Schweiz
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Nach Ablauf der Schutzfrist erhalten manche junge Mütter die Kündigung von ihrem Arbeitgeber. Jetzt will die Politik dagegen vorgehen. Bild: shutterstock

Nach dem Mutterschaftsurlaub kommt der blaue Brief

Ungerechtfertigte Entlassungen von jungen Müttern nach Abschluss der Schutzfrist sollen bekämpft werden. Auch bürgerliche Politiker sehen jetzt Handlungsbedarf.

kari kälin / ch media



Zum Vorstellungsgespräch trat Gabrielle Rütti mit einer «offensichtlichen Kugel» an. Die Biometzgerei Ueli-Hof in Ebikon stellte die schwangere Frau gleichwohl für eine neu geschaffene Stelle im Marketing ein. Auf der Social-Media-Plattform Linkedin ernteten Rütti und der Ueli-Hof zahlreiche Glückwünsche. «Man hört sonst nur die negativen Erfahrungen. Es gibt ja auch Vorzeigebeispiele», lautete ein Kommentar.

Ein Artikel von

Nicht alle Firmen strahlen beim Thema Mutterschaft als Leuchttürme der Gleichberechtigung. Dies offenbart eine vor zwei Jahren publizierte Befragung von fast 3000 Frauen im Auftrag des Bundes: Drei Prozent der Mütter werden nach dem Mutterschaftsurlaub entlassen, sechs kündigen von sich aus. Der Kündigungsschutz endet 16 Wochen nach der Geburt.

Die Universität Genf analysierte für das Eidgenössische Gleichstellungsbüro 190 kantonale Schlichtungsprotokolle und Gerichtsurteile. Das Fazit: Etwa ein Drittel aller Diskriminierungen hat mit der Schwangerschaft zu tun. Häufig finden sie unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Mutterschaftsurlaub statt: «Meistens wird der Mutter gekündigt», halten die Studienautoren fest.

Nach dem Kind die Kündigung: Dieses Phänomen beschäftigt jetzt auch bürgerliche Politiker. «In der Schweiz kommt es täglich zu ungerechtfertigten Entlassungen nach Ablauf der Schutzfrist», sagt Marco Romano. Der Tessiner CVP-Nationalrat verlangt deshalb vom Bundesrat einen Bericht, in dem er mögliche Verbesserungsmassnahmen zu Gunsten der Mütter und ganz allgemein zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie analysieren soll. Ein Patentrezept könne er nicht aus dem Hut zaubern. «Ich hoffe aber, dass ein Bericht das Bewusstsein für die Problematik schärft und mögliche Lösungsansätze aufzeigt.» Es liege auch im Interesse der Wirtschaft, sich für den Wiedereinstieg von Müttern in die Berufswelt einzusetzen. «So können wir das inländische Potenzial an Arbeitskräften besser ausschöpfen.»

Für Romano eine «Generationenfrage»

Romano versteht seinen Vorstoss nicht als linkes Anliegen. «Bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie handelt es sich vielmehr um eine Generationenfrage», sagt der 37-jährige Vater eines Kindes. Jüngere Vorgesetzte seien offener für die Thematik.

WAHLEN 2019 - NATIONALRAT - KANTON TESSIN - Marco Romano (bisher), CVP. (KEYSTONE/Parteien/Handout) === HANDOUT, NO SALES ===

CVP-Nationalrat Marco Romano. Bild: PARTEI

Daniella Lützelschwab, Ressortleiterin Arbeitsrecht beim Schweizerischen Arbeitgeberverband, erblickt in Romanos Postulat eine Chance, den Zusammenhang zwischen einem reduzierten Pensum und der Auflösung der Arbeitsverhältnisse zu durchleuchten. Falls der Vorstoss angenommen werde, sollte sich der Bundesrat aber auch mit dem Wunsch nach flexiblen Arbeitsmöglichkeiten auseinandersetzen. Viele Frauen könnten wegen der fehlenden oder teuren Kinderbetreuung kein höheres Pensum leisten. Und «Mini-Pensen» seien oft ein Grund, dass die bisherigen Aufgaben nicht mehr weitergeführt werden könnten.

Ganz konkrete Forderungen kommen von linker Seite. Der Walliser SP-Nationalrat Mathias Reynard will die Kündigungsschutzfrist nach der Geburt auf 32 Wochen verdoppeln. Seine parlamentarische Initiative ist hängig. In einer Motion ruft Reynard sodann nach schärferen Sanktionen bei missbräuchlichen Entlassungen. Derzeit werden Betroffene maximal mit sechs Monatslöhnen entschädigt – was gemäss Reynard nicht abschreckend genug wirkt. Der Bundesrat sieht jedoch derzeit keinen politischen Konsens, um die Sanktionen hochzuschrauben. Er räumt zwar Probleme im Zusammenhang mit der Schwangerschaft ein, relativiert aber das Ausmass. Gemäss der eingangs erwähnten Befragung seien 82 Prozent der Mütter nach Ankündigung der Schwangerschaft immer gut behandelt und unterstützt worden.

CVP-Kantonsrat spricht von «sozialer Schande»

In den Rechtsberatungen der Gewerkschaften sei das Thema Stellenverlust wegen Mutterschaft jedoch allgegenwärtig, sagt Luca Cirigliano vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund. Giorgio Fonio, CVP-Kantonsrat und Mitglied der christlichsozialen Gewerkschaft des Kantons Tessins, beobachtet eine Zunahme derartiger Entlassungen – und spricht von einer «sozialen Schande». So habe etwa ein Industrieunternehmen einer Mutter gekündigt mit der Begründung, es stelle an ihrer Stelle lieber einen jungen Mann ein, bei dem das Unternehmen nicht mit häufigen Absenzen rechnen müsse. Missbrauch zu beweisen, sei allerdings sehr schwierig. Fonio verlangt mit einem Vorstoss, der Kanton Tessin solle den Kündigungsschutz nach Mutterschaft auf ein Jahr ausdehnen.

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103Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Pippi Långstrump 24.02.2020 11:52
    Highlight Highlight Das Problem ist doch, dass die Vereinbarungsfrage von Beruf und Familie nach wie vor eine weibliche ist. Es liegt innerhalb der meisten Familien und aus der Sicht der Mehrheit der Gesellschaft an der Frau, beides zu vereinbaren. Teilzeit-Stellen werden selten auch für Männer geschaffen, wenn Krippenplätze zu teuer sind (was sich dringend ändern sollte), ist es nach wie vor die Frau, welche zu Hause bleibt.
    • Natasha 24.02.2020 13:43
      Highlight Highlight Liegt auch daran, das Männer tendenziell immer noch mehr verdienen als Frauen. Wenn der Krippenplatz zu teuer ist oder eine Fremd-/Familienmitgliedsbetreuung aus irgendeinem Grund nicht in Frage kommt; dann macht es finanziell halt mehr Sinn wenn die Mutter Zuhause bleibt... Und weil sie die Ersten Jahre zuhause bleibt, hat sie es dann wieder schwieriger in den Job zu kommen - es ist ein Teufelskreis
  • Baccaralette 24.02.2020 09:35
    Highlight Highlight Das Problem in der Schweiz ist nach wie vor die unflexible Arbeit. Die angestellte Person hat vor ort zu sein, auch wenn es ein job ist, der wunderbar auch remote gemacht werden kann.
    Es ist klar, dass meistens für Mutterschaftsabwesenheiten keine Vertretung eingestellt wird, für 98 jemanden einführen, der einen Spezialistinnenjob macht, lohnt sich nicht. Also müssen die verbleibenden angestellten Personen diese Aufgaben übernehmen.
    Alles total unflexibel!
    • Trump ist der Beste! 24.02.2020 11:30
      Highlight Highlight Wirklich flexibel sind nur jene Mitarbeiter, die sich um rein gar nichts kümmern müssen als um ihren Job für die Firma - rund um die Uhr, das ganze Jahr über.
  • Trump ist der Beste! 24.02.2020 08:37
    Highlight Highlight Man kann nichts gegen ungerechtfertigte Kündigungen machen. Denn es braucht keine Rechtfertigung für eine Kündigung. Und das ist richtig so. Wäre es anders, dann würden bald kaum noch Arbeitnehmer fest angestellt, wie das in der halben EU bereits gang und gäbe ist.
    Zudem ist die Vereinbarkeit von Familienbetreuung und Berufskarriere grundsätzlich und unabänderlich eine Illusion. Arbeitnehmer, die alle 168 Stunden einer Woche und alle 52 Wochen eines Jahres der Firma widmen können, werden immer lukrativer sein für die Firma und darum den anderen vorgezogen und besser bezahlt.
  • Chili5000 24.02.2020 08:04
    Highlight Highlight "Nicht alle Firmen strahlen beim Thema Mutterschaft als Leuchttürme der Gleichberechtigung" Mir geht dieses Firmenbashing etwas zu weit. Es werden 3% der Mütter entlassen nach dem Mutterschaftsurlaub. Das muss man sich mal überlegen. Ihr könntet ruhig mal die Problematik von der Seite der Firma anschauen. Wie soll das ein Kleinbetrieb bei uns hier auf dem Land mit 12 Angestellten machen wenn jemand mehrere Monate fehlt und dann nicht mehr 100% Einsetzbar ist? Hier gibt es nicht an jeder Ecke Menschen die darauf warten einen 20-30% Job zu ergattern. Das mag vielleicht in der Stadt ZH so sein...
    • nur Ich 24.02.2020 13:00
      Highlight Highlight So ein Seich. Hier auf dem Land hocken massenweise Mütter, die nur auf einen 20-30% Job warten.
  • pamayer 23.02.2020 22:38
    Highlight Highlight "CVP-Kantonsrat spricht von «sozialer Schande»

    Dabei hilft die CVP kräftig mit nach unten Renten kürzen, soziale Abfederungen zu streichen.
    Ist somit keinen Deut besser als die krankhaft am Gewinn orientierte FDP und die grundsätzlich asoziale SVP.

    Insofern ist die Aussage der CVP schlecht geheuchelt.
  • Nick_ 23.02.2020 17:15
    Highlight Highlight Ich kenne es eher so: 100% Pensum vor der Schwangerschaft. Danach möchte die Mutter lieber ein Pensum von 20 bis 40%, zumindest mal für die ersten Jahre. Ist nachvollziehbar und finde ich auch positiv. Je nach Position/Verantwortung oder Personalstruktur in der Firma (KMU, wenige AN) ist es jedoch schlichtweg nicht möglich die Arbeit in einem solch kleinen Pensum zu erfüllen. Das ist das eigentliche Dilemma von gut ausgebildeten Müttern.
    • Trump ist der Beste! 24.02.2020 08:47
      Highlight Highlight Das ist kein Dilemma. Weil jede Frau im Voraus weiss, dass es so sein wird. Jede Frau hat vorher die Wahl.
  • ZEWA Wisch und Weg 23.02.2020 15:38
    Highlight Highlight es ist zwar schon einige jahre her... aber ich kann mich noch gut an die gesichter meines teams (kita) erinnern, als ich nach 6 monaten unverhofft schwanger wurde... ich wollte nach dem mutterschaftsurlaub wieder als erzieherin arbeiten und mein kind (wie im arbeitsvertrag abgemacht) in eine andere gruppe der kita geben...
    aber oha lätz... ich sei dann zu unflexibel und man weiss ja gar nicht ob es platz in einer gruppe hat... und ob das dem kind guttut? fazit: ich habe mir eine neue stelle gesucht
    • Pbel 23.02.2020 17:04
      Highlight Highlight War das evtl eine Filiale der berücktigten Firma?
  • I_am_Bruno 23.02.2020 15:13
    Highlight Highlight Eine Schande. Und ich höre von immer mehr Frauen im "kritischen" Alter, dass sie nur noch befristete Arbeitsverträge erhalten.
    • Frausowieso 23.02.2020 16:53
      Highlight Highlight Das ist leider so. Ich arbeite für ein internationales Unternehmen, dass mit Familienfreundlichkeit wird. So haben alle Festangestellten Elternurlaub zu gute. Verschwiegen wird, dass potentielle Eltern nur noch temporär angestellt werden und nicht von den Benefits profitieren. Vorallem Frauen bis 40 haben so gut wie keine Chance auf eine Festanstellung. Redet nur niemand darüber.
  • Firefly 23.02.2020 13:42
    Highlight Highlight Wieder ein Vorteil für die Elternzeit... führt sie eindlich ein und wir haben Ruhe.
    • Firefly 23.02.2020 15:03
      Highlight Highlight @SwissWitchBitch Von wem werden Väter dessen nicht für fähig erachtet?
    • Hoci 23.02.2020 15:11
      Highlight Highlight Das ist punkt 1: Väter bleiben genauso oft zuhause.
      Aber Frage: Wer traut es nicht zu?
      Mir scheint eher ein Handwerker usw. Vater würde recht schnell entlassen, da die Tolerance 0 ist. Bei Frauen gehts nur weil man damit rechnet, sie deshalb eh bei Karriere und Lohn diskriminiert werden.
      Oder anderst gesagt. Für kranke Kinder braucht es eine Lösung. Alle heimschicken ständig geht volkswirtschsftlich nicht. Nicht in hoher Stellung und nicht für kleine Betriebe. Es sollte eine Regelung gefunden werden, die zudem alle Betriebe belastet, egal wie viele Frauen und Mptter da arbeiten.
    • eineve 23.02.2020 15:20
      Highlight Highlight und was ist dann nach der elternzeit? bestimmt gleiches szenario: 1 tag - dann kündigung, vielleicht max 1 monat...
    Weitere Antworten anzeigen
  • WhatsOnNow 23.02.2020 13:03
    Highlight Highlight Btw: den männlichen Lehrlingen geht es ähnlich nach der Lehre. Ihnen wird kein Job angeboten, weil die Unternehmen wissen, dass diese Jungs 17/18 Wochen ins Militär müssen.
    Die meisten jungen Frauen können bleiben.
    • Enzasa 24.02.2020 00:42
      Highlight Highlight Das Militär umfasst einen Zeitraum von ca. 5 Jahren
      Schwangerschaft und Mutterschaft von
      ca. 20 Jahren
    • WhatsOnNow 24.02.2020 07:27
      Highlight Highlight Falsch: 20-30J => 10 Jahre... aber ich geb dir recht, nach der RS sinds nur noch 3 Wochen ...
  • Inflatio 23.02.2020 13:01
    Highlight Highlight Ich habe vor 1 1/2 Jahren zwei Projektleiterinnen eingestellt, für ein wichtiges, terminiertes Projekt.

    Kurz nach der Probezeit sind beide gekommen und haben gesagt, dass sie schwanger seien.

    Ich habe das akzeptiert. Meine Mitarbeitenden, welche die Mehrbelastung übernehmen mussten, waren stinksauer.
    • Las Palmas 23.02.2020 16:53
      Highlight Highlight Naja die werden auch später noch stinksauer sein, wenn für die beiden jungen Mütter die Arbeit erst an Priorität nach Kinder, Familie, Hobbies usw.. kommt...
    • aglio e olio 23.02.2020 19:38
      Highlight Highlight Durchaus nachvollziehbar. Aber irgendwo müssen die Kinder ja herkommen. Als Gesellschaft sollten wir das tragen können, ja müssen.
      Mit einem Einkommen eine Familie ernähren zu können ist für viele schlicht nicht möglich. Und es wird diesbezüglich auch nicht besser.
      Was tun?
    • Las Palmas 23.02.2020 21:20
      Highlight Highlight Wieso müssen "irgendwo die Kinder ja herkommen"?
      Ich bin überzeugt, dass es in den nächsten Jahrzehnten einen ausgesprochen rapiden, demographischen Wandel geben wird.

      Global gesehen, ist es absolut unnötig, als Schweizer*in eigenen Nachwuchs zu züchten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Yoku 23.02.2020 12:55
    Highlight Highlight Während der Schwangerschaft musste die Arbeit der Mutter auch erledigt werden. Wem sollte der Arbeitgeber kündigen, wenn die Alternative die Arbeit besser erledigt wie die Mutter?
    Ist das Kind in der Krippe, ist die Mutter weniger flexibel, weil sie das Kind zu einem bestimmten Zeitpunkt abholen soll.
    Ist das Kind krank, fällt die Mutter auch aus, weil sie das Kind pflegt (die Väter machen hier weniger).

    Möchte man etwas gegen solche Kündigungen tun, müsste man bei den Krippenöffnungszeiten und der familienexternen Betreuung im Krankheitsfall ansetzen.
    • Hoci 23.02.2020 15:15
      Highlight Highlight Ganz genau. Alternativ sollte es der Job der Väter sein, dann gäbs auch weniger Karriere und Jobdiskriminierung für Frauen.
      In der Realität heute aber ist es so, dass dann beide unsichere schlechte Jobs und miese sozialleistungen haben, kurz gesagt, es mach keinen Sinn ist sogar finanziell gefährlich. Kenne ein paar due es versucht haben- ging nicht.
    • Yoku 23.02.2020 19:07
      Highlight Highlight @SWB natürlich kann man das Erwarten.
      Nur meine erlebte Realität ist eine andere.
      Im Krankheitsfall bleibt meist die Mutter zu Hause. Aufbrechen könnte man das nur mit fix zugeteilten "Papitagen". Z. B. an ungeraden Tagen muss der Arbeitgeber der Frau nicht frei geben.
    • WhatsOnNow 24.02.2020 08:24
      Highlight Highlight Wenn etwas mit den Kids ist, gwht bei uns derjenige nach Hause, der kann. Wenn meine Frau arbeitet, bin ich das. Für mich eine Selbstverständlichkeit. Als Paar ist man ein Team. Arbeitet man zusammen, wirds für alle einfacher.
    Weitere Antworten anzeigen
  • WhatsOnNow 23.02.2020 12:55
    Highlight Highlight Ich selber leite ein Team und bin angewiesen auf jeden. Ferienzeit ist immer stress für das restliche Team. 1 er weg, womöglich noch einer Krank und die anderen müssen diese Last tragen.
    Männer im WK oder der RS, Frauen im Mutterschafts Urlaub... beides sind Belastungen über längere Zeiten, zusätzlich zu den gesetzlichen Ferien... eine Herausfoderung sondergleichen, welche nicht durch temporäre Arbeitskräfte ausgeglichen werden können, da die Einarbeitungszeit ca 3-6 Monate dauern würde, die Firma das nicht zuläst (Budget Knappheit).
    Ich würde Frauen oder lehrlingen gerne jede Freiheiten geben
    • Asho 23.02.2020 14:33
      Highlight Highlight Und was macht er wenn die Vorgesetzten „nein“ sagen?
    • Frausowieso 23.02.2020 14:52
      Highlight Highlight Klassischer Fall von fehlender Managmentkompetenz. Mit einer so knappen Besetzung zu fahren ist unverantwortlich und fahrlässig. Die Sicherstellung des Betriebes ist so nicht gewährleistet. Jeder Arbeitnehmer hat Ferien und kann krank werden verunfallen, sogar sterben oder auch künden. In so einem Betrieb, der die Personalplanung nicht im Griff hat, würde ich nicht arbeiten wollen.
    • Dani S 23.02.2020 15:15
      Highlight Highlight @Swisswitchbitch: willkommen in der Realität. Whatsonnow hat ja geschrieben, dass Budgetknappheit herrscht.

      Das Problem Schwangerschaft den Frauen anzulasten ist genauso zu kurz gesprungen, wie es den im internationalen Preisdruck stehenden Unternehmern vozuwerfen. Dass diese permanent nach echt verfügbarem und arbeitendem Personal (=nicht krank, nicht Unfall, nicht schwanger) suchen, ist ihnen kaum zu verübeln. Irgendwelche Risiken für monatelangen Ausfall will eigentlich kein Unternehmer.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Miicha 23.02.2020 12:53
    Highlight Highlight Frauen in der Schweiz werden super ausgebildet aber wenn Kinder da sind, ist absolut keine Unterstützung oder Verständis da. Bei jedem Vorstellungsgespräch muss Frau sich rechtfertigen. Das ist genauso traurig wie unser Vaterschaftsurlaubstag.
  • John Henry Eden 23.02.2020 12:49
    Highlight Highlight Nein, das braucht es nicht.

    Seid froh, wenn Menschen, Firmen und Organisationen ehrlich sind und ihren wahren Charakter zeigen. Wird unter diesen Umständen gekündigt, war das Arbeitsverhältnis toxisch

    Hört endlich auf, eine Scheinwelt zu fordern, in der die Wahrheit hinter Regeln, Gesetzen und Vorschriften verborgen bleibt.

    Eine Fassadenschweiz ist übel, richtig übel.
  • Ökonometriker 23.02.2020 12:21
    Highlight Highlight Mit dem Verdoppeln des Kündigungsschutzes wird die Diskriminierung junger Frauen nur noch weiter zunehmen.

    Man muss die Anreizstruktur grundsätzlich hinterfragen. Ein Vaterschaftsurlaub sowie ein paar "Kinderferientage" pro Jahr in den ersten Jahren würden hier weitaus mehr bringen. Wenn junge Männer gleich "teuer" sind wie junge Frauen, macht Diskriminierung schnell keinen Sinn mehr. Und die jungen Väter hätten mehr Zeit, um in Ihre Kinder zu investieren - was die Entwicklung der Kinder erwiesenermassen positiv beeinflusst.
  • IsThatReallySo 23.02.2020 12:12
    Highlight Highlight Es gibt aber auch diese Variante, wohl mehr als 3%: das die Mutter sowieso vor hat, mind. 1 Jahr mit dem Baby nicht zu arbeiten, dafür aber das Mutterschaftsgeld kassiert, und dann kündigt...
    • Yoku 23.02.2020 19:19
      Highlight Highlight Bei der Kündigung muss sie jedoch die Kündigungsfrist einhalten...
      Da macht es jedoch für den Arbeitgeber keinen Unterschied, ob sie auf Weltreise geht oder eine zeitlang Familienfrau sein will.
      Aufgrund der Mutterschaftsversicherung hält sich der zusätzliche finanzielle Aufwand für den Arbeitgeber in Grenzen.
  • Nonne 23.02.2020 11:53
    Highlight Highlight Man müsste noch die Gründe der Kündigung dieser wenigen 3% kennen. Viele Frauen wollen nur noch Teilzeit arbeiten. 40-60% und das macht halt nicht bei jeder Qualifikation Sinn. In Projekten kann man solche Leute kaum einsetzen.
    • Radesch 23.02.2020 16:27
      Highlight Highlight "In Projekten kann man solche Leute kaum einsetzen."

      Komisch bei vielen jüngeren Teams und Firmen ist das überhaupt kein Problem... Bei stockkonservativen Unternehmen geht das nicht, schon klar... Wenn man das nächste Mal zum X-ten Mal die Prozesse optimiert, teilt man sie einfach in 50% Pensen. Mehr Flexibilität ist auch für den Arbeitgeber besser, deswegen machen viele jüngere Unternehmen das auch so.

      Dass das nicht möglich ist dürfte bei den wenigsten Arbeiten ein Problem darstellen. Sondern eher im veralteten Weltbild der Entscheidungsträger.
    • Las Palmas 23.02.2020 17:00
      Highlight Highlight Hm auf dem Papier sieht das ja schön aus. In der Realität wälzt sich jeder Job der nur Teilzeit bewältigt wird, ein grosses Mass an Mehrarbeit auf das restliche Team ab! Ein 60%er kriegt ja die hälfte gar nicht mit, Meetings müssen mühsam drum rum geplant werden und Entscheidungen die während der Abwesenheit getroffen wurden, müssen im Nachhinein erklärt, gebrieft und gerechtfertigt werden!

      Leute die auf prio happy family machen müssen sich nun mal ein stück weit damit abfinden - war ja ihre entscheidung mit Familie und co..
    • Radesch 23.02.2020 17:20
      Highlight Highlight @/dev/null
      1/2
      Wie gesagt, bei jüngeren Firmen in modernen Arbeitsbereichen ist das kein Problem. Ich habe das Glück in einer Branche zu arbeiten, wo die Nachfrage sehr hoch ist. Aber praktisch alle Bürojobs lassen sich auch Teilzeit erledigen

      "Leute die auf prio happy family machen" Und damit disqualifizierst du dich mMn. ein wenig, denn die Familie ist ja nicht zum Spass von Gesetzes wegen geschützt, sondern weil das die einzige Möglichkeit ist die Firma, wenn du oder ich pensioniert werden am laufen zu halten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • De-Saint-Ex 23.02.2020 11:42
    Highlight Highlight Eine Schweinerei ohnegleichen... Kündigungsschutz und zwar subito, denn der „Markt“ regelt ausschliesslich nach seinen Vorteilen... Skandinavien macht es (nicht nur in dieser Hinsicht) seit Jahrzehnten vor, und denen geht’s wirtschaftlich nicht schlechter als der Schweiz.
    • Dr no 23.02.2020 13:35
      Highlight Highlight Willst du auch soviel steuern zahlen wie in skandinavien? Ich nicht!
    • canoe58 23.02.2020 17:46
      Highlight Highlight @ Dr no: wenn mich der Staat dann so unterstützt wie in Skandinavien, durchaus!
    • Dr no 23.02.2020 18:51
      Highlight Highlight Canoe: ich brauche keine staatliche Unterstützung- für mehr steuern sind nur leute die selber kaum welche bezahlen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Elke Wolke 23.02.2020 11:41
    Highlight Highlight Es braucht grundsätzlich ein Umdenken: Die Realität heute in der Schweiz ist die, dass viele Firmen Bewerbungsgespräche sofort beenden, wenn jemand nach Teilzeitarbeit fragt. Es ist schlicht nicht erwünscht - egal was in den Hochglanzbroschüren behauptet wird.
  • Barracuda 23.02.2020 11:33
    Highlight Highlight 3 % sind 3 % zuviel, keine Frage. Aber alarmierende Verhältnisse sind das wohl kaum. Ausserdem wird immer nur gefordert und alles andere als selbstverständlich hingenommen. Neben all den gesetzlichen Regelungen für Schwangere gibt es auch noch eine andere Seite. Damit man Mami werden kann, braucht es auch noch Arbeitskollegen, die den Spass mitmachen. D.h. in dieser Zeit können Z.B. andere deswegen keine Ferien nehmen, arbeiten mehr und arrangieren alles Organisatorische, damit sich die Kollegin ihren Traum erfüllen kann. Aber Empörung verkauft sich besser als Wertschätzung in den Medien.
  • Dä isches gsi 23.02.2020 10:59
    Highlight Highlight Gleich nach der Mutterschaftsurlaub musste ich unfreiwillig ein Vertrag akzeptieren bei dem ich knapp nicht die PK-Beiträge erhalte. Sonst würde ich gekündigt werden. Vor dem Schwangerschaft wurde mir Beförderung angeboten. Jetzt habe ich Angst vor Altersarmut. Warum ich noch da arbeite? Weil ich noch bisschen Geld für die Kita Beiträge erhalte. Mir fehlen etwa 6 Stunden im Monat für die PK. Das nervt mich JEDEN TAG🤬. Bei diversen Jobanfragen hiess es immer: Du bist unflexibel und wahrscheinlich immer krank... 😠😡🤬🤬🤬
  • Aruma 23.02.2020 10:36
    Highlight Highlight Flexiblere, zuverlässige KITAS mit anständig bezahlten Mitarbeiter*innen wären ein erster Schritt. Das wäre im Interesse von uns allen. Gut ausgebildete und willige Frauen könnten mit gutem Gewissen arbeiten. Daher dürften auch ruhig mehr Steuergelder in die KITAS und Tagesschulen fliessen.
  • Rethinking 23.02.2020 10:31
    Highlight Highlight Würde ein komplett anderer Typus Mensch in das Management befördert, bräuchte es solche Vorgaben vom Staat gar nicht...
  • Bruno Wüthrich 23.02.2020 10:24
    Highlight Highlight Zitat: «Drei Prozent der Mütter werden nach dem Mutterschaftsurlaub entlassen.» Mit Verlaub: 3 Prozent sind jetzt nicht die Welt. Da liegen wir doch schon fast im (oder sogar über dem) Bereich, wo ev. andere Gründe als die Mutterschaft mitspielen. Vielleicht sind auch nicht 100 Prozent aller Mütter gleich qualifiziert. Eventuell gibt es ja auch bei Frauen - ähnlich wie bei Männern - qualitative Ausreisser nach unten.
    Missbräuchlichhkeit muss bekämpft werden. Aber vielleicht braucht es ein paar Kriterien mehr als nur die Mutterschaft, um zu beurteilen, wann eine Kündigung missbräuchlich ist?
    • Aglaya 23.02.2020 11:16
      Highlight Highlight @SwissWitchBitch

      In Einzelfällen sicher denkbar, wenn die Gedanken mehr beim Baby als bei der Arbeit sind. Vielleicht hat bei manchen schon während der Schwangerschaft die Leistung stark nachgelassen.
    • Eron 23.02.2020 11:20
      Highlight Highlight Ja das stimmt, es ist nicht die Welt, aber jedes Mal handelt es sich um einen Menschen, eine Existenz, ein Schicksal das plötzlich ohne Perspektive dasteht. Sie greifen einfach in einen Topf aus Menschen und wenden die HR Strategie von Unternehmen an, es gibt ja genügend Ressourcen, diese Bezeichnung schätzen sie ja mehr als die Bezeichnung Mensch im europäischen sozial angestrichenen Wirtschaftmarkt und ersetzen eine Frau durch jemanden der bereit ist zu Konditionen zu arbeiten, die nur noch einseitig bestimmt wird. Ist das der Fortschritt von uns allen im 21. Jahrhundert?
    • Titangirl 23.02.2020 11:36
      Highlight Highlight 3% werden gekündigt, der Grossteil kündigt von sich aus, bzw. ist dazu gezwungen weil der Arbeitgeber die Stelle nicht auf Teilzeit reduzieren will. Ist mir auch so gegangen.
      Erst hiess es jaja kein Problem, nach drm MU bekomme ich eine 50% Stelle. 3 Wochen vor Ende MU hiess es dann ah nein geht doch nicht. Ich musste kündigen mit Verzicht auf die Kündigungsfrist, da ich ja sonst 100% hätte weiter arbeiten müssen. Und dafür bekam ich dann vom RAV eine Strafe, sprich Einstelltage...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Biindli 23.02.2020 10:20
    Highlight Highlight So ist das einer Freundin passiert: Vor der Geburt wurde ihr eine 60%-Stelle zugesichert. An ihrem ersten Arbeitstag nach dem Mutterschaftsurlaub erhielt sie jedoch die Kündigung mit sofortiger Freistellung. Ein Schlag ins Gesicht nach vielen Jahren im Unternehmen. Sie fühlte sich gedemütigt und fand es unverständlich, dass ihr das Unternehmen nicht vor dem Mutterschaftsurlaub reinen Wein eingeschenkt hat. Dann hätte sie zeitig eine neue Stelle gesucht.
    • Bruno Wüthrich 23.02.2020 10:36
      Highlight Highlight So geht es natürlich definitiv nicht. Für mich ein typischer Fall, der bekämpft werden muss. Unterste Schubade vom Arbeitgeber. Ein Fall für das Arbeitsgericht?
    • Maracuja 23.02.2020 11:22
      Highlight Highlight Eine Bekannte von mir hat mit ihrem Arbeitgeber einen 6-monatigen teils unbezahlten Mutterschaftsurlaub und danach weitere Beschäftigung mit 60% Pensum vereinbart. 1 Monat vor Ablauf des Mutterschaftsurlaub wurde sie zu einem Gespräch eingeladen, bei dem ihr verkündet wurde, man könne sie nur noch auf Abruf beschäftigen. Da sie dieses Angebot nicht annehmen konnte/wollte, kam es zur Kündigung. Sie wäre ebenfalls gerne bereits bei Antritt des Mutterschaftsurlaubs ehrlich informiert worden, aber manche Arbeitgeber wollen sich halt alle Optionen offen halten.
    • WhatsOnNow 23.02.2020 12:56
      Highlight Highlight Nun ja, das dürfen die Unternehmen ja nicht... der Mutterschaftsschutz verbietet das
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vecchia 23.02.2020 10:19
    Highlight Highlight "Jüngere Vorgesetzte seien offener für die Thematik."

    Das ist keine Altersfrage, sondern eine Frage der Empathie.
    Einer frisch gebackenen Mutter nicht zu kündigen, ist die eine Seite, wie der Chef nachher mit Ausfällen wegen Kinderkrankheit etc. umgeht, die andere.

    Bezüglich Vereinbarkeit von Beruf und Familie war mein bester Chef ein - eher junger - Grossvater.
    • WhatsOnNow 23.02.2020 12:59
      Highlight Highlight Es geht nicht um Empathie, sonder um die Möglichkeiten, welche die heutigen Firmen Führungspersonen bieten. Dir Arbeit des Teams muss gemacht werden, der Vorgesetzte ist verantwortlich und vielfach hat er leider nicht die Flexibilitä ( nicht vorhandenes Budget, zu lange Einarbeitungszeit etc)
    • homo sapiens melior 23.02.2020 13:13
      Highlight Highlight Kennen wir schon aus unzähligen Abstimmungen. Wann immer auch nur die geringste Kleinigkeit einen Arbeitgeber belasten könnte, bricht sogleich die ganze Firma/Wirtschaft zusammen.
      Der Fehler liegt bei den Arbeitgebern, die alles bis hin zum Personal zu knapp kalkulieren. Weil Arbeitgeber mehr für sich und weniger für die Angestellten wollen. Kranksparen, Kaputtsparen, Wegsparen.
    • Vecchia 23.02.2020 13:38
      Highlight Highlight Klar gehts um Empathie (mit der Fähigkeit sich in die Situation erwerbstätiger Mütter einfühlen zu können) , und zwar bis zu den obersten Führungsetagen.

      Aber klar, heute hat sich die Handhabung des Budgets verändert. Statt dass die Firma, langfristig sicher und möglichst gewinnbringend und fair für alle voranzubringen, wird heute der maximale Gewinn für Wenige mit einem Minimum an Personalausgaben budgetiert. Flexibilität muss nur das Personal bringen. CEOs müssen nur habgierig und skrupelos sein.

      (in Frankreich sind etwa die Hälfte aller Mütter erwerbstätig, dort geht es auch)
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  • MrJS 23.02.2020 10:15
    Highlight Highlight Das darf definitiv nicht sein! Mein Vorschlag, welcher verhindern soll, dass v.a. Frauen gekündigt wird: Vater und Mutter erhalten nach der Geburt beide einen Monat frei, sodass sich die Frau körperlich von der Geburt erholen kann. Die restlichen 12 Wochen des Mutterschaftsurlaubes kann dann entweder der Vater oder die Mutter beziehen - wer, wird 3-4 Monate vor der Geburt dem Arbeitgeber mitgeteilt. So ist es für den Arbeitgeber gleich attraktiv eine Frau oder einen Mann einzustellen...
    • ingmarbergman 23.02.2020 10:27
      Highlight Highlight Beide 3 Monate zwingend und danach 6 zum aufteilen.
    • MiaCheshire91 23.02.2020 10:33
      Highlight Highlight Naja, das Wochenbett dauert schon mindestens 8 Wochen, in denen die Mutter sich noch erholen und schonen sollte.
    • June 23.02.2020 10:43
      Highlight Highlight Ich stimme dir total zu, aber das Problem sehen die Arbeitgeber wohl nicht im Mutterschaftsurlaub, sondern in dem was danach kommt: mögliche kurzfristige Abwesenheit wegen Krankheit des Kindes, Unkonzentriertheit am Arbeitplatz, andere Prioritätensetzung, ect... (das ist nicht was ich denke, aber was einige Arbeitgeber leider denken). Komischerweise wird wahrscheinlich kein Mann deswegen direkt nach der Geburt entlassen, obwohl es ja auch seine kranken Kinder sein könnten. Diese Tatsache sollte zu denken geben und genau da erkennt man doch das Problem.
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  • stadtzuercher 23.02.2020 10:08
    Highlight Highlight Normale Menschen haben eine Kündigungsfrist von 1-2, selten 3 Monaten. Schwangere Frauen darf während Schwangerschaft und dem Mutterschaftsurlaub nicht gekündigt werden, d.h. während mehr als 1 Jahr.

    Ich kenne mehrere KMU, die haben laufende Projekte verloren, und mussten die Projektteams entlassen. Einzig die schwangeren Frauen wurden weiterbeschäftigt. Da ists ja dann logisch, dass der erste mögliche Kündigungstermin der erste Tag danach ist.

    Kündigung wegen Schwangerschaft geht gar nicht, aber Privilegien nur aufgrund Schwangerschaft auch nicht.
    • sowhat 23.02.2020 14:53
      Highlight Highlight du willst es nicht sehen, oder?
      Es geht um das Ganze nicht um Einzelne.

Vergiftete Böden und Kinderarbeit – was sich Schweizer Firmen im Ausland alles erlauben

Am 29. November stimmt die Schweiz über die Konzern-Initiative ab. Sie soll Schweizer Unternehmen bei Rechtsverstössen im Ausland stärker haftbar machen. Höchste Zeit also, um sich ein paar Beispiele von bis jetzt ungeahndeten Menschenrechts- und Umweltvergehen anzusehen.

Nach der Abstimmung ist vor der Abstimmung: Bereits am 29. November kann das Schweizer Stimmvolk erneut wählen gehen. Zum Beispiel über die Konzernverantwortungsintiative. Diese fordert, dass globale Konzerne mit Sitz in der Schweiz einem zwingenden Regelwerk unterstellt sind, wenn es um die Beachtung von Menschenrechten und Umweltschutz bei ihren weltweiten Tätigkeiten geht.

Oder einfach gesagt: Schweizer Unternehmen und ihre Tochterfirmen könnten für ihre Tätigkeiten im Ausland rechtlich …

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