Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Landesverweis: In Schweiz geborener Türke muss Land verlassen



ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG UEBER DIE VOLKSINITIATIVE „ZUR DURCHSETZUNG DER AUSSCHAFFUNG KRIMINELLER AUSLAENDER (DURCHSETZUNGSINITIATIVE)“ AM SONNTAG, 28. FEBRUAR 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUM FLUGHAFENGEFAENGNIS ZUR VERFUEGUNG - Outdoor area at the airport prison in Kloten in the canton of Zurich, Switzerland, on January 14, 2016. The airport prison has the departments pretrial detention, corrections and detention pending deportation. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Freiluftbereich des Flughafengefaengnisses in Kloten im Kanton Zuerich, aufgenommen am 14. Januar 2016. Das Flughafengefaengnis verfuegt ueber die Abteilungen Untersuchungshaft, Strafvollzug und Ausschaffungshaft. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bild: KEYSTONE

Das Bundesgericht hat die strafrechtliche Landesverweisung für einen in der Schweiz geborenen, 21-jährigen Türken bestätigt. Der Verurteilte hatte einen anderen jungen Mann grausam gequält und erniedrigt.

Das Waadtländer Kantonsgericht verurteilte den Türken zu einer Freiheitsstrafe von 38 Monaten und sprach zusätzlich eine Landesverweisung von zehn Jahren aus. Es befand den jungen Mann der Sachbeschädigung, der versuchten Nötigung, der Freiheitsberaubung und weiterer Straftaten für schuldig.

Wie aus einem am Dienstag veröffentlichten Urteil des Bundesgerichts hervor geht, kreuzten der Verurteilte und sein Kollege im August 2018 in der Wohnung eines Bekannten auf, wie sie es oft taten. Die beiden Besucher wollten vom Opfer Erklärungen zu Gerüchten, die dieses zu ihrem Verhalten in dieser Wohnung gestreut haben solle.

Die beiden Besucher begannen bald darauf, ihr Opfer mit Faust- und Beinhieben zu malträtieren. Sie zwangen den jungen Mann, sich auszuziehen und erniedrigten ihn auf verschiedene Arten. Die Grausamkeiten dauerten drei Stunden lang an. Als der Verurteilte am Folgetag festgenommen wurde, schlug er auf den Polizisten ein.

Wie bereits die Vorinstanz, kommt auch das Bundesgericht zum Schluss, dass der Verurteilte aufgrund seiner rudimentären Türkischkenntnisse Schwierigkeiten haben werde, sich in der Türkei zu integrieren.

Dennoch überwiege das öffentliche Interesse an einer Landesverweisung. So wurde der Türke bereits als Jugendlicher wegen Brandstiftung verurteilt. Eine Lehre schloss er nie ab, und er ist in der Schweiz schlecht integriert. Er hat zudem keinen Job und ist finanziell von seiner Mutter abhängig. Auch im Gefängnis wurden Disziplinarstrafen gegen den Verurteilten verhängt, wie das Bundesgericht schreibt. Das Risiko weiterer Straftaten sei hoch. (Urteil 6B_1417/2020 vom 13.03.2020) (aeg/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Erpressungsversuch bei Berset: Rolle der Bundesanwaltschaft wird untersucht

Der am vergangenen Samstag von der «Weltwoche» publik gemachte Erpressungsversuch gegenüber Bundesrat Alain Berset zieht weitere Kreise. Die Aufsichtsbehörde über die Bundesanwaltschaft (AB-BA) hat aufsichtsrechtliche Abklärungen eingeleitet.

Diese sollen das Verhalten der Bundesanwaltschaft in dieser Sache klären. Das berichtete die Westschweizer Zeitung «24heures» am Montag auf ihrem Newsportal. Die Antwort der AB-BA liegt der Nachrichtenagentur Keystone-SDA vor.

«Die AB-BA hat von der …

Artikel lesen
Link zum Artikel