Schweiz
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Vor gut 200 Jahren kam es in der Schweiz zu einem schauderhaften Kriminalfall. bild: shutterstock

Prominenz, Betrug und Homosexualität – der spektakulärste Mord des 19. Jahrhunderts

Die Geschichte spielt im Jahr 1817 nicht etwa in der grossen Stadt, wo die Sünde wohnt. Sondern in der Provinz. In Langenthal, wo doch die Welt noch in Ordnung ist. Es ist der wohl spektakulärste und am besten dokumentierte Mord in der Schweiz des 19. Jahrhunderts. Am Ende steht ein Todesurteil.



Dieser Kriminalfall ist ausserordentlich gut dokumentiert. Der Mörder Franz Niklaus Desgouttes führte nicht nur Tagebuch. Vor seiner Hinrichtung schrieb er auch seine Memoiren im Gefängnis noch zu Ende. Der Fall ist zudem in zwei Büchern aufgearbeitet.

Heinrich Hössli (1784 – 1864) verfasst 1836 das Werk «Eros oder die Männerliebe der Griechen». Das Buch wurde umgehend verboten und jahrelang unterdrückt. Es ist eine der weltweit ersten Abhandlungen über die Homosexualität («Männerliebe») überhaupt. Im Jahre 2001 hat der Historiker Pirmin Meier die ganze Geschichte im historischen Report «Mord, Philosophie und die Liebe der Männer» auf 347 Seiten noch einmal dokumentiert.

Und das ist die grausige Geschichte. Der Advokat Franz Desgouttes (1765 – 1817) führt ein Doppelleben in der Art von Dr. Jekyll und Mr. Hyde. Einerseits der ehrbare, brillante Doktor der Rechte aus bestem Hause, der 1816 fast Staatsanwalt geworden wäre. Andererseits der dem Alkohol und sexuell aufpeitschenden Drogen verfallene, mehr und mehr keine Grenzen kennende Verbrecher.

Bevor er – als einer der letzten Geräderten Europas – für den Mord an seinem Schreibstuben-Gehilfen öffentlich hingerichtet wird, hält er vom Blutgerüst herab noch eine flammende Rede an die gaffende Menge.

Mord mit dem Messer

Tatort ist der «Bären» zu Langenthal. Dem Wirtshaus, in dem heute traditionell die Langenthaler Fasnacht eröffnet wird (dieses Jahr ist sie allerdings abgesagt worden). Die Tat wird in den frühen Morgenstunden des 29. Juli 1817 begangen. An einem Langenthaler Marktdienstag.

The hotel

So sieht das «Bären» heute aus. Bild: KEYSTONE

«In ebenso rasenden als sich widersprechenden Empfindungen ergriff ich ein Messer […] und mit einer cannibalischen Wildheit begab ich mich zu dem Unglücklichen, welcher sanft schlief; ich betastete vorsichtig die Stelle seines Herzens, und stiess den Mordstahl in seine Brust.» Die Worte des Mörders. Festgehalten in den Memoiren, die er in Gefangenschaft, kurz vor seiner öffentlichen Hinrichtung in Aarwangen, verfasst.

Es ist eine Tat, deren wahre Hintergründe lange verschwiegen werden. Vielleicht, weil in den ganzen Mordfall auch Prominenz – zwei spätere Regierungsräte des Kantons Bern – verwickelt ist: Hans-Ulrich Leibundgut vom Schoren (ein Quartier in Langenthal, wo heute das Eisstadion steht), Lehrling bei Franz Desgouttes Anwaltskanzlei, und Karl Schnell, aus Burgdorf, ein Freund und Studienkollege des Mörders. Beide haben zwar nichts mit dem Mord zu tun, stehen aber in einer ganz besonderen Beziehung zum Hingerichteten.

Das ausverkaufte Spiel des Eishockey Cup 1/16 Final Spiel zwischen dem SC Langenthal aus der NLB, und dem SC Bern aus der National League A, am Mittwoch 30. September 2015 in der Eishalle Schoren in Langenthal. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Heute wird im Schoren-Quartier Eishockey gespielt. Bild: KEYSTONE

Für die Zeitgenossen ist es ein Raubmord. Sicher aber werden die dem Untersuchungsrichter und dem Gericht bekannten Hintergründe geheim gehalten, weil der Täter homosexuell ist. Es ist kein Raubmord. Es ist ein Eifersuchtsdrama unter Männern. Vor 200 Jahren ein schwerer gesellschaftlicher Makel.

Ein Mann aus der höheren Schicht

Kommt dazu: Der 32-jährige Advokat, der da mitten in Langenthal mordet, ist nicht irgendwer. Franz Desgouttes stammt aus den höchsten Kreisen. Er ist Doktor Juris und ein Bernburger. Hoch begabt, gebildet, belesen und charismatisch. In Langenthal führt er ein Anwaltsbüro.

Johann Franz Niklaus Desgouttes, so sein vollständiger Name, hat das Büro von seinem 1816 verstorbenen Vater übernommen, der als Gerichtsschreiber zu den vermögendsten Bürgern im Dorf gehörte.

Es sind dunkle Zeiten. Im Winter 1816/17, dem Winter vor dem grausamen Mord, herrscht in der Schweiz eine grosse Hungersnot. Die Bauern müssen einen bedeutenden Teil ihres Viehs ins Schlachthaus treiben. Die Qualität des Fleisches ist schlecht, der Preis tief.

Die Not ist in einzelnen Kantonen so gross, dass sich die Ärmsten von gesottenem Gras ernähren. Verzweifelte Menschen aus dem Haslital erhalten die Erlaubnis, in Langenthal zu musizieren. Was im Klartext heisst: Sie dürfen betteln.

Herbstlich gefaerbte Laubbaeume im Haslital oberhalb von Meiringen, am Donnerstag, 12. Oktober 2017. (KEYSTONE/Christian Merz)

Das Haslital heute. Bild: KEYSTONE

Verhältnis mit jungen Männern

Angesichts einer solchen Not ist es nicht verwunderlich, dass der reiche Lebemann Franz Desgouttes in Langenthal für eine Flasche Wein von jungen Männern alles bekommen kann. Und in seinem Keller lagern viele Flaschen Ryffwein des Spitzenjahrgangs 1811. Er schenkt Wein aus und pflegt, wie er später eingestehen wird, mit verschiedenen jungen Männern «unzüchtigen» Umgang.

Er tarnt sich oft mit falschen Namen wie Johannes Madliger, Jakob Kummer oder Jakob Herzig. Ab und zu, und wenn er genügend berauscht ist, nimmt er auch mit Frauen vorlieb. So sagt er nach der Tat vor dem Untersuchungsrichter aus, dass ihm in Langenthal ein Mädchen bekannt war, das er «beschlafen» konnte.

Aber am liebsten treibt er es mit einem Mann, der einen Knaben spielt. Die verbotene Knabenliebe hat er wohl im Pfarrhaus Lützelflüh während eines Aufenthaltes beim Vorgänger von Albert Bitzius (Jeremias Gotthelf) entdeckt. Dort liest er nach eigenen Angaben nicht nur religiöse Schriften, sondern auch Romane und ergötzt sich bei der Beschreibung einschlägiger Sünden.

Hier kommt er auch mit dem gleichen Geschlecht in Kontakt. «In Lützelflüh anno 1801 habe ich einen kleinen Knaben zu verschiedenen Mahlen missbraucht; derselbe ist aber längst, und nicht von daher, verstorben.»

Reisen durch die ganze Schweiz

Die Ausbildung führt ihn nicht nur nach Lützelflüh, sondern auch nach Thun, Zofingen, Aarau und Lausanne. Mehr als einmal wird er bei Diebstählen erwischt. Trotzdem finanziert ihm der Vater schliesslich ein Studium der Juristerei an der berühmten Universität Tübingen, wo der spätere Mörder 1806 seine Dissertation schreibt.

12.11.2019, Baden-Württemberg, Tübingen: Die Sonne strahlt durch eine Reihe herbstlich verfärbter Bäume am Neckar-Ufer in Tübingen. Foto: Tom Weller/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Desgouttes studierte im deutschen Tübingen. Bild: dpa

Hier leistet er sich einen teuren Lebenswandel. Eine unglückliche Liebschaft – er betet ausnahmsweise eine junge Frau an – und Betrügereien zwingen ihn jedoch, Tübingen fluchtartig zu verlassen. Er wohnt vorerst bei seinem reichen Onkel Isaak in Bern. Erst 1809 kehrt er zu seinen Eltern nach Langenthal zurück und arbeitet nun in der Anwaltskanzlei seines Vaters.

Die Art und Weise, wie der ehrbare Advokat ab 1809 denkt und arbeitet, beschreibt er in seiner vor der Hinrichtung verfassten Lebensgeschichte mit unerbittlicher Ehrlichkeit so: «Die Jugend verführen, falsche Unterschriften machen, die ungerechtesten und anstössigsten Prozesse suchen, skrupellos gemeine Geschäfte betreiben, die jeder anständige Anwalt ablehnen würde, das war mir Spielerei.» Und das im beschaulichen Langenthal mit rund 3000 Einwohnerinnen und Einwohnern.

Doktor jur. Franz Desgouttes gilt zwar als brillanter Anwalt, taugt aber mit seinem verschwenderischen, ungezügelten Lebenswandel nicht als Geschäftsmann. Um den drohenden Konkurs abzuwenden, muss er im Sommer 1817 das Haus seines Vaters verkaufen.

Seine Gedanken bis zum Tod festgehalten

Neben der «Lebens- und Bekehrungsgeschichte des Doktors der Rechte F.D.» – so nennt er seine im Angesicht des Todes im Gefängnis verfasste Autobiographie – bleibt auch das Tagebuch des «am 30. September 1817 zu Aarwangen im Canton Bern hingerichteten Diebes und Mörders» erhalten. Darin hat Franz Desgouttes fast bis zum Schluss aufgeschrieben, was er tat, was ihn bewegte, was er fühlte.

So vertraut er im Frühling 1817 seinem Tagebuch an, man habe ihn von allen Seiten gedrängt, endlich zu heiraten: «Damit meine Umgebungen fröhlich sein und lustig und bequem leben können, soll ich elend sein.» Nein, sein Herz schlägt wirklich nicht für Frauen. Der Langenthaler Rechtsgelehrte lebt nur noch für seinen Angestellten, den 22-jährigen Daniel Hemmeler.

Die Textilwerke Gugelmann in Langenthal, Kanton Bern, aufgenommen im April 1962. (KEYSTONE/PHOTOPRESS-ARCHIV/Widmer)

Desgouttes beging seine Tat in Langenthal. Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Eine Liebe, die aber unerwidert bleibt. Denn der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mitarbeiter, der es später bis zum Regierungsrat des Kantons Bern bringen wird, geht lieber zu Viktoria Dennler, der Tochter des legendären Landarztes Andreas Dennler.

Immer unerträglicher wird Franz Desgouttes der Gedanke, seine Schreibstuben-Hilfe könnte ihn verlassen. Am Mittwoch, 16. Juli 1817 zügelt die verschuldete Kanzlei Desgouttes in den – 1929 abgerissenen – «Bären»-Stock, ein Nebengebäude des Hotels «Bären».

Die Nacht vom 18. Juli

In der Nacht nach der «Husröiki» (der Einweihungsparty) von Freitag, 18. Juli, auf Samstag, 19. Juli 1817, vergeht sich Franz Desgouttes ein weiteres Mal an seinem Daniel Hemmeler, den er mit Alkohol und Opiaten betäubt hat. Doch das reicht ihm nicht.

Laut seinem Geständnis missbraucht er in der gleichen Nacht auch noch seinen total alkoholisierten und sich im Tiefschlaf befindenden Lehrbuben Hans-Ulrich Leibundgut aus Schoren, auch er ein späterer Berner Regierungsrat. «Er lag zufälligerweise in meinem Bett […] Leib und Gut schlief hart, und ich glaube nicht, dass er wach geworden darob.»

Zehn Tage später, am Dienstag, 29. Juli 1817, tötet Franz Desgouttes schliesslich Daniel Hemmeler im «Bären» mit drei Messerstichen seines Militärsackmessers. «In ebenso rasenden als sich widersprechenden Empfindungen ergriff ich ein Messer […] und mit einer cannibalischen Wildheit begab ich mich zu dem Unglücklichen, welcher sanft schlief; ich betastete vorsichtig die Stelle seines Herzens, und stiess den Mordstahl in seine Brust.

Der Unglückliche stiess ein Geschrei aus; ich bedeckte ihm den Mund mit einem Schnupftuch; er warf einen schmerzlichen Blick auf mich, dessen Andenken nicht von mir weicht, und verschied. Ich war mit Blut befleckt; dieser Anblick brachte mich so ausser mich vor Wuth, dass ich mein Messer hinwarf, und indem ich meine bluttriefenden Hände wusch, zu dem Leichnam trat, den ich beschimpfte und mit einer beispiellosen Rohheit misshandelte. Nach und nach kam ich zu mir, und Schmerz ergriff mich. Ich drückte ihm die Augen zu, nahm seine schon erkaltete Hand, und sprach zu ihm einige Worte, deren ich mich nicht mehr entsinne.»

Der Mörder flieht Richtung Aarwangen. Er verhält sich völlig unerklärlich. Es scheint, als suche er seine Verhaftung. Statt so bald als möglich die Kantonsgrenze zu überqueren, macht er beim Hardhof Halt. Der erste Mensch, der ihm auf der Flucht begegnet, ist ein etwa achtjähriges Mädchen.

Er spricht es an, schenkt ihm ein Stück Zucker, geht mit ihm zum Bauernhaus und lässt sich von der Bäuerin Bier geben. Er bezahlt fürstlich, verlässt den Hof aber bei der Ankunft des Bauern fluchtartig.

Im Aargau festgenommen

Weiter geht die Flucht nach Murgenthal. Der Alkohol wirkt, seine Füsse werden langsam schwer. Noch am gleichen Tag wird der Mörder im Schatten eines Kirschbaumes liegend aufgegriffen und in die Mörderzelle des Schlosses Aarwangen geführt. Endlich kann er beichten. Er erzählt den Verhörrichtern von der Not, erzählt von seinen seelischen Abgründen.

Am 17. September 1817 wird im Schloss Aarwangen das Todesurteil gefällt. Doch Franz Desgouttes will bis zu seiner Hinrichtung seine Memoiren fertig geschrieben haben. Er zieht deshalb das Urteil weiter und gewinnt so zehn Tage Lebenszeit.

Am 27. September 1817 beschliesst das Oberappellationsgericht: «Dass der obgenannte Verbrecher F.D. […], nachdem ihm die zum Heil seiner Seele dienliche Unterweisung erteilt worden, auf dem Markte zu Aarwangen hingerichtet, und zwar zuförderst bis zum erfolgten Tode erdrosselt, hiernächst aber gerädert werden, sein Körper bis zum Abend auf dem Rade ausgestellt bleiben, dann aber abgenommen und nach dem Schindanger geschleift werden soll.»

Die Hinrichtung findet am 30. September 1817 statt. Für Franz Desgouttes ist nicht das Galgenfeld vorgesehen, sondern der Marktplatz bei der Riedgasse, wo die Postkutschen anhalten, in der Nähe des Tierlihuses. Doch bevor er getötet wird, hält er eine feurige, reumütige Rede. Darin dankt er ausdrücklich für das harte Urteil und warnt die vielen Schaulustigen unter anderem vor den Gefahren des Romanlesens.

Zuerst wird er erdrosselt, danach gerädert. Sein Körper bleibt bis am Abend auf dem Rad ausgestellt, und wird – so lautete das Urteil des Berner Oberappellationsgerichts – «dann aber abgenommen und nach dem Schindanger geschleift».

Literatur

«Mord, Philosophie und die Liebe der Männer» von Pirmin Meier

«Langenthal». Berner Heimatbücher, von J.R. Meier

«Berns moderne Zeit – das 19. und 20. Jahrhundert neu entdeckt» von Peter Martig

Mehrere Ausgaben der Reihe «Jahrbuch für das Oberaargau»

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12 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Grötzu
22.03.2020 23:30registriert July 2019
Der Langenthaler Rechtsgelehrte lebt nur noch für seinen Angestellten, den 22-jährigen Daniel Hemmeler.
Eine Liebe, die aber unerwidert bleibt. Denn der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Mitarbeiter, der es später bis zum Regierungsrat des Kantons Bern bringen wird,
Zehn Tage später, am Dienstag, 29. Juli 1817, tötet Franz Desgouttes schliesslich Daniel Hemmeler im «Bären» mit drei Messerstichen seines Militärsackmessers.
Also aufgepasst. Regierungsräte im Kanton sind lebende Tote
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niklausb
22.03.2020 21:29registriert March 2015
Besser als Hockey ;) Danke
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Zum Kommentar
Jakal
23.03.2020 11:45registriert May 2016
Hmm, wie kann denn der Ermordete später Regierungsrat werden? Irgendwo steh ich auf dem Schlauch...
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