Schweiz
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Irans Botschafter: Schweizer Vermittlung «zwischen dem Iran und den USA ist hilfreich»



Die Schweiz spielt laut dem iranischen Botschafter in der Schweiz, Haji Karim Jabbari, eine aktive und einflussreiche Rolle im Konflikt zwischen den USA und dem Iran. Aktuell sei die Schweiz darum bemüht, die Gefahr einer Eskalation zu begrenzen.

Der iranische Botschafter in der Schweiz, Haji Karim Jabbari, bezeichnet die Rolle der Schweiz im Konflikt zwischen den USA und Iran als sehr nützlich. Im Bild: Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga empfängt Irans Botschafter beim Neujahrsempfang 2020. (Archivbild)

Der iranische Botschafter Haji Karim Jabbari mit Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Bild: KEYSTONE

Er sei überrascht zu hören, dass manche die Rolle der Schweiz mit jener eines «Briefkastens» beschrieben, sagte Jabbari in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Das sei nicht der Fall. Die Überbringung von Nachrichten zwischen zwei Ländern, die keine freundschaftlichen Beziehungen pflegten, sei keine einfache Aufgabe. Das erfordere viel Expertise.

Zudem schlage die Schweiz eine Reihe von Plänen vor, die zu Frieden und Sicherheit in der Region beitrügen. Namentlich erwähnte der iranische Botschafter die Bemühungen um Frieden zwischen dem Iran, den Vereinigten Staaten oder Saudi-Arabien. «Diese Bemühungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Staaten sind tatsächlich hilfreich», sagt der Diplomat. Die Schweiz versuche, die Gefahr einer Eskalation zu begrenzen. «Und wir schätzen das», so Jabbari gegenüber «SonntagsBlick».

Bundesrat Ignazio Cassis und der iranische Aussenminister Dschawad Sarif hätten sich mehrfach getroffen. Irans Präsident Rohani habe Bern besucht. Zusätzlich gebe es einen politischen Dialog mit der Schweiz. «Wir haben intensive Gespräche über die Interessen unserer Länder und über internationale Angelegenheiten», sagte Jabbari.

«Wenn ein Krieg droht, wird die Rolle der Schweiz sehr bedeutsam.»

Micheline Calmy-Rey quelle: «Sonntagsblick»

Man dürfe diesen Kommunikationskanal im gegenwärtigen Konflikt nicht unterschätzen, sagt ihrerseits alt Bundesrätin Micheline Calmy-Rey. Anders als auf Twitter hätten die Amerikaner so erklären können, dass sie nichts von einer Eskalation wissen wollten. Durch diese Vertrauensposition reüssiere Bern, wo andere scheiterten.

Die Eidgenossenschaft übt in Teheran ein Schutzmachtmandat aus. Denn der Iran und die USA unterhalten keine diplomatischen Beziehungen. Will das Weisse Haus den iranischen Machthabern etwas mitteilen, wird die Schweizer Botschaft zum Boten, wie im Fall des von den USA getöteten iranischen Generals Ghassem Soleimani. (mim/sda)

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