11:36
      Highlight Highlight Das scheint mir ein wenig naiv. Wir alle haben Vorurteile, Vorlieben und Abneigungen.
      Da ist es schon hilfreich, die eigenen Denkmuster und Verhaltensweisen zu hinterfragen.
    • RichiZueri 18.06.2020 13:37
      Highlight Highlight Richtig, die eigenen Denkmuster. Wozu es kein mediales Ausschlachten sondern Eigeninitiative von jedem von uns benötigt. Mit dem Finger zeigen ist immer einfacher als Selbstreflexion. Naiv hingegen wäre zu glauben, dass durch täglich 10 Artikel, welche bloss Probleme aufzeigen und keine Lösungen, sich die Situation verbessern würde.
  • Quo Vadis 18.06.2020 10:11
    Highlight Highlight Dann versucht man es hier halt nochmals:

    - Silence is violence = wenn du nichts sagst, bist du ein Rassist weil du diese angeblich unsägliche Situation stillschweigend akzeptierst
    - Wenn du etwas sagst, dass sich nicht zu 100% mit der Meinung der Moralisten deckt, bist du tief in dir drinn, wenn auch nur versteckt, ein Rassist

    Und die Medien machen fleissig mit, es wird durch mediale Hinrichtung ausgeschaltet wer nicht mitspielt. Es geht längst nicht mehr um Mohrenköpfe oder Migrossäcke etc.. Langsam zeigt dies totalitäre Tendenzen und irgendwie schwant mir böses.
    • De-Saint-Ex 18.06.2020 10:27
      Highlight Highlight Du bist nicht Rassist wenn Du schweigst, Du machst Dich des Rassismus mitschuldig indem Du ihn stillschweigend tolerierst... dass Du jene, die nicht (mehr) bereit sind, zu Rassismus zu schweigen, als totalitäre Moralisten hinstellst, spricht allerdings Bände...
    • Blitzmagnet 18.06.2020 11:05
      Highlight Highlight De-Saint-Ex ich muss mich nicht ständig den ganzen Tag dazu äussern, dass ich Rassismus scheisse finde und mit Plakaten auf die Strasse. Wenn man mir dann vorwirft, mitschuldig zu sein ist das absolut lächerlich.
    • Quo Vadis 18.06.2020 11:06
      Highlight Highlight "Du bist nicht Rassist wenn Du schweigst, Du machst Dich des Rassismus mitschuldig indem Du ihn stillschweigend tolerierst..."

      Gipfeli = Croissant
      Croissant = Gipfeli
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  • Enemy№1 18.06.2020 10:09
    Highlight Highlight Ist die Tatsache, dass Leute aufgrund ihrer Hautfarbe nicht in die Sendung eingeladen werden, nicht auch schon wieder rassistisch?

    Das eigentliche Problem wurde in der letzten Arena deutlich: Der Komiker war nicht schwarz genug, Frau Binkert war nicht weiss genug für eine SVP'lerin, resp. zu rechts für eine schwarze Frau. Die, die mit dem Finger auf andere gezeigt haben, wurden gleich selbst Opfer ihrer eigenen Denkweise. Es werden Schuldige gesucht. In den USA ist es nun die Polizei. Es passiert eigentlich das genau gleiche wie beim Rassismus. Hat aber noch keinen Namen. Schwanzbeisser.



    • Tabeah 18.06.2020 11:02
      Highlight Highlight Ich glaube, das Problem bei der Arena war, dass das Thema "jetzt reden wir Schwarze" war, und die Mehrheit eine andere Hautfarbe hatte.
      Ist wie wenn man sagt "jetzt reden wir Frauen", und der Grossteil der Gesprächsrunde besteht aus Männer.
    • 2020theyearwelostourrights 18.06.2020 14:08
      Highlight Highlight Wie kommt eine Arena die das Thema Rassismus behandelt überhaupt auf einen rassistischen Titel wie "jetzt reden wir schwarzen"? (abgesehen davon dass das nicht wie ein Titel für eine seriöse Politsendung eines öffentlich finanzierten Sender, sondern eher wie ein RTL-Talk Titel klingt...)
      So dumm...Und dann das aus purer gleichheit und kriechen vor dem linken Mob gleich nochmals wiederholen....Qualitäts-TV...
  • Uncommonwealth 18.06.2020 10:07
    Highlight Highlight Das Konzept von White Privilege ist, meiner Meinung nach, eurozentrisch. Ich habe es immer als "Majority Privilege", also als Privileg der Mehrheit angesehen.

    Wenn man nicht der Mehrheit angehört, diskriminiert wird. Als Ausländer in der Schweiz kann ich das bestätigen, da ich immer wieder wegen meines portugiesischen Nachnamens verhöhnt werde. "Bacalhau Caralho höhö"

    Dieses Privileg der Mehrheit gibt es allerdings nicht nur in Ländern, wo Weisse in der Mehrheit sind. Ich denke kaum, dass es in Ländern wie Japan oder China "White Privilege" gibt.

    Ist natürlich trotzdem zu verurteilen.
    • Uncommonwealth 18.06.2020 10:35
      Highlight Highlight Wenn man nicht der Mehrheit angehört, wird man diskriminiert.*

      Habe nen Fehler im text entdeckt.
    • maylander 18.06.2020 10:45
      Highlight Highlight Es muss nicht mal die Mehrheit sein, sondern die der Herrschenden Klasse.
      Das kann dann zu einer regelrechten Hierarchie der Ethnuen führen.

      Siehe UAE. Da sind die Emirati in der Unterzahl. Nur männliche Emirati haben volle Rechte und auch dort ist es nach Familie abgestuft. Die Hierarchie dort sieht dann etwa so aus.
      1.Emiratis
      2. US/EU
      3 Ostasien
      4 Südasien
      5 Afrika
    • ConcernedCitizen 18.06.2020 11:21
      Highlight Highlight Majority Privilege, du bringst auf den Punkt, was lange konfus in meinem Kopf herumschwirrte. Danke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vergugt 18.06.2020 10:05
    Highlight Highlight Für jeden Kommentar, der sagt: "So habe ich das noch nicht gesehen, vielleicht bin ich tatsächlich privilegiert", spende ich 5 Franken an ein antirassistisches Projekt. Für jeden Kommentar, der ohne inhaltliche Argumente den Artikel relativiert, nehme ich einen Shot.

    Mal schauen, ob ich heute Abend arm oder besoffen bin.
    • Uncommonwealth 18.06.2020 11:13
      Highlight Highlight "So habe ich das noch nicht gesehen, vielleicht bin ich tatsächlich privilegiert"

      Zur Kasse!
    • derWolf 18.06.2020 11:22
      Highlight Highlight Vermutlich von beidem ein wenig ;) Diese Disskusion läuft völlig aus dem Ruder. Wie so vieles in letzter Zeit..
  • Hana Meier 18.06.2020 10:01
    Highlight Highlight Ich finde diese Rassismus-Debatte sehr künstlich. Rassismus in der Schweiz ist schon ein Problem. Allerdings nicht hauptsächlich gegen Schwarze, sondern gegen Fluchtlinge, Romas und Einwanderer aus dem ehemaligen Jugoslavien. Aber anstatt sich mit den richtigen Problemen zu beschäftigen, kopiert man einen Trend aus den USA und zieht den angeblichen Rassismus gegen Schwarze an den Haaren herbei. Wirkt für mich eher wie ein grosses Event aus Corona-Langeweile. Ich behaupte nicht, dass es überhaupt keinen Rassismus gegen Schwarze gäbe, das wird es immer. Aber die Hauptprobleme liegen wo anders.
    • Uncommonwealth 18.06.2020 10:40
      Highlight Highlight Was Du erwähnt hast würde ich glaub ich weniger als Rassismus, und mehr als Xenophobie oder Fremdenfeindlichkeit beschreiben.

      Ausländer werden in der Schweiz, nach meiner Erfahrung, eher weniger wegen ihrer Hautfarbe diskriminiert und mehr, weil sie nicht Schweizer sind.

      Italiener, Spanier und Portugiesen sind davon, je nach Region, auch ziemlich stark betroffen.
  • walsi 18.06.2020 09:59
    Highlight Highlight Zitat: "Die Forschung geht davon aus, dass weisse Personen .... in allen gesellschaftlichen Bereichen gewisse Privilegien haben."

    Wäre es nicht besser zu wissen? Wie erklärt es sich dann die Forschung, dass in Südafrika weiss diskriminiert werden?

    https://www.tagblatt.ch/international/weisse-arbeiter-fuhlen-sich-diskriminiert-ld.1050606
  • CapD17 18.06.2020 09:58
    Highlight Highlight Die meisten dieser Punkte haben vor allem damit zu tun, dass diese Schwarzen in weissen Mehrheitsgesellschaften leben. Minderheiten haben es automatisch schwerer. Dagegen soll man ankämpfen, die Bewegungen in den USA tun dies aber auf eine sehr unsympathische Weise. Dieses überheblich Belehrende stösst mich ab. Ausserdem haben viele Schwarze in den USA Vorurteile gegenüber Weissen. Und auch selbst gegenüber anderen Minderheiten oder dunkleren/helleren Hauttönen, oder Homosexuellen. Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, kritisiert oder belehrt werden aber nur immer weisse Männer.
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 18.06.2020 10:37
      Highlight Highlight Wo, in der gesamten BLM Debatte wurden explizit weisse Männer angesprochen oder belehrt? Es wurden alle Weissen angesprochen. Das Geheule der weissen Männer, dass sie immer die Armen sind, nervt langsam.
    • Mr Pink 18.06.2020 11:07
      Highlight Highlight Woww...wie soll denn die betroffenen in der USA damit umgehen? Sie probieren es seit 400 Jahren erfolglos, teils friedlich und teils mit Gewalt, wie lange sollen sie noch darum betteln/fragen?? Wie würden sie das Problem angehen? Vorallem, wenn man bedenkt, dass leider in der US Geschichte gewalttätige Aufstände mehr bewirkt haben als friedliche...
      Und ihr letzte Satz...einfach nur woow...ja klar, schwarze Männer oder asiatische Männer werden ja nie belehrt, in Schubladen geschoben oder kritisiert.
  • Fakten 18.06.2020 09:53
    Highlight Highlight Vergesst nicht dass es auch auf die Schuhgrösse ankommt 🙄🤦‍♂️ man kann auch Probleme suchen omg..... Muss ich mich nun schlecht fühlen weil ich weiss bin?!
    • Pachyderm 18.06.2020 10:36
      Highlight Highlight Nein, niemand will dass du dich schlecht fühlst weil du weiss bist. Aber es schadet nicht, mal darüber zu reflektieren, dass du es dadurch in vielen Situationen einfacher hast als wenn du schwarz wärst.
    • Älplermagrönli mit Öpfelmues 18.06.2020 10:38
      Highlight Highlight Nein, wenn man kein Rassist ist und alle gleich behandelt, muss man sich nicht angesprochen fühlen. Ist genau gleich wie beim Feminismus. Nicht alle Männer sollten sich angesprochen Fühlen, sondern nur die Idioten.
  • Schlingel 18.06.2020 09:50
    Highlight Highlight Die Trennung in Schwarz und Weiss von den "Anti-Rassisten" empfinde ich fast schon als amüsant. Die aufgeführten Punkte sind primär eine Ansammlung von nicht belegten Behauptungen und Falschaussagen. Aber Hauptsache man hat wieder irgend einen amerikanischen Gugus adaptiert und tut nun so als wäre bei uns die Sachlage gleich. Im Endeffekt ist diese ganze Rassismus-Debatte eine Debatte unter ein paar Twitter-Empörten und Social-Media Selbstdarstellern.
    • bbelser 18.06.2020 14:04
      Highlight Highlight Die Fragen müssen dich wohl getroffen haben, wenn so ein langer nichtssagender Kommentar daraus resultiert.
      Und: die Trennung von Schwarz und Weiss stammt von Rassisten.
      Anti-Rassismus wehrt sich dagegen.
    • Schlingel 18.06.2020 15:18
      Highlight Highlight Kein bisschen. Aber es nervt mich, dass man gewisse Leute Probleme importieren, welche in der Schweiz nicht oder in einer ganz anderen Weise zutreffen. Ach ja? Warum wird dann gefordert, dass sich an den BLM Demos "die Weissen" zurückhalten? Warum braucht es eine Schwarzenquote in einer Talkshow, wenn doch beide Parteien für einen Austausch benötigt werden? Warum reden sich weisse "Anti-Rassisten" eine Schuld für irgend welche Privilegien ein, die in keiner Weise wissenschaftlich untersucht und belegbar sind? Warum muss man laut BLM explizit Schwarze Künstler etc. unterstützen?
  • Lavamera 18.06.2020 09:48
    Highlight Highlight Spätestens wenn man einen dunkelhäutigen Freund hat, weiss man wie privilegiert man als Weisse ist. Der Unterschied erlebt man dann tagtäglich.
    • Lavamera 18.06.2020 10:03
      Highlight Highlight Wieso wird eigentlich dieser Kommentar so geblitzt und mein zweiter weiter unten nicht? 😂 Nimmt mich gerade wirklich Wunder.
    • Enemy№1 18.06.2020 10:13
      Highlight Highlight öhm... Weil du dir irgendwie widersprichst. Hier geht es nur um Weiss / Schwarz und unten relativierst du, weil du es schade findest, dass es nur um Weiss / Schwarz geht. Irgendwie komisch.... Aber nur meine Meinung.
    • tomtom1 18.06.2020 10:15
      Highlight Highlight Weil du einmal was gescheites geschrieben hast und einmal nicht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • du_bist_du 18.06.2020 09:47
    Highlight Highlight Schade wird nur sehr selten die Intersektionalität miteinbezogen.
    Die alleinige Reduzierung auf schwarz-weiss, wird in Europa alleine nicht reichen um Probleme zu lösen.
    Es werden sogar neue Probleme geschaffen.
    Ein Problem das nicht angegangen wird ist auch der Klassismus.
    Solche Tendenzen sind z.B. auch in Südafrika erkennbar. Wo die stehen heute... nunja.

    Eine betrachtungsweisse ausserhalb vom eigenen Tunnelblick ist offensichtlich kein white privilege. Auf der ganzen Welt, werden zu wenige, ganzheitliche Lösungen angegangen. Weil dort müssten wirklich Privilegien aufgegeben werden.
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 18.06.2020 09:47
    Highlight Highlight Was um alles in der Welt ist "weiße Zerbrechlichkeit"?
    Ist das "Special-Snowflake" in reverse?
    Aber na gut, die Chance, das ein Bewerbungsschreiben von mir wegen des Bildes oder Name aussortiert wird, ist wohl deutlich geringer, als bei einer schwarzen Person oder einem Abduhlla oder einer Fatma.
    Das mir wegen meines "Weisseins" jedoch per se mehr deutungsmerheit zugestanden wird bezüglich Rassismus als einer schwarzen Person denke ich nicht, wohl eher das Gegenteil ist der Fall. Man ist per se mal verdächtigt, seine Privilegien verteidigen zu wollen.
  • zaphod67 18.06.2020 09:43
    Highlight Highlight White privilege in den USA ist beispielsweise, von Schwarzen, Weissen und Latinos gleichermassen als 'white trash' bezeichnet zu werden.
  • lilie 18.06.2020 09:41
    Highlight Highlight Diese Effekte betreffen übrigens nicht nur Weisse, sondern auch Schwarze. In afrikanischen Länder haben Dunkelhäutige mit hellerem Teint mehr Chancen, im Job aufzusteigen, als ihre Landsleute mit dunklerem Teint.

    Zumindest im südlichen Afrika ist dieser Effekt bekannt.
    • rburri38 18.06.2020 09:52
      Highlight Highlight War schon ein paar Mal in Südafrika und ganz ehrlich, Weiss & Schwarz ist immer noch praktisch komplett getrennt. Traurig. Aber eines der schönsten Länder dieser Welt. In Kenia leben natürlich kaum Weisse, da fand ich eher, dass es Rassismus gegen Weisse gibt. Man wird eigentlich nur Mzungu genannt, und das ist je nach Situation schon sehr Unangenehm (auch wenn nicht immer Negativ gemeint). Man lernt, wie Unangenehm es wohl für Dunkelhäutige in "weissen Ländern" sein kann. schon alleine durch Blicke.
    • lilie 18.06.2020 10:02
      Highlight Highlight @rBurri: Ja, Südafrika ist schön. Aber eben: Die Weissen leben in Villen hinter Stacheldraht, die Schwarzen in den Townships (vereinfacht ausgedrückt).

      Selbst ein Schwarzer, der es zu was bringt, bleibt in seiner Township und stellt halt seinen BMW neben sein blitzblankes Häuschen.

      In vielen afrikanischen Ländern wurde aber im Laufe der Zeit die Situation ungemütlich für Weisse, meist nach der Unabhängigkeit, so dass viele praktisch rausgeekelt wurden.

      Aus emotionalen Gründen ist das sehr verständlich, aber für die Länder bedeutete es auch ein erheblicher Verlust an Know-How und Expertise.
    • Ivan se Terrible 18.06.2020 10:26
      Highlight Highlight Das gilt auch für Asien. Ein Freund von mir, der aus Kambodja stammt, sagte mir, dass ein dunkler Teint eher mit "schlechteren" Jobs assoziiert wird. Also solchen die im Freien ausgeübt werden. Dagegen wird ein heller Teint mit "besseren" Jobs assoziiert, weil im Inneren ausgeübt, also Bürojobs, die besser bezahlt werden. Dementsprechend einen höheren sozialen Status geniessen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kiro Striked 18.06.2020 09:41
    Highlight Highlight Meine Hauptfrage bei all diesen "weiss, nicht weiss" Debatten ist immer die selbe:

    "Warum liegt der Fokus von allen auf der Hautfarbe, und nicht auf der Person?"

    Ich spiele viel mit Leuten Online Games, international, und neulich hat der eine ein Bild von sich gepostet, er ist schwarz, das wusste in der Gruppe niemand, hat es jemand angesprochen? Nein, weil es niemanden interessierte oder störte.

    Vielleicht liegt es aber auch daran, dass ich nicht nach Hautfarbe/Herkunft bewerte, sondern nach Verhalten. Bist du ein Ars**, bist DU halt ein Ars**, egal wie du aussiehst.
    • Lavamera 18.06.2020 09:51
      Highlight Highlight Das ist das, was mich bei der jetzigen Debatte so stört. Die Unterschiede werden in den Vordergrund gerückt, im Momen kommt es nur noch auf die Hautfarbe an und nicht mehr um den Mensch dahinter. Für mich fühlt es sich so an, als ob Rassismus mit Rassismus bekämpft würde.
    • lilie 18.06.2020 09:56
      Highlight Highlight @Kiro: Geht mir ganz genau so. 👍

      In der Primarschule hatten wir einen dunkelhäutigen Mitschüler. Nach etwa einem Jahr völlig friedlichen Zusammenlebens kam er zu mir und fragte mich, ob ich glaube, dass er Schweizer sei.

      Ich war völlig perplex. In all der Zeit hatte ich nicht einen einzigen Gedanken daran verschwendet, dass er in irgendeiner Weise nicht zu uns gehören oder sonstwie anders sein könnte.
    • Kiro Striked 18.06.2020 09:58
      Highlight Highlight @Lavamera
      DANKE, Genau das habe ich gesucht: "Rassismus mit Rassismus bekämpfen", treffender könnte man es gar nicht Formulieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 18.06.2020 09:34
    Highlight Highlight Die ganze Weiss-Schwarze Geschichte sieht ein wenig anders aus, wenn sie von einem Weissen, unvoreingenommenen Texaner beschrieben wird.
  • AdiB 18.06.2020 09:32
    Highlight Highlight Wieso wird jetzt bei der rassismusdebatte das weiss sein als negativ abgestempelt. Im asiatischen raum werden wwisse auch diskriminiert. In china gelten weisse (menschen aus dem westen) als menschen dritter klasse eingestuft.

    Auch gibts rassismus unter weissen innerhalb europas z.bsp.
    Menschen aus dem balkan oder osteuropa werden in den westeuropäischen ländern auch diskriminiert. Wenn jemand ein -ic am schluss hat, hat auch mühe eine wohnung oder arbeit zu finden.
    Diese debatte kann nicht so simpel geführt werden, es ist komplexer.
  • Donald 17.06.2020 19:21
    Highlight Highlight Ich möchte dem nicht widersprechen. Aber ich kenne ein Gegenbeispiel. Sowohl in der Afro-Amerikanischen Bevölkerung sowie auch in einigen Asiatischen Ländern gibt es gegenüber Weissen das Vorurteil, dass sich diese gerne in Lebensgefahr begeben. Beispielsweise beim Bergsteigen, Vulkantauchen, durch Wüsten rennen etc. also Aktivitäten, die bei uns generell als Abenteuer gesehen werden. Und damit gibt es dann auch Unverständis darüber, warum man sich absichtlich unnötigen Gefahren aussetzt. Das zieht sich auch weiter zu wenig Vorsicht und Hygiene im Alltagsverhalten.
    • insert_brain_here 18.06.2020 09:44
      Highlight Highlight "Ich möchte nicht widersprechen, aber..." der Klassiker...
    • Kruk 18.06.2020 09:49
      Highlight Highlight Dieses Bild hat man an vielen Orten ganz allgemein von der westlichen Bevölkerung, dazu zählen dann auch Afro-Amerikaner oder westliche PoC, oder wie man jetzt auch sagen muss.
    • smartash 18.06.2020 09:56
      Highlight Highlight Inwiefern ist das ein Gegenbeispiel?
      Was soll das jetzt genau über weisse Privilegien aussagen?


      ...Ausser das wir Weisse so privilegiert sind, dass wir solche verrückte Sachen machen, um etwas Gefahr und Adrenalin zu spüren. Weil unser Alltag nicht so gefährlich ist wie der von Minderheiten

      mal darüber nachgedacht?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hugo Hugentobler 17.06.2020 19:20
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, es gäbe eine Studienrichtung namens „Critical Blackness“ und schwarze Menschen würden in diesem Artikel aufgefordert, sich mal kritisch mir ihrer Hautfarbe auseinanderzusetzen. Ein unermesslicher Aufschrei, Social Media Lynchmobs und Todesdrohungen gegen die Autoren wären die Folge.
  • Papierli-Tschingg 17.06.2020 19:19
    Highlight Highlight Warum spricht man hierbei eigentlich immer von Privilegien? Das sind doch Sachen die völlig selbstverständlich sein müssten. Unabhängig von der Hautfarbe der Person.

    Es muss selbstverständlich sein, NICHT diskriminiert zu werden.

    Privilegien klingen positiv. Ich bin dafür dies umzukehren um die Dramatik aufzuzeigen.

Kommentar

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