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Gesundheit

Bild: shutterstock

In dieser Gemeinde bezahlst du 2021 am wenigsten für die Krankenkasse

Der Bundesrat hat am Dienstagnachmittag die Krankenkassenprämien für das kommende Jahr präsentiert. Je nach Wohngemeinde können die Gesundheitskosten stark variieren – besonders günstig kommen Versicherte aus Appenzell Innerrhoden und der Innerschweiz davon.



Trotz aussergewöhnlicher Gesundheitslage steigen die Krankenkassenprämien im kommenden Jahr nur moderat an. Das hat Bundesrat Alain Berset heute Dienstag an einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Im Schnitt steigen die Prämien um 0,5 Prozent.

Doch was bedeutet das für dich? Mit Angabe deiner Wohngemeinde und deiner gewünschten Franchise kannst du mit dem Tool des Bundes die Prämien für's Jahr 2021 berechnen. Um die Unterschiede nach Region aufzuzeigen, haben wir einige Beispielprämien durchgerechnet.

Warum unterscheiden sich die Prämien nach Region?

Grössere Kantone sind in zwei oder sogar drei Prämienregionen aufgeteilt. Die Krankenkassen können für jede Region unterschiedliche Prämien festlegen – zumindest innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Höchstgrenzen, erklärt Grégoire Gogniat vom Bundesamt für Gesundheit. Die Gesundheitskosten in den Regionen werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst, zum Beispiel aufgrund der Demographie oder der Ärzte- und Spitaldichte.

Erwachsene ab 26 Jahren

Wer 26 Jahre oder älter ist, erhält keinen Jugendrabatt mehr und muss die Prämie für Erwachsene bezahlen. Am teuersten zu stehen kommt das bei der Maximalfranchise von 2500 Franken Personen aus der Region Basel: Sie bezahlen bei der günstigsten Krankenkasse noch immer 333 Franken pro Monat.

Gerade mal halb so viel bezahlt man in Appenzell und den umliegenden Gemeinden. Das günstigste Krankenkassenmodell kostet dort monatlich 166.50 Franken.

Laut Grégoire Gogniat vom Bundesamt für Gesundheit kann es mehrere Gründe für die tiefen Prämien in dieser Region geben, die geringe Spitalinfrastruktur könnte einer davon sein.

Je tiefer die Franchise, desto höher die Prämie: Bei einem Selbstbehalt von 1000 Franken bezahlt man in Appenzell mindestens 216.70 Franken.

Basel und die umliegenden Gemeinden kommen auf monatliche Beiträge ab 414.40 Franken.

Bei der kleinstmöglichen Franchise von 300 Franken bewegen sich die Mindestbeiträge zwischen 253.10 Franken in Appenzell und 452.30 Franken in Basel.

Das sind die teuersten Regionen (bei Erwachsenen mit einer maximalen Franchise von 2500 Franken):

  1. Kanton Basel-Stadt
  2. Kanton Genf
  3. Kanton Neuenburg
  4. Südliche Region Kanton Waadt
  5. Städtische Regionen Kanton Bern

Das sind die günstigsten Regionen:

  1. Kanton Appenzell Innerrhoden
  2. Kanton Uri
  3. Kanton Obwalden
  4. Kanton Nidwalden
  5. Kanton Zug

Junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren

Menschen unter 26 Jahren profitieren von vergünstigten Krankenkassenprämien.

Am günstigsten weg kommen auch junge Erwachsene mit der Maximalfranchise von 2500 Franken im Kanton Appenzell Innerrhoden, wo sie monatlich 125.70 Franken bezahlen.

Am höchsten sind die Gesundheitskosten im Kanton Genf: 226.80 Franken pro Monat fallen dort an.

Auch bei einer Franchise von 1000 Franken kommt der Kanton Appenzell Innerrhoden am besten weg: Die Gesundheitsversorgung kostet minimal 167.20 Franken.

Die höchsten Prämien bezahlen auch hier die Genfer, monatlich 309.90 Franken.

Auch bei 300 Franken profitiert man in der Region Appenzell: Für 204 Franken ist man versichert. Im Kanton Genf bezahlt man für die gleiche Leistung 348.70 Franken.

In diesen Regionen bezahlen junge Erwachsene am meisten für die Krankenkasse (mit einer Franchise von 2500 Franken):

  1. Kanton Genf
  2. Kanton Basel-Stadt
  3. Kanton Neuenburg
  4. Kanton Tessin
  5. Kanton Basel-Land

In diesen Regionen sind die Prämien am tiefsten:

  1. Kanton Appenzell Innerrhoden
  2. Kanton Nidwalden
  3. Kanton Zug
  4. Ländliche Regionen Kanton Luzern
  5. Kanton Obwalden

Bis Ende November 2020 bleibt Zeit, die Krankenkasse zu wechseln.

Datenquelle

Die Angaben in den Karten wurden für jede Gemeinde via Prämienrechner des Bundes recherchiert. Die Prämie des günstigsten Anbieters wurde auf der Karte visualisiert.

Unsere Recherche beinhaltet keine Kosten für eine Unfallversicherung. Für die Erwachsenen haben wir mit Jahrgang 1990 gerechnet, für junge Erwachsene mit Jahrgang 2000.

Ein ähnlicher Artikel wurde bereits im November 2019 veröffentlicht und aufgrund der heute veröffentlichten Zahlen neu publiziert. ​

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16 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Verbesserer
22.09.2020 17:22registriert May 2020
Von dieser Verarschung der Versicherten habe ich die Nase gestrichen voll. Mehr gibts dazu nichts mehr zu sagen.
14416
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mrgoku
22.09.2020 16:57registriert January 2014
Das man das Assura Modell "QualiMed" überhaupt berücksichtig ist absolut traurig... Noch trauriger dass so ein Modell eine Zulassung erhält...
Sehe jetzt schon wie alle Preisgeier dieses Modell wechseln und sich dann ärgern dass irgend ein Deutscher einem sagt wohin er darf...
Was ein Brunz!
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RavioliFormuloni
22.09.2020 17:57registriert September 2020
Ich habe mal eine Frage:
Die Prämien werden aufgrund von Ärztediche und Demographie festgelegt. Spielt es gar keine Rolle wo die effektiven Kosten anfallen und wer diese verursacht?
Könnte ich die Nachfrage und (langfristig) die Ärztedichte beeinflussen indem ich mich ausserkantonal z.B. am Ort meines Arbeitplatzes behandeln lasse? (Ich wohne in Appenzell, lass mich aber in Zürich behandeln und erhöhe damit indirekt die Prämie in Zürich?)
Wenn das
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