Schweiz
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Der Triftgletscher oberhalb von Saas-Grund, am Mittwoch, 6. September 2017. Weil am Triftgletscher ein groesserer Gletscherabbruch droht, haben die Behoerden die Evakuierung eines darunterliegenden Wohngebiets in Saas-Grund eingeleitet. An der Gletscherzunge waren seit Wochenbeginn vermehrt Bewegungen festgestellt worden. (KEYSTONE/Bernhard Schweizer)

Blick auf den Triftgletscher. Bild: KEYSTONE

Aufatmen in Saas-Grund: Der Triftgletscher ist nicht mehr gefährlich



Am Triftgletscher oberhalb von Saas-Grund VS ist in der Nacht auf Montag das letzte instabile Stück Eis abgebrochen. Der Gletscher stellt damit keine Gefahr mehr dar. Die Überwachung wurde aufgehoben.

Der Triftgletscher werde in den nächsten Jahren keine Probleme mehr machen, sagte Pascal Stoebener, Chef der Sektion Naturgefahren beim Kanton Wallis, am Montag zur Nachrichtenagentur sda. Das letzte Drittel des abrutschenden Materials sei in der Nacht auf Montag heruntergekommen, ohne dass es Schäden gegeben habe.

Die Radarüberwachung habe aufgehoben werden können, ein Teil der Kameras bleibe aber zur weiteren Beobachtung an Ort und Stelle. In Zukunft werde der Triftgletscher auf die gleiche Art überwacht werden wie die übrigen 80 Walliser Gletscher, die eine potenzielle Gefahr darstellten, aber nicht kritisch seien, erklärte Stoebener.

Der Triftgletscher war laufend überwacht worden. Nachdem es Anzeichen für einen Abbruch gegeben hatte, hatten Spezialisten der ETH Zürich (ETHZ) letzte Woche eine Radaranlage installiert. Diese zeigte verstärkte Bewegungen an der Gletscherzunge an.

Aufgrund dieser Beobachtungen hatten die Behörden am letzten Samstag entschieden, die rund 220 in der Gefahrenzone von Saas-Grund lebenden Personen zu evakuieren. Die Bergbahnen wurden geschlossen und die Wanderwege gesperrt.

Am Sonntagmorgen brachen dann zwei Drittel der instabilen Gletschermasse in mehreren Etappen ab und blieben auf dem Gletscher liegen. Das bewohnte Gebiet blieb verschont. Die Evakuierten konnten bereits am Sonntag wieder in ihre Häuser zurückkehren.

Bisgletscher könnte der nächste sein

In der Schweiz gibt es zurzeit zwei Gletscher, die verstärkt überwacht werden, wie Martin Funk, Glaziologe an der ETHZ, am Sonntag dem Schweizer Fernsehen sagte. Neben dem Triftgletscher ist dies der Bisgletscher oberhalb Randa VS im Mattertal. Ein Abbruch könnte auch hier potenziell bis zum Dorf hinunter kommen. (sda)

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