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Nach Ramen-Raub – das sind die 6 feinsten Food-Verbrechen ever

Tonnenweise Nutella und die halbe kanadische Ahornsirup-Reserve: Das sind die spektakulärsten Raubfälle der Kulinarik.



Aus einem geparkten Lieferwagen in Feyette County in den USA wurden vor zwei Tagen Ramen-Nudeln im Wert von beinahe 100'000 Dollar gestohlen. Oder anders gesagt: Mehr als 300'000 Fertignudel-Gerichte wurden entwendet. Damit lässt sich manch ein Studi ernähren.

Dieser jüngste Raub reiht sich damit in die Liste der Verbrechen ein, die allesamt den ungebändigten Genuss von Lebensmitteln zum Ziel haben. Etwa: ...

Tonnenweise Nutella ... und noch Energy-Drinks 

April 2013: Diebe im hessischen Bad Hersfeld schnappten sich – Achtung, hier kommt's! – fünf Tonnen Nutella im Wert von schätzungsweise 20'000 Franken aus einem geparkten Anhänger. Angeblich wurde auch eine Ladung Energy-Drinks gestohlen. Wie hibbelig die Diebe nach dem Konsum davon gewesen sein müssen wagt man sich kaum vorzustellen.

Genug Frühstücks-Riegel für ein ganzes Leben

kellogg's truck lastwagen transport frühstück essen food http://gawker.com/scottish-robbers-steal-9-freaking-tons-of-cereal-bars-i-1735649947

Bild: gawker.com

Im Oktober 2015 stahlen Diebe in Schottland einen Lastwagen voll mit fast 10 Tonnen Kellogg's Frühstücks-Cerealienriegeln. Während der gemeine Mensch sich fragt, was man eigentlich mit 10 Tonnen Getreideriegeln anfangen soll, erkannten die Diebe darin ein lukratives Hehlergeschäft, hatte die Beute schliesslich einen Warenwert von 66'000 Franken.

The Great Maple Syrup Heist of 2012

Und hier das kanadischste Verbrechen aller Zeiten: Im Dezember 2012 nahm die Polizei in Quebec 17 Verhaftungen wegen Diebstahls von 2700 Tonnen Ahornsirup aus Kanadas Strategic Maple Syrup Reserve vor. (Ich weiss nun gar nicht, was krasser ist: Die unglaubliche Menge gestohlenen Guts oder die Tatsache, dass Kanada einen strategischen Ahornsirup-Notvorrat besitzt.) 

Item – die Diebe gingen dabei ordentlich dreist vor: Unter einem geschäftlichen Vorwand mieteten sie einen Teil besagten Notvorratlagers in Saint-Louis-de-Blandford, das 16'000 Fässer enthielt, und entleerten unbemerkt den Sirup aus besagten Fässern. Die Beute verkauften sie darauf von einem Geschäft im nahen New Brunswick aus und versendeten ihn an Käufer in Ontario, Vermont und New Hampshire.

Der Raub wurde erst bei der halbjährlichen Inspektion der Anlage entdeckt. Schliesslich wurden zwei Drittel des gestohlenen Sirups wieder gefunden und von den Behörden beschlagnahmt. Mit einem Warenwert von gut 17 Millionen Franken ist der Great Canadian Maple Syrup Heist of 2012 der grösste Raub der kanadischen Geschichte. Empfehlenswert ist die Netflix-Doku dazu, Episode 5 von Dirty Money.

Und die weltweit am häufigsten gestohlene Essware ist ...?

Ja, es gibt gar etwas, das man ein «internationales Käseschmuggel-Netzwerk» nennen könnte. Dabei sind urige französische Rohmilch-Käse, die aufgrund Hygienebestimmungen in den USA verboten sind weniger wichtig als grosse Mengen Industriekäse.

2012 wurden drei Personen (zwei kanadische Polizisten und ein amerikanischer Komplize) wegen Schmuggels von brick cheese verhaftet, der in in Nordamerika üblicherweise für Pizzabeläge verwendet wird. Der Hintergrund: Die Ware ist in den USA 66% günstiger als in Kanada. Damit lässt sich ordentlich Kasse machen: Die Käseschmuggler hatten bis zum Zeitpunkt ihrer Verhaftung einen Gesamtgewinn von 150'000 Franken verdient.

Die Knoblauch-Kartelle Britanniens

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Bild: shutterstock

Im Januar 2015 erliess Schweden Haftbefehle gegen Mitglieder einer britischen Scmugglerbande, die im Verdacht standen, zwischen 2009 und 2010 illegal chinesischen Knoblauch in die Europäische Union eingeführt zu haben. Die EU belegt importierten Knoblauch mit einem Zoll von 9,6 Prozent und zusätzlichen 1600 Dollar pro Tonne. Um diese Steuer zu umgehen, verschiffte die Bande ihre geruchsintensive Beute per Boot erst mal nach Norwegen, wo man sie zollfrei einfuhr. Im Lastwagen versteckt ging es danach jeweils in den EU-Mitgliedstaat Schweden. Nicht der erste Fall – bereits 2012 wurden in Grossbritannien zwei Knoblauch-Schmuggelringe hochgenommen.

Und schliesslich noch das legendäre Salami-U-Boot vom Lago di Lugano

Man glaubt es kaum, aber es gab eine Zeit, in der die Schweiz eine Tiefpreisinsel darstellte – zumindest aus Sicht Italiens, das etliche Waren mit Schutzzöllen belegte. Und so existierte seit Ende des 19. Jahrhunderts ein reger Schmuggelbetrieb von Zigaretten und Esswaren im Grenzgebiet Tessin und Norditalien. Von Jugendlichen bis zu Greisen beteiligten sich ganze Dörfer am Schleichhandel, der sowohl über den Landweg als auch über das Wasser abgewickelt wurde. Die dabei angewendeten Methoden konnten spektakuläre Formen annehmen.

Das «Schmuggler-U-Boot» faszinierte sowohl die Grenzwächter als auch die Kinder.

Bild: Archivio di Stato del Cantone Ticino

Spektakulär war der Fund im November 1948 eines Mini-Tauchboots am Ufer des Lago di Lugano, das offenbar explizit für Salami und Käse-Schmuggel konstruiert worden war. Speziell war insbesondere die Art des Antriebs des halbtauchenden Bootes, das nur wenige Zentimeter über die Wasseroberfläche hinausragte: Es lief im Innern über Fusspedale, die mit der Bootsschraube verbunden waren. 

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