Schweiz
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Liveticker

Feuerwerk über  Vierwaldstättersee +++ Doris Leuthard: «Be first, but be right»

Aufgrund der Hitze und anhaltenden Trockenheit mussten die 1.-August-Feuerwerke vielerorts abgesagt werden. Ausserdem herrscht grösstenteils Feuerverbot. Alle Details und Updates dazu im Liveticker:



Liveticker: 1. August 2018

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Viktoria
22:26
In der Schwyzer Gemeinde Brunnen sorgte ein Feuerwerk, mitten auf dem Vierwaldstättersee, für eine wunderbare 1. August-Stimmung und einen feierlichen Abschluss für unseren Liveticker.
Das bewilligte Feuerwerk von Brunnen mitten auf dem Vierwaldstaettersee anlaesslich der Bundesfeier in der Schwyzer Gemeinde Brunnen vom Mittwoch, 1. August 2018. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
21:25
SBB meldet Hitze- und Hochwasserschäden am selben Tag
Störungen durch Hitze und Hochwasser an einem Tag: Während am Mittwochnachmittag eine hitzebedingte Gleisverwerfung im St. Galler Rheintal den Verkehr der SBB störte, unterspülte am Abend am Bodensee ein nach einem Gewitter über die Ufer getretener Bach ein Bahngleis. Auf der Regionalverkehrsstrecke Romanshorn-Rorschach konnten zwischen Horn TG und Arbon TG wegen Hochwassers am Mittwochabend keine Züge mehr verkehren.
Zwei Lokomotiven der SBB, neben der Baustelle der neuen Instandhaltungshalle, an der Medienkonferenz SBB zum Ausbau des Servicestandorts Brig, am Dienstag, 26. Juni 2018, in Brig. Die SBB erweitert und modernisiert in Brig den Servicestandort fuer ihre Zuege des Personenverkehrs. Im Zentrum steht der Bau einer neuen, 120 Meter langen Instandhaltungshalle fuer die technische Wartung von Zuegen. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)
Ein paar Stunden vorher, am Mittwoch um die Mittagszeit, hatte Hitze im St. Galler Rheintal die Gleise verformt, wie SBB-Sprecher Hirt weiter ausführte. Die Strecke Chur-St.Gallen war zwischen Oberriet und Altstätten vorübergehend gesperrt. Wer von Chur nach St. Gallen wollte, musste einen Umweg über Uznach SG in auf nehmen. In den vergangenen rund zwei Wochen behinderte ein knappes halbes Dutzend solcher Gleisverwerfungen den Personenzug-Verkehr der SBB, wie Hirt ausführte. Zu den meisten Schäden sei es in den vergangenen Tagen gekommen, da der Boden sich zunehmend aufgewärmt habe.
21:17
Aussenminister Cassis würdigt das Wunder der Willensnation Schweiz
Das Wunder der Willensnation Schweiz - und was das Tessin mit all seinen Widersprüchen damit zu tun hat: diese Betrachtung stand im Mittelpunkt der 1. August-Rede von Aussenminister Ignazio Cassis in Lugano. Die Antwort auf die Frage, warum die Schweiz so sei, wie sie ist, und was sie zusammenhalte, ist für den Aussenminister der ausgeprägte Wille, Chef im eigenen Haus zu sein. Eine Willensnation, «die sich Tag für Tag damit auseinandersetzt, ob sie wirklich zusammenbleiben will». Heute ringe man zum Glück nicht mehr mit Waffengewalt um Antworten zu dieser ewigen Frage, «sondern mit vielen Kompromissen unter Regionen mit höchst unterschiedlichen Befindlichkeiten». Dieses Wunder des Zusammenlebenwollens verschiedener Regionen, Kulturen und Kantone daure bis heute an.
Bundesrat Ignazio Cassis haelt seine Rede an der 1. August-Feier auf dem Waffenplatz von Monteceneri, am Mittwoch, 1. August 2018 in Monteceneri. (KEYSTONE/Ti-Press/Davide Agosta)
Statt einer GroKo wie in Deutschland habe die Schweiz eine «VollKo», eine Voll-Koalition als Dauerzustand, führte der Aussenminister am Mittwochabend weiter aus. Und jede Woche «bringen die Bundesräte ihre Ideen in die Sitzungen rein; heraus kommen Kompromisse». Deshalb gebe es auch keine Aussenpolitik ohne eine breite Abstützung im Innern der Schweiz. Am Beispiel des Kantons Tessin zeigte Cassis die Besonderheit der Willensnation Schweiz auf. Es sei eine Tessiner Eigentümlichkeit, koste es was es wolle, zur Schweiz gehören zu wollen, sich gleichzeitig aber unbedingt vom Rest des Landes abheben zu wollen. In diesem scheinbaren Widerspruch seien das Tessin wie die Schweiz mühselig und Schritt für Schritt entstanden. Diesen Reichtum an charakteristischen Kulturen «in diesem wunderbaren Land» gelte es zu bewahren.
18:35
Schwül-heisse Aussichten
Die vereinzelten Niederschlägen brachten nur vorübergehende Abkühlung. Denn laut MeteoSchweiz wird es in der Schweiz auch in den nächsten Tagen bis zum Wochenende hin verbreitet über 30 Grad heiss. Und weil die Luft feuchter wird, empfinden wir die Temperaturen als deutlich unangenehmer.
epa06922153 Locals refreshing themselves on Lis river in Leiria, center of Portugal, 01 August 2018. The Portuguese Institute of the Sea and Atmosphere (IPMA), warns that the maximum temperatures will be "well above the normal values for the time", close to 40ºC.  EPA/PAULO CUNHA
Ab Mitte nächster Woche ist die Wetterentwicklung laut Meteorologen noch unsicher. Flächendeckender und anhaltender Regen ist jedoch weiterhin nicht in Sicht. Die Trockenheit und die Waldbrandgefahr dürften sich also weiter zuspitzen.
18:34
Gewitter ist nur ein Tropfen auf heissen Stein
Am 1. August hat es in der Schweiz teils heftige Gewitter mit Hagel, starkem Regen und kräftigen Windböen gegeben. Doch an der Dürre haben die Niederschläge nichts geändert. Sie waren nicht mehr als ein Tropfen auf den heissen Stein.

Um die Auswirkungen der Trockenheit nachhaltig zu mildern, bräuchte es flächendeckende und vor allem längere Niederschläge, wie Markus Kägi von MeteoSchweiz gegenüber der Agentur Keystone-SDA sagte. «Am Mittwoch regnete es teils zwar intensiv, aber nur punktuell und nirgends über eine längere Zeit», sagte der Meteorologe.
Zwei Frauen beim Grillieren bei der Kleinen Schanze, an der 1. August-Feier in Bern, am Mittwoch, 1. August 2018. (KEYSTONE/Patrick Huerlimann)
Der Schwerpunkt der Gewitter lag am frühen Nachmittag im westlichen Berner Oberland. Anschliessend verschoben sich die Niederschläge nach Osten in Richtung zentrale und östliche Voralpen. Weitere Gewitterzellen gab es im Jura und im Wallis. Gegen Abend breiteten sich einzelne Gewitter auch in Richtung Flachland aus.
18:30
Bundesrätin Leuthard: «Be first, but be right.»
In ihrer Rede zum Nationalfeiertag entwirft Bundesrätin Doris Leuthard ein Bild von einer offenen, verlässlichen und innovativen Schweiz. Auf globaler Ebene plädiert sie für Multilateralismus und ein System, in dem ausgehandeltes Recht auch gilt.

Mit jenen politischen Akteuren auf der nationalen wie der internationalen Bühne, die dem entgegen stehen, geht sie hart ins Gericht – ohne Namen zu nennen. Indes ist eindeutig, wer gemeint ist.

«Wer die Bundesverfassung höher gewichtet als das Völkerrecht», sagt Leuthard gemäss Redetext im aargauischen Villmergen, «der handelt gegen die Interessen der Schweiz». Es sei nicht nötig, die Selbstbestimmung zu suchen. «Die Schweiz ist ein Land der Selbstbestimmung.»
epa06895238 Switzerland's Federal Councillor Doris Leuthard, addresses a ministerial meeting of the 2018 High-level Political Forum on Sustainable Development at United Nations headquarters in New York, USA, 17 July 2018.  EPA/JASON SZENES
Global sieht sie eine «gefährliche Negativspirale in Gang gesetzt», durch «eine Politik der Strafzölle, der Abschottung, der Kündigung wichtiger internationaler Verträge». Das englische Wort «first» sei in den letzten Monaten oft benutzt worden. Leuthard könne das zwar auch, sage aber: «Be first, but be right.»

Zuvorderst sei die Schweiz, weil sie auf Bildung und gute Rahmenbedingungen für die Forschung und Wirtschaft setze. «Be right» wolle der Bundesrat gegenüber Europa bleiben und sie plädiert für ein Rahmenabkommen mit der EU, das letztlich Rechtssicherheit bringe.
18:18
Gewitterschaukeln, yeah!
Während die Meteorologen vor Gewittern, Hagel und Sturmböen warnen, scheinen sich viele Leute in erster Linie zu freuen. Frei nach dem Motto: Endlich eine Abkühlung!

18:04
Jetzt kommt die grosse Abkühlung
Nach der grossen Hitze kommt es nun wohl in vielen Teilen der Schweiz zu einer Abkühlung – in Form von zum Teil heftigen Gewittern. Hier in Zürich – rund ums watson-Büro – rumpelt es schon ordentlich.






16:23
Gewitterwarnung in mehreren Kantonen

16:10
Jodelkurs und Alphorn-Musik
Neben der Festansprache gab es an der Rütlifeier folkloristische Darbietungen. Barbara Klossner (Miss Helvetia) gab dabei den Rütlibesuchern auch einen Schnellkurs im Jodeln. Der Fähndlerclub Wäggis schwang die Schweizerfahnen. Lisa Stoll spielte Alphorn.

Zur Nationalhymne spielte die Musikgesellschaft Brunnen. Wie schon in den Vorjahren, wurde diese auf dem Rütli nicht nur mit dem althergebrachten Text gesungen, sondern auch mit dem neuen Textvorschlag «Weisses Kreuz auf rotem Grund». Lanciert worden war die nicht unumstrittene Modernisierung von der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG), der Verwalterin des Rütli.
Fahnenschwinger in Aktion waehrend der Bundesfeier auf dem Ruetli, am Mittwoch, 1. August 2018. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
16:06
Auch EU ist ein Kompromiss
Am Rande der Feier von Medien auf die Verhandlungen mit der Europäischen Union zu einem Rahmenabkommen angesprochen, sagte Berset, auch die Beziehungen zur EU funktionierten dank Kompromissen.

Michael Matthiessen, der EU-Botschafter in der Schweiz, sagte auf dem Rütli der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, der Kompromiss sei im Jahr 2018 auch das Motto für die Beziehungen zwischen der Schweiz und der EU. Weiter sagte er, die ganze EU sei mit ihren 28 Mitgliedstaaten ein Kompromiss.

16:04
Das war Bersets Festrede
Rund 1300 Personen haben am Mittwoch auf dem Rütli den 1. August begangen. Zum ersten Mal wurden die Reden in die Gebärdensprache übersetzt. Festredner Alain Berset forderte dazu auf, Mut für den Kompromiss zu haben.

Dieser sei eine Grundlage des Erfolgs der Schweiz. Der Ausgleich zwischen wirtschaftlichen und sozialen Notwendigkeiten sei die eigentliche Geheimformel der Schweiz. Gute Kompromisse seien eben grösser als der kleinste gemeinsame Nenner und seien gerade in Zeiten von Polarisierungen wichtig, sagte der SP-Magistrat.

Berset ging auch auf das Verhältnis der Schweiz mit dem Ausland ein. Besonders wichtig seien für die Schweiz die Beziehungen zu Europa, sowohl wirtschaftlich wie kulturell, sagte er. Beide Seiten seien an guten und geregelten Beziehungen interessiert und wollten diese weiter entwickeln.
Bundespraesident Alain Berset spricht waehrend seiner 1. August-Ansprache neben einer Uebersetzerin fuer Gebaerdensprache, am Mittwoch, 1. August 2018. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
16:02
Raclette statt Kartoffelsalat und Schinken
Auf der Wiese über dem Urnersee war es an der diesjährigen Bundesfeier sehr heiss, und die aus allen Landesteilen angereisten Besucherinnen und Besucher lagerten an Schattenplätzen oder unter Sonnenschirmen.

Auch Bundespräsident Alain Berset äusserte sich zur Hitze. Er habe auf dem Rütli Kartoffelsalat und Schinken serviert erhalten. Für die nächste Feier schlage er «Raclette ohne Öfeli» vor, dieses Menu entspreche auch der Energiestrategie des Bundes.
Bundespraesident Alain Berset setzt sich nach seiner 1. August-Ansprache auf die Ruetliwiese, am Mittwoch, 1. August 2018. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
15:08
Einmal kurz dem Peter winken, bitte
Unser Redaktor macht sich auf den Weg nach Hause.

14:36
Hier kommt die neue Landeshymne

13:43
Klare Ansage von Alain Berset
Bundespräsident Alain Berset hat an seiner Festansprache auf dem Rütli den Kompromiss als eine Grundlage des Erfolgs der Schweiz gewürdigt. Der Ausgleich zwischen wirtschaftlichen und sozialen Notwendigkeiten sei die eigentliche Geheimformel der Schweiz.

Berset erinnerte daran, dass die moderne Schweiz nach dem Bürgerkrieg dank einem Kompromiss entstanden sei. Die Verfassung der Schweiz zeige, dass der Sieg der einen Seite nicht die Niederlage der anderen Seite bedeuten müsse. Gute Kompromisse seien eben grösser als der kleinste gemeinsame Nenner.

Gerade in Zeiten von Polarisierungen sei die Kompromissfähigkeit wichtig, sagte der SP-Magistrat. Kompromissfähigkeit sei ein Zeichen der Stärke und benötige Weitsicht, Mut und Selbstsicherheit.




Berset zählte einige politische Themen aus seinem Departement auf, die solcher Kompromisslösungen bedürften, so die Altersvorsorge oder das Gesundheitswesen. Die Schweiz sei stärker, wenn seine Einwohner gestärkt würden, sagte er.

Er betonte dabei die Bedeutung der Chancengleichheit bei der Ausbildung und auf dem Arbeitsmarkt für die Wirtschaftskraft des Landes. Ohne Chancengleichheit werde Potential brach liegengelassen, sagte er.
12:52
«Ich habe zwei Heimaten»

12:51
Medienanlass mit Aussicht

12:41
Gastgeber und Moderatorin an der Rütlifeier

12:36
Gerichtspräsident lüftet Geheimnis zum «Fall Rupperswil»
In seiner Rede zur Bundesfeier in Seengen AG sprach Gerichtspräsident Daniel Aeschbach auch über den bisher spektakulärsten Fall seiner beruflichen Karriere: den Prozess gegen Thomas N. Allerdings sagte er nur ganz wenig: «Über den ‹Fall Rupperswil› selber kann ich wegen des Amtsgeheimnisses nicht reden. Ein rechtskräftiges Urteil gibt es noch nicht. Die Unschuldsvermutung gilt weiter.»

Aeschbach lüftete dann aber doch ein kleines Geheimnis: «Eine Frage, die nach der Urteilseröffnung immer wieder an mich herangetragen worden ist, kann ich an dieser Stelle beantworten. Warum wurde der Prozesstag jeweils mit vier Hammerschlägen eröffnet und beendet? Ganz einfach: Es gab vier Opfer. Der Beschuldigte war geständig. Das ist die Lösung.» Den Hammer hatte Aeschbach an der Bundesfeier ebenso dabei, wie die Waage aus dem Gerichtssaal. (az)
12:26
Grillfeuer entfacht Flurbrand im Glarnerland
Ein Unbekannter hat am Dienstagnachmittag in einem Berggebiet bei Ennenda GL ein Grillfeuer nicht ausreichend gelöscht und einen kleineren Flurbrand verursacht. Gleichentags hatte der Kanton wegen grosser Trockenheit ein Feuerverbot im Freien erlassen.

Die Feuerwehr Glarus konnte den Brand mit Unterstützung eines Helikopters löschen. Das Wasser dazu entnahm sie der Linth. Vor Ort mussten die Löschkräfte auch vier Bäume fällen. Im Kanton Glarus gilt seit Dienstag ein absolutes Feuerverbot im Freien. Wegen der grossen Trockenheit und der damit einhergehenden Gefahr von Wald- und Flurbränden sind neben Feuern im Freien auch Feuerwerk, Himmelslaternen und das Wegwerfen von Raucherwaren verboten. (sda)
Anlaesslich des ausgesprochenen Feuerverbots im Wald und am Waldrand wurden rund um den Katzensee Verbotsschilder angebracht, grillieren an den Feuerstellen ist nicht erlaubt, am Freitag, 27. Juli 2018 in Zuerich. (KEYSTONE/Melanie Duchene)
12:19
Roger Köppel scherzt in Mägenwil
In seiner Ansprache zur Feier in Mägenwil plädierte SVP-Nationalrat und Medienmann Roger Köppel für mehr politisches Engagement der Bevölkerung. Jeder einzelne sei Chef der Schweiz und solle seine Verantwortung wahrnehmen. Welcher Partei man schliesslich beitrete, sei nebensächlich – das müsse nicht die SVP sein. Die anderen Parteien hätten gute Leute nötiger, scherzte er. (az)
Roger Koeppel, SVP-ZH, waehrend der Debatte um die Volksinitiative "Schweizer Recht statt fremde Richter" (Selbstbestimmungsinitiative), waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 30. Mai 2018 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)
12:09
Alain Berset begrüsst Gäste

11:25
watson-Redaktor vor Ort
Unser Redaktor Peter Blunschi ist mal wieder mittendrin statt nur dabei – und liefert uns aktuelles Bildmaterial.

11:14
1. August-Getwitter zugunsten Ferdinand Hodlers
Zum 1. August veranstalten 16 Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller ein 1.-August-Getwitter zugunsten des vor 100 Jahren verstorbenen Malers Ferdinand Hodler. In die Tasten hauen etwa Ruth Schweikert, Yusuf Yesilöz oder Beat Sterchi.

Hodler werde «zu oft von rechtsnationalistischen Kräften» vereinnahmt, schreiben die Künstlerinnen und Künstler. Gemäss einer Mitteilung von Dienstag wollen sie dem «einseitigen Bild kurze aber intensive Worte der Vielfalt» entgegensetzen.







Derweil fasst Beat Sterchi zusammen, was Hodler den Künstlern durch sein Schaffen mitgegeben hat: «Auch wenn man nicht ans Jenseits glaubt, muss der Künstler versuchen, es über den eigenen Horizont hinaus zu sehen und in den Blick oder ins Bild zu bekommen, das machte Hodler vor.»

An der Aktion machen 16 Autorinnen und Autoren aus der deutschsprachigen, italienischsprachigen und französischsprachigen Schweiz mit. Die Aktion dauert bis zum 2. August.
10:48
Nach der Tropennacht kommt das Gewitter
Die Schweiz ist nach einer Tropennacht in einen gewittrigen Nationalfeiertag hinein erwacht. Die Temperaturen sanken in der Nacht auf Mittwoch stellenweise nicht unter 23 Grad. Andernorts wurde es nicht kühler als 20 Grad.

Damit ist das Kriterium einer Tropennacht weitherum erfüllt, wie der Wetterdienst Meteonews mitteilte. Spitzenreiter in Sachen mangelnder Abkühlung war Vevey VD, wo das Thermometer in der Nacht nicht unter 23,3 Grad sank.

Wie Meteonews weiter mitteilte, sollte es am Mittwoch gewittrig werden. Als Alternativprogramm zu den vielerorts verbotenen Feuerwerken sollte der Nationalfeiertag am Nachmittag und am Abend mit Blitz, Donner, Hagel und Sturm aufwarten.
LANGZEITBELICHTUNG - Ein Gewitter mit zahlreichen Blitzen zieht ueber die Stadt Zuerich in der Nacht auf Freitag, 24. August 2012. Fotografiert von der "Waid" am Hoenggerberg. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)... A time exposure photo of a thunderstorm with lightnings over Zuerich, Switzerland, seen from the "Waid" at the Hoenggerberg Hill in Zuerich, early Friday morning, August 24, 2012. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)
Auf dem Bild zu sehen: Ein Gewitter über Zürich im August 2012.
10:38
Ueli Maurer weilt im Ausland
Guy Parmelin tritt in Payerne im Waadtland und in Bürchen im Wallis auf. Auch Bundeskanzler Walter Thurnherr wendet sich ans Volk: Er wird von der Bevölkerung in Diepoldsau SG zu einer Rede erwartet. Einzig Finanzminister Ueli Maurer plant keinen Auftritt. Er weilt derzeit im Ausland.

Bundespräsident Alain Berset und vier weitere Regierungsmitglieder hatten bereits am Vortag des Bundesfeiertages erste Auftritte am Rednerpult absolviert. Berset lobte in seiner Ansprache den Wert von Kompromissen, Sommaruga machte sich Gedanken zum Thema Heimat, und Cassis erinnerte in Rorschach an die Zuwanderung von Italienern.
epa06897181 The Minister of Finance and Federal Counselor of Switzerland, Ueli Maurer, holds a press conference, in Sao Paulo, Brazil, 18 July 2018. The Swiss minister addressed issues such as the collaboration between Switzerland and Brazil during the Lava Jato operation, innovation in the financial area and new technologies in cryptocurrencies and assets.  EPA/Fernando Bizerra
7:45
Brunch auf 360 Bauernhöfen
Gemäss dem Schweizerischen Bauernverband laden 360 Bauernhöfe zu einem Brunch ein. Sie erwarten insgesamt 150'000 Besucher. Der Verband betrachtet den Brunch auf den Bauernhöfen als langjährige Tradition, um zwischen Stadt und Land eine Brücke zu schlagen und zwischen Gästen und Bauernfamilien einen Austausch zu ermöglichen.

Nicht brunchen, aber ebenfalls zur Bevölkerung sprechen wird Aussenminister Ignazio Cassis. Er verbringt den 1. August im Tessin und hält in Monteceneri und in Lugano eine Ansprache.
Bundesrat Ignazio Cassis spricht an einer Medienkonferenz ueber die Beziehungen Schweiz - EU, am Mittwoch, 4. Juli 2018, im Medienzentrum Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)
7:15:mm
Erst der Brunch, dann die Rede
Auch fast alle anderen Regierungsmitlieder mischen sich unters Volk – zum Teil nach Auftritten am Dienstag ein weiteres Mal. Johann Schneider-Ammann, Simonetta Sommaruga und Doris Leuthard nehmen je an einem Brunch teil. Schneider-Amman besucht auf einem Bauernhof in Hergiswil am Napf im Kanton Luzern die Bevölkerung. Danach reist er nach Binn VS, und den Abend verbringt er in der Stadt Freiburg.

Sommaruga bruncht mit den Münsingerinnen und Müsinger im Kanton Bern und Doris Leuthard setzt sich im aargauischen Villmergen an den Zmorge-Tisch, ehe sie in Lausanne eine Rede halten wird.
7:05
Bundesratsmitglieder setzen Bundesfeier-Tour-de-Suisse fort
Am heutigen Nationalfeiertag organisieren viele Gemeinden und Vereine einen Brunch. Auch drei Bundesräte gesellen sich bei Kaffee und Gipfeli zur Bevölkerung. Die traditionelle 1. August-Rede auf dem Rütli hält Bundespräsident Alain Berset.

Kohäsion lautet das Motto für die Feier auf der Wiese oberhalb des Urnersees. Eingeladen sind neben der Bevölkerung Organisationen, welche sich für den sozialen Zusammenhalt einsetzen. Organisiert hat die Feier die Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft. 1500 Gäste haben sich angemeldet.
Die vom Sturm der letzten Nacht zerrissene Schweizerfahne auf dem Ruetli anlaesslich der Gedenkfeierlichkeiten zum 75. Jahrestag des Ruetliraport von 1940 von General Henri Guisan am Samstag, 25. Juli 2015, auf dem Ruetli. (KEYSTONE/Urs Flueeler)
5:15
Erstmals Wasserrutsche
Dem Basler Feuerwerk vorausgegangen war ab dem späten Nachmittag ein flächendeckender Festbetrieb mit Beizen, Verkaufsständen und Live-Musik entlang der Rheinufer und auf dem Marktplatz. Auf dem Rhein stand unter anderem ein Langschiff-Rennen auf dem Programm, und erstmals stand eine 120-Meter-Wasserrutschbahn in Basel.

Die Mittlere Brücke war ab dem späten Nachmittag nur noch für Fussgänger zugänglich, die Innerstadt teils ab 16 Uhr auch tram- und busfrei. Später am Abend wurden Wettstein- und Johanniterbrücke für jeglichen Verkehr gesperrt.

Nach dem Fest am Rhein folgt am 1. August die offizielle Basler Bundesfeier auf dem Bruderholz-Hügel. Dort ist der Rasen allerdings so trocken, dass die Organisatoren von sich aus ihr Feuerwerk und das traditionelle Höhenfeuer abgesagt und die Privatfeuerplätze geschlossen haben.
Das 1. August-Feuerwerk ueber dem Rhein in Basel, fotografiert am Dienstag, 31. Juli 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
4:46
2000 Zündungen
Das grosse Basler Feuerwerk begann pünktlich um 23 Uhr und dauerte rund 22 Minuten lang. Die Zündungen – nach Drehbuch rund 2000 – erfolgten von zwei Rheinschiffen aus; je eines lag oberhalb und unterhalb der Mittleren Brücke im Zentrum der Stadt. Entsprechend standen die Besucher auf den Rheinbrücken – wie immer – dicht an dicht gedrängt.

In der Stadt Basel wurde das Brandrisiko mit dem grossen Feuerwerk trotz der anhaltenden Trockenheit als vertretbar eingeschätzt. In diversen Gemeinden der Umgebung hingegen waren wegen der dürren Felder und staubtrockenen Wälder Feuerwerke und Höhenfeuer schon in der Woche davor abgesagt worden. Der Nachbarkanton Basel-Landschaft verbot am Montag sicherheitshalber alle Feuer und Feuerwerke.
Das 1. August-Feuerwerk ueber dem Rhein in Basel, fotografiert am Dienstag, 31. Juli 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)
4:43
Rund 120'000 Besucher am Basler Feuerwerk zum Nationalfeiertag
Das Basler 1.-August-Feuerwerk über dem Rhein hat am Dienstagabend rund 120'000 Schaulustige angezogen. Sie verfolgten das Spektakel bei sehr warmem Wetter am sternenklaren Nachthimmel vom Ufer und von Brücken aus.

Die Besucherzahlen gaben die Blaulichtorganisationen des Kantons in der Nacht auf Mittwoch bekannt. Zudem hiess es im Communiqué, dass die Veranstaltung am und um das Rheinufer ohne grössere Probleme über die Bühne gegangen sei. Lediglich ein Tourist aus Spanien sei mit 100 Franken gebüsst worden, weil er in einer Menschenmenge eine Rakete über die Köpfe von Leuten gezündet habe. Zudem seien fünf Personen aus medizinischen Gründen ins Spital gekommen.
Das 1. August-Feuerwerk ueber dem Rhein in Basel, fotografiert am Dienstag, 31. Juli 2018. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

«Hitzewellen wie diese werden sich künftig häufen»

Video: srf

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