Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Zug oder Flugzeug? Swiss-Passagiere können auf der Strecke von Genf nach Zürich ihr bevorzugtes Verkehrsmittel neu selbst wählen. bild: keystone/montage watson

Zug statt Flug: SBB übernehmen für die Swiss «Flüge» von Genf nach Zürich



Der Wind hat gedreht. Noch letzten Oktober war es für die Swiss «kein Thema», sogenannte «Flugzüge» zwischen Genf und Zürich anzubieten. Diese bringen Passagiere mit der SBB aus der Westschweiz nach Zürich, wo sie für ihren Weiterflug auf Swiss-Maschinen umsteigen können. Das Zugbillett ist im Flugpreis inbegriffen.

Nun geht es plötzlich schnell. Per sofort führt die Swiss täglich zehn Zugverbindungen von Genf nach Zürich mit der SBB im Codeshare. «Ziel ist es, die Westschweiz auch durch die Corona-bedingten Änderungen im Flugplan weiterhin optimal mit dem Drehkreuz am Flughafen Zürich zu verbinden», teilt die Swiss am Dienstag mit.

Im Flugplan sieht dies dann so aus:

Bild

dpts.org/twitter

Denn aufgrund der Corona-Krise hat die Swiss die Anzahl Flugverbindungen zwischen Genf und Zürich massiv zusammengestrichen. Vor der Pandemie bot die Swiss 56 wöchentliche von Genf nach Zürich an. «Derzeit sind es 18 und ab September dann 21», sagt Swiss-Sprecherin Karin Müller zu watson.

Inlandflüge wegen Klimadebatte unter Druck

Wegen der Klima-Debatte sind Inlandflüge in der Schweiz schon länger unter Druck geraten. Insbesondere die Strecke Genf – Zürich. 2018 flogen jeden Tag im Schnitt 867 Menschen auf dieser Route. Pro Jahr waren es zwischen den beiden Schweizer Metropolen über 600'000 Flugpassagiere.

Welche Rolle spielte die Umweltfrage bei dem Entscheid der Swiss? «Mit dem Angebot kommen wir auch dem steigenden Bedürfnis unserer Gäste nach flexibler Kombinierbarkeit der beiden Verkehrsträger nach», lässt sich Swiss-Chef Thomas Klür in der Mitteilung zitieren.

Klar ist: Steigt schon nur ein Bruchteil der Genfer Passagiere vom Flugzeug-Zubringer auf die Bahn um, könnten tausende Kilogramm CO2 eingespart werden. Laut dem Klimarechner von Myclimate stösst ein einzelner Passagier auf dem Retourflug Genf – Zürich – Genf über 200 Kilogramm Kohlendioxid aus.

Den Flugzug gibt es seit letztem Oktober für Passagiere aus dem Tessin. Ebenso für Swiss-Passagiere aus Basel, die via Kloten in die weite Welt reisen.

(amü)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das sind die besten Airlines der Welt

Ah, deshalb dauert das Boarding immer so lang!

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

75 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
Borki
18.08.2020 12:01registriert May 2018
Und plötzlich geht es!
Meine Prognose: Etwas staatlich verordneten Druck aufs Portemonnaie, und es wären schnell ganz viele unmögliche Möglichkeiten möglich.
37054
Melden
Zum Kommentar
Hillman
18.08.2020 12:45registriert December 2018
Es gibt einfach keinen guten Grund für einen Inlandflug in der Schweiz.
31144
Melden
Zum Kommentar
Kaffo
18.08.2020 12:51registriert February 2016
Endlich ist etwas passiert. Schade hat es eine Pandemie gebraucht.
17526
Melden
Zum Kommentar
75

«Wir sind sprachlos» – 250'000 Flüge von Privatfliegern sollen keine Klimaabgabe zahlen

Passagiere von Linien- und Charterflügen müssen bald eine Umweltabgabe berappen. Hobbyflieger hingegen nicht. Unter Federführung der CVP plant der Ständerat zusätzliche Ausnahmen, von denen besonders der Pilatus PC-24 profitiert. Die Klimastreikenden sind entsetzt.

Fliegen ist ein Klima-Killer und soll deshalb für die Otto-Normalverbraucher teurer werden. Geht es nach dem Willen des Parlaments, sollen die Passagiere von Linien- und Charterflügen künftig mittels Flugticketabgabe zwischen 30 und 130 Franken extra berappen. Dies je nach Flugdistanz und Reiseklasse.

Wer aber mit einem kleinen Privatflugzeug herumfliegt, soll keine Klimaabgabe zahlen müssen. Der Nationalrat will alle Flugzeuge, die leichter als 5700 Kilo sind, von der Klimasteuer befreien. …

Artikel lesen
Link zum Artikel