Schweiz
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Frau mit Schutzmaske

Maskentragen dürfte auch in der Schweiz alltäglicher werden. Bild: shutterstock.com

Die Masken erreichen unseren Alltag – doch woher sollen sie kommen? 8 Antworten

In Coiffeur- und Kosmetiksalons dürfte der Mundschutz Pflicht werden, weitere Branchen könnten folgen. Doch woher sollen die Masken kommen? Wir beantworten die wichtigsten Fragen.

maja briner / ch media



Der Coiffeur trägt eine Schutzmaske, ebenso der Kunde. Wird der Bart gestutzt, ist gar ein Plexiglasvisier Pflicht. So schlägt es der Branchenverband CoiffureSuisse vor.

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Die Salons dürfen am 27. April wieder öffnen – voraussichtlich mit Maskenpflicht. Auch in anderen Situationen werden wir uns an den Mundschutz gewöhnen müssen. Acht Fragen und Antworten dazu:

In welchen Situationen müssen Masken getragen werden?

Sehr wahrscheinlich wird es in Coiffeur- und Kosmetiksalons eine Maskenpflicht geben. Auch bei Läden könnte dies ein Thema werden, sagte Gesundheitsminister Alain Berset. Entschieden hat der Bundesrat gestern aber noch nichts. Er will mit der Wirtschaft Schutzkonzepte erarbeiten, die – je nach Branche – auch das Tragen von Masken vorsehen. Allgemein gilt: Überall, wo Menschen in engen Kontakt kommen, ist eine Maskenpflicht wahrscheinlich.

Wie könnte so ein Schutzkonzept konkret aussehen?

Der Branchenverband CoiffureSuisse hat einen Vorschlag vorgelegt. Dieser sieht etwa vor, dass Coiffeure Risikogruppen vorerst nicht bedienen sollen. Um Abstand zu wahren, soll nur die Hälfte der Plätze in einem Salon benutzt werden. Coiffeure sollen Masken und Handschuhe benützen, die Kunden Masken tragen.

Wo können Coiffeure und Coiffeusen Schutzmaterial kaufen?

CoiffureSuisse hat eine Internetplattform aufgebaut, die heute Freitag online gehen soll, wie Präsident Damien Ojetti sagt. Über die Plattform sollen Coiffeurgeschäfte in Kontakt mit Herstellern von Schutzmaterial treten können.

Kommt auch in den Läden eine Maskenpflicht – so wie in Österreich?

Das ist offen; die Branche erarbeitet derzeit ein Schutzkonzept. Sollten Masken tatsächlich empfohlen oder vorgeschrieben werden, fordert der Verband Schweizerischer Filialunternehmungen eine pragmatische Umsetzung: Auch selbstgenähte Masken und Tücher sollten akzeptiert werden.

Die Nachfrage nach Masken dürfte steigen. Gibt es genug?

Nein, heisst es beim Apothekerverband PharmaSuisse. «Die Versorgung mit Masken ist eine Katastrophe», erklärt Präsident Fabian Vaucher. Es gebe nicht nur zu wenig, um die Nachfrage der Kunden zu decken – in vielen Apotheken und Drogerien fehlten sogar Hygienemasken für den Eigenbedarf. Der Verband fordert eine klare Strategie, wie gefährdete Personen zu Masken kommen sollen.

Was sagt der Bundesrat dazu?

Der Bund sei daran, möglichst viele Masken zu kaufen, betont Alain Berset. Das sei nicht einfach, weil der Markt angespannt sei. Zudem müsse man schauen, dass die Qualität stimme. «Man muss aber auch an den Pandemieplan erinnern», sagte er. Dieser sieht vor, dass beispielsweise Arztpraxen und Apotheken aber auch die Bevölkerung einen Vorrat anlegen. «Das hat man in der Vergangenheit unterschätzt», räumte Berset ein. Er zeigte sich aber optimistisch: Es gebe sehr viel Innovation in diesem Bereich in der Schweiz.

Empfiehlt der Bundesrat nun generell, Masken zu tragen?

Nein. Nur Kranke sollen Masken tragen sowie das Gesundheitspersonal. Es sei aber nicht verboten, eine Maske zu tragen, wenn man sich damit besser fühle, sagte Berset.

Kann ich bei Migros und Coop Masken kaufen?

Nein, das ist derzeit nicht möglich. Aldi Suisse plant, Masken temporär ins Sortiment aufzunehmen – wann das geschehen wird, ist jedoch noch unklar.

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