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Christian Amsler nach dem Hearing der Bundeshausfraktion der FDP. bild: Peter Klaunzer/Keystone

Wahl-Knaller in Schaffhausen: Beinahe-Bundesrat wird abgewählt, SP erobert FDP-Sitz

Der Wahlsonntag in Schaffhausen endet für Christian Amsler (FDP) unerfreulich: Der amtierende Regierungsrat wurde nach zehn Jahren abgewählt. Ihn ersetzt Patrick Strasser von SP.



Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte Christian Amsler beinahe freiwillig auf sein Amt als Schaffhauser Regierungsrat verzichtet: Er war einer der möglichen Nachfolger für Johann Schneider-Ammann. In der parteiinternen Ausmarchung unterlag er dann aber der späteren Bundesrätin Karin Keller-Sutter und Hans Wicki. Jetzt, zwei Jahre später, ist Amsler unfreiwillig nicht mehr Regierungsrat. Das Schaffhauser Stimmvolk hat den seit 10 Jahren amtierenden Regierungsrat abgewählt. Damit verliert die FDP ihren zweiten Sitz in der Regierung.

Dies zu Gunsten der SP. Der neue Kandidat Patrick Strasser erzielt mehr als 4600 Stimmen mehr als Amsler. Neu den Sprung in den Regierungsrat schaffte auch Dino Tamagni (SVP). Er ersetzt seinen Parteikollegen Ernst Landolt, der nicht wieder zur Wahl angetreten ist. Komplettiert wird der fünfköpfige Schaffhauser Regierungsrat von den Bisherigen Cornelia Stamm Hurter (SVP), Martin Kessler (FDP) und Walter Vogelsanger (SP).

Christian Amsler war wegen diversen Missständen bei der Schulzahnklinik in die Schlagzeilen geraten. Eine parlamentarische Untersuchungskommission übte harte Kritik an ihm und seiner Verwaltung. Angelastet wurde Amsler, er habe als Vorsteher des Erziehungsdepartements mögliche Interessenkonflikte bei der Schulzahnklinik nie hinterfragt und Kontrollen vernachlässigt.

Weiterhin eine bürgerliche Mehrheit

Mit zwei SVP-, zwei SP- und einem FDP-Vertreter bleibt die Mehrheit im Schaffhauser Regierungsrat in bürgerlicher Hand. Keine Änderung gab es beim tiefen Frauenanteil in der fünfköpfigen Schaffhauser Regierung geben - ausser Stamm Hurter trat keine Frau zur Wahl an.

(jaw/sda/ch media)

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4 Kommentare
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Sauäschnörrli
30.08.2020 19:20registriert November 2015
100% der Frauen wurden also gewählt. Wie erfreulich.
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