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Lugano?s player Giovanni Morini, no 23 center, celebrates the 2-2 goal with his teammates, from left, during the preliminary round game of National League (NLA) Swiss Championship 2020/21 HC Lugano against HC Ambri Piotta at the ice stadium Corner Arena Lugano, Switzerland, Saturday, November 14, 2020. (KEYSTONE/Ti-Press/Alessandro Crinari)

Satte 57 Schüsse gab Lugano beim Sieg gegen Ambri ab. Bild: keystone

Bern und Davos stürzen nach Niederlagen immer tiefer in die Krise – Zug dreht Partie

Der SC Bern fällt in der National League immer tiefer. Im Derby gegen die SCL Tigers kassierten die Berner beim 1:2 die fünfte Niederlage in Serie. Derweil gewannen Genève-Servette und Lugano auch ihre zweiten Partien an diesem Wochenende



Lugano – Ambri 4:2

Im letzten Drittel wurde Lugano im Derby gegen Ambri-Piotta belohnt für den grossen Aufwand: Dank vier Toren im Schlussabschnitt wandelte das Team von Trainer Serge Pelletier in seinem ersten «Geister-Heimspiel» einen 0:2-Rückstand noch in einen 4:2-Sieg um. Bernd Wolf, Giovanni Morini und mit dem Schlittschuh Reto Suri drehten die Partie bis zur 52. Minute innerhalb von achteinhalb Minuten.

Am Vorabend hatte Ambri gegen Bern einen 0:3-Rückstand noch in einen 4:3-Erfolg nach Penaltyschiessen gedreht. Nun mussten sie selbst dem Gegner eine Wende zugestehen. Dabei hatte Dominic Zwerger im zwölften Spiel und nach zehn Assists endlich seinen ersten Treffer (zum 2:0) geschossen. Und Julius Nättinen verlängerte seine Punkteserie mit dem Assist zum zweiten Treffer auf nun acht Partien.

Lugano - Ambri-Piotta 4:2 (0:0, 0:2, 4:0)
30 Zuschauer. - SR Wiegand/Hungerbühler, Obwegeser/Burgy.
Tore: 27. Kostner (Grassi, Pezzullo) 0:1. 33. Zwerger (Hächler, Nättinen/Powerplaytor) 0:2. 43. Wolf (Kuraschew) 1:2. 49. Morini (Powerplaytor) 2:2. 52. Suri (Heed) 3:2. 60. (59:10) Carr (Kuraschew/Powerplaytor) 4:2 (ins leere Tor). -
Strafen: 2mal 2 Minuten gegen Lugano, 4mal 2 plus 10 Minuten (Hächler) gegen Ambri-Piotta. - PostFinance-Topskorer: Arcobello; Nättinen.
Lugano: Schlegel; Heed, Riva; Loeffel, Wellinger; Nodari, Chiesa; Romanenghi, Wolf; Bödker, Arcobello, Fazzini; Bürgler, Kuraschew, Carr; Traber, Herburger, Suri; Walker, Morini, Bertaggia.
Ambri-Piotta: Ciaccio; Fora, Ngoy; Hächler, Fischer; Fohrler, Pezzullo; Pinana; Nättinen, Novotny, Zwerger; Rohrbach, Flynn, Kneubuehler; Trisconi, Kostner, Grassi; Dal Pian, Goi, Mazzolini; Neuenschwander.
Bemerkungen: Lugano ohne Lajunen, Lammer, Sannitz und Zurkirchen (alle verletzt), Ambri-Piotta ohne Bianchi, D'Agostini, Isacco Dotti, Incir, Müller (alle verletzt) und Zaccheo Dotti (gesperrt). Ambri-Piotta von 58:48 bis 59:10 ohne Torhüter. (zap/sda)

Davos – Genf 2:5

Lange Zeit boten Davos und Genève-Servette in der leeren Eishalle der Bündner magere Eishockey-Kost. Dann gingen die Genfer nach Spielmitte - nach drei Toren innerhalb von 93 Sekunden - 2:1 in Führung. Am Ende setzte sich das effiziente Servette wie bereits im ersten Vergleich mit 5:2 durch. Tanner Richard gelang der entscheidende dritte Treffer in der 49. Minute. Am Ende war Genf noch zweimal mit Schüssen ins leere Tor erfolgreich.

Die Genfer, nach Verlustpunkten Leader der National League, gehörten damit zu den Gewinnern des Wochenendes. Am Vorabend hatten sie Zug im Spitzenspiel der Runde 4:0 bezwungen. Zuvor hatte die Mannschaft zweieinhalb Wochen lang keine Partie bestreiten dürfen, weil sie sich in Quarantäne hatte begeben müssen.

Davos auf der anderen Seite kassierte die zweite Niederlage an diesem Wochenende und bleibt auf nur zwei Siegen (in acht Spielen) sitzen. Als Folge fielen die Bündner ans Tabellenende zurück.

Davos - Genève-Servette 2:5 (0:0, 1:2, 1:3)
50 Zuschauer. - SR Urban (AUT)/Stolc (SVK), Altmann/Dreyfus. -
Tore: 31. (30:27) Damien Riat (Tömmernes, Omark/Powerplaytor) 0:1. 32. (31:58) Nygren (Herzog, Corvi) 1:1. 33. Rod (Moy) 1:2. 49. Richard 1:3. 57. (57:00) Omark 1:4 (ins leere Tor). 58. (57:35) Hischier (Thornton) 2:4. 59. (58:29) Jacquemet 2:5 (ins leere Tor). -
Strafen: 1mal 2 Minuten gegen Davos, 4mal 2 Minuten gegen Genève-Servette. - PostFinance-Topskorer: Ambühl; Omark.
Davos: Mayer; Nygren, Jung; Barandun, Paschoud; Kienzle, Heinen; Turunen, Buchli; Herzog, Corvi, Ambühl; Marc Wieser, Thornton, Hischier; Marc Aeschlimann, Lindgren, Meyer; Frehner, Egli, Knak.
Genève-Servette: Descloux; Jacquemet, Tömmernes; Karrer, Maurer; Völlmin, Le Coultre; Mercier; Smirnovs, Fehr, Winnik; Damien Riat, Vermin, Omark; Moy, Richard, Rod; Arnaud Riat, Berthon, Vouillamoz; Fritsche.
Bemerkungen: Davos ohne Du Bois, Guerra, Palushaj, Rubanik, Stoop, Dino Wieser (alle verletzt) und Baumgartner (krank), Genève-Servette ohne Miranda und Patry (beide verletzt). Davos von 56:39 bis 57:00 und 57:54 bis 58:29 ohne Torhüter.

Bern – Langnau 1:2

Wie bereits in der letzten Saison gerät der SCB auch diesen November in die grosse Krise. Trotz eines erneut grossen Aufwandes muss das Team von Trainer Don Nachbaur erneut und wie am Vorabend in Ambri (3:4 n.P. nach 3:0-Führung) als Verlierer vom Eis - und dies ausgerechnet gegen den Kantonsrivalen.

Die SCL Tigers, die zuvor ebenfalls vier Partien in Folge verloren hatten, befreiten sich ausgerechnet im Derby mit dem ersten Sieg in dieser Saison nach 60 Minuten. Ben Maxwell und Jules Sturny schossen die Tore für die Emmentaler, die in der unübersichtlichen Tabelle den letzten Platz an Davos abgaben.

Bern - SCL Tigers 1:2 (0:1, 1:0, 0:1)
0 Zuschauer. - SR Salonen (FIN)/Fluri, Fuchs/Wolf. -
Tore: 4. Maxwell (Blaser, Brännström) 0:1. 24. Blum (Burren) 1:1. 45. Sturny (Glauser) 1:2. -
Strafen: 7mal 2 Minuten gegen Bern, 6mal 2 Minuten gegen SCL Tigers. - PostFinance-Topskorer: Jeffrey; Maxwell.
Bern: Karhunen; Untersander, Henauer; Thiry, Blum; Colin Gerber, Beat Gerber; Burren; Scherwey, Jeffrey, Pestoni; Praplan, Brithén, Jeremi Gerber; Sciaroni, Heim, Moser; Alain Berger, Haas, Ruefenacht; Bader.
SCL Tigers: Punnenovs; Blaser, Brännström; Glauser, Leeger; Grossniklaus, Schilt; Huguenin, Lardi; Earl, Maxwell, Pascal Berger; Sturny, Flavio Schmutz, Julian Schmutz; Dostoinow, Diem, Neukom; Petrini, In-Albon, Kuonen.
Bemerkungen: Bern ohne Andersson (überzählig), SCL Tigers ohne Weibel (krank) und Salzgeber (verletzt). Bern ab 58:27 ohne Torhüter.

Fribourg – Biel 3:1

Der 2:1-Erfolg am Freitag gegen Davos schien nur ein Strohfeuer des EHC Biel gewesen zu sein. Nur 24 Stunden später verloren die Seeländer in Freiburg 1:3. Als Luca Cunti den ersten Treffer für seine Mannschaft schoss (38.), hatte die Equipe von Trainer Lars Leuenberger bereits drei Gegentore kassiert.

Die Wende gelang Biel nicht mehr, auch weil Fribourgs Torhüter Reto Berra (36 Paraden) eine starke Partie gelang. Immerhin: Der EHCB kassierte erst zum dritten Mal in dieser Saison nicht (mindestens) vier Treffer.

Die Freiburger ihrerseits blieben in ihrer aufgepeppten Arena auch im vierten Heimspiel ungeschlagen. Spätestens nach dem 2:0, einem Weitschuss von PostFinance-Topskorer Ryan Gunderson nur 22 Sekunden nach der ersten Pause, standen die Weichen auf Sieg.

Fribourg-Gottéron - Biel 3:1 (1:0, 2:1, 0:0)
1 Zuschauer. - SR Lemelin (USA)/Müller, Gnemmi/Pitton. - Tore: 14. Sutter (Marchon, Sprunger) 1:0. 21. (20:22) Gunderson (Stalberg, Desharnais) 2:0. 33. Chavaillaz (Mottet, Stalberg) 3:0. 38. Cunti (Hügli, Rathgeb/Powerplaytor) 3:1. -
Strafen: 3mal 2 Minuten gegen Fribourg-Gottéron, 2mal 2 Minuten gegen Biel. - PostFinance-Topskorer: Gunderson; Moser.
Fribourg-Gottéron: Berra; Sutter, Jecker; Gunderson, Chavaillaz; Aebischer, Abplanalp; Kamerzin, Bougro; Mottet, Desharnais, Stalberg; Brodin, Bykow, Herren; Sprunger, Schmid, Marchon; Rossi, Walser, Jörg.
Biel: Paupe; Rathgeb, Fey; Kreis, Moser; Lindbohm, Forster; Sartori; Fuchs, Pouliot, Rajala; Hofer, Cunti, Künzle; Kohler, Nussbaumer, Hügli; Ulmer, Gustafsson, Kessler.
Bemerkungen: Fribourg-Gottéron ohne Furrer, Jobin (beide verletzt) und DiDomenico (überzähliger Ausländer), Biel ohne Brunner, Lüthi, Tanner und Ullström (alle verletzt). Biel von 57:33 bis 58:51 und 59:14 bis 59:19 ohne Torhüter.

Zug – Rapperswil-Jona 4:3

Dario Simion zeichnete 62 Sekunden vor dem Ende mit dem 4:3 für den Siegtreffer des EV Zug im Heimspiel gegen die Rapperswil-Jona Lakers verantwortlich. Zuvor hatten die Zentralschweizer dreimal einen Rückstand aufgeholt - das 2:2 (35.) und 3:3 (51.) erzielten Jan Kovar respektive Captain Raphael Diaz jeweils im Powerplay.

Damit gelang dem EVZ eine Reaktion auf die 0:4-Auswärtsniederlage gegen Genève-Servette am Freitag. Die Zuger schlossen dank dem achten Sieg im zehnten Meisterschaftsspiel in dieser Saison punktemässig zu Leader Lausanne auf. Gegen die Lakers war es der vierte Siege in Serie, der zweite in der laufenden Spielzeit. Derweil erlitten die Rapperswiler - das 3:2 schoss Nando Eggenberger in Unterzahl (43.) – die erste Niederlage nach drei Erfolgen.

Zug - Rapperswil-Jona Lakers 4:3 (0:1, 2:1, 2:1)
0 Zuschauer. - SR Tscherrig/Mollard, Cattaneo/Kehrli. -
Tore: 5. Sataric (Lhotak) 0:1. 26. McLeod 1:1. 32. Moses (Rowe) 1:2. 35. Kovar (Diaz, Zehnder/Powerplaytor) 2:2. 43. Eggenberger (Unterzahltor!) 2:3. 51. Diaz (Powerplaytor) 3:3. 59. Simion (Hofmann, Kovar) 4:3. -
Strafen: 4mal 2 Minuten gegen Zug, 8mal 2 Minuten gegen Rapperswil-Jona Lakers. - PostFinance-Topskorer: Kovar; Cervenka.
Zug: Hollenstein; Cadonau, Alatalo; Diaz, Geisser; Zgraggen, Stadler; Wüthrich; Martschini, Kovar, Zehnder; Klingberg, Senteler, Thorell; Simion, McLeod, Hofmann; Leuenberger, Albrecht, Bachofner; Thürkauf.
Rapperswil-Jona Lakers: Bader; Jelovac, Profico; Egli, Randegger; Sataric, Maier; Vukovic, Dufner; Clark, Cervenka, Eggenberger; Moses, Rowe, Lehmann; Wick, Dünner, Lhotak; Forrer, Ness, Wetter.
Bemerkungen: Zug ohne Schlumpf (verletzt), Rapperswil-Jona Lakers ohne Payr (verletzt). Rapperswil-Jona Lakers ab 59:12 ohne Torhüter.

Die Tabelle

(zap/sda)

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