DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Nach einem Blitzeinschlag auf einem Fussballplatz in Abtwil SG mussten 14-Juniorenspieler ins Spital eingeliefert werden. (Archivbild)

Archivbild von einem Gewitter. Bild: sda

27,5 mm Regen in 10 Minuten – doch der Schweizer Rekord wurde heute nicht gebrochen



Am Dienstag hat es wie am Abend zuvor vielerorts wie aus Kübeln gegossen. Auch Gewitter gingen nieder – in Kanton Thurgau gab es mindestens 2600 Blitzentladungen, die von Hagel und Windböen begleitet wurden, wie der Wetterdienst Meteonews schrieb.

Auf Rang zwei der Blitzentladungen stand demnach Zürich mit 788 Entladungen, dicht gefolgt vom Kanton St.Gallen mit 717 Blitzen. Wegen eines Blitzeinschlages kam es laut Railinfo im Bahnverkehr zwischen Zürich HB und Affoltern am Albis ZH vorübergehend zu Einschränkungen.

Laut SRF Meteo fielen in Bern innerhalb von 30 Minuten je zwei grosse Giesskannen Wasser pro Quadratmeter. Im Thurgau waren es bis zu 100 mm/Stunde, wie der Meteonews schrieb.

Der höchste Werte erzielte aber Eschenz TG: Dort fielen innerhalb von zehn Minuten 27,5 mm Regen. Viel, aber kein Rekord, wie SRF Meteo schreibt. Der stammt nämlich von vor drei Jahren in Lausanne: 41mm in 10 Minuten.

Der Bund hatte zuvor eine Gewitterwarnung der Stufe 3 (erhebliche Gefahr) für das gesamte Deutschschweizer Mittelland bis an den nördlichen Alpenrand in der Inner- und der Ostschweiz ausgegeben.

Überflutete Keller

Starker Regen hatte bereits in der Nacht auf Dienstag und bis in den Vormittag in der Nordostschweiz Strassen und Keller überflutet. Die Pegelstände der Flüsse stiegen. Feuerwehren in den Kantonen Thurgau, Zürich und Glarus mussten Schlamm, Wasser und Geröll beseitigen.

Im Kanton Thurgau gingen zwischen 20 Uhr am Montagabend und 7 Uhr am Dienstag rund 60 Schadenmeldungen ein, davon allein 45 Anrufe zwischen 23.30 Uhr und 1 Uhr, wie die Kantonspolizei mitteilte. Heftige Regenfälle seien vor allem in der Region Wigoltingen und Märstetten zwischen Frauenfeld und Weinfelden niedergegangen. Personen wurden keine verletzt.

Die Feuerwehren standen vor allem im Mittelthurgau im Einsatz, in den meisten Fällen mussten sie Keller auspumpen. Vereinzelt wurden Strassen überflutet und Bäche traten über die Ufer. Die Behörden im Kanton Thurgau hatten bereits am Montagmorgen für die Sitter eine Hochwasser-Warnung heraus gegeben.

Über 200 Einsätze im Kanton Zürich

Im Kanton Zürich kam es nach Polizeiangaben zu rund 230 Einsätzen der Feuerwehr. Erdrutsche sorgten für Probleme, so zwischen Kemptthal und Illnau-Effretikon sowie bei Wila, wie der Verkehrsdienst TCS auf seiner Webseite mitteilte. Die Kantonsstrasse war daher vorübergehend in beiden Richtungen gesperrt.

Die Kantonspolizei Zürich war bis gegen 9 Uhr am Dienstagvormittag nicht für eine Aktualisierung der Informationen erreichbar. Die Notrufnummern 117 und 112 waren gestört.

Auch im Kanton Glarus gingen teilweise heftige Regenfälle nieder. In Bilten wurden am späten Montagnachmittag ein Dutzend Keller in Wohnhäusern überschwemmt.

Auch Westschweiz betroffen

Auch die Westschweiz war von heftigen Regenfällen betroffen. Die Passstrasse am Col de la Croix im Kanton Waadt bleibt wegen Erdrutschgefahr bis auf weiteres geschlossen.

Seit Sonntagmorgen sind in der Deutschschweiz beträchtliche Regenmengen niedergegangen. Lokal fielen laut dem privaten Wetterdienst Meteonews bis zu 100 Millimeter Niederschlag.

Vor allem in der Ostschweiz kam laut SRF Meteo-Angaben vom Dienstagmittag mit 40 bis 80 Millimetern Regen viel zusammen. Am meisten Regen gab es vorerst in Urnäsch im Kanton Appenzell Ausserrhoden mit 103 Millimetern innerhalb von 24 Stunden. Das entspricht rund der Hälfte des normalen Niederschlags im Juni. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

24 Klosprüche, die zeigen, wie «philosophisch» wir Menschen alle auf dem WC sind

1 / 26
24 Klosprüche, die zeigen, wie «philosophisch» wir Menschen alle auf dem WC sind
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer

Nico «schwadert» bei den Synchronschwimm-Stars – und geht fast unter

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Jedem Kanton sein See: So sähe die Schweiz nach dieser radikalen Änderung aus

Wasser ist das Gold der Zukunft. Sagen zumindest einige schon länger. Dann würde es ja eigentlich auch Sinn machen, unsere Kantone rund um die grössten Schweizer Seen aufzubauen. So sähe die Schweiz dann aus.

Willkommen zurück zu unserer Serie: Herumspielen mit Schweizer Kantonen. In der Vergangenheit teilten wir sie bereits nach Nähe zum Kantonshauptort auf (gemessen an der Luftlinie und Reisedauer), definierten danach 20 Kantone mit den jeweils grössten Schweizer Städten und teilten zuletzt alle Einwohner gleichmässig auf die Kantone auf.

Im nächsten Experiment geht es um die Seen. Mehr als 1500 Seen und Weiher liegen in unserem Land. Darum ist man in der Schweiz nie weiter als 16 Kilometer von …

Artikel lesen
Link zum Artikel