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epa07445604 A handout photo made available by Atletico Madrid of a general view of the Wanda Metropolitano stadium during the women's Spanish Iberdola League soccer match between Atletico Madrid and FC Barcelona in Madrid, Spain, 17 March 2019. The match reached a world record attendance during a women's club soccer match with a total of 60,739 spectators.  EPA/ALEXANDER MARIN HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Im Madrider Wanda Metropolitano findet am 1. Juni der zweite rein englische CL-Final statt. Bild: EPA/ATLETICO MADRID

Salah und Kane wieder fit? Die 8 wichtigsten Fragen und Antworten zum englischen CL-Final



Wann und wo steigt der Final?

Der Champions-League-Final 2019 steigt am Samstag, 1. Juni um 21 Uhr im Wanda-Metropolitano-Stadion in Madrid. Die neue Arena von Atlético Madrid wurde zwischen 2011 und 2017 für 270 Millionen Euro umfassend renoviert und ausgebaut. Sie bietet Platz für 67'703 Zuschauer.

Wo kann ich den Final sehen?

Aus vertragsrechtlichen Gründen darf das Schweizer Fernsehen SRF den Final in diesem Jahr nicht ausstrahlen. Der Final wird dennoch im Free-TV zu sehen sein. Teleclub überträgt das Duell zwischen Liverpool und Tottenham am 1. Juni auf Teleclub Zoom. Wer den Sender nicht empfangen kann, hat die Möglichkeit, das Spiel auf der Webseite von Teleclub Zoom zu streamen. Oder sonst gibt es auf SRF den Match immerhin noch am Morgen darauf um 7.05 Uhr im Re-live-Modus zu sehen.

Zum Erlebnis kann der CL-Final im Kino werden. Für 9 Franken inklusive Popcorn und Getränk wird das «Spiel des Jahres» in folgenden sieben Schweizer Filmpalästen gezeigt:

Natürlich kannst du das Spiel auch live im Stadion sehen. Von den etwa 63'000 verfügbaren Tickets gehen je 16'613 an die beiden Final-Klubs, 23'000 Tickets sind für die UEFA, Nationalverbände, das lokale Organisationskomitee, Werbepartner, TV-Stationen sowie weitere Partner vorgesehen.

Da bleibt nicht mehr viel übrig. Wenn du bei keinem Sponsor ein Gratis-Ticket erhaschen kannst und bei keinem Wettbewerb gewinnst, musst du deshalb ganz schön tief in die Tasche greifen. Auf den einschlägigen Ticket-Börsen kostet ein Billett bereits über 4000 Franken.

Ist es der erste rein englische Final?

Nein. Bereits 2008 ist es zu einem englischen Duell im Champions-League-Final gekommen. Damals gewann Manchester United gegen Chelsea bei strömendem Regen in Moskau im Penaltyschiessen mit 6:5. Unvergessen der Ausrutscher von John Terry, nachdem zuvor Cristiano Ronaldo gescheitert war. Am Ende hielt Edwin van der Sar den letzten Elfer von Nicolas Anelka.

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CL-Final 2008: ManUnited besiegt Chelsea im Penaltyschiessen. Video: streamable

Aber zurück zur Gegenwart: Während Liverpool bereits im letzten Jahr im Champions-League-Final stand und bereits fünfmal den Henkelpott gewann, ist es für Tottenham eine Premiere. Die «Spurs» sind nach Arsenal, Aston Villa, Chelsea, Leeds, Manchester United, Nottingham Forest und den «Reds» bereits das achte englische Team, das es ins Endspiel der Königsklasse geschafft hat. Insgesamt ist Liverpool gegen Tottenham der siebte Final, in dem zwei Teams aus demselben Land aufeinandertreffen.

CL-Finalisten aus dem gleichen Land:

Wie lautet die europäische Final-Bilanz der beiden Klubs?

Liverpool stand bereits in 13 europäischen Finals: 5-mal im Meistercup, 3-mal in der Champions League, 3-mal im UEFA Cup, 1-mal in der Europa League und 1-mal im 1999 letztmals ausgetragenen Cup der Cupsieger. Achtmal konnten sich die «Reds» den Pokal in die Vitrine stellen.

Bilanz – 8:5

DRT22 - 20010516 - DORTMUND, GERMANY : FC Liverpool players celebrate after winning the UEFA Cup final against Deportivo Alaves at the Westfalen Stadium in Dortmund on Wednesday, 16 May 2001. Liverpool won the thrilling match with a Golden Goal 5-4.      EPA PHOTO              EPA/ANJA NIEDRINGHAUS/GH/mda

Stéphane Henchoz (ganz links) war beim letzten UEFA-Cup-Triumph von Liverpool 2001 dabei. Bild: EPA

Tottenham ist international klar weniger erfolgreich als Liverpool. Doch auch die «Spurs» haben schon vier europäische Finals bestritten: 3-mal im UEFA Cup und 1-mal Cup der Cupsieger. Der letzte Erfolg liegt allerdings schon 35 Jahre zurück.

Bilanz – 3:1

Bild

bild: aidan Williams

Sind Salah und Kane für den Final wieder fit?

Liverpool-Superstar Mohamed Salah zog sich am vergangenen Samstag im Liga-Spiel gegen Newcastle United bei einem Zweikampf mit Torhüter Martin Dubravka eine Gehirnerschütterung zu. Weil die FA nach einer Kopfverletzung eine Mindestpause von 14 Tagen vorgibt, dürfte der Ägypter im letzten Premier-League-Spiel gegen Wolverhampton eigentlich nicht auflaufen.

Trainer Jürgen Klopp hat aber angedeutet, dass Salah dennoch spielen könnte. Dafür müssten aber die Ärzte erst grünes Licht geben. Spätestens für den Champions-League-Final sollte der Topskorer der «Reds» wieder einsatzbereit sein.

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Harry Kane fehlt Tottenham seit Anfang April wegen einer Bänderverletzung am linken Knöchel, die er sich im Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League gegen Manchester City zugezogen hat. Der Top-Torjäger der «Spurs» hat bereits acht Pflichtspiele verpasst und alles sah nach einem vorzeitigen Saisonende aus.

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Der Sturmlauf von Kane nach dem Schlusspfiff. Video: streamable

Doch mit seinem Sprint über den Platz der Johann-Cruyff-Arena nach dem Schlusspfiff gestern Abend machte er den Fans wieder etwas Hoffnung. «Hoffentlich kann ich im Final spielen», sagte Kane gestern. «Die Reha läuft gut. Ich laufe seit dieser Woche wieder, das erklärt meinen Sturmlauf.»

Was hat es mit dem «Klopp-Fluch» auf sich?

Für grosse Spiele scheint Jürgen Klopp nicht gemacht zu sein. Der Liverpool-Trainer hat seine sechs letzten Finals allesamt verloren:

Liverpool's head coach Juergen Klopp reacts after the UEFA Europa League final between England's Liverpool FC and Spain's Sevilla Futbol Club at the St. Jakob-Park stadium in Basel, Switzerland, on Wednesday, May 18, 2016. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Klopp und Finals – das passte bislang erst einmal. Bild: KEYSTONE

Gegen Tottenham will er erstmals seit dem 5:2-Sieg im DFB-Pokal-Final 2012 gegen Bayern München wieder ein Endspiel gewinnen. Der 51-jährige Erfolgscoach würde damit nicht nur seinen Final-Fluch besiegen, sondern auch ein Versprechen einlösen. Bei seinem Amtsantritt in Liverpool vor vier Jahren sagte er:

«Bitte gebt uns Zeit, unsere Arbeit zu tun. Aber wenn ich in vier Jahren hier sitze, denke ich, dass wir einen Titel gewonnen haben. Da bin ich ziemlich sicher. Wenn nicht, werde ich den nächsten vielleicht in der Schweiz gewinnen.»

Titel oder ein Wechsel in die Schweiz, heisst es für Klopp am 1. Juni. Wer wohl zum Handkuss kommen könnte? GC hätte einen Erfolgstrainer bitter nötig ...

Wer führt in den Direktduellen?

Der Champions-League-Final wird das 173. Duell zwischen Liverpool und Tottenham sein. 82 Mal gewannen die «Reds», 48 Mal die «Spurs», 42 Mal gab es ein Unentschieden. Europäisch sind die beiden Teams erst einmal aufeinandergetroffen: 1972/73 im Halbfinal des UEFA Cup. Liverpool setzte sich auf dem Weg zum Titel dank der Auswärtstor-Regel durch (1:0 und 1:2).

epa07476701 Liverpool's captain Jordan Henderson (R) in action against Tottenham's Christian Eriksen (L) during the English Premier League soccer match between Liverpool FC and Tottenham Hotspur at Anfield in Liverpool, Britain, 31 March 2019.  EPA/PETER POWELL EDITORIAL USE ONLY. No use with unauthorized audio, video, data, fixture lists, club/league logos or 'live' services. Online in-match use limited to 120 images, no video emulation. No use in betting, games or single club/league/player publications

Liverpool vs. Tottenham bedeutet oft Spektakel pur. Bild: EPA/EPA

Die Bilanz, seit Jürgen Klopp bei Liverpool und Mauricio Pochettino bei Tottenham Trainer ist, spricht eine klare Sprache – und zwar für die «Reds». In den letzten vier Jahren gewann Liverpool vier von neun Duellen, Tottenham nur eines. In der aktuellen Saison siegten Klopps Jungs sowohl auswärts als auch zuhause mit 2:1.

epa07557677 (FILE) - The UEFA Champions League trophy is displayed on the pitch before the UEFA Champions League final between Bayern Munich and Inter Milan at the Santiago Bernabeu stadium in Madrid, Spain, 22 May 2010 (re-issued 09 May 2019). Liverpool FC will face Tottenham Hotspur in the 2019 UEFA Champions League final at the Wanda Metropolitano stadium in Madrid, Spain, on 01 June 2019.  EPA/KERIM OKTEN *** Local Caption *** 02168858

Darum geht es am 1. Juni. Bild: EPA/EPA

Wie viele Schweizer standen schon im Champions-League-Final?

Drei Schweizer Nationalspieler haben die Champions League gewonnen: Stéphane Chapuisat, Ciriaco Sforza und Xherdan Shaqiri. Wobei im Final nur «Chappi» gespielt hat, 1997 mit Dortmund. Sforza (2001) und Shaqiri (2013) drückten bei Bayern München die Ersatzbank. Ausserdem gewann der kroatisch-schweizerische Doppelbürger Ivan Rakitic mit dem FC Barcelona (2016) die Königsklasse. Shaqiri winkt nun als erstem Schweizer die Chance, zum zweiten Mal den Henkelpott in die Höhe zu stemmen.

epa03717697 Munich's Xherdan Shaqiri celebrates with the trophy after winning the UEFA soccer Champions League final between Borussia Dortmund and Bayern Munich at Wembley stadium in London, Britain, 25 May 2013. Bayern won 2-1.  EPA/ANDREAS GEBERT

Shaqiri 2013 mit dem Henkelpott. Bild: EPA

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Kommentar

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