Schweiz
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epa05361332 A photograph made availavble 13 June 2016 shows a Ghanaian collecting recyclable material at the polluted Korle Gono beach, that is covered in plastic bottles and other items washed ashore, following weeks of heavy flooding in Accra, Ghana 12 June 2016. The recyclable materials were washed from the capital Accra through the Korle lagoon ending up at the beach. Waste pollution is a continuing problem in Ghana.  EPA/CHRISTIAN THOMPSON

Bilder wie diese gehen seit Jahren um die Welt. Bild: EPA

Erfolg im Kampf gegen Plastik-Müll – und was die Schweiz damit zu tun hat



Auf Drängen der Schweiz haben sich 187 Staaten auf eine Verminderung der Risiken von Chemikalien und gefährlichen Abfällen wie Plastik geeinigt. Während rund zwei Wochen hatten Delegationen um Anpassungen der Stockholmer, Rotterdamer und Basler Konvention gerungen.

In diesen Konventionen wird die Verminderung der Risiken von Chemikalien und gefährlichen Abfällen geregelt. Neu wurde Plastik als gefährlicher Abfall in die Basler Konvention aufgenommen.

Die Schweizer Delegation hatte sich an der Konferenz, die bis am Freitagabend in Genf stattfand, dafür eingesetzt, dass für die Stockholmer und Rotterdamer Konvention ein Kontrollmechanismus nach dem Vorbild der Basler Konvention eingerichtet wird.

«Das ist ein Erfolg für die Schweiz», sagte Franz Perrez vom Bundesamt für Umwelt (Bafu) und Leiter der Schweizer Delegation an der Konferenz, im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

Mehr Plastik als Fische

Weit mehr als 100 Millionen Tonnen Abfall verseuchen laut der Uno bereits die Weltmeere – und jährlich kommen geschätzt weitere 10 Millionen Tonnen hinzu. Bilder von gewaltigen Müllstrudeln auf dem Wasser ebenso wie von völlig verdreckten Stränden sind um die Welt gegangen. Und bereits im Jahr 2050 könnte in den Ozeanen mehr Plastik treiben als Fische darin schwimmen, warnte die Uno im vergangenen Jahr.

Ein erheblicher Teil des Kunststoffs, der in die Meere gelangt, stammt aus unkontrollierter Abfallentsorgung auf dem Festland. Bislang müssen nur Kunststoffe, die als gefährlich eingestuft sind, bei Exporten kontrolliert werden.

Neu sollen verunreinigte und nicht vorsortierte Plastikabfälle als meldepflichtiger Abfall in die Basler Konvention aufgenommen werden. Damit können auch diese erst exportiert werden, nachdem das Empfängerland über die Einfuhr informiert wurde und seine Zustimmung gegeben hat. (viw/sda)

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Plastikmüll im Meer

Seepferdchen klammern sich nun schon an Plastik fest

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