DE | FR
Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
ZUR ARBEIT DER GRENZWACHE STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- Members of the Swiss Border Guard Corps accompany an asylum seeker who entered Switzerland by train without papers to take his personal data and to question him about his reasons of entry, pictured at the train station at the Swiss-Italian border in Chiasso, Switzerland, on October 23, 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Grenzwächter begleiten einen Asylsuchenden aus dem Bahnhof in Chiasso. Bild: KEYSTONE

Illegale Grenzübertritte auf einem Tiefststand: Flüchtlinge wollen nicht in die Schweiz

Die Fluchtroute über das Mittelmeer ist faktisch zu. Das hat auch Auswirkungen auf die Schweiz. 



Rund 16'000 Personen dürften im 2018 in der Schweiz um Asyl gebeten haben. Bis Ende November gingen beim Staatssekretariat für Migration (SEM) 14'000 Gesuche ein. Die Zahlen für den Dezember sind noch nicht publik. Klar ist allerdings jetzt schon: Im vergangenen Jahr gelangten so wenig Flüchtlinge in die Schweiz wie seit acht Jahren nicht mehr.

Asylgesuche 2010 - 2018
Infogram

Diese Entwicklung macht sich auch an den Schweizer Grenzen deutlich bemerkbar. 2018 wurden fast halb so viele illegale Grenzgänger aufgegriffen wie im Vorjahr. Das zeigt die aktuelle Statistik der eidgenössischen Zollverwaltung. Grenzwächter erwischten 16'500 bei der illegalen Einreise. Im Jahr 2017 wurden 27'300 illegale Grenzübertritte registriert.

Illegale Grenzübertritte 2014 - 2018
Infogram

Nach wie vor werden an der Südgrenze die meisten illegalen Grenzübertritte registriert. Viele Flüchtlinge versuchen, mit dem Zug von Italien aus in die Schweiz einzureisen. Werden sie von einem Grenzwächter aufgegriffen, müssen sie dem SEM übergeben werden, sofern sie angeben, in der Schweiz ein Asylgesuch stellen zu wollen.

ARCHIV --- ZUM TRAKTANDUM ASYLWESEN AN DER HERBSTSESSION STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Asylbewerber und Personal des Grenzwachcorps bei der Grenzkontrolle am Zoll des Bahnhofs Chiasso aufgenommen am Dienstag, 16. Juni 2015. In den vergangenen Tagen sind ueberdurchschnittlich viele Asylsuchende in die Schweiz gelangt. Im Empfangs- und Verfahrenszentrum Chiasso kam es deswegen zu Engpaessen. Die Behoerden stellten kurzfristig in Zivilschutzanlagen zusaetzliche Unterbringungsplaetze bereit. (KEYSTONE/TI-PRESS/Benedetto Galli)

Asylsuchende am Grenzübergang in Chiasso. Bild: KEYSTONE/TI-PRESS

Doch laut den neusten Zahlen tun dies die wenigsten. Die Hälfte aller Aufgegriffenen werden direkt nach ihrer Ankunft in der Schweiz an die ausländischen Behörden übergeben, sprich in den meisten Fällen an die italienische Polizei. Dies, weil die Flüchtlinge hier kein Asylgesuch stellen, sondern die Schweiz nur passieren wollen. Damit festigt sich ein Trend, der sich bereits ab 2016 abzuzeichnen begann: Für Migranten ist die Schweiz eher Transit- denn Zielland. Viele versuchen nach Deutschland, England oder Schweden zu reisen.

«Die Migrationszahlen hängen jeweils von diversen Faktoren wie der Verfügbarkeit von Routen, den Zielländern der Migrantinnen und Migranten, Massnahmen anderer Staaten oder dem Wetter über dem Mittelmeer ab», sagt David Marquis, Sprecher der Eidgenössischen Zollverwaltung. Im Jahr 2018 habe sich insbesondere die faktische Schliessung der Mittelmeerroute auf die Migrationszahlen in der Schweiz ausgewirkt. 

Endlich wieder Land unter den Füssen

Video: srf

Illegale Immigranten: Die bizarrsten Versuche, eine Grenze illegal zu überqueren

Das könnte dich auch interessieren:

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Dieser Februar war trotz Eistagen zu warm

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Fitness-Branche geht zum Angriff über

Schwere Kritik von Fitnesscenter-Betreibern: Der Bundesrat lüge, wenn er sagt, er habe im Rahmen der Lockerungs-Diskussion mit allen Branchen gesprochen.

Läden, Museen, Bibliotheks-Lesesäle, Zoos und auch botanische Gärten dürfen ab kommendem Montag wieder öffnen. Auch im Sportbereich kommt's nach dem gestrigen Bundesrats-Beschluss zu einer weiteren Lockerung: Draussen darf wieder auf Sportanlagen, Tennis- oder Fussballplätzen geturnt werden. Nicht auf der Liste: die Fitnesscenter.

Sie müssen weiterhin zu bleiben, was nicht nur die Sportbegeisterten ärgert, sondern auch Roland Steiner, den Vizepräsidenten des Verbands Schweizer Fitness- und …

Artikel lesen
Link zum Artikel