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Der Berner SC Bern Cheftrainer Kari Jalonen stemmt den Meisterpokal und feiert mit seiner Mannschaft als Eishockey Schweizermeister nach dem sechsten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem SC Bern, am Montag, 17. April 2017 in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Kari Jalonen hat gleich in seiner ersten Saison mit dem SC Bern den Titel geholt. Bild: KEYSTONE

Eismeister Zaugg

Kari Jalonens Erfolgsrezept: «Ich war jeden Tag um 6 Uhr in meinem Büro im Stadion»

SCB-Meistertrainer Kari Jalonen (57) sagt, warum er die Meisterzigarre noch nicht geraucht hat, warum er nie zweifelte und warum er jeden Tag um 6 Uhr mit der Arbeit beginnt.



Sie haben Ihre Meisterzigarre in die Hemdtasche gesteckt. Sind Sie Nichtraucher?
Kari Jalonen: Oh nein, ich werde diese Zigarre rauchen. Wenn ich Zeit für mich habe und in der richtigen Stimmung bin, werde ich diese Zigarre aber nicht einfach rauchen. Ich werde sie geniessen.

Und nicht mit einem Bier dazu, sondern mit Wein.
Ja, wahrscheinlich mit einem Glas Wein.

Ihre Mannschaft hat die Qualifikation und die Playoffs dominiert. Es gab eigentlich nie Zweifel an der Titelverteidigung.
Das so zu sagen wäre anmassend, auch gegenüber unseren Gegnern. Richtig ist, dass ich nie daran gezweifelt habe, dass wir alles für den Erfolg getan haben, und dass in Bern alles vorhanden ist, um eine Meisterschaft zugewinnen.

Haben Sie auch nicht gezweifelt, als Leonardo Genoni das 1:1 kassiert und Ihre Mannschaft in der Verlängerung das dritte Spiel verloren hat?
Ich habe keinen Augenblick an Leo (Leonardo Genoni – die Red.) gezweifelt. Er ist der Beste. Ja, in diesem Spiel hatten wir kein Glück. Pfostenschüsse, das offene Tor nicht getroffen und dann dieses 1:1. Na und? Das kann im Eishockey passieren. Wir haben uns dadurch nicht beirren lassen. Wir haben nichts geändert und sind unseren Weg weitergegangen.

Sie glauben im Eishockey nicht an Glück und Pech?
Nein. Ich bin auch kein Magier, der etwas aus dem Hut zaubert. Ich glaube an den Erfolg der täglichen Arbeit. Dann kommt auch das Glück. Ich war diese Saison jeden Tag um 6 Uhr in meinem Büro im Stadion ...

Der Berner Thomas Ruefenacht, links, feiert in der Garderobe mit SC Bern Cheftrainer Kari Jalonen als Eishockey Schweizermeister nach dem sechsten Eishockey Playoff-Finalspiel der National League A zwischen dem EV Zug und dem SC Bern, am Montag, 17. April 2017 in der Bossard Arena in Zug. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Kari Jalonen und Thomas Rüfenacht: Ein Herz und eine Seele. Bild: KEYSTONE

Moment, um 6 Uhr?
Ja, so früh. Dann habe ich den Kopf frei, ich kann mich in aller Ruhe mit Ville (Assistenz-Trainer Ville Peltonen – die Red.) unterhalten und mir Gedanken machen, was zu tun ist. Diese tägliche Arbeit während der Qualifikation ist die Voraussetzung für den Erfolg in den Playoffs und ich kann das gar nicht oft genug betonen. Wir hatten im Laufe der Qualifikation viele Meetings und viele Einzelgespräche. Als die Playoffs begannen, waren wir alle bereit. Es ist nicht mehr möglich, während den Playoffs noch etwas zu ändern oder etwas Neues zu trainieren. Wir haben während der 16 Spiele in den Playoffs einfach das umgesetzt, was wir während der Qualifikation erarbeitet hatten.

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Aber 6 ist schon früh ...
... nicht für mich. Sie glauben gar nicht, wie sehr ich während meiner Zeit als Nationaltrainer die tägliche Arbeit mit den Spielern vermisst habe. Ich bin so glücklich, dass ich in Bern die Chance bekommen habe, wieder mit einer Klubmannschaft arbeiten zu können.

Sie kamen bereits im Juni für Einzelgespräche mit den Spielern nach Bern.
Das ist einer der Gründe, warum wir erfolgreich sind. Es war für Ville und mich sehr wichtig, die Spieler kennen zu lernen, ihre Ansichten, ihre Sorgen. Wir müssen wissen, wie die Spieler denken, was sie bewegt und die Spieler müssen wissen, was wir wollen. Es ist so wichtig,eine Vertrauensbasis zu schaffen und eine gute Stimmung in der Kabine zu haben.

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