DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Spion Daniel M.

Gegen den Spion Daniel M. wurde bereits Anklage erhoben. 

Spionagefall Daniel M. eskaliert: Deutsche Justiz geht gegen Schweizer Geheimdienst vor

Der deutsche Generalbundesanwalt hat Ermittlungen aufgenommen. Gegen Spion M. wurde bereits Anklage erhoben. 



Die Affäre rund um den Schweizer Spion Daniel M. zieht immer weitere Kreise. Der deutsche Generalbundesanwalt ermittelt offenbar seit Anfang August gegen drei Angestellte des Schweizer Nachrichtendiensts NDB. Das berichten die Süddeutsche Zeitung und der Tages-Anzeiger. Sie müssen im Schengen-Raum jederzeit mit einer Festnahme rechnen. 

Der Vorwurf lautet geheimdienstliche Agententätigkeit. Das Delikt wird mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder mit Geldstrafe bestraft.

Der 54-jährige Ex-Polizist und Ex-UBS-Sicherheitsexperte M. sitzt seit dreieinhalb Monaten in Mannheim in U-Haft. Er hatte unter anderem als freier Mitarbeiter für den Schweizer Geheimdienst gearbeitet. Ein Auftrag – erteilt 2011 – bestand darin, Namen und biografische Details von deutschen Steuerfahndern herauszufinden, die CDs mit Schweizer Bankkundendaten aufkauften, um das hiesige Bankgeheimnis zu knacken.

Die deutschen Behörden erfuhren erst später von der heiklen Mission; im April nahmen sie M. in einem Hotel in Frankfurt fest. 

Der Generalbundesanwalt und auch der NDB wollten sich auf Anfrage des «Tages-Anzeigers» zum Fall nicht äussern. Die Ermittlungen sollen sich gegen drei NDB-Mitarbeiter richten, die mit Daniel M. in Kontakt standen. 

Anklage gegen M. erhoben

Daniel M. ist inzwischen beim Oberlandesgericht Frankfurt angeklagt worden, wie sein Anwalt Valentin Landmann bestätigt. Die Beweise gegen ihn haben sich im vergangenen Monat verdichtet: Die deutschen Ermittler hatten E-Mails beschlagnahmt, die zeigten, wie M. in Deutschland seine Informationen beschaffte. 

Spion ins All geschickt

Video: reuters

Das könnte dich auch interessieren:

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Nationalpark gehört zu den bestgeschützten der Welt

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

UNO-Folterexperte Nils Melzer: «Der Fall Assange ist wie ein dunkles Familiengeheimnis»

Der Schweizer Jurist Nils Melzer überwacht für die UNO das Folterverbot und hat ein Buch über seine Untersuchung zum Fall des Wikileaks-Gründers Julian Assange geschrieben. Dessen Rechte seien massiv verletzt worden, sagt Melzer. Und warnt vor der «gefährlichen» PMT-Vorlage, die am 13. Juni zur Abstimmung kommt.

Sie erheben in Ihrem Buch schwere Vorwürfe gegen westliche Staaten im Umgang mit Julian Assange. Was hat Sie bei Ihrer Untersuchung am meisten schockiert?Nils Melzer: Die Erkenntnis, dass der Rechtsstaat offenbar auch in westlichen Demokratien vollkommen ausgehebelt werden kann. Ich habe in den letzten 20 Jahren oft in Kriegs- und Krisengebieten gearbeitet und viele schwere Rechtsverletzungen gesehen. Aber ich habe immer daran geglaubt, dass in den westlichen Demokratien wenigstens noch der …

Artikel lesen
Link zum Artikel