Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schwer belastende Tierversuche werden nicht verboten: Kommission lehnt Initiative ab



Schwer belastende Tierversuche sollen in der Schweiz nicht verboten werden. Die Wissenschaftskommission des Nationalrates (WBK) hat eine parlamentarische Initiative von Maya Graf (Grüne/BL) abgelehnt.

Wie die Parlamentsdienste am Freitag mitteilten, sprach sich die WBK mit 17 zu 8 Stimmen gegen den Vorstoss aus. Graf fordert, dass Tierversuche verboten werden, die für die Tiere mit schweren bis sehr schweren Belastungen verbunden sind. Dazu gehören schwere Schmerzen oder Schäden, beispielsweise durch die Infektion mit tödlich verlaufenden Krankheiten oder Organtransplantationen.

An Universitäten werden mehr Tierversuche durchgeführt als in der Pharmaindustrie. (Archivbild)

Versuche, die für das Tier stark belastend verlaufen, sollen in der Schweiz weiterhin durchgeführt werden können. Bild: KEYSTONE

Für viele Tierversuche gebe es heute bereits Alternativen, schreibt Graf in ihrem Vorstoss. Trotzdem seien schwer belastende Tierversuche immer noch an der Tagesordnung. Dies, obwohl die Versuche wenig Nutzen brächten. Die schweren Belastungen seien gemessen am Erkenntnisgewinn nicht zu rechtfertigen.

Die Pharmaindustrie begrüsst den Entscheid:

Die Mehrheit der Kommission sieht das anders. Sie ist der Überzeugung, dass Tierversuche für die Entwicklung innovativer Therapien weiterhin unerlässlich sind - und dass es auch weiterhin Experimente mit dem höchsten Schweregrad braucht. Nur ein kleiner Teil aller Versuchstiere sei solchen Experimenten ausgesetzt, argumentiert die WBK.

Das geltende Recht garantiere eine ethisch verantwortungsvolle Forschung und definiere genügend restriktive Kriterien für schwer belastende Experimente. Der Nationalrat wird den Vorstoss voraussichtlich im Herbst behandeln. (leo/sda)

Luzerner Psychiatrie testete Medikamente an Patienten

Video: srf

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Nach Mutation von Coronavirus: Dänemark ergreift drastische Schritte

In Nordjütland grassiert eine Virusvariante, die Corona-Impfungen beeinträchtigen soll. Das BAG erklärt, man beobachte die Situation «eng».

Eine Nachricht aus Dänemark sorgte am Mittwoch bei Tierfreunden für Entsetzen: Die Regierung lasse 17 Millionen Nerze töten. Der Grund: Bei einer unbekannten Zahl der Pelztiere, die auf Nerzfarmen gezüchtet werden, grassiere eine Mutation von Sars-CoV-2, die gefährlich werden könnte.

Die massenhafte Haltung in Käfigen auf engstem Raum habe sich als ideal für die schnelle Ausbreitung des Virus erwiesen und eben auch für Mutationen, den «Alptraum bei der Pandemiebekämpfung», berichten …

Artikel lesen
Link zum Artikel