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ARCHIV --- ZUR MELDUNG, DASS DIE BANK JULIUS BAER DIE MEHRHEIT AN DER BRASILIANISCHEN GPS UEBERNIMMT, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Eine Person laeuft am Sitz der Bank Julius Baer vorbei, am Dienstag, 9. Oktober 2012, in Zuerich. Die Bank Julius Baer baut nach der Uebernahme des ausseramerikanischen Vermoegensverwaltungsgeschaefts von Merrill Lynch radikal Stellen ab. Von den rund 5700 Arbeitsplaetzen beider Institute sollen zwischen 850 und 1030 gestrichen werden. (KEYSTONE/Steffen Schmidt)

Die Bank Julius Bär erzielt eine Grundsatzvereinbarung im US-Steuerstreit.
Bild: KEYSTONE

Teurer als erwartet: Julius Bär rechnet mit höheren Kosten im Steuerstreit mit den USA



Der Steuerstreit mit den USA kommt die Bank Julius Bär vermutlich teurer zu stehen als bislang erwartet. Der Vermögensverwalter hat seine Rückstellungen zur Beilegung des Steuerstreits um 197 Millionen auf insgesamt 547 Millionen Dollar erhöht.

Grundlage dafür ist eine vorläufige Einigung mit den US-Behörden, die allerdings noch vom US-Justizministerium bestätigt werden muss, wie die Bank am Mittwoch mitteilte.

Eine definitive Lösung im US-Steuerstreit erwartet die Privatbank im ersten Quartal 2016. Die zusätzlichen Rückstellungen wird Julius Bär in der Bilanz 2015 verbuchen. Dennoch erwarte die Bank einen bereinigten Nettogewinn für 2015, heisst es in der Mitteilung.

Eine der höchsten Bussen

Sollte die Busse für Julius Bär schliesslich in der Höhe der inzwischen erhöhten Rückstellungen ausfallen, wäre dies der dritthöchste Betrag, den eine Schweizer Bank zur Beilegung des US-Steuerstreits aufwenden müsste. Bisher zahlten die beiden Grossbanken UBS und Credit Suisse mit 780 Millionen respektive 2,6 Milliarden Dollar die höchsten Bussen.

Angaben über die Höhe der verwalteten Vermögen und die Anzahl US-Kunden wollte Julius Bär auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda im Hinblick auf das laufende Verfahren nicht machen.

Unternehmenssprecher Jan Vonder Muehll bestätigte jedoch, dass die Bank für die Aufarbeitung aller Dokumente zuhanden der US-Behörden sowie für Anwaltskosten bislang einen Betrag zwischen 80 bis 90 Millionen Franken ausgegeben hat.

Weitere Entscheide hängig

Das US-Justizministerium ermittelt seit Jahren gegen Schweizer Banken und hat zur Beilegung des Steuerstreits 2013 ein Selbstanzeigeprogramm angeboten. Weil die US-Behörden damals aber schon ein Verfahren gegen Julius Bär wegen mutmasslicher Steuerdelikten eingeleitet hatten, landete die Bank automatisch in Kategorie 1.

Auf das Zustandekommens eines Abkommens in dieser Kategorie warten neben Julius Bär auch die Basler und die Zürcher Kantonalbank, die Genfer Filiale der britischen HSBC oder Privatbanken wie Rahn & Bodmer oder Pictet. Einen Vergleich abschliessen konnte wie die beiden Grossbanken auch die Bank Leumi. (sda)

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