Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss Airbus A320-214 with the identification HB-IJP takes off on runway 28 at Zurich's airport in Kloten in the canton of Zurich, pictured on October 7, 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Swiss Airbus-Flugzeug A320-214 mit der Kennung HB-IJP startet auf Piste 28 am Flughafen Zuerich in Kloten im Kanton Zuerich, aufgenommen am 7. Oktober 2008. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Flugzeug der Swiss hebt am Flughafen Kloten ab. Bild: KEYSTONE

Seltsame Swiss-Preise: Wer Economy fliegt, zahlt mehr als in der Business Class

Für die meisten Reisenden ist die Business Class ein Luxus, den man sich nur selten gönnt. Lieber wählt man die Holzklasse – vielfach ist sie halb so teuer. Doch bei einigen Flügen der Swiss reist man Business günstiger als mit Economy. Das steckt dahinter.



Ein junges Paar aus Zürich will seine Ferien in Sizilien verbringen. Und zwar vom 26. August bis 2. September. Es hat Glück: Im Flugzeug der Swiss hat es noch Plätze von Zürich via Genf nach Catania und zurück. Doch als die Beiden die Flugpreise genauer betrachten, sind sie verwirrt. Ihnen stellen sich zwei Fragen:

Warum ist Business günstiger als Economy?

Flüge Catania

Seltenes Bild: Die Business Class ist günstiger als die Economy Class. Bild: Screenshot Website Swiss (Dienstag, 04.07.2017, 10 Uhr)

11 Franken könnte das junge Paar sparen, wenn es sich für die Business Class entscheidet. Sprich: Mehr Luxus für weniger Geld. Auch der Rückflug eine Woche später kostet in der höheren Klasse weniger. 344 Franken in der Economy, 304 Franken in der Business Class. Das Sparpotenzial: 51 Franken.

Ein Blick auf Twitter zeigt: Auch andere Flugreisende haben davon bereits profitiert. Nicht nur bei der Swiss.

Swiss-Boeing in Iqaluit

Swiss-Flieger in der Arktis: Defekt im Triebwerk lokalisiert – Reparatur vor Ort unmöglich

Link zum Artikel

Die Swiss steckt noch immer im Eis fest – jetzt läuft die spektakuläre Rettungsaktion

Link zum Artikel

Swiss in der Arktis gelandet – Ersatzflieger mit gestrandeten Passagieren gestartet

Link zum Artikel

Swiss-LX40 in Arktis gelandet: Passagiere harrten 11 Stunden in Kabine aus

Link zum Artikel

Swiss-Sprecherin Sonja Ptassek erklärt die günstigeren Preise in der eins höheren Klasse mit Wirtschaftsmechanismen: «Ist die Nachfrage nach der Economy Class auf einem bestimmten Flug höher als die Nachfrage nach der der Business Class, so kann es sein, dass der günstigste Tarif der Business Class unter dem verfügbaren Tarif für die Economy Class liegt.»

Wie häufig dies auftrete, lasse sich nicht pauschal beantworten, fährt Ptassek fort. 

Warum zahlen wir für zwei Flüge weniger als für einen?

Das Paar fliegt von Zürich über Genf nach Catania. Würde es stattdessen direkt in Genf einsteigen, würde ihr Business-Flugticket mehr kosten – obwohl sie 50 Minuten weniger lang fliegen. Dies zeigt am besten der Rückflug. Alleine hier sparen die beiden Reisenden gemeinsam 197 Franken, wenn sie bereits in Zürich in den Flieger steigen.

Flug von Catania nach Zürich via Genf (2 Flüge)

Flüge Catania

Rückflug von Catania nach Zürich mit der Swiss. Preis für zwei Erwachsene. bild: screenshot website swiss (dienstag, 04.07.2017, 10 uhr)

Flug von Catania nach Genf (1 Flug)

Verwirrende Swiss-Preise: Flüge nach Catania.

Rückflug von Catania nach Genf mit der Swiss. Der Preis ist teurer, als wenn die Reise noch nach Zürich weitergehen würde. bild: screenshot website swiss (dienstag, 04.07.2017, 10 uhr)

Dass bei der Swiss ein Flug mit Zwischenlandung vielfach günstiger kommt, ist nichts Neues. Bereits «20 Minuten» (2014) und auch der «Kassensturz» (2015) berichteten darüber. Das vorliegende Beispiel zeigt, dass sich die Praxis in den letzten Jahren nicht geändert hat. 

«Ein Direktflug ist ein höherwertiges Produkt als ein Flug mit einem Zwischenstopp.»

Sonja Ptassek, Sprecherin Swiss

Die Preisgestaltung sei ein wesentliches Steuerungselement für die Swiss, begründet die Sprecherin. «Kunden wählen Umsteigeverbindungen in der Regel nur, wenn diese preiswerter als Direktverbindungen sind.»

Für Netzwerkgesellschaften wie die Swiss, seien diese Anschlusspassagiere aber wichtig, um eine Strecke profitabel betreiben zu können. Sonja Ptassek: «Ausserdem ist ein Direktflug ein höherwertiges Produkt als ein Flug mit einem Zwischenstopp.»

Wer nun denkt, dann löse ich ein Ticket bis nach Zürich und spare damit Geld, irrt sich. Der Swiss-Kunde darf zwar jederzeit auf den Weiterflug verzichten. Doch wer in Genf nicht umsteigt, sondern den Flughafen verlässt, kann von der Swiss zusätzlich zur Kasse geben werden. Denn die Tarifbedingungen der Fluggesellschaft können eine Nachzahlung vorsehen.

Hast du auch Flugangst?

Video: watson

Die grössten Flugzeuge der Welt

Das könnte dich auch interessieren:

Der Mann, der es wagt, Trump zu widersprechen

Link zum Artikel

Biden verschärft Kurs gegen Riad

Link zum Artikel

Das iPad kriegt Radar? Darum ist der Lidar-Sensor eine kleine Revolution

Link zum Artikel

Die Fallzahlen steigen wieder leicht an – so sieht's in deinem Kanton aus

Link zum Artikel

Die Schweiz befindet sich im Notstand – die 18 wichtigsten Antworten zur neuen Lage

Link zum Artikel

Magic Johnson vs. Larry Bird – ein College-Final als Beginn einer grossen Sportrivalität

Link zum Artikel

Lasst meinen Sex in Ruhe, ihr Ehe- und Kartoffel-Fanatiker!

Link zum Artikel

4 Gründe, weshalb die Corona-Zahlen des BAG wenig mit der Realität zu tun haben

Link zum Artikel

Wie ich nach 3 Stunden Möbelhaus von Wolke 7 plumpste

Link zum Artikel

Corona International: EU beschliesst Einreisestopp ++ Italien mit 345 neuen Todesopfern

Link zum Artikel

Ein Virus beendet Jonas Hillers Karriere: «Es gäbe noch viel schlimmere Szenarien»

Link zum Artikel

Wie ansteckend sind Kinder wirklich? Was die Wissenschaft bis jetzt dazu weiss

Link zum Artikel

So lief Tag 1 nach Bekanntgabe der «ausserordentliche Lage» für die Schweiz

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Die Fitness-Branche geht zum Angriff über

Schwere Kritik von Fitnesscenter-Betreibern: Der Bundesrat lüge, wenn er sagt, er habe im Rahmen der Lockerungs-Diskussion mit allen Branchen gesprochen.

Läden, Museen, Bibliotheks-Lesesäle, Zoos und auch botanische Gärten dürfen ab kommendem Montag wieder öffnen. Auch im Sportbereich kommt's nach dem gestrigen Bundesrats-Beschluss zu einer weiteren Lockerung: Draussen darf wieder auf Sportanlagen, Tennis- oder Fussballplätzen geturnt werden. Nicht auf der Liste: die Fitnesscenter.

Sie müssen weiterhin zu bleiben, was nicht nur die Sportbegeisterten ärgert, sondern auch Roland Steiner, den Vizepräsidenten des Verbands Schweizer Fitness- und …

Artikel lesen
Link zum Artikel