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Players prepare for a skate at the NHL hockey playoffs venue in Edmonton, Alberta, Friday, Aug. 28, 2020. Boston Bruins captain Zdeno Chara hopes players and fans take a step back to pause and reflect on racial justice issues as the NHL takes a second day off from second-round series action on Friday, before games resume on Saturday. (Jason Franson/The Canadian Press via AP)

Wie in den Playoffs: Der NHL drohen für die Saison 2020/21 Geisterspiele. Bild: keystone

Eismeister Zaugg

Die NHL-Saison 2020/21 – Bubbles, vorerst kein Lohn und ein 100-Tage-Minimum

Die NHL-Saison 2020/21 hat nach wie vor nicht begonnen. Nun lichtet sich der Nebel ein wenig und erste Strukturen des geplanten Spielbetriebes sind zu erkennen. Bis gespielt wird, bekommen die Spieler keinen Lohn.



Klar ist: Die Saison 2020/21 soll gespielt werden. Damit das möglich ist, muss der Start spätestens Anfang Februar erfolgen. Nur so ist noch eine minimale Regular Season mit rund 60 Partien pro Team möglich. Dafür sind 100 Tage erforderlich.

Bevor die Olympischen Sommerspiele am 23. Juli 2021 in Tokyo beginnen (so sie denn durchgeführt werden können…), müssen die Playoffs beendet sein. Die TV-Einschaltquoten – eine der Energiequellen dieses Geschäftes – waren letzte Saison miserabel, als die Entscheidung um den Stanley Cup zu Gunsten von Tampa erst am 28. September fiel. Diese Quoten würden während der Olympischen Spielen noch miserabler. Deshalb wird «Sommer-Hockey» nun ausgeschlossen.

Aber wie soll eine Regular Season in Zeiten der Krise über die Bühne gehen? Ein zentrales Problem ist die Grenze zwischen Kanada und den USA. Sie kann nur unter Einhaltung von Quarantäne-Fristen überschritten werden. Erschwerend kommt in den USA dazu, dass es keine landesweiten Regelungen gibt: die Corona-Einschränkungen liegen in der Kompetenz der Gouverneure (Regierungschefs) der einzelnen US-Bundesstaaten.

Nun gibt es ein Konzept: So wie die Playoffs der letzten Saison soll nun auch die Regular Season in «Bubbles» ohne Zuschauer gespielt werden. Die sieben NHL-Teams in Kanada (Vancouver, Winnipeg, Toronto, Montréal, Ottawa, Calgary, Edmonton) bilden eine Blase und die 24 Mannschaften in den USA bilden drei weitere Blasen. Gespielt wird die Qualifikation ausschliesslich unter den Teams in diesen Blasen – jeweils in den Städten dieser Teams. Vorgesehen ist eine Serie von Spielen und dann Pausen von einer Woche. 82 Runden sind wahrscheinlich nicht mehr möglich. Rund 60, mindestens aber 48 wie in der durch den Lockout verkürzten Saison 1994/95 (mit 26 Teams), sollen es sein.

Dafür sind mindestens 100 Tage erforderlich. Die Regular Saison 1994/95 startete damals am 20. Januar 1995 und dauerte bis zum 6. Mai. Die Playoffs (Stanley Cup-Sieger: New Jersey) endeten am 24. Juni.

So lange nicht gespielt wird, bekommen die Spieler keine Lohnzahlungen. Hingegen wird das gesamte Salär fällig, wenn eine Regular Season über die Bühne geht – unabhängig davon, ob sie 48 oder 82 Spiele dauert. Die Coaches sind nicht in die Spielergewerkschaft integriert. Sie erhalten ihren Lohn aktuell auch ohne Spielbetrieb. Allerdings gibt es keine einheitliche Regelung. Die Coaches haben in den verschiedenen Organisationen individuell mit ihren General Managern ausgehandelt, wie viel Salär sie bekommen.

Fällt die Saison 2020/21 ganz aus, dann verlieren die Spieler ein Vertragsjahr. Die Verträge werden also im Falle einer verlorenen Saison nicht automatisch um ein Jahr verlängert.

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