Schweiz
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Zwei Italiener in Haft nach Überfall auf Geldtransporter im Tessin

epa04492023 Policemen inspect the site where a landslide fell on a house killing two people in Davesco-Soragno near Lugano, Switzerland, 16 November 2014. The bodies of two women have been pulled from the rubble of a small apartment building after it was hit by a landslide at 2:30 am in rain-drenched southern Ticino region, police said. A 44-year-old Italian man was injured and taken to hospital.  EPA/GABRIELE PUTZU

Bild: EPA/KEYSTONE / TI-PRESS

Zwei Italiener sind im Tessin in Haft, und Ermittlungen laufen gegen sechs weitere italienische Staatsbürger nach dem bewaffneten Überfall auf einen Geldtransporter in Molinazzo di Monteggio bei Lugano. Das gepanzerte Fahrzeug war im Juli 2019 vor einer Bank über die Grenze nach Italien entführt worden.

Die Bande hatte einen weiteren Überfall auf Tessiner Boden geplant, wie die Staatsanwaltschaft des Südkantons am Donnerstag ihre Untersuchungsergebnisse zusammenfasste. In dem Fall arbeitet die Tessiner Justiz mit den Behörden in Italien zusammen - jenen in Varese in der Lombardei, in Rom und in Latina in der Region Latium.

Ein 46 Jahre alter Italiener, wohnhaft in seinem Heimatland, war bereits im letzten Oktober in Chiasso TI verhaftet worden, und dessen 63 Jahre alter Landsmann wurde im Februar in Polen gefasst. Beide sind derzeit im Tessin hinter Gittern. Ermittelt wird laut der Tessiner Staatsanwaltschaft zudem gegen fünf Männer und eine Frau im Alter zwischen 24 und 67 Jahren, alle mit italienischer Staatsbürgerschaft.

Die Anklage listet Raubmord, Freiheitsberaubung und Entführung, Verstoss gegen das Waffengesetz sowie Vorbereitungen zu schwerem Raub und Banditentum auf.

Der Überfall hatte sich am 5. Juli 2019 gegen 9 Uhr nahe der Grenze zu Italien ereignet. Mindestens vier Männer waren daran beteiligt. Einer von ihnen bedrohte den Chauffeur des gepanzerten Lieferwagens mit einer Waffe. Ein zweiter fuhr anschliessend mit dem Geldtransporter in Richtung italienische Grenze, begleitet von mehreren anderen Fahrzeugen.

Der Geldtransporter und sein Chauffeur wurden später auf italienischem Territorium gefunden. Der Mann war unverletzt, aber die Täter konnten flüchten. Über die Höhe der Beute ist nichts bekannt. (aeg/sda)

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