DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Vollgepackt mit Mundschutzmasken, die das Reisen hygienischer machen - hinein ins Corona-Feeling! Laut Swiss halten sich praktisch alle Passagiere an die Masken-Empfehlung. Pflicht ist der Mundschutz hingegen nicht. bild: Oliver Franz

Abstand? Dieses Bild zeigt eindrücklich, wie voll die Swiss ihre Flugzeuge packt

Der Flughafen Zürich und die Swiss haben diese Woche ihr neues Sicherheitskonzept präsentiert. Überall heisst es: Ein bis zwei Meter Abstand halten. Überall? Nicht ganz, wie ein Leserfoto deutlich macht.

Benjamin Weinmann / ch media



Abstand halten ist das Gebot der Stunde – auch an Flughäfen. Am Donnerstag haben der Flughafen Zürich, die Swiss, die Kantonspolizei Zürich und die Bodenabfertigungsfirma Swissport ihr neues Sicherheitskonzept präsentiert. Kern davon: das Abstandhalten – vom Check-in, über das Boarding bis hin zur Gepäckabgabe.

Doch an Bord der noch wenigen Flugzeuge, die derzeit abheben, ist von Social Distancing oftmals nicht mehr viel zu spüren. Dies zeigt das Leserfoto von Oliver Franz. Der selbstständige Unternehmer aus Weggis und seine Frau reisten am 17. Mai mit der Swiss nach Lissabon, um einen Freund zu besuchen.

Ein Mann hinter eine Plastikscheibe beim Check-In Schalter aufgenommen anlaesslich des Schutzkonzeptes vom Flughafen Zuerich, aufgenommen am Donnerstag, 28. Mai 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Abstand herrschte zwar am Flughafen Zürich, nicht aber in der Swiss-Maschine. Bild: keystone

«Am Flughafen mussten wir überall mit zwei Meter Abstand anstehen, doch als wir die Maschine betraten, trauten wir unseren Augen nicht. Das Flugzeug war rappelvoll!»

>> Coronavirus: Alle News im Liveticker

Unklar ist, ob dies auf allen Flügen der Fall ist. Die Swiss macht auf Anfrage keine Aussagen zu der aktuellen Auslastung in der Kabine. Auf dem Bild zu sehen und von Leser Oliver Franz bestätigt: Praktisch alle Passagiere trugen auf dem Lissabon-Flug eine Maske.

Allerdings: Die Swiss betont, dass sie das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung ihren Fluggästen und den Besatzungsmitgliedern nur empfiehlt. Eine Pflicht gibt es nicht. Diese Empfehlung gelte voraussichtlich bis Ende August.

Man habe zwar die Abläufe angepasst, das Social Distancing sei aber nicht immer möglich. Mit der Empfehlung soll ein zusätzlicher Schutz gewährleistet werden. Man gehe davon aus, dass die Mehrheit der Passagiere diese Massnahme akzeptiere und eine eigene Maske mitbringt. «Für den Notfall haben wir aber einzelne Masken an Bord», sagt ein Sprecher.

Swiss-Manager: «Wir belassen es bei der Empfehlung»

Und warum bleibt es nur bei einer Masken-Empfehlung statt einer Masken-Pflicht? «Das müssten wir von Land zu Land juristisch prüfen», sagt Swiss-Betriebschef Thomas Frick. Unklar wäre dann auch, wie das Kabinenpersonal mit Passagieren umgehen müsste, die keine Maske tragen. «Deshalb belassen wir es bei der Empfehlung.» Die Erfahrung habe bisher gezeigt, dass praktisch alle Passagiere dieser Empfehlung folgen würden. Zudem erwarte er einen grossen Sozialdruck an Bord, wenn einzelne Passagiere ausscherten.

Atemschutzmasken im Verkaufsautomaten Selecta, aufgenommen anlaesslich des Schutzkonzeptes vom Flughafen Zuerich, aufgenommen am Donnerstag, 28. Mai 2020 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Atemschutzmasken im Verkaufsautomaten Selecta am Flughafen Zürich. Bild: keystone

Die Airlines, darunter auch die Lufthansa-Gruppe zu der die Swiss gehört, wehren sich gegen die Forderung, dass sie den Mittelsitz jeweils leer lassen sollen. Denn mit einer tieferen Auslastung sinkt die Rentabilität jedes Fluges. (aargauerzeitung.ch)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Diese Airlines sind wegen Corona gegroundet (Auswahl)

Tschüss «Mister Coronavirus»

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Interview

Swiss-Piloten kritisieren ihre Airline – und hoffen auf einen Deal

Kilian Kraus, Präsident des Cockpit-Personalverbands, warnt vor einer Ungleichbehandlung des Standorts Schweiz durch den Lufthansa-Konzern. Er spricht über einen Deal, der die Swiss unter Druck bringt, über geimpfte Crew-Mitglieder – und Cockpit-Klischees.

Kilian Kraus ist seit knapp 20 Jahren Airline-Pilot und steht seit 2018 dem Aeropers-Verband als Präsident vor, der rund 1500 Swiss- und Edelweiss-Piloten vertritt. Er versucht, seine Mitglieder durch die schwierigste Krise der Luftfahrtgeschichte zu führen. Doch vor wenigen Tagen kam es zum Eklat. Die Swiss kündigte den Gesamtarbeitsvertrag per 2022, da man sich über Corona-Sparmassnahmen nicht einigen konnte. Gleichzeitig steht die europäische Aviatik praktisch still.

Wie oft fliegen Sie …

Artikel lesen
Link zum Artikel