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Strafgericht Baselland verurteilt Bankräuber zu achteinhalb Jahren



Das Baselbieter Strafgericht hat einen Bankräuber zu einer Freiheitsstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt. Der 47-Mann hatte im vergangenen Jahr zwei bewaffnete Raubüberfälle auf ein und dieselbe Bank verübt. In einem Fall löste sich ein Schuss.

Im Prozess in Muttenz bestritt der Beschuldigte die Taten. Am Donnerstag sprach ihn die Fünferkammer des Strafgerichts jedoch des mehrfachen qualifizierten Raubs, der Gefährdung des Lebens, des mehrfachen Vergehens gegen das Waffengesetzes sowie weiterer Delikte schuldig und verhängte für den italienischen Staatsbürger zudem einen Landesverweis von zehn Jahren.

Mit seinem Strafmass liegt das Gericht unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Diese hatte eine Freiheitsstrafe von neuneinhalb Jahren verlangt. Die Verteidigung plädierte dagegen auf Freispruch.

Zugetragen haben sich die Raubüberfälle auf die Filiale Oberdorf der Basellandschaftlichen Kantonalbank im April und August 2019. Der bewaffnete Täter erbeutete insgesamt rund 63'000 Franken. Obwohl es beim zweiten Überfall zu einer Schussabgabe kam, wurde niemand verletzt.

Der Beschuldigte wurde im September 2019 nach Veröffentlichung mehrerer Tatfotos und Aussetzung einer Belohnung von 25'000 Franken im Kanton Luzern festgenommen. Vor dem Strafgericht schob er die Taten zwei Albanern aus seinem Kollegenkreis in die Schuhe. Diese hätten auch Beweismittel in seiner Wohnung hinterlassen.

Bei Prozessbeginn am Dienstag hatte das Gericht den vorbestraften und drogenabhängigen Mann mit einer «fast erdrückenden Beweislast» konfrontiert. Unter anderem wurden auf Beweismitteln wie der Tatwaffe oder einer Patronenhülse DNA-Spuren des Beschuldigten festgestellt. In dessen Küchenschublade hatte die Polizei zudem die Sprengstoffattrappe gefunden, die der Bankräuber bei seinen Überfällen mit sich geführt hatte. (aeg/sda)

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