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ETH-Rat entlässt Psyikprofessorin. Zum ersten Mal in der Geschichte der ETH wird eine Professorin entlassen.

Mehrere Doktoranden der ETH Zürich erhielten trotz Vollzeitpensums nur die Hälfte des Mindestlohns. Bild: KEYSTONE

Viel zu wenig Lohn für Doktoranden: ETH muss Löhne nachzahlen



Am ETH-Ableger in Basel wurden mehrere Doktoranden zu Tiefstlöhnen angestellt, wie die NZZ am Sonntag berichtet. Sie erhielten trotz Vollzeitpensum bloss 26'400 Franken pro Jahr, das ist die Hälfte des Mindestlohnes für Doktorierende. Zwischendurch mussten sie sogar ohne Bezahlung auskommen: «Ich kenne sechs Personen, die solche Lohnkürzungen erfahren haben», sagt ein Doktorand in der Zeitung. Gemeinsam ist diesen, dass sie beim gleichen Professor angestellt waren oder sind. «Die Lohnkürzungen wurden vorgenommen, um den Druck zu erhöhen», sagt ein Betroffener.

Laut ETH-Vizepräsident Ulrich Weidmann sind Teilzeitlöhne bei Vollzeitarbeit nicht rechtens: «Das ist klar illegal und darf nicht vorkommen», sagt er in der «NZZ am Sonntag». «Die zu wenig ausbezahlten Saläre müssen den betroffenen Doktorierenden nachbezahlt werden.» Das sei teilweise schon erfolgt. Insgesamt gehe es um eine Lohnsumme von ungefähr 150 000 Franken. Die Betroffenen sprechen von 200 000 Franken. Die ETH hat aufgrund dieser Fälle sämtliche Teilzeitarbeitsverträge seit 2015 an ihrer Hochschule untersucht. Solche Unregelmässigkeiten habe man einzig am Departement in Basel gefunden, heisst es.

Dort läuft derzeit eine Administrativuntersuchung. Sie soll im dritten Quartal dieses Jahres abgeschlossen werden. Der ETH-Mittelbauvereinigung hingegen sind auch Fälle aus anderen Departementen bekannt. «Scheinteilzeitarbeit ist Betrug am Mittelbau und zeugt von einer problematischen Geringschätzung gegenüber den eignen Angestellten», sagt deren Präsident Martin Roszkowski in der «NZZ am Sonntag».

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