Schweiz
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Spiess-Hegglin: Obergericht bestätigt Urteil gegen «Blick»



Mit der Berichterstattung über eine mutmassliche Schändung von Jolanda Spiess-Hegglin hat der «Blick» «in schwerwiegender Weise» in die Intimsphäre der Ex-Politikerin eingegriffen und damit ihre Persönlichkeit verletzt. Zu diesem Schluss kommt das Zuger Obergericht.

Die ehemalige Zuger Kantonsraetin Jolanda Spiess-Hegglin verlaesst das Zuger Kantonsgericht am Mittwoch, 10. April 2019 in Zug. Jolanda Spiess-Hegglin wehrt sich vor dem Zuger Kantonsgericht gegen angebliche Persoenlichkeitsverletzung durch den Medienkonzern Ringier. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Jolanda Spiess-Hegglin 2019 nach der Verhandlung am Zuger Kantonsgericht. Bild: KEYSTONE

Damit bestätigte das Obergericht in seinem am Montag veröffentlichten Urteil einen erstinstanzlichen Schuldspruch. Weiter kommt das Obergericht – wie schon das Kantonsgericht – zum Schluss, dass Jolanda Spiess-Hegglin kein klagbarer Anspruch auf Publikation einer Entschuldigung des Verlagshauses Ringier zustehe.

«Trotzdem wollen wir uns bei Jolanda Speiss-Hegglin entschuldigen», schreibt Ringier-CEO Marc Walder gleich nach der Publikation des Urteils auf «Blick.ch» am Montag.

Das Gericht hiess zudem die Berufung von Ringier bezüglich der Genugtuung teilweise gut und reduziert deren Höhe auf 10'000 Franken. Es erachtet die von der Vorinstanz zugesprochene Summe von 20'000 unter Berücksichtigung der bundesgerichtlichen Rechtsprechung als «unverhältnismässig».

Das Urteil des Obergerichts ist noch nicht rechtskräftig. Den Parteien steht noch die Beschwerde an das Bundesgericht offen. (sda)

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