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Denis Vaucher, Director National und Swiss League, kurz vor Beginn der Medienkonferenz nach einer ausserordentlichen Ligaversammlung ueber das weitere Vorgehen hinsichtlich der bevorstehenden Playoffs, am Montag, 2. Maerz 2020 in Ittigen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Ligadirektor Denis Vaucher informiert die Medien. Bild: KEYSTONE

Swiss Ice Hockey verschiebt Playoffs: «Wir wollen keine Geisterspiele mehr»

Die Playoffs und die Abstiegsrunde in der National League beginnen nicht wie vorgesehen am kommenden Samstag. Der Meisterschaftsbetrieb in den höchsten beiden Ligen ruht bis und mit dem 15. März.



Dies beschlossen die Vertreter der Klubs an einer ausserordentlichen Ligaversammlung in Ittigen, wie der Verband an einer Medienkonferenz verkündete. Der Grund sind die Auflagen der Behörden im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus.

«Stand heute gehen wir davon aus, dass wir diese Saison zu Ende spielen können.»

Ligadirektor Denis Vaucher

Vaucher begründet die Verschiebung. Video: SRF

Die letzten beiden Runden der Qualifikation waren am Freitag und Samstag unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen worden, nachdem der Bundesrat alle Veranstaltungen mit mehr als 1000 Personen bis am 15. März verboten hatte. Für die Playoffs sprachen sich die Vertreter der Klubs nun vehement gegen Geisterspiele aus. «Es wäre fatal, wenn wir die entscheidende Phase der Meisterschaft ohne Zuschauer durchführen würden», sagte der Ligachef Denis Vaucher.

«Stand heute wird es bis zum 17. März keine Geisterspiele. Wie es danach weitergeht, entscheiden wir später. Aber nach dem Gespräch mit den Klubs ist klar: Wir wollen keine Geisterspiele mehr.»

Ligadirektor Denis Vaucher

Das weitere Vorgehen soll an einer nächsten Ligaversammlung am 13. März besprochen werden. Die National League geht davon aus, dass der Bundesrat an diesem Tag über das weitere Vorgehen orientieren wird.

Wird das Veranstaltungsverbot aufgehoben, dann werden die Playoffs und die Abstiegsrunde in der höchsten Liga mit einem angepassten Spieldatenplan, aber mit gleichen Modus (sprich Best-of-7) am Dienstag, 17. März, aufgenommen. In der Swiss League soll der Betrieb an diesem Tag mit den Halbfinals fortgeführt werden. «Stand heute gehen wir davon aus, dass wir diese Saison zu Ende spielen können», so Vaucher.

«Auch die Platzierungsrunde werden wir durchführen. Da müssen wir dann noch entscheiden, was das bedeutet für die weiteren Runden. Aber auch diese Entscheidungen wollen wir erst treffen, wenn wir definitiv wissen, wie es weitergeht.»

Ligadirektor Denis Vaucher

Vaucher über die Meister-Frage. Video: SRF

Was geschieht, wenn das Veranstaltungsverbot verlängert wird oder die Auflagen weiter verschärft werden, ist offen. «Wir haben verschiedene Szenarien diskutiert, aber nichts beschlossen», so Vaucher. Möglich ist eine Verkürzung der Serien (zum Beispiel über 5 statt 7 Partien) oder im Extremfall auch eine Absage der Playoffs. Vaucher: «Es bringt nichts, darüber zu spekulieren. Wir entscheiden Schritt für Schritt, je nach Anordnungen der Behörden.»

Willi Vögtlin über die Neugestaltung des Spielplans. Video: SRF

Wie geplant weitergeführt wird die Meisterschaft der Elitejunioren. Diese Partien finden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, respektive gemäss den Anordnungen der kantonalen Behörden. (abu/sda)

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